WildStar: „Wir wollen die ehemaligen World-of-Warcraft-Spieler“

Für das Science-Fiction-MMORPG WildStar geht es in die heiße Phase, am 31. Mai beginnt der Headstart. In einem Interview machte einer der führenden Mitarbeiter nun nochmal die Ambitionen des Spiels klar. Man ist hinter ehemaligen Spielern des Genre-Primus World of Warcraft her.

In einem Interview mit der amerikanischen Seite mmorpg.com äußerte sich Carbines Präsident Jeremy Gaffney unter anderem zur Zielgruppe des MMOs. So räumte er ein, dass WildStar auf den ersten Moment wenige Sandbox-Elemente aufweise. Die kämen erst im späteren Spielverlauf. Am Anfang sei das Game eher „theme-parky“ eingestellt. Sicher seien davon manche Leute ein wenig erschöpft. Aber es sei wesentlich leichter, gerade Neulinge an ein MMO heranzuführen, wenn man sie zu Beginn ein wenig an die Hand nimmt.

Die Spieler, die jetzt im Moment World of Warcraft spielen, seien nicht unbedingt der Fokus von WildStar. Wer nach 10 Jahren immer noch das Game zockt, den werde auch keiner davon weglocken können. „Auf jeden Spieler, der jetzt WoW spielt, kommen zehn andere, die es einmal gespielt haben. Diese zehn wollen wir“, so Gaffney im Interview.

500 Mods und kreative Housing-Projekte

Als Schwachpunkt und Baustelle sieht Gaffney im Moment das Questen in kleinen Gruppen an. Wer heute mit zwei Leuten unterwegs sei, müsse manchmal doppelt so viele Quest-Items finden wie alleine. Daran arbeitee man im Moment.

Als positive Überraschung betrachtet Gaffney das Housing. Die Spieler hätten das fantastisch angenommen und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Manche bauten auf ihren Häusern im All Labyrinthe oder Sprung-Puzzle. Auch dass die Modding-Community WildStar so gut annehme, gefällt Gaffney. Bei Curse gebe es bereits über 500 Add-Ons.

WildStar Housing

Zwei bis drei Tage nach Release soll schon der Test-Server aufgehen

Jeden Monat möchte man bei WildStar neuen Content bringen. Damit das funktioniert, muss der Test-Server ständig mit dem neuesten Update, dem sogenannten Drop, versorgt werden. Bereits zwei oder drei Tage, nachdem WildStar startet, will man auf dem Test-Server schon den nächsten Patch ausprobieren. Das soll dann immer so weitergehen. Der Fahrplan für die nächsten 16 monatlichen Drops steht.

Anders ginge es, laut Gaffney, auch gar nicht. Immerhin brauche ein Raid gut acht Monate Vorlaufzeit im Design, wer so etwas aus dem Nichts stemmen wolle, erleide unweigerlich Schiffbruch.

Evolution statt Revolution

Auf die häufige Frage angesprochen, was WildStar denn nun Neues in das MMO-Genre einführe, antwortet Gaffney, dass es zwar bisher Spiele gegeben habe, die auf ein Action-Kampfsystem setzen, aber keins hat das System auf ein ausgeklügeltes Raid-System angewandt. Sogar die Hardcore-Raider aus anderen Spielen seien davon beeindruckt, und die beeindrucke normalerweise nichts.

Für ebenso wichtig hält Gaffney das Niveau des Housings, dessen Tiefe sieht er unerreicht. Gerade dass ein MMO mit einem derart tiefen Housing-System gleich zum Start aufwarten könne, sei bisher einmalig.

Außerdem führt er noch die Warplots und das Pfad-System an. Bei den Warplots könne man Raid-Bosse aus dem PvE gefangen nehmen und mit ins PvP überführen, um sie gegen die Feinde einzusetzen. So etwas habe es vorher noch nie gegeben.

Beim Pfad-System können Spieler ihren bevorzugten Spiel-Stil weitervertiefen: Der Söldner-Pfad der zu mehr Kampf-Missionen führt, ist dabei am beliebtesten. „Trotz der Spieler, die immer schreien Nein, nein, nicht noch mehr Kampf-Missionen, ruft 26% unserer Spielerbasis nach „Gebt mir mehr Kämpfe!“, so Gaffney. Allgemein setze WildStar aber eher auf Evolution denn auf Revolution.

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20% eurer Aufgaben werden die Pfad-Quests ausmachen: Also wählt weise!

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Quelle(n): WildStar Interviews: Countdown to Launch With Jeremy Gaffney
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kekelala

Freu mich auch darauf. Aber auch nur weil ich seit längeren kein „Theme Park MMO“ mehr gespielt habe und das Spiel sehr „rund“ und lustig aussieht 🙂

Wird gezockt bis Everquest Next erscheint.

Peppi

Heute gekauft und geladen! 😀 Der 31. kann ruhig schneller kommen! 😀

N811 Rouge

Der Söldner-Pfad kommt wahrscheinlich deshalb so gut weg, weil er in der Mehrheit von Leuten gespielt wurde, die sich für das Pfad-System bisher eigentlich gar nicht so sehr interessieren. Lässt sich halt weitestgehend nebenbei erledigen.

Die Leute, die sich damit beschäftigt haben sind dagegen der Ansicht, das nur Wissenschaftler und Siedler (letzterer besonders) einen gewissen Nutzen für das reguläre Spiel mit sich bringen.

Ich selber werde übrigens trotzdem Explorer als Pfad für meinen Main wählen, einfach weil mir das Spaß macht *g*

Pain

Ich habe den Pfad gewählt, weil ich Killquests mag und das ist eben etwas anders verpackt.

