Das Studio hinter Bayonetta und NieR: Automata will jetzt wohl Life-Service-Games machen – Das sagen sie

Das Studio hinter Bayonetta und NieR: Automata will jetzt wohl Life-Service-Games machen – Das sagen sie

Der neue CEO von Bayonetta- und NieR-Entwickler PlatinumGames Atsushi Inaba äußerte sich dazu, wie man künftige Spiele angehen möchte. Außerdem deutet er an, dass eines der neuen Projekte ein Live-Service-Spiel werden könnte.

Was ist das für ein Studio? PlatinumGames ist das Studio hinter einigen der besten Action-Spiele, wie Bayonetta und NieR: Automata.

Erst kürzlich hat Atsushi Inaba, Mitbegründer des Studios, die Rolle des CEOs übernommen und im japanischen Magazin Famitsu ein Interview zu seiner Beförderung und den Plänen für die Zukunft des Studios gegeben.

Darin gab es auch mehrere Andeutungen, dass das Studio künftig mehr in Richtung Live Service gehen könnte. Hier die wichtigsten Infos.

Was bedeutet Live Service? Live-Service oder auch „Games as a service.“ heißt: Ein Spiel ist nicht irgendwann fertig und man stellt sich die Box nach dem Durchspielen ins Regal. Sondern der Titel wird weiterentwickelt, es kommen Patches, Erweiterungen, Updates, DLCs. Das Spiel wird vom Entwickler „weiter“ gepflegt. Viele derartige Spiele verbinden das mit Multiplayer- und MMO-Mechaniken.
Häufig haben solche Spiele zusätzlich Ingame-Shops, um solche Modelle profitabel zu machen. Prominente Beispiele sind Titel wie Destiny, The Division, GTA: Online und viele andere.

Entwickler von NieR und Bayonetta will „größere und riskantere“ Spiele entwickeln

So soll es bei PlatinumGames weitergehen: Laut Inaba will man bei künftigen Spielen offenbar das Live-Service-Modell anwenden. Auf die Frage, wie er das Studio jetzt als CEO leiten will, sagte Inaba, dass er bei größeren, einzigartigen Titeln mehr Risiken eingehen möchte.

Er selbst würde sich wünschen, dass Entwickler mehr Spiele machen, die Spieler „über einen längeren Zeitraum genießen und lieben können“, anders als bei früheren Titeln des Studios, wie Bayonetta oder NieR.

Dabei erwähnte er in dem Zusammenhang auch „Project G. G.“, das sich aktuell in der Entwicklung befindet und noch nicht enthüllt wurde: „Ups, fast hätte ich etwas Wichtiges darüber verraten, wohin wir gehen“, deutete Inaba an, als er nach der Designphilosophie hinter G. G. gefragt wurde.

Das Projekt G.G. befindet sich noch in der Testphase, sodass ich nicht viel darüber sagen kann, aber wenn es um die zukünftige Spieleproduktion geht, wollen wir uns darauf konzentrieren, Spiele zu entwickeln, die sich von der Vergangenheit unterscheiden. Ich möchte mich darauf konzentrieren, Spiele zu entwickeln, die man über einen längeren Zeitraum hinweg genießen und lieben kann.

Darüber hinaus sprach Inaba über Expansionspläne in Tokio und dass er die Zahl der Mitarbeiter gerne erhöhen würde. Derzeit arbeiten rund 300 Mitarbeiter bei PlatinumGames, Inaba würde sich eine Aufstockung auf über 500 wünschen.

Er hat zudem eine ganz klare Vorstellung dazu, wie Spiele des Studios auszusehen haben:

[Der frühere CEO Kenichi Sato] hat das Fundament für das Unternehmen gelegt, aber ich würde gerne zum ursprünglichen Ethos von PlatinumGames zurückkehren. Wenn wir nicht mehr in der Lage sind, neue Spielmöglichkeiten zu schaffen, gibt es für uns keinen Grund mehr zu existieren, und wenn das passiert, wäre es meiner Meinung nach besser, das Unternehmen aufzulösen, egal wie profitabel es ist.

