Während wir in Destiny 2 uns noch die Zähne an den neuen Raidbossen aus der Tiefsteinkrypta ausbeißen, übertreffen sich manche Hüter mit absurden Kill-Challenges gegenseitig. MeinMMO zeigt euch hier mit Videobeweis, dass die Bosse schon ohne Waffengewalt und ganz alleine bezwungen wurden.
Es ist nun etwas mehr als eine Woche her, seit die ersten Spieler den neuen Raid aus Destiny 2: Beyond Light knackten. Viele Feierabend-Zocker und entspannten Hüter beißen sich an der Endgame-Aktivität aber teils immer noch die Zähne aus oder kommen jetzt erst so langsam in die erforderliche Level-Reichweite.
Während die Aussicht auf neue und starke Waffen die Spieler in die Tiefsteinkrypta treibt, haben die Destiny-Profis ganz andere Motivationen. Geht ihnen der Content aus, wollen sich gegenseitig mit absurden Challenges und halsbrecherischen Manövern, die viele “normale” Hüter kaum durchziehen könnten, ausstechen.
MeinMMO präsentiert euch hier 2 Errungenschaften, die einige beeindruckende Leistungen aus dem neuen Raid von Beyond Light zeigen.
Schwerster Boss der Tiefsteinkrypta hat das 1vs1-Duell verloren
In Destiny 2 sind Raids so designt, dass ein Team aus 6 Spielern sich der Herausforderung stellen muss oder eher sollte. Denn der Bosskampf gegen Atraks-1 und der ganze Encouter wurden nun solo gestemmt.
Welcher Solist war am Werk? Der Raid-Boss Atraks-1 hat im Duell gegen Slayerage den Kürzeren gezogen.
Der ist zwar nicht der finale Boss, wird von den Spielern aber durchweg als der schwerste Encounter in der ganzen Tiefsteinkrypta verflucht. Denn man kämpft auf der Erde und zeitgleich im Weltall gegen mehrere Kopien des Bosses, muss 2 Buffs und einen Debuff managen und in wenigen Sekunden eine Wipe-Mechanik abwehren.
Schaut euch die letzten Sekunden von Atraks-1 hier im Video an:
So hat Slayerage das gemacht:
- Der Profi spielt einen Dämmerklingen-Warlock (Himmelseinstimmung) auf Powerlevel 1.266.
- Er nutzt ein kinetisches Automatikgewehr und einen Granatwerfer, um die Gegnerhorden abzuwehren.
- Gegen Atraks-1 selbst nutzt er das extrem mächtige Exo-Schwert “Die Klage”.
- Er spielt fast ausschließlich mit dem Agenten-Buff – damit ist er in der Lage, sich den todbringenden Debuff via “Prallgeschosse” selbst vom Kopf zu schießen.
- Um herauszufinden, welche Kopie des Bosses die richtige ist, nutzt er einen kleinen Trick und eine gehörige Portion Glück: Durch minimalen Schaden offenbart sich, welchen Atraks-1 man angreifen muss.
- Das muss aber schnell gehen – lässt man sich zu viel Zeit oder fügt dem falschen zu viel Schaden zu, resultiert das in einem Wipe.
- In der finalen Phase nutzt er den Scanner-Buff, um schnell den richtigen Boss zu finden.
Nach 10 Stunden Dauer-Stream war es so weit: Als ihm das Kunststück gelingt, rastet sein Chat auf Twitch richtig aus. Denn der Solo-Kill ist das Ergebnis eines über 10-stündigen Streams (via Twitch). Schon am Tag zuvor hat Slayerage vergeblich versucht, Atraks-1 alleine zu bezwingen.
Slayerage und sein Clan “The Legend Himself” sind in Destiny bekannt wie ein bunter Hund. Übrigens war es Slayerage, der vor 6 Jahren den Raidboss Crota in Destiny 1 als erster solo legte.
Ein Team hat den finalen Raidboss komplett ohne Waffengewalt gelegt
Destiny 2 ist ein Loot-Shooter. Die Jagd nach der stärksten Waffe, dem Godroll und dem seltensten Exotic ist die Karotte vor der Nase vieler Hüter. Und gerade in den Raids brauchen die Spieler ihre ganze Feuerpower.
Diesem Raidboss ging es “pazifistisch” an den Kragen: Umso erstaunlicher ist es, dass der finale Raidboss Taniks von einem Team gelegt wurde, das komplett auf den Einsatz von Schusswaffen verzichtete. Nur mit netten Worten gab sich Taniks aber natürlich nicht geschlagen, daher durften alle Fähigkeiten und Nahkampf-Attacken genutzt werden.
Schaut euch hier an, wie der finale Boss der Tiefsteinkrypta seine Waffen-lose Abreibung erhält:
So ging das Team vor:
- Die meisten Spieler wählten den Sturmbeschwörer-Warlock (Einstimmung der Kontrolle).
- Durch seine Super “Chaosspannung” ist guter Bossschaden möglich, mithilfe des Rift gibt es Heilung fürs Team und der “Ballblitz” erlaubt wenigstens etwas Distanzschaden.
- Durch geschicktes Wechseln der Exotics “Äonenseele” und den “Geomag-Stabilisatoren” erhalten die Fähigkeiten rasch Energie.
- Ein Jäger sorgt für Unsichtbarkeit und erhöht mit seinem Pfeil den Schaden. So verzichtet das Team auf die Göttlichkeit, die sonst bei fast allen Hütern am Start ist.
- Sonst spielt das Team den Encouter ganz normal – sie brauchen nur länger, um mit den Adds fertig zu werden.
Wer jetzt denkt, dass dies nur ein Geduldsspiel ist, liegt falsch. Denn Raidbosse haben es eilig und gehen nach einer bestimmten Zeit in den “Wut ist nah”-Zustand. Brauchen die Spieler zu lange oder richten nicht genug Schaden an, folgt ein Wipe.
Die “Wut ist nah”-Warnung erscheint auch im Video. Unter Druck schaffen es die Hüter aber, Taniks nur durch ihre Fähigkeiten zu legen. Der Jubel ist dementsprechend groß.
Habt ihr dem neuen Raid in der Tiefsteinkrypta schon einen Besuch abgestattet? Fällt euch bei den irren Herausforderungen, die manche Hüter sich selbst auferlegen die Kinnlade runter oder haltet ihr das für digitales Geprotze?
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