N811 Rouge

Jo. Man liest halt nur halt immer wieder das viele Leute sehr enttäuscht vom Pfad-System sind, weil die Pfade halt relativ wenig Nutzen für das sonstige Spiel haben.

Dabei denke ich halt, die Kernidee dabei ist weniger das man irgendwelche IMBA Zusatzskills bekommt, sondern das man das was einem am meisten Spaß macht noch etwas mehr vertieft:

Söldner: Killquesten
Wissenschaftler: Lore
Siedler: Anderen Helfen
Explorer: Erkunden

so grob beschrieben.

Gerd Schuhmann

So seh ich das auch. Wobei der Nutzen schon da ist, wenn man eine Zone „abschließt“, gibt’s Bonus-Items (sogar ziemlich nützliche), es gibt Deko-Zeug fürs Haus, fürs Mount usw.
Für Min/Maxer ist es halt nicht so spannend.

Gerd Schuhmann

Ich hab auch alle 4 Pfade zumindest zum Teil ausprobiert. Ich würde das gar nicht so als „Nutzen“ sehen, sondern wirklich als unterschiedliches Spiel-Erlebnis.
Das ist schon so, wie sie es sagen. Als Söldner kriegst du mehr WoW und als Explorer mehr GW2. Settler hebst du halt unheimlich viel Zeug auf, musst aber auch 2-5 Personen Mobs killen und bist auch viel auf Erkundungstour – Scientist hab ich noch nicht so richtig weitergemacht, um da zu sagen, wie sich das Spielerlebnis ändert.

Aber das ist schon gravierend, wie das Spielerlebnis vom Soldaten dann von dem als Explorer abweicht.
Was ich erstaunlich finde: Man lernt dann die Zonen tatsächlich anders kenne. Ich hab erst an einem Beta-Wochende mit einem Siedler gespielt so bis 18 (da sieht man viel von der Welt, viele Höhlen und Kram), dann mit einem Soldaten bis 47 rum (da sieht man von der Welt relativ wenig und bleibt dann eher in einer Quest-Zone noch zwei Runden weiter) und dann mit einem Explorer – da kletterst du noch auf jeden hinterletzten Baum und gehst an den Rand der Zonen und verstehst manche Sachen dann. Das ist schon interessant, wie das gemacht ist.

Wie gesagt, wie sich der Scientist jetzt auf das Gameplay auswirkt, hab ich noch nicht so raus. Wär nice, wenn das noch wer ergänzen könnte.
Aber man muss nicht immer Sachen schon vom Ende her denken: Was wird mir das mal nutzen.

Katja Schönefeld

Danke nochmal für deine persönliche Einschätzung zu den Pfaden! Hatte mich an dem Siedler probiert, aber das war nicht so meins… Wer dann den Explorer mal ausprobieren – genau das mag ich so an GW 🙂

N811 Rouge

Der Scientist erhält wohl „Summon Group“, eine erweiterte Form des „Town Portal“ sowie ein „Pet“, nämlich den Scanbot, den man customizen kann. Zudem kann er genau wie der Explorer wohl auch Alternativrouten bzw. Geheimräume finden und für sich/die Gruppe verfügbar machen. So zumindest nach diversen recht aktuellen Forenpostings (im offiziellen Forum).

Gerd Schuhmann

Jau, was der kann und was es mal gibt, ist klar. Ich hab nur noch nicht raus, wie sich das Spiel-Erleben dann ändert. Darum ging es mir.

Ich meine es hätte mehr von diesen Mini-Spielen und Puzzlen gegeben, oder? Diese kleinen Memory-Spielchen, aber bin ich mir nicht so sicher.

N811 Rouge

Achso. Da könntest du recht haben, ich habe meinen Scientist aber auch nicht lange genug gespielt, um das 100% bestätigen zu können.

Die Dinge die ich genannt habe sind halt die, die den Min/Maxern anscheinend besser gefallen als irgendwelche „Air Brakes“ etc.

Cortyn

Scientist ist für Rollenspieler, es ändert sich relativ wenig an der eigentlichen „Gameplay“-Erfahrung, bis auf 4-5 Höhlenzugänge die ich im Verlauf bis Level 50 öffnen konnte.

Im Regelfall muss man irgendwelche Dinge in der Umgebung anklicken, bzw. getötete Mobs scannen (die man im Regelfall eh für eine Quest braucht), seltener muss man auch ganz spezielle Orte/Events finden um die Verhaltensweisen der Spezies von Nexus zu katalogisieren.

Man erfährt primär aber sehr, sehr viel zusätzliches über die Lore, was den eigentlichen Mehrwert des Wissenschaftlers ausmacht.

Katja Schönefeld

Bin auch schon ganz hibbelig 😀

Chris Laash

Same here, leider muss ich bis zum 15 Juni warten, dann erst wieder in Deutschland 🙁

Katja Schönefeld

Ohje, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schöne Freunde 🙂 Freu mich dann schon auf dein Feedback!

Joe

Teso aufgegeben … Und freue much jetzt seeeehr auf dieses Spiel!!! 😀

Pain

Genauso ist es bei mir auch !

rorren

Jop bei mir genauso^^

Timur

Eben so ! 😀

Tertor

Eso ist ne pure Entäuschung! Hab mir da was total anderes erwartet. Werd auch mal in Wildstar schnuppern und hoffen, das mu h dieses Spiel unterhaltet als qual erbringt. 🙂

Gert-Joachim Weyer

Dem schliesse ich mich an 🙂

Keine markingen Sprüche seitens der Entwickler wie Amazing und Awesome alles wird,einfach und ergreifend gute Arbeit abliefern.

So mag ich das.

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