Was heißt MMO heutzutage? Games-as-a-service

Wir betrachten den Begriff „MMO.“  Welche Spiele versteht man unter dem Begriff? Was bedeutet MMO heutzutage und was sind „Games-as-a-service?“

MMO – Massively Multiplayer Online Game. Unsere Seite heißt „Mein MMO“, wir müssten also wissen, was MMO genau ist und was nicht mehr. Aber das ist gar nicht so leicht. Immer wieder hören wir Beschwerden: Warframe ist doch kein MMO und SWOTR seit den letzten Erweiterungen auch nicht mehr und LoL schon mal gar nicht.

Wir wollen uns heute anschauen, warum es so schwer ist, ein MMO zu definieren.

Swtor kotfe valkorion
Mit dem größten MMO ist das MMO gestorben

Als ich noch jung und unschuldig war, waren MMOs noch MMOs. Es waren Multiplayer-Spiele, man war immer online und es waren Massen von Spielern gleichzeitig im Spiel und auf dem Bildschirm.

Also Massively, Multiplayer und Online – Check, check und check. Drei Haken dran, die Welt war in Ordnung.

200 gegen 300 im PvP

Ich hab damals Dark Age of Camelot gespielt. Das war nicht das erste MMO und es war auch nicht das Wichtigste, aber es war meins. Davor gab’s noch Everquest und Ultima Online. Auch vor denen gab’s schon MMOs, aber ich hab mit Dark Age of Camelot angefangen.

WoW DAoC Balance

Im PvP dort brachten die drei verschiedenen Reiche so viele Spieler mit in die Schlacht, wie sie auftreiben konnten. Da waren Kämpfe von 200 gegen 300 Mann etwas ganz Normales. Vielleicht kam das dritte Reich noch mit 50 Mann hinzu und die wurden zermalmt. Wenn sowas passierte, nannten wir das „Dienstag.“ Das PvP von DAOC war „offen“ – es gab keine Zahlen-Beschränkungen.

Es war unfair, es war laggy und chaotisch. Es war ein MMO.

Camelot Unchained Veilwalker
DAOC soll als „Camelot Unchained“ im Geiste weiterleben.

Der Drache wurde weggezergt

Im PvE gab es drei riesige Drachen – für jedes Reich einen. Den Drachen in unserem Reich konnte lange Zeit keiner umbringen. Er war einfach zu stark. Bis dann auf unserem Server alle im Reich zusammenkamen, um ihn mit Hunderten von Leuten wegzuknallen. 200, 300 Helden haben das Viech durch pure Überzahl zur Strecke gebracht. Es war ein riesen Lag, der Server war kurz vorm Abstürzen und dann war der Drache tot und der Jubel groß: Unser Reich hatte den als erstes weltweit platt gemacht.

Das hier im Video ist übrigens nicht unser Drache, sondern ein französischer, aber das Prinzip ist das Gleiche – alle drauf.

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Auch das PvE war laggy und chaotisch. Es ging nicht um Strategie oder Skill oder perfekte Ausführung, sondern um die reine Masse. Es war ein MMO. Es waren wirklich „Massen“ von Leuten gleichzeitig auf dem Schirm und an der Aktion beteiligt.

Das ist aber schon über 15 Jahre her. DAOC war damals ein Nischentitel und das ganze MMO-Genre auch. Denn auch, wenn viele Nostalgiker was anderes erzählen: Das hat in dieser „Anarchie“ nie so richtig funktioniert.

World of Warcraft zähmte das MMO und schaffte es ab

Als World of Warcraft später erfolgreich war, waren sie das auch, weil Blizzard diese „Anarchie“ begrenzt hat. Blizzard hat das „Massively“ in MMO gezähmt und eingeschränkt. Dafür sind ihnen manche heute noch böse.

Nun konnte man nicht mehr mit „so vielen Leuten wie möglich“ gegen einen Boss kämpfen, sondern die Gruppen waren auf 5, 10, 20 oder 40 Spieler beschränkt. Im PvP war es genauso. Die Reiche konnten nicht mehr „so viele Spieler mitbringen, wie es eben gab“, sondern beide Seiten hatten gleich viele Spieler in den Schlachtfeldern.

