Das Hardcore-MMORPG Mortal Online 2 startete jüngst auf Steam und die Entwickler unterschätzten wohl das Interesse an dem Onlinerollen-Spiel. Es kamen mehr Spieler als erwartet und aufgrund einiger fragwürdiger Design-Entscheidungen saßen Spieler teils 24-Stunden und länger in Warteschlangen fest. Lest die ganze Story hier auf MeinMMO!
Was ist Mortal Online 2? Mortal Online 2 ist ein Hardcore-MMORPG auf Steam, das vom schwedischen Entwickler Star Vault stammt. In Mortal Online 2 kämpft ihr aktiv aus der ersten Person. Ihr müsst eure Angriffe gut zielen und timen, damit ihr was trefft.
Es gibt volles, immer aktives PvP, bei dem ihr alles verlieren könnt, wenn ihr draufgeht. Außerdem sollt ihr um die 600 Skills lernen können. Wie gesagt, das Spiel wendet sich an Hardcore-MMORPG-PvP-Spieler.
Der Vorgänger, Mortal Online, hatte zu Hochzeiten etwas mehr als 1.100 Spieler (via SteamDB). Doch Mortal Online 2 sprengte alle Vorstellungen der Entwickler.
Mortal Online 2 viel erfolgreicher, als Entwickler dachten
Was ist nach dem Launch passiert? Am 25. Januar 2022 startete Mortal Online 2 auf Steam und war wohl erfolgreicher, als die Entwickler dachten. Laut PCGamer wurde das Spiel bereits über 110.000-mal verkauft. Auf dem Höhepunkt waren knapp unter 10.000 Spieler zur gleichen Zeit online. Im Schnitt sind es um die 3.000 Spieler in den Tagen seit Release (via Steamcharts).
Das wiederum führte zu massiven Problemen beim Login. So berichteten Spieler von Warteschlangen, die 24 Stunden und länger gedauert hätten. Ein Spieler behauptete sogar, dass er 36 Stunden am Stück warten musste, bis er endlich wieder ins Spiel kam.
Doch was sind die Gründe für diese enormen Wartezeiten? Eine Ursache sollte darin liegen, dass ein „Feature“ des Spiels darin liegt, dass alle Spieler eines Kontinents auf einem einzigen Server zocken. Dessen Kapazitäten waren wohl schneller erreicht, als die Devs ahnten.
Dazu kam noch, dass es wichtiges Feature aus vielen MMORPGs fehlt. Denn in Mortal Online 2 werdet ihr nicht automatisch vom Server gekickt, wenn ihr zu lange AFK seid. Stattdessen könnt ihr, sobald ihr im Spiel seid, ewig online bleiben und blockiert so euren Slot im Server.
Spieler sind sauer über Warteschlangen aus der Hölle
Wie reagieren die Spieler? Die Spieler überschütten im Gegenzug das Spiel auf Steam mit negativen Bewertungen. Stand 07.02.2022 sind nur knapp 50 % der aktuell 3.896 Reviews positiv. Und das, obwohl viele Spieler das Game durchaus schätzen und es sehr gerne spielen – wenn sie denn nur könnten.
Doch die Warteschlangen aus der Hölle frustrieren die Spieler und so mancher Spieler macht die Sache noch schlimmer, indem er sich an seinen Slot im Spiel klammert und nie wieder ausloggt, weil sicher ist, dass er danach wieder einen guten Tag in der Schlange stehen müsste.
Ein wirklich tolles Spiel, was gut aussieht und endlich die alten Werte eines MMORPG aufgreift a la Ultima Online.
Es macht wirklich Spaß und das Kampfsystem ist fordern und nicht so eintönig wie bei allen anderen.
Jetzt kommt aber das große ABER:
Bis man mal im Spiel ist, ist für den normal Bürger Schluss mit seiner Freizeit.
Gestern 3 Stunden in der Warteschlange verbracht, ohne Erfolg. Bin dann frustriert ins Bett.Hab das Spiel jetzt eine Woche und von meinen Spielstunden war ich 2/3 in der Warteschleife um überhaupt auf den Server zu kommen.
Wenn man einmal drin ist, Top, keine Frage. Aber wie gesagt, reinkommen [ist] eine Katastrophe.
Und solange Sie das nicht in den Griff bekommen, kann ich jedem raten, mit dem Kauf zu warten.
Steam-User Elron in seiner Review auf Steam
Entwickler ändern das Konzept, gehen von “Einem einzigen Server” weg
Was wollen die Entwickler unternehmen? Am 6. Februar meldeten sich die Entwickler via Steam endlich zu den Problemen und erklärten schweren Herzens, dass sie nun doch weitere Server und Instanzen ins Spiel implementieren werden. Das widerspräche zwar dem ursprünglichen Konzept des Spiels, in dem jeder auf dem selben Server unterwegs sein soll, aber anders ließe sich der Ansturm der Spieler nicht beheben.
Es habe aber schon kleinere Patches und Anpassungen gegeben, die den Player-Count etwas erhöhen dürften. Außerdem raten die Entwickler, sich erstmal nur im Tutorial-Gebiet herumzutreiben und nicht gleich in die große, weite Welt zu reisen. Außerdem werden die Abo-Gebühren erstmal ausgesetzt, solange Spieler so schwer ins Spiel kommen.
So viel zu den aktuellen Problemen und geplanten Lösungen zu Mortal Online 2. Wenn ihr wissen wollt, ob das Spiel trotzdem gut ist, dann lest doch den Review unseres MMORPG-Experten Alexander Leitsch:
Ich spiele seit 15 Jahren MMORPGs: In keinem bin ich so oft gestorben wie in Mortal Online 2.
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