Die großen Änderungen für Overwatch 2 könnt ihr schon jetzt ausprobieren. Ein Spieler hat sie einfach als „Custom Game“ umgesetzt.
Was ist so kontrovers? Overwatch 2 hatte kürzlich in einer Präsentation den Profi-Teams und vor allem ihren Tank-Spielern einen derben Schlag versetzt. Es gab gleich drei Ankündigungen, die sich auf die Tank-Spieler und damit auch die ganzen Matches auswirken:
- Die Team-Größe sinkt von 6 auf 5. Anstatt 12 Spielern sind also künftig nur noch 10 in einer Partie anzutreffen.
- Die neue, feste Gruppenkomposition ist 1 Tank, 2 DPS und 2 Support. Ein Tank wird also gestrichen.
- Tanks werden deutlich überarbeitet, sollen keine Fleischschilde mehr sein, sondern einfach etwas standhaftere „Bruiser“-Charaktere.
Viele Profi-Spieler bangen deshalb um ihren Job, da der bei der neuen Teamgröße einfach wegfallen könnte oder die Änderungen an den Tanks so massiv sind, dass ihre Leistungen schlicht nicht mehr ausreichen.
Der neue 5vs5-Modus – Schon jetzt spielbar
Wer nicht bis zum Release von Overwatch 2 warten möchte, der kann schon jetzt mit den angepassten Regeln experimentieren und so ein erstes Gefühl dafür bekommen, wie sich das Spiel mit veränderten Teamgrößen anfühlt.
Wie funktioniert das? Overwatch bietet seit einer ganzen Weile die Möglichkeit, dass Spieler sich eigene Modi erstellen können. Dabei ist es möglich, so ziemlich alle Faktoren ein wenig anpassen zu können, komplett neue Fähigkeiten zu erschaffen und jede Menge Modifikationen vorzunehmen.
Das hat der Reddit-Nutzer Ajfis3 zum Anlass genommen, einen Modus mit den entsprechenden Anpassungen zu erschaffen. Der entsprechende Code dafür lautet Y4AY9.
Was ist dort neu? Die Änderungen in diesem Custom-Spielmodus entsprechen dem, was im Stream bereits zu sehen war:
- Die Teamgröße sinkt von 6 auf 5
- Reinhardt hat 2 Feuerschläge, sowie einen abbrechbaren Ansturm mit mehr Manövrierfähigkeit
- D.Vas Defensivmatrix hält wieder 4 Sekunden und lädt sich schneller auf
- Zarya hat nun zwei Aufladungen für ihre Schutzschilde, die sich eine Abklingzeit teilen
- Winston hat einen neuen Fernkampfangriff
- Meis Primärfeuer friert nicht mehr ein, verursacht aber mehr Schaden
- „Overhealth“ ist eine neue Mechanik, die Barrieren und verfallende HP miteinander vereint
- Passive Rollenfähigkeiten:
- Tanks werden weniger zurückgestoßen und gewähren weniger Ultimate-Aufladung
- DPS-Charaktere bewegen sich schneller
- Support-Charaktere heilen sich automatisch, wenn sie keinen Schaden erleiden
So reagieren die Spieler: Die ersten Reaktionen der Spieler sind durchaus positiv. Die von den Entwicklern gewünschten Änderungen, dass Spieler sich nicht mehr permanent hinter Tanks verstecken und jeder Spieler größere Gewichtung hat, scheinen aufzugehen. Auch werden Supporter dazu angeregt, mehr von ihren Offensiv-Fähigkeiten Gebrauch zu machen, anstatt die ganze Zeit abzuwarten und nur hinter einer Barriere zu heilen, wie es aktuell häufiger der Fall ist.
Was die Profis von diesen Änderungen halten, werden wir wohl erst erfahren, wenn sämtliche Neuerungen eingebaut sind. Denn bis zum Release von Overwatch 2 – vermutlich nicht vor 2022 oder noch später – wird sich noch eine ganze Menge ändern.
Habt ihr die Änderungen schonmal ausprobiert? Wie fühlt es sich für euch an, mit einer kleineren Gruppe loszuziehen.
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