Hearthstone Shaman Thrall Wow

Dazu gab es nicht mehr „eine einzige“ Welt, sondern die Welt wurde in „Instanzen“ unterteilt, in kleine Häppchen. Der WoW-Spieler hatte nicht mehr mit dem ganzen Reich, mit 2000 Spielern seiner Fraktion zu tun, sondern nur noch mit seiner Gilde. Zugegeben, dieses Konzept hat WoW nicht erfunden, aber etabliert.

Zwar konnte man sich in WoW noch mit vielen Spielern treffen, aber wirklich was machen, das konnte man so nicht. Außer die gegnerischen Hauptstädte zu überfallen. Was in DAOC noch der Normalfall war, der Dienstag, wurde bei WoW schon zu einem außergewöhnlichen Ereignis: ein Hauptstadtraid.

WoW macht aus dem MMORPG das Lobby-RPG

Alles Relevante in WoW: Arenakämpfe, Raid, Schlachtfelder, sogar die „normalen“ Instanzen konnten mit einer kleinen Gruppen von Leuten gemacht werden. Das war im Prinzip das Ende des ersten „M“, das Ende von „Massively“ im MMO-Begriff. Es gab keine „offene Welt“ mehr, sondern nur noch eine Lobby, von wo aus man in einzelnen Instanzen, in Zimmerchen, verschwinden konnte.

WoW war von MMORPG zum Lobby-RPG geworden.

Nihilium World-First C’Thun: 25. April 2006.

Alles war nun fair, vergleichbar und ging mit rechten Dingen zu. Jeder konnte auf seinem Server gegen einen Raid-Boss kämpfen und hatte dieselben Bedingungen wie Gilden auf anderen Servern. Man brauchte nicht länger „das ganze Reich“, um einen Drachen zu töten. Die eigene Gilde war genug. Mehr passten einfach nicht in die Instanz – wäre ja sonst unfair dem Drachen gegenüber.

Die Performance und die Grafik der MMOs wurden dadurch viel besser. Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, wie „schlecht“ ein Spiel aussehen müsste, damit es problemlos 200 Leute gleichzeitig darstellen kann, ohne dass es total in die Knie geht.

Und in den Zimmerchen waren auch Bosskämpfe möglich, die andere Taktiken als „alle feste drauf“ erforderten.

EVE Online Update Strategie
Wie das „Massively“ in MMO starb

Weil WoW so ein Erfolg war, haben fast alle anderen „MMOs“ diese Ideen kopiert. EVE Online hat es anders gelöst, hat weiterhin diese Spielermassen gleichzeitig auf einen Bildschirm gepresst, aber EVE und Spiele wie Planetside 2 waren eher die Ausnahme als die Regel.

Im Prinzip wurde nach WoW das „Massively“ so stark aufgeweicht, dass sich auch Spiele, die von vorneherein ganz anders konzipiert waren, nun den Mantel „MMO“ umhängen konnten. Spiele wie ein World of Tanks.

Destiny-Trio-Hüter
MMO als Etikett für Games as a service

Aber warum sollte sich ein Spiel wie „World of Tanks“ denn MMO nennen? Und warum nennen sich Browser-Games oder ganz andere Titel so? Weil sie ein Etikett brauchen.
Der „MMO“-Begriff war durch WoW und andere Spiele schon etabliert. Das war ein Etikett, das etwas versprach, wonach viele Kunden suchten: Ein Spiel, das „ständig“ weiterentwickelt wird. Ein Spiel, das über Jahre hinaus relevant ist und Spaß bietet.

Im Englischen nennt man das „Games as a service.“ Das heißt: Ein Spiel ist nicht irgendwann fertig und man stellt sich die Box nach dem Durchspielen ins Regal. Sondern der Titel wird weiterentwickelt, es kommen Patches, Erweiterungen, Updates, DLCs. Das Spiel wird vom Entwickler „weiter“ gepflegt.

Dazu muss der Titel kein RPG, kein Rollenspiel im Kern sein, wie World of Warcraft, sondern es kann eben auch ein Action-Spiel wie World of Tanks sein.

The Division Screenshot
„Shooter mit MMO-Anteilen“ gehören zu den erfolgreichsten Games weltweit

Gerade solche Spiele sind seit einigen Jahren schwer im Kommen. Franchises, die früher reine Singleplayer-Spiele waren, bauen nun solche Elemente in ihre DNA ein, weil das richtig Kohle bringt: Ein solches Spiel verdient nicht nur einmal mit dem Release Geld, sondern über Jahre hinweg klingelt die Kasse.

