In Destiny 2 bedeutet das neue Waffen-Crafting vor allem eins: Wer die beste Waffe will, der muss viel spielen. MeinMMO durfte bereits exklusiv einen Blick auf die genauen Details sowie Kosten werfen und verrät, was euch genau erwartet und warum es sich dennoch lohnt.
Wenn die Hüter am 22. Februar beginnen, sich in Witch Queen ihre ganz persönliche Wunschwaffe zu schmieden, wird das tatsächlich eine langwierige und vor allem zeitaufwendige Angelegenheit. Auch im neuen ViDoc von Bungie konnten die Spieler neue Details dazu sehen.
- Spieler müssen zuerst das passende Waffenmuster finden.
- Dann braucht man eine „Tiefenblick Resonanz“-Waffe mit dem gesuchten Perk.
- Um den Perk zu extrahieren, muss man mit der Resonanz-Waffe spielen und die Aufgabe erledigen.
- Spieler brauchen neue Materialien, um ihre Waffe formen zu können.
- Ein vollständiges Meisterwerk aus einer fertig geformten Waffe bekommt nur, wer die Waffe lange spielt und sie dadurch auflevelt.
Wie teuer es für euch genau wird, was da an Grind auf euch zukommt und welche Materialien ihr euch bald in der neuen Erweiterung Witch Queen erspielen werdet, durfte MeinMMO exklusiv bereits vorab bei Bungie entdecken.
Neue Materialien müssen gefarmt werden: Neben den bekannten Aszendenten-Bruchstücken für Rüstungen wird es auch eine spezielle Aszendenten-Währung für Waffen geben: die sogenannte „Ascendant Alloy“, also eine Art Aszendenten-Legierung. Sie wird, was wir bisher wissen, ebenfalls auf 10 Stück limitiert sein und nur in herausfordernden Aktivitäten erhältlich sein.
Dazu kommen verschiedene weitere Element-Materialien und Legierungen:
- „Neutral Element“
- „Energetic Element“
- „Adroit Element“
- „Mutable Element“
- „Ruinous Element“
- „Resonant-Alloy“
Die Kosten für eure Wunsch-Waffe sind hoch
Nehmen wir als Beispiel das saisonale, legendäre, kinetische 540er Impulsgewehr „Piece of Mind“ aus der kommenden „Saison der Auferstandenen“. Wenn wir uns beim Formen der Waffe auf die teuersten Optionen, mit verbesserten Perks, konzentrieren, dann würde euch diese gecraftete Waffe, am „Sci-Fi-Fantasy-3D-Drucker“, wie Joe Blackburn das Relikt nennt, folgendes kosten:
- Waffenrahmen: „Schnellfeuergehäuse“ (erfordert Waffen-Level 7) +10 Reichweite
= Kosten: 20x „Resonant-Alloy“ + 40.000 Glimmer + 12 Verbesserungskerne - Waffenlauf: „Verlängerter Lauf“
= Kosten: 75x „Neutral Element“ - Verbesserter Perk: „Überfluss“ (erfordert Waffen-Level 7)
= Kosten: 1x „Ascendant Alloy“ + 70x „Energetic Element“ + 2000x „Neutral Element“ - Verbesserter Perk: „Vorpal-Waffe“ (erfordert Waffen-Level 15)
- = Kosten: 1x „Ascendant Alloy“ + 70x „Adroit Element + 2000x „Neutral Element“
- Abschließende Kosten, um die Waffe zu schmieden:
= 5x „Resonant-Alloy“ + 10.000 Glimmer + 750x „Neutral Element“.
Ihr müsst zudem dieselbe Waffe immer wieder bekommen, um alle gewünschten Eigenschaften daraus am Relikt extrahieren zu können. Sobald die Spieler dann ein bestimmtes Level erreicht haben, können Sie beispielsweise auf „Handhabung“, oder auch „Reichweite“ +10 Punkte dazu erhalten.
Die Spieler müssen sich also intensiv mit dem Waffen-Crafting beschäftigen.
Das Formen einer exotischen Waffe, wie beispielsweise der Maschinenpistole “Osteo Striga”, kostet zudem noch etwas mehr. Hier müsst ihr erneut die Kosten für die Perks blechen und natürlich auch das Schmieden der Waffe selbst. Das wird euch dann auch wieder einiges an Material kosten.
- 7x “Resonant Alloy”
- 15.000 Glimmer
- 2.375 “Neutral Element”
- 1x “Ascendant Alloy”
- 70x “Ruinous Element”
Dieses Beispiel zeigt, wie hoch die Kosten für eine „Waffe nach Wunsch“ am Ende in etwa ausfallen würden. Bedenkt bitte, dass sich die Kosten bis zur Veröffentlichung von Witch Queen, nochmal etwas verändern könnten.
Was sind „Verbesserte Eigenschaften/ Perks“?
Diese Perks beziehungsweise Eigenschaften werden bessere Fähigkeiten als Merkmale haben, die auf zufällig fallen gelassenen Waffen gefunden werden können. Ihr könnt zudem das Material „Ascendant Alloy“ verwenden, um diese Eigenschaften weiter zu verbessern.
