PUBGs neue Map Haven ist klein, schnell und gar nichts für Wiedereinsteiger

Wir von MeinMMO haben uns nach langer Pause mal wieder in die Welt von PUBG (PlayerUnknown’s Battlegrounds) gestürzt. Ziel war, die neue Map “Haven” auszuprobieren. Das Ergebnis entpuppte sich als harter Reality-Check.

In PUBG startete am 16. Dezember die Season 10. Teil des neuen Contents sind PvE-Gegner und eine neue Map. Die Map Haven ist eine kleine, industrielle Insel. Und mit klein meine ich: Sie ist nur 1×1 Kilometer groß. Im Gegensatz zur ersten Map aus PUBG, Erangel, die 8×8 Kilometer groß ist.

Unser Team: Ich lud mir zwei Kollegen von MeinMMO ein, um nun die neue Zwergen-Map mal zu testen.

Die Wahl fiel auf unseren Warzone-Experten Maik Schneider. Der am Tag gefühlt mehr Stunden in Warzone verbringt, als ich wach bin.

Dazu Florian Franck, der noch recht frisch bei uns auf MeinMMO im Team ist. Der strotzt vor Shooter-Erfahrung in Escape from Tarkov und hat dazu, zumindest in Season 1 bis 5, jede Menge PUBG gespielt.

Ich selbst habe eine überschaubare Zeit in PlayerUnknown’s Battelegrounds verbracht. Vor allem zur Anfangszeit nach dem Release habe ich gespielt. Habe eine Handvoll Chicken-Dinner geholt, meist aber im Team gezockt.

Unser Ziel: Wir wollten uns unsere Meinung über die neue Map bilden. Mit dieser Truppe fühlte ich mich recht sicher, zumindest ein paar Mal in den Top-3 zu landen. Doch die neue Map Haven zeigte sich uns gegenüber gar nicht gastfreundlich.

Der harte Reality-Check auf Haven

So liefen die ersten Runden: Zugegeben, die erste Runde war für mich Überforderung. Maik warf mir kurz nach der Landung Sachen an den Kopf wie “Hier liegt ein 2er Helm, brauchste?” oder “Was willste denn spielen? Hier liegt ne Vector rum”. In meinem Gehirn fügte sich langsam das Bild von PUBG wieder zusammen. Ja genau – Items haben Level. Ich brauch das! Klar!

Dann war es tatsächlich der erste Gegner, den wir auf der Map trafen, der uns umgelegt hat. Uns alle drei. Ein Gegner.

Der wartete auf der Wiese, mit grün gefärbter Kleidung kaum sichtbar. Lauerte, bis wir alle drei auf dem Gras sichtbar waren und knallte uns dann gnadenlos weg. Runde beendet. Platz 9 von 11. Na toll.

Vor dem Start der zweiten Runde legten wir fest: Wir kennen die Map nicht. Wir sollten also vorsichtiger spielen.

Mit dieser Einstellung überlebten wir immerhin 5 Minuten auf der Map und wurden 8. Platz. Gegnern fügten wir nicht mal Schaden zu.

Das zog sich dann auch über Runde 3 und 4 so weiter. Miese Platzierungen. Wir konnten einfach nicht Fuß fassen. Wo immer wir auftraten, fühlte es sich an, als wären die Gegner genau auf uns vorbereitet. Obwohl wir schlichen, wussten sie fast immer, wo wir waren.

PUBG Haven 6 Spiele

Das veränderten wir: In den ersten vier Runden landeten wir nahe am Getümmel. Gut, das ist auf einer 1×1-Map nie ganz auszuschließen. Aber unseren den Lande-Orten war wirklich immer viel los. In Runde 5 und 6 landeten wir lieber “außerhalb”. Wie ihr am Screenshot erkennt, konnten wir gleich viel länger durchhalten. Statt 4 bis 5 Minuten kämpften wir 10 bis 15 Minuten.

Zwar besserten sich unsere Platzierungen, doch sobald es zum Kampf kam, gewannen andere Teams, die die Map zu ihrem Vorteil nutzten. Die wussten, durch welche Türen oder Fenster sie hechten müssen, um binnen weniger Sekunden hinter der nächsten Ecke auf uns zu lauern.

PUBG Kill Haven
Endlich einen Kill auf Haven – das fühlte sich gut an. Verhalf uns aber nicht in die Top-3

Unser Ziel erreichten wir auf Haven nicht. In keinem unserer Matches gelangen wir in die Top-3.