Bisher hat das Studio allerdings eher Auftragsarbeit ausgeführt, als eigene Spiele zu erschaffen. So arbeitet das Studio derzeit beispielsweise an Bayonetta 3 für Nintendo, sowie an Babylon’s Fall für Square Enix.

Wird Project G. G. das erste Spiel von Platinum Games dieser Art?

Das wissen wir bisher über das Projekt: Mit Project G. G. arbeitet das Studio erstmals an einem völlig eigenen Projekt, das von dem japanischen Regisseur Hideki Kamiya geleitet wird. Dabei handelt es sich also um einen großen Schritt für das Studio:

In der Vergangenheit war es, selbst wenn wir unsere eigene IP entwickeln wollten, schwierig, dies zu tun, und selbst wenn wir es konnten, dann nur in einem sehr kleinen Rahmen … wir konnten nur Produkte der Indie-Klasse herstellen. In Zukunft möchte ich all das loswerden und aus unseren Ideen größere Spiele machen und zumindest in einem Punkt erfolgreich sein.

Bisher wurde bis auf den Arbeitstitel noch nicht viel über das Spiel enthüllt. Über die offizielle Website wurde aber ein Brief des Regisseurs Kamiya veröffentlicht, in dem er das Spiel beschreibt.

Darin heißt es, dass Project G. G. sich völlig von früheren Platinum-Spielen unterscheiden solle. Das Spiel bildet den Abschluss der Superhelden-Trilogie von Kamiya dar, die mit Viewtiful Joe and The Wonderful 101. begann. Ansonsten gibt es allerdings noch keinerlei konkrete Informationen.

In The Wonderful 101 übernahmen Spieler die Rolle von einer ganzen Horde Superhelden, um riesige Monster plattzumachen. Möglicherweise geht Project G. G. in eine ähnliche Richtung, auch wenn der erste Teaser deutlich düsterer und realistischer aussieht, als der Anime-Style des vorherigen Spiels.

Hier könnt ihr euch die Szene anschauen, der einen Kampf zwischen einem riesigen Monster und einer Art Riesen-Mensch in einer Stadt zeigt:

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Die Aussagen des neuen CEO könnten aber als Hinweis gedeutet werden, dass Project G. G. der erste Versuch des Studios wird, „größere, riskantere“ Spiele zu entwickeln, die über einen längeren Zeitraum unterstützt werden.

Das bedeute aber nicht, dass man künftig keine Spieler mehr wie Bayonetta entwickeln würde. Man wolle seine Bandbreite lediglich erhöhen. Wie genau künftige Spiele konkret aussehen sollen, könne er noch nicht verraten:

Die Projekte, die wir für die Zukunft planen, werden sich jedoch in ihrer Struktur unterscheiden. In Anbetracht der Veränderungen auf dem Markt in den nächsten fünf Jahren oder so, denke ich, dass dies absolut notwendig ist. Es tut mir leid, dass ich mich so vage ausgedrückt habe, aber ich denke, das ist alles, was ich Ihnen im Moment sagen kann.

Es sieht allerdings so aus, als könnten wir neben dem bereits angekündigten Babylon’s Fall in Zukunft weitere Spiele mit Online-Inhalten erwarten.

Was haltet ihr davon? Würdet ihr euch derartige Spiele von PlatinumGames wünschen? Oder sollte das Studio lieber bei dem bleiben, was es die letzten Jahre so gut gemacht hat?

Ob Babylon’s Fall ein Erfolg wird, bleibt zudem abzuwarten. Nach der Vorstellung auf der E3 2021 gab es jedenfalls einiges an Kritik von den Spielern.

Quelle(n): VGC.com
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BinAnders

Wo ist der Unterscheid zwischen einem Abo-Spiel und einem GaaS?

GaaS kommen unfertig raus (und niemand kann sich beschweren) und dann bleiben sie unfertig bis unspielbar.
Und dann wird immer wieder das gleiche Märchen erzählt: „ja, bald, ganz bald, da kommen die tollen versprochenen Features, und dann werden auch die Bugs weg sein, und flöt,flöt“
Und am Ende, wirds eingestellt (siehe Anthem)

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