Eure erste „geformte“ Waffe wird die Glefe: Die Glefe ist eine Projektilwaffe, ein Schild sowie eine Nahkampfwaffe in einem und wird Spezialmunition nutzen. Alle notwendigen Materialien bekommen die Spieler zunächst von Bungie und werden auch über eine Quest ans Formen von Waffen herangeführt.
Wie diese erste Quest, zum Freischalten des Waffen-Crafting in der Enklave genau abläuft, könnt ihr hier nachlesen:
Die Materialien gibts aus verschiedenen Aktivitäten: Danach wird man sich alle neuen Materialien fürs eigene Crafting selbst erspielen müssen. Teilweise bekommt ihr sie in allgemeinen Aktivitäten, manchmal aber auch nur aus speziellen Herausforderungen. Im Grunde also aus denselben Aktivitäten, die ihr jetzt auch spielt: Raids, Dungeons, Dämmerungen und Prüfungen von Osiris.
Das wird dafür sorgen, dass die Hüter für ihre Wunschwaffe einiges zu erledigen haben und auch lange dafür spielen müssen. Ob die Materialien später auch käuflich zu erwerben sind, wissen wir derzeit noch nicht.
Doch auch wenn der Grind hoch und der Content damit in die Länge gezogen wird, könnte sich das durchaus wesentlich mehr lohnen als das noch vor Witch Queen der Fall war.
Darum wird sich das Waffen-Crafting trotzdem lohnen
Natürlich sind die Kosten nicht zu verachten. Aber das wird nicht nur der Preis für eine individuelle Waffe sein. Diese Änderung wird den Hütern indirekt auch mehr Platz im Tresor verschaffen. Joe Blackburn, Game Director von Bungie, hatte dies bereits in einem Interview angedeutet:
Ein Nebeneffekt eines deterministischen Beutesystems besteht darin, dass Spieler nicht mehr Hunderte Versionen derselben Waffe in ihrem Tresor speichern müssen. Das Ergebnis sollte sein, dass die Spieler in der Lage sein werden, sich relativ schmerzlos anzupassen, indem sie einen neue Roll erstellen, wenn sich die Meta in Bezug auf den Waffenarchetyp oder die Vorteile ändert.
Ihr könnt eure eigene Wunsch-Waffe also immer wieder neu „formen“ und sie nochmals verändern, wie ihr das gerade möchtet. Natürlich ist das mit Kosten und Aufwand verbunden. Aber die Spieler werden ab dem 22. Februar immer ganz genau wissen, was sie am Ende bekommen.
Die Chance auf eine God-Roll liegt bald bei 100%: Früher war eine God-Roll reinstes Glück. Die Spieler investierten Stunden in eine Aktivität in der Hoffnung das ihnen einmal die eine Waffe droppen würde, die sie gerne hätten. Ob sie droppt, wusste niemand und viele Hüter warten sogar bis heute auf ihre Wunschwaffe.

Einige Hüter wünschen sich daher schon länger, sie könnten gezielter auf ihre Wunschwaffe hinarbeiten, statt sich nur auf ihr Glück zu verlassen. Bungies erster Schritt in diese Richtung war der Umbral-Umformer. Hier konnte man bereits die Waffe, die man bekommen würde, stark einschränken. Mit dem neuen Waffen-Crafting jedoch wird bald sogar noch mehr möglich sein.
Alle herstellbaren Waffen werden zudem über mindestens ein Ursprungs- beziehungsweise Herkunftsmerkmal verfügen. Was es damit auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen:
Das könnte, trotz hoher Kosten und viel Grind, für wesentlich mehr Engagement bei den Hütern sorgen, wenn es darum geht ihre ganz persönliche God-Roll zu schmieden. Wer das System von Destiny 2 mag und kein Problem damit hat in einem Spiel langfristige Ziele zu verfolgen, wird das System bestimmt mögen.
Das System ist übrigens nicht ganz neu: Dieses Crafting-Prinzip, dass Bungie zu Witch Queen damit einführt, ist nicht neu. Auch in anderen Spielen, wie beispielsweise Warframe, wissen die Spieler beim Grinden ebenfalls vorher genau, was sie am Ende für ihren Aufwand bekommen.
Bungie wird zudem noch viele weitere Perks, in den nächsten Seasons ins Spiel bringen. Somit werden in Zukunft auch immer wieder neue Perks für die Schmiede hinzukommen und die Vielfalt vergrößern.
Wie seht ihr das? Findet ihr die Kosten für die eigene Wunsch-Waffe angenehm? Ist der Mehraufwand beim Grind für euch in Ordnung, wenn ihr ganz genau wisst, was ihr am Ende dafür bekommt? Oder findet ihr, die Kosten sind viel zu hoch und nur für Vielspieler zu erreichen? Und glaubt ihr, das baldige Platzen der Hüter-Tresore ist damit in Zukunft kein Thema mehr? Hinterlasst uns eure Meinung doch bitte in den Kommentaren.
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