Puh, der neue Nightfall in Destiny 2 Shadowkeep wird echt hart, lohnt sich aber

Unser Autor Sven wurde von Bungie nach Seattle eingeladen und konnte dort bereits vorab einige Inhalte von Destiny 2 Shadowkeep anspielen – so auch den neuen Dämmerungs-Modus „Die Feuerprobe“. Lest hier, was Euch in den neuen Nightfalls erwartet.

Achtung, Spoiler! Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Was genau konnte ich spielen? Bungie hat uns neben dem Mond und der ersten Story-Mission von Shadowkeep unter anderem auch das neue Nightfall-Format „Dämmerung: Die Feuerprobe“ vorgeführt. In diesem Rahmen konnten wir einen der beiden neuen Shadowkeep-Strikes auf zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen. 

Dabei ging es einmal ohne Tipps direkt ins Gefecht. Beim zweiten Mal kämpften wir nach einer kurzen Einweisung in das neue saisonale Artefakt und seine Rolle. Die Entwickler wollten uns so die Unterschiede zwischen den Härte-Graden sowie den Einfluss einer abgestimmten Ausrüstung aufzeigen – und die Erfahrung unterschied sich tatsächlich enorm.

Was ist überhaupt Dämmerung: Die Feuerprobe? Mit dem Release von Shadowkeep wird die Nightfall-Erfahrung überarbeitet. Wollt Ihr diese knackige Version der Strikes angehen, so könnt Ihr dann im Rahmen von Dämmerung: Die Feuerprobe aus insgesamt 4 Schwierigkeitsgraden wählen:

  • Meister (empfohlenes Power-Level 750)
  • Held (empfohlenes Power-Level 920)
  • Legende (empfohlenes Power-Level 950)
  • Großmeister (empfohlenes Power-Level 980)

Mit steigendem Schwierigkeitsgrad steigt auch die Anzahl der Modifikatoren. Zudem wurde eine besondere neue Art von Gegnern eingeführt – die Champions. Diese sind besonders zäh, haben spezielle Fähigkeiten und können ihrerseits ordentlich austeilen. 

Die ersten beiden Stufen verfügen übrigens über Matchmaking, also eine Spielersuche. Auf Legende und Großmeister braucht Ihr hingegen weiterhin einen vorgefertigten Trupp.

destiny 2 shadowkeep

Deshalb werden die neuen Nightfalls knackiger

So lief unser erster Versuch: Als erstes spielten wir (Power-Level 951) den Feuerprobe-Nightfall auf der zweiten von vier Stufen – also auf Held (920). Der Strike selbst führte uns in die Scharlach-Festung, wo wir Hashladûn, die Tochter von Crota, verfolgten. 

An sich lief der Strike recht flüssig, bis wir auf den ersten Champion trafen – einen Barriere-Ritter. Dort bissen wir uns zunächst einige Minuten die Zähne aus. Denn der Champion teilte selbst auf dieser Schwierigkeitsstufe ordentlich aus und jedes Mal, kurz bevor wir ihn besiegt hatten, erhielt er einen Überschild, der gefühlt all unsere Projektile absorbierte.

Zudem heilte sich der neue Gegner in seinem Schutzschild innerhalb weniger Augenblicke fast komplett, sodass wir ihn erst nach Absprache und unter Einsatz fast unserer gesamten Power-Munition sowie einer Super im richtigen Augenblick legen konnten.

Im Verlauf des Strikes trafen wir noch mehrmals auf diese Gegner. Besonders hart war es, als wir zwei davon gleichzeitig bekämpfen und noch einige kleinere Gegner aus dem Weg räumen mussten. Dass wir mehr als 30 Level über den Gegnern lagen – davon hat man bei den Champions eigentlich nie etwas gemerkt. Später trafen wir sogar noch auf einen Champion-Oger, an dem wir regelrecht verzweifelten. 

Ja, wir haben uns im ersten Durchlauf kaum abgesprochen, die Ausrüstung war noch nicht optimiert und wir kannten noch keine Details über die neue Gegner-Art. Doch trotzdem war die Erfahrung im Vergleich zu den bisherigen Nightfalls gefühlt schon etwas härter. In der uns eingeräumten Zeit von knapp 25 Minuten schafften wir es nicht mal bis zum End-Boss.

Das steckte in der Einweisung: Anschließend kamen die Entwickler auf uns zu und erläuterten uns einige Feinheiten für die Feuerprobe:

  • Die Champions haben entsprechend ihren Eigenschaften (Barriere, Unaufhaltsam, Überladung) bestimmte Symbole (Dreieck, Viereck, Kreis) über ihren Köpfen.
  • Diese Symbole werden vor Beginn des Strikes auch bei den Modifikatoren aufgeführt, sodass man von vornherein weiß, auf welche Art von Gegner man dort trifft.
  • Will man diese Gegner effektiv bekämpfen, kommt das saisonale Artefakt ins Spiel. Levelt Ihr dieses Artefakt (war bei uns bereits komplett freigeschaltet) auf, so erhaltet Ihr Zugriff auf bestimmte Mods, die Euch das Leben gegen die Champions erleichtern. Passend zu den Champions sind diese Mods mit entsprechenden Symbolen (Dreieck, Viereck, Kreis) gekennzeichnet.
  • Durch diese Mods können beispielsweise bestimmte Waffen die Schilde von Barriere-Rittern schnell durchbrechen, wenn Ihr sie in Eure Schießeisen einsetzt. Dabei wird auch deren Gesundheitsregeneration unterbrochen oder verhindert. So könnt Ihr diese Gegner dann besser bekämpfen.
  • Denn auf härteren Schwierigkeitsgraden ist es ohne entsprechende Artefakt-Mods fast unmöglich, die Champions mit roher Gewalt zu bezwingen.
  • Auch Armor 2.0 und eine entsprechende Ausrichtung Eurer Rüstung helfen spürbar im Kampf. Lädt Eure Super beispielsweise schneller auf (mit den richtigen Stats ist es wirklich deutlich schneller), so könnt Ihr Eure ultimative Fähigkeit öfter zum Einsatz bringen oder habt sie genau dann verfügbar, wenn Ihr sie braucht. Und gerade gegen Champions muss die Super oft auf den Punkt genau kommen.