Titel wie Destiny, GTA V Online oder The Division gehören zu den weltweit profitabelsten Spielen überhaupt. Aber man hat gar keinen Namen für diese Art von Spiel.

Für solche Titel gibt es kein allgemein anerkanntes Etikett: „Games as a service“ ist weder klar verständlich, noch etabliert oder sonderlich sexy. Hier hat dann im Prinzip „MMO“ diese Funktion übernommen. MMO ist in diese Lücke der Sprache eingesickert.

Spiele, die auf solche „Games as a service“-Elemente setzen, zu denen sagt man dann: Die hätten „MMO-Anteile.“

GTA 5 Juggernaut Spielmodus

Ein Multiplayer-Online-Spiel, das so konzipiert ist, dass es vom Entwickler regelmäßig weiterentwickelt und unterstützt wird. Das ist heute in der Praxis die Definition von „MMO.“
Und wenn man das so betrachtet, fallen auch „MOBA“ unter dieses Oberetikett und werden darunter zusammengefasst.

Ich bin ein MMO, weil ich eins sein will

Es ist dann im Kern immer die Frage für das Marketing: Wollen wir für unser Spiel dieses „Etikett“ oder haben wir ein eigenes, das stärker ist?

  • Ein World of Tanks wollte das Etikett, um der Zielgruppe zu versichern: Wir sind tief und entwickeln uns weiter. Man achte auf den Namen des Spiels – „World of Tanks“ heißt nicht zufällig so, sondern weil man Ähnlichkeit zu „World of Warcraft“ implizieren wollte. Fun fact: World of Tanks steht mit „den meisten Spielern zur gleichen Zeit auf einem MMO-Server“ im Guinness Buch der Rekorde.
  • „The Elder Scrolls Online“ braucht den MMO-Begriff nicht, weil die Marke „The Elder Scrolls“ schon so stark ist, dass da keiner fragt: Und was ist das jetzt? Die Leute sollen an ihre Erfahrungen mit „Skyrim“ denken, wenn sie „The Elder Scrolls Online“ hören. Das Begriff „Online“ steht seit langer Zeit für „Wir sind die MMO-Ausgabe einer bekannten Marke“ – Star Trek Online, Final Fantasy XIV Online.
  • So mancher Browser-Titel ohne starken Namen wünscht sich, durch das Etikett MMO solle ein bisschen Glanz auf ihn abfärben.
  • Ein Spiel wie Destiny fürchtet, der Begriff „MMO“ würde an WoW erinnern und dadurch etwa Halo-Fans abschrecken. Daher bleibt Destiny bei „Coop-Shooter“ oder Shared-World-Shooter. Hauptsache, „Shooter“ steht im Vordergrund des Etiketts.
  • Ein „The Division“ heißt nicht „The Division Online“ oder „World of The Division“, sondern schmückt sich klangvoll mit „Tom Clancy’s The Division“, betont die Shooter-Wurzel und den Franchise-Namen, den guten Stammbaum. Als Ubisoft das Spiel vorstellte, suchten sie allerdings die Nähe zu Games wie Destiny, weil das die Zielgruppe nun schon kannte.
Elder Scrolls Online MMORPG 2014

Generell scheuen eher actionlastige Titel den „MMO“-Begriff, während ihn RPGs oder strategische Titel nur zu gerne annehmen. Das hat Marketing-Gründe: „MMO“ hat durch die Macht des MMORPGs WoW einen Beigeschmack von RPG angenommen.

Wenn man den Entwicklern die Deutungshoheit überlässt, kriegen wir einen Flickenteppich. Das eine Spiel nennt sich MMO, das nächste mit genau den gleichen Eigenschaften aber lieber nicht. Das haben wir bei MOBA, wo sich LoL den Genrebegriff gekrallt hat und die anderen ihn nun nicht wollen, weil bei MOBA jeder an LoL denkt und nicht an sie.

Allzu konsequent gehen Entwickler aber nicht mit Etiketten um: Auch wenn The Elder Scrolls Online, laut Matt Firor, kein „MMORPG“ sein will, heftet man sich den Titel „MMO des Jahres“ trotzdem gern an. Marketing eben.

Deshalb ist es so schwierig, den Entwicklern selbst zu überlassen, was man ein MMO nennt und was lieber nicht.

lol maokai

In der Praxis wollen aber die Medien, die Industrie und die Spieler ein klares Etikett, um die verschiedenen Spiele zusammenzufassen, die diese bestimmten Gemeinsamkeiten haben, auch wenn viele Spiele lieber einzigartige Schneeflocken wären.