Neue Map, neues Glück

Sind wir einfach schlecht? Es gab nun im Wesentlichen zwei Begründungen, warum wir so schlecht abschnitten.

  • Ich bin ein Noob, Maiks CoD-Skills bringen uns bei PUBG herzlich wenig und Florians PUBG-Expertise ist eingerostet
  • ODER
  • Alle anderen spielen gerade die neue Map, die man explizit in der Map-Rotation auswählen kann und wir sind darauf einfach zu unerfahren
  • (oder beides)

Wir versuchten unser Glück also auf zufällig gewählten Map von PlayerUnknown’s Battlegrounds. Mit unserem Dreier-Team spielten wir nach Haven dann auf Karakin und Sanhok.

Dort schnitten wir viel besser ab und wurden in den beiden Matches jeweils Zweitplatzierte. Wir spürten dann auch wieder die Battle-Royale-Erfahrung. Wenn nur noch ein oder zwei Teams gegen dich auf der Map spielen und die nächsten Minuten definitiv über den Sieg entscheiden. Da steigt der Herzschlag, man wird verbissen.

PUBG zusammenfassung Maik Florian
Die Bilanz nach 2 Stunden PUBG mit unserer Truppe

Hier konnten wir mit der Größe der Map spielen. Uns Deckungen suchen, die Rotationen von Gegnern aus sicherer Entfernung beobachten und einschätzen, unwissenden Gegnern auflauern. Das volle Taktik-Programm.

Auf Karakin waren wir kurz davor, den Sieg festzumachen. Doch ein Gegner, der verdächtig gut zielen konnte, obwohl er uns eigentlich gar nicht im Sichtfeld hatte, machte uns dann schnell den Garaus.

Auch auf Sanhok hat es leider nicht ganz für den Sieg gereicht. Die letzten Gegner waren uns einfach überlegen. Schade, aber macht trotzdem Lust auf mehr.

PUBG Maik und Flo
Gestatten? Flo und Maik – Engagiert, um zu … gewinnen

Fazit: Für uns als (Wieder-) Einsteiger ist das nichts

Das fällt auf: Haven ist deutlich kleiner als die übrigen Maps in PUBG und das merkt man schon direkt, wenn man beim Absprung aus dem Flugzeug die Map in der Übersicht erblickt.

Haven ist darauf getrimmt, eine schnelle Spielerfahrung zu bieten. Häuser mit vielen Türen ermöglichen jederzeit einen Kampf. Das übliche langsame Spiel aus PUBG, das zwischendurch schon fast an Campen grenzt, erlebten wir in unseren Matches gar nicht. Man landet, schnappt sich eine Waffe und wird direkt gefordert. Etwa so, als würde man auf einer Map für 100 Spieler immer im Ballungszentrum landen. Dort wo die meisten anderen auch landen. Schnelle Action ohne große Vorbereitung.

Für mich als Wieder-Einsteiger ist das gar nichts. Ich finde allerhand neue Waffen auf dem Boden und muss dann erstmal checken, ob das eine Schrotflinte ist oder doch ein Sturmgewehr. Und mit welchem Zubehör ich das Teil ausrüsten kann und will.

Haven fühlt sich an, als wäre es an PUBG-Spieler gerichtet, die mindestens “fortgeschritten” sind, aber nur ein schnelles Match spielen wollen. Wer die Map und die Items kennt, sich mit den Skills aus PUBG generell gut auseinandergesetzt hat, der kriegt hier eine schnelle Ballerei und auch Erfolge. Selbst die Zeit in der Warteschlange lag bei uns maximal bei einer Minute. Alles ist schnell. Für Einsteiger allerdings zu schnell.

Habt ihr selbst schon die neue Map von PUBG gespielt? Wie ist euer Gefühl dafür? Schreibt es uns doch hier auf MeinMMO in die Kommentare und tauscht euch mit anderen Spielern darüber aus.

Vielleicht habt ihr ja auch Tipps für Anfänger wie uns parat, die wir direkt auf der neuen Map einsetzen können. So fällt der Anfang möglicherweise leichter und man ist nicht gleich nach 5 Minuten schon Matsche.

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Chong Weng

Meiner Meinung nach passen diese kleinen Karten einfach nicht zu PUBG. Erangel ist und bleibt die beste Karte.

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