So lief der zweite Versuch: Unser zweiter Versuch fand dann auf der Schwierigkeitsstufe Legende statt. Wir waren immer noch auf Power-Level 951, das empfohlene Level lag nun jedoch bei 950.

Der Nightfall war diesmal spürbar knackiger. Doch diesmal waren wir besser aufgestellt und ausgerüstet. Die Energie unserer Rüstungen hatten wir nun voll aufgelevelt und mit Mods auf bestimmte Rollen ausgerichtet. Auch unsere Waffen trugen nun entsprechende Artefakt-Mods. Zudem kommunizierten wir um einiges mehr und sprachen uns besser ab – gerade bei den Kämpfen gegen die Champions.

Und das alles war auch verdammt nötig. Denn diese Kämpfe gestalteten sich deutlich härter. Mit der richtigen Taktik und Kommunikation lief es aber gleichzeitig um einiges flüssiger. Zwar brauchten wir pro Champion gefühlt alle 3 Super sowie viel Power-Munition, nachdem wir sie zuvor mit modifizierten Kinetik- oder Energie-Waffen bearbeitet hatten, doch dank Absprache und richtig getimten Angriffen klappte es nun in den meisten Fällen deutlich besser als noch im ersten Durchlauf. Trotzdem bissen wir uns auch diesmal an dem ein oder anderen Champion immer noch die Zähne aus – vor allem am Oger. 

Übrigens, auch im zweiten Durchlauf kamen wir nicht ganz bis zum Endgegner (keiner der Anwesenden Presse-Vertreter hat den Strike geknackt) – aber auf jeden Fall weiter als noch zuvor. Die Erfahrung war dabei befriedigender, auch wenn wir dafür spürbar mehr „schwitzen“ mussten. Denn auf höheren Schwierigkeitsstufen verlangt der neue Nightfall meiner Meinung nach mehr von den Hütern ab als die aktuelle Version. Man muss mehr tun, auf mehr Dinge achten und auf mehr Faktoren reagieren als bisher.

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so einen anstrengenden Nightfall-Run hinter mir hatte. Gleichzeitig weiß ich aber auch nicht, wann ich das letzte mal so viel Spaß in der Dämmerung hatte wie bei diesem Durchlauf – selbst wenn wir es nicht bis zum Boss schafften. 

Fazit: Ob sich diese Erfahrung mit der Zeit, einem eingespielten Team, mehr Routine, besserer Ausrüstung und steigendem Power-Level (gerade durch das Endlos-Leveln bei Artefakt) noch ändert, muss abgewartet werden.

Doch bei meinem Besuch hat mir „Dämmerung: Die Feuerprobe“ enorm viel Spaß gemacht. Die Kämpfe sind taktischer, bedürfen deutlich mehr Kommunikation und Koordination, die Wahl und vor allem die Abstimmung der Ausrüstung sowie der Fähigkeiten ist spürbar wichtiger. Sonst sind die Nightfalls mit steigendem Schwierigkeitsgrad kaum zu stemmen. In ihrer neuen Form ist die Dämmerung endlich wieder eine richtige Herausforderung – und eine in meinen Augen spaßige noch dazu. 

Übrigens, auf Großmeister soll der Nightfall dann nochmal eine ganze Schippe härter sein.

Deshalb lohnen sich die neuen Nightfalls

So werdet Ihr belohnt: Die härteren Kämpfe mit steigendem Schwierigkeitsgrad sollen nicht nur für mehr Herausforderung und Spaß sorgen – sie sollen auch entsprechend attraktive Anreize bieten, die Dämmerung zu bestreiten.

So habt Ihr auf den Schwierigkeitsgraden Legende und Großmeister unter anderem höhere Chancen auf Exotics. Zudem erhaltet Ihr dort beispielsweise seltene Materialien wie Verbesserungsprisma oder Aszendenten-Bruchstücke (nur auf Großmeister), die ihr zum Steigern des Energie-Levels Eurer „Armor 2.0.“-Rüstungsteile benötigt. 

Die Nightfalls wurden also nicht nur mechanisch überarbeitet, sie werden auch im Bezug auf Eure Ausrüstung und somit die Charakter-Entwicklung eine gewichtigere Rolle spielen.

Der neue Nightfall im Video: Wenn Ihr Euch die neue Dämmerung schon mal anschauen wollt, dann könnt Ihr das im folgenden Video von Nexxoss Gaming tun.

Bedenkt jedoch: Mein Team bestand aus Pressevertretern (allesamt durchschnittliche oder gute Spieler), die beim ersten Mal komplett blind und ahnungslos in den Strike geschickt wurden. Nexxoss, seinerseits ein exzellenter Hüter, war in einem Team mit zwei weiteren Top-Spielern unterwegs, die Ihr Geld mit Spielen verdienen. Dementsprechend kann sich die Erfahrung im Video stellenweise von meinen Erlebnissen unterscheiden.

Was haltet Ihr von diesem neuen Nightfall-System? Macht Euch das Lust auf mehr? Oder findet Ihr das bisherige System besser?

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