Was ist denn nun ein MMO heutzutage? Die Games-as-a-service-Definition

Das richtige Etikett wäre eigentlich „Multiplayer-Onlinespiele, die als Games as a Service-Produkte gepflegt und weiterentwickelt werden.“ Aber an Stelle dieses Wortungeheuers ist heute in der Praxis „MMO“ getreten.

Denn ganz verschiedene Spiele wie EVE Online (das reinste MMO) oder Games wie Hearthstone oder FIFA haben letztlich Gemeinsamkeiten:

  • es sind Multiplayer-Spiele, der Fokus liegt klar auf dem Multiplayer
  • es sind theoretisch alle Spieler miteinander durch Online verbunden – es ist eine „riesige“ Gemeinschaft. Auch wenn jeder in seinem Zimmerchen spielt, ist die gemeinsame Lobby doch riesig.
  • sie werden vom Entwickler mit Patches, Updates, Erweiterungen, DLCs oder sogar neuen Titeln der Franchise regelmäßig erneuert, damit sie relevant bleiben und sind von Anfang an so konzipiert.
Mein MMO Hintergrund Team


Aufgrund dieser zahlreichen Gemeinsamkeiten ist es sinnvoll, diese Art von Spiel unter einem Oberbegriff zusammenzufassen. Und dazu dient der durch WoW veränderte Oberbegriff „MMO“ mit verschiedenen Untergenres dann wie MMORPG, MMO-Shooter, Military-MMO, Hack’n-Slay mit MMO-Anteilen oder (mit anderthalb Augen zugedrückt) auch MOBA und Helden-Shooter.

So sind diese Spiele zumindest von klar als „Singleplayer-Titel“ konzipierten Games zu unterscheiden, auch wenn die oft einen Multiplayer-Modus bieten.

Aber klar: Es wird jetzt keiner hergehen und Spiele wie Hearthstone ein „Kartenspiel-MMO“ nennen oder aus FIFA ein „Fußball-MMO“ machen wollen. Das ging dann doch zu weit. Aber bei einer allgemeinen Betrachtung über das MMO-Genre, bei Statistiken und Untersuchungen spielen beide Titel eine Rolle. Sie funktionieren mit denselben Mechanismen. Die Statistiker machen keinen Unterschied zwischen World of Warcraft, World of Tanks oder einem LoL.

Wenn EA darüber spricht, dass die Shooter-Franchises Battlefront und Battlefield sich eine Scheibe von FIFA abschneiden sollen, dann sieht man, dass auch die Industrie das grenzübergreifend sieht.

In einer perfekten Welt hätte man mit dem Trend zur „Instanzierung“ vor 10 Jahren und spätestens mit dem allgegengewärtigen „Games as a service“-Trend der Neuzeit besser einen passenden Begriff gefunden und etabliert. Aber die Welt ist nun mal nicht perfekt.


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Reptile

Laut eurer eigenen Aussage, müsstet ihr die Seite also eigentlich bald einmal in mein-gas.de umbenennen.

Gerd Schuhmann

Ich denke, wenn wir die Seite heute noch mal machen würden, hätten wir sie „Onlinewelten“ genannt – wenn du onlinewelten.de bei google eingibst, landest du auch hier.

Wir hatten dann halt schon „Mein MMO“ als Marke ein bisschen etabliert und wollten da nicht für Verwirrung stiften – aber es ist in der Tat so, dass man 2013, als „Mein MMO“ begann, nicht absehen konnte, wie sich der Markt entwickelt.

Heute verwendet praktisch jedes erfolgreiche Spiel „MMO-Elemente“ (Multiplayer, Online, langfristige Content-Versorgung mit Updates), aber das „Massively“-Element, wie es vor 20 Jahren war, wird praktisch gar nicht mehr verwendet.

AnotherOne

Schöner Artikel. Ich habe gerade nach einen MMO(!)FPS wie Planetside (2) gesucht und mich tierisch gewundert, was sich heute alles MMO nennen darf, dabei bin ich hierauf gestoßen. Ich weiß zwar jetzt, dass es in der Richtung nichts nennenswertes gibt, es hat aber eine Weile gedauert, weil ich mich immer wieder durch Tests (angeblicher) MMOs wühlen musste. (Mein erstes „MMO“ war übrigens Meridian 59, der Vater aller 3D MMORPGs 🙂 ) Danke 🙂

Gerd Schuhmann

Ja, also Planetside 2 ist ein sehr gutes Beispiel, was ein „MMO-Shooter „eigentlich sein müsste, statt Destiny oder The Division.

Ist eine interessante Frage, warum sich diese Art von Spiel nicht durchsetzen konnte. Seine Fans hat Planetside 2 ja, aber wirtschaftlich war das wohl kein Erfolg nach dem, was ich gehört habe.

Ich denke, Nachteil ist sicher, dass wir im Westen diesen starken Konsolenmarkt haben und da ist das schwierig.

DDuck

Der Ansatz den WoW gemacht war ja gar nicht verkehrt. Man hat ganz einfach auf die technische Entwicklung reagiert und meine Erachtens nach das beste draus gemacht.
Anfang der 0er-Jahre hatte plötzlich fast jeder Haushalt einen Internet-Anschluss, viele sogar schon Breitband. Was 10-15 Jahre zuvor noch eine Nische war, ist innerhalb von ein paar Jahren für die breite Masse zugänglich geworden. Mit der steigenden Zahl der aktiven Internetnutzer stieg dementsprechend auch die Zahl der Zocker.

Zu den Anfängen von WoW Classic gab es ja auch ausschließlich openPvP. Jedoch stand man da seitens Blizzard ja Balance-Problemen gegenüber: In der Regel war die Allianz immer die beliebtere Fraktion, was dazu führte das sich viele Horde-Sympathisanten auf einem Server zusammenrotteten, sodass dort dann ein Horde-Überschuss entstand. Es gab kaum gut ausbalancierte Server und so macht dann open PvP halt keinen Spaß wenn man auf einem Server der 70/30 bevölkert zur Minorität zählt.

Blizzard hat mit instanzierten BGs einfach auf dieses Ungleichgewicht auf den Server reagiert um möglichst jedem Spieler ein ähnliches Spielerlebnis bieten zu können. Ein mehr oder weniger ausgeglichenes MatchUp mit 5v5, 10v10 oder gar 40v40 (Alterac) Spielern, bei dem in der Theorie (lässt man Gear, Skill & Teamwork außen vor) beide Seiten ähnliche Chancen haben. Unabhängig davon, ob mein Server 50/50 bevölkert ist oder 75/25.
Nebenbei konnte man damit auch (was hier ja auch schon mehrmals angesprochen wurde) den Spielern eine deutlich bessere Grafik bieten. In Zeiten wo die 3D-Optik immer wichtiger wird, sich immer mehr Spiele durch realistischere Details auszeichnen war das auch nicht ganz unerheblich.

Und wenn wir mal ehrlich sind: Als auf den BGs noch was los war, waren die Schlachten im Alteractal auch schon verdammt episch 🙂 Auch wenn es nicht mehrere hundert Spieler waren.

maledicus

Meines Erachtens nach ist es das Beste sich dem Begriff MMO(RPG) historisch zu nähern um ein Verständnis dafür zu bekommen, wo die Ziele bei den online Spielen lagen, die sich zuerst als MMO(RPG)s bezeichnet haben. Und dann kann man die Abweichungen & Entwicklungen vom ursprünglichen Begriff auch besser einordnen.

Ziel war es in den ursprünglichen Konzepten immer soviele Spieler gleichzeitig in einer nicht -instanzierten Spielewelt zusammen spielen zu lassen wie es die Technik client & server-seitig zum damaligen Zeitpunkt erlaubt hat. Dafür stand das „Massive“ in MMO(RPG).
Heutzutage hat sich das „Massive“ in dem Begriff durch Instanzierung der Spielewelten sowie Änderungen am gesamten Konzept von der ursprünglichen Bedeutung weg verändert, was aber auch zu Veränderungen des ganzen Begriffs geführt hat .zB Lobby-MMO. Im ursprünglichen Sinne sind solche neuen Typen von Online -Spielen keine MMOs ( auch wenn sie von massiv vielen Spielern gespielt werden ) mehr. Was aber nich tragisch ist, hauptsache wir haben Spaß 😉

Gruß.

Balmung

Und genau das ist der Punkt: ich hab kein Spaß mehr, denn ich will ein echtes MMO und kein Lobby-MMO oder Fake-MMO oder MMO Lite oder was auch immer.

Keragi

Trauere noch heute das inztanzierungen in die meisten spiele eingeführt wurden, ich meine, ich will, wenn ich ein online rpg Spiele – will ich keine 5 menschen beschränktes Dungeon betreten wenn der gesunde rpg Verstand sagt, hey da ist nen übler riesenboss das wäre mit 5 normalen helden Selbstmord es zu versuchen wenn der questgeber sagt da sind ganze armeen dran gescheitert.

airpro

Im Trailer von Destiny kam es ja auch so rüber als würde man in der Spielewelt ständig ganzen Gruppen von Spielern übern Weg laufen während Zufallsereignisse wie der FallenPanzer eintreten. Da dachte man auch nicht an fixe Spawnpunkte, ein paar vierer Teams und Levelschläuche.

airpro

Aber die Rechner und Konsolen sind doch heute auch wieder besser? Also LARP statt MMO Lobby? Oder real Life, am Bahnhof und in der Fußgängerzone gibts Massenhaft Trolle und Orks. Ich denke spiele wie Star Citizen locken gerade mit dem Versprechen unendlicher weiten und (ja wie viele eigentlich?) unzähligen Mitspielen ihre Backer. Wegen sowas würde mich ein grafisch besseres Planetside (gibts des noch, läuft ja keine Fersehwerbung mehr) interessieren. WH40k Crusade soll ja nich so doll sein (Hoffentlich verkacken die nicht auch noch Deathwing). Allerdings hat mich das Chaos bei BF4 schon nicht mehr so gesuchtet wie BF3 und die 15/15 matches bei WoT wären den Konkurrenten WarThunder und co sicher unterlegen wenn die eine entsprechend große Spieler Basis hätten.
Buggy und laggy ist das grafisch dowgegradete Divison auch, da reicht ein Straßenmob im Solomodus.

Balmung

Wie gesagt, der Artikel hier dient lediglich zur Rechtfertigung für die Inhalte dieser Seite. Wären hier wirklich MMO Fans am Werk würden sie gegen die Entwicklung ankämpfen und richtig stellen was MMO eigentlich ist, aber für die Klickzahlen schwimmt man lieber mit dem Strom.

Gerade StarCitizen ist ein Paradebeispiel dafür was ein MMORPG heute sein könnte.

Gerd Schuhmann

Ich hab 2002 mit DAOC angefangen, MMORPGs zu spielen. Ich spiel seit 15 Jahren MMORPGs.

Mit welchem Recht nimmst du dir raus, mir zu sagen: „Du bist kein MMO-Fan.“

Das ist arrogant, ignorant und anmaßend, wie du dich hier bei diesem Thema verhältst. Null Argument, 100% Meinung und du führst dich auf, als wärst du der MMO-König und hättest die Deutungshoheit darüber.

Dann argumentier doch mal. Gib dir mal Mühe. Ich seh nämlich keinen Heiligenschein über dir.

Nach deiner Definition gibt es seit 2007 im Prinzip keine MMOs mehr und „Star Citzen“ könnte 2020 vielleicht eins werden. Das ist die Welt, von der du sprichst. MMO tot seit 2007.

Die Welt hat sich anders entschieden, indem sie den Begriff anders weiterverwendet hat nach WoW. Das passt dir nicht. Okay. Aber was machst du? Setzt dich hin, schmollst und meckerst jeden an, der es anders sieht als du. Dann sagst du: „Ich hab Recht. Alle, die es anders machen, sind doof und schwimmen mit dem Strom.“

Weißt wer auch gegen den Strom schwimmt? Geisterfahrer. 🙂

MMOs sind nicht mehr dasselbe wie in 2004. So what? Der Rest der Welt hat das akzeptiert.

Balmung

Klar, Millionen Fliegen können sich nicht irren. Und wie lang man dabei ist sagt nichts darüber aus ob man nicht unterwegs vom Weg abgekommen ist.

Ich kenne genug Leute, die gerne wieder ein richtiges MMORPG haben würden, nach der ursprünglichen Definition des Genres. Und ich kenne auch genug Leute deren „akzeptieren“ darauf hinaus lief, dass sie dem Genre komplett den Rücken zugewandt haben, nicht weil sie kein Interesse mehr daran hätten, sondern wegen dem was aus dem Genre wurde.

Also nichts mit „der Rest der Welt hat es akzeptiert“. Wer es akzeptiert hat war wie immer die große breite Masse, denen MMOs ohnehin nicht sonderlich wichtig sind und keine echten Fans sind. Die passen sich bei allem einfach an und sagen immer „Ja“ und „Amen“. Das sehe ich auch bei genug anderen Dingen in der Videospiel Ecke. DLCs, Item Shops, Lootkisten… die breite Masse schluckt und akzeptiert alles, wenn man es bloß nicht dabei so sehr übertreibt wie EA zuletzt.

Und genau das ist es eben, sobald sich die breite Masse auf irgendwas stürzt geht es zu Grunde für die echten Fans und alles wird für die breite Masse angepasst, aufgeweicht, zerstückelt. Und das schlicht weil die breite Masse in Videospielen eben nur Unterhaltung sieht und nicht mehr.

Darum sag ich heutzutage auch so gerne: der Untschied zu den 80er/90ern für Videospieler wie mich ist lediglich der, das wir heute auch von anderen Spielern schief angeguckt werden und nicht bloß von Nichtspielern wie damals. Daher gibt es heute nicht mehr leidenschaftliche Spieler wie damals, es kam nur die breite Masse dazu.

Was unterscheidet den leidenschaftlichen Spieler vom Unterhaltungs Spieler? Ersterer will etwas für seinen eigenen Spaß tun und nichts geschenkt bekommen, letzterer will nur unterhalten werden und liebt Geschenke und sagt dann zu ersterem „Arbeit hab ich tagsüber genug“. Für mich als leidenschaftlicher Spieler ist diese Aussage jedes mal wieder ein schlag ins Gesicht.

Klar, ich könnte mich anpassen wie es viele ältere Spieler taten mit egoistischen Ausreden wie „Ich hab nicht mehr die Zeit wie früher“. Bevor ich mich aber selbst verrate höre ich lieber irgendwann komplett mit Videospielen auf, aber das wird eher nicht passieren und darum werde ich mich auch mit meiner Meinung dazu nicht zurück halten. Und wenn sie arrogant wirkt, ist mir das so etwas von egal, ich weiß das durchaus. Aber die Arroganz der breiten Masse, die der Meinung ist alles müsste sich an sie anpassen und sie sich an nichts, ist noch um ein vielfaches größer und wir natürlich von ihr selbst gar nicht erst wahr genommen.

MMORPGs sind da nur ein kleiner Teil des Problems. Aber das kann euch ja eh alles egal sein, denn ihr habt ja euren Willen durchgesetzt. Ist immer toll sich ins gemachte Nest zu setzen und die ursprünglichen Bewohner zu vertreiben. Das typische „Ich will auch, aber nicht so!“ Verhalten der breiten Masse.

Und ja, für mich bist du kein MMO Fan sondern maximal ein Online Spiele Fan.

Gerd Schuhmann

Nimm dich doch selbst nicht so furchtbar wichtig. Es ist echt anstrengend. Du maßt dir da eine Wichtigkeit und Deutungshoheit an, die nirgends begründet ist. So eine Instanz, die du für dich beanspruchst, gibt es nicht.

Du bist nicht die Instanz, die bestimmt, wer „MMO“-Spieler ist und wer „richtig spielt“ – und alle anderen sind im Irrtum und falsch und „Verräter.“ Du tust so, als hätte dir das Genre gehört und dann wären böse Leute gekommen und hätten es dir weggenommen. Also ehrlich …

Du bringst da ins Gaming eine ideologische Komponente rein, die da nichts zu suchen hat.

Balmung

Sagte er und kommt dann mit so einem letzten Satz an. Amüsant was du aus meinen Aussagen so alles raus liest, beweist mir nur das du keine Ahnung hast wovon ich rede. Aber das bin ich von solchen Leuten wie dir gewohnt, die meine Leidenschaft nicht wirklich teilen sondern eine völlig andere Vorstellung davon haben.

Fain McConner

Die ersten Instanzen habe ich schon gespielt, als es WoW noch gar nicht gab – in Everquest 2. Letztendlich wird arg überschätzt, was Blizzard wirklich neues gebracht hat – das war nämlich nicht sehr viel. EQ2 lief leider auch auf damaligen High-End-Rechnern nicht wirklich flüssig. Was durch WoW neu war, war eher die Trivialisierung der Inhalte und das Aufweichen des Gruppenzwangs der damals bei Daoc und EQ2 herrschte.

maledicus

Das konzept der instanzierten dungeons wurde sogar schon in Everquest (1) mit einem add-on implementiert, mir ist nur entfallen welches das damals war. Da war selbst EQ 2 noch lange nicht in sicht.

Gruß.

Balmung

Jupp, WoW ist lediglich ein MMORPG 1.5, es hat das Beste aus anderen MMORPGs zusammen kopiert, aber praktisch nichts wirklich neu erfunden. Weiß man aber nur, wenn man nicht erst mit WoW in das Genre kam.

Ich warte noch heute auf das MMORPG 2.0, Star Citizen könnte das werden.

Sucoon

„…Kam das dritte Reich…“ Fraktion klingt besser. Sonst guter Artikel. Deswegen mag ich auch planetside 2 so. Aufgrund der Mega schlachten. Ich denke es liegt vor allem an der Performance für viele Spieler in Verbindung mit guter Grafik. Konsolen ungeeignet

Keupi

Sehr guter Artikel. Aber warum nicht einfach Onlinegames ?

Erzkanzler

Dann kannst auch gleich „Spiele“ sagen… MMO war ja anfangs zumindest ein Hinweis auf die Art bzw. die Mechanik des Spiels, Mit der Zeit ist das halt deutlich erweitert und diversifiziert worden.

Gerd Schuhmann

Heute betont man halt vor allem die Technik, dieses „mit allen verbunden sein“ – das ist aus Sicht der Entwickler eine riesen Sache.

Ich denke aus der Publisher-Sicht ist es vor allem das „Games as a service“, dass eine Menge ausmacht. Diese „Marken“-Bildung – das haben wir ja auch bei Kinofilmen ganz stark seit einiger Zeit, dass alles eine Marke und eine Serie ist.

Übrigens – bei TV-Serien. Selbes Phänomen. Für diese Art von TV-Serie mit fortlaufender Handlung, die seit Jahren dominiert wie Game of Thrones oder Walking Dead – da gibt es auch keinen Namen, auf den man sich einigt. Da schwirren Worte rum wie „vertikales Erzählen“ oder so, aber es gibt keinen Begriff, der erklärt, was der Unterschied zwischen Game of Thrones und einer „klassischen“ Serie ist, ohne zusammenhängende Handlung.

Keupi

Ich denke auch, die Technik hat sich geändert. Es ist normal geworden, mit mehreren Leuten zu spielen, in einer Session oder ständig vorhandenen Welt. Mal mit mehr, mal mit weniger Spielern.

Wenn man es ganz genau nimmt, waren auch die alten MMORPGs in der Anzahl der Spieler begrenzt. Wenigstens technisch. Und von daher sind die meisten Games von dem was sie bieten im Grunde zusammengerückt.

Ich persönlich würde eher in persistente Welten oder zB Lobbygames unterscheiden. Würde dem wahrscheinlich am nächsten kommen. Da in Lobbygames zumeist eine Art Partien gespielt werden. Im Grunde ist der Name aber auch Wurscht.

Gibt es ein gutes Game und mein-mmo entscheidet darüber zu berichten, dann ist es halt so. Warum z.B. auch nicht über ein gutes Offline-RPG. Aktuell bin ich hin und weg von FF XV. Hätte ich gerne auch mal zu gelesen. Aber bin ich der Nabel der Welt ? Definitiv nicht.

Gerd Schuhmann

Ja, ich kann da nur nicken.

Man merkt in den Kommentaren häufig, dass hier zu solchen Meta-Themen genauso diskutiert wird wie wir das intern machen.

Wir überlegen dann auch;: Fallout 4, Witcher 3, Final Fantasy XV, Last Guardian … könnte man eigentlich was machen. Nicht so stark covern wie jetzt ein MMO, aber schon zum Release dann einen Test, paar Guides, klar.

Dann fragen wir uns: Hat jetzt einer von unseren Stammautoren da richtig Bock drauf. Cortyn z.b. – wenn die Bock auf Witcher 3 hat, dann covert sie halt Witcher 3. Da brechen wir uns auch keinen ab. Leya wollte unbedingt was zu Pokemon Sonne und Mond machen … Wenn ich irgendwann mal ums Verrecken was zu Crusader Kings machen will, dann mach ich was zu Crusader Kings.

Wer soll mich aufhalten? 🙂 Cortyn macht das ja auch so mit „Warum ich spiele“ – da schreibt sie mal eine Kolumne über ein Singleplayer-Spiel. Wer hat da was dagegen? Der Fokus auf MMOs ist ja weiter klar erkennbar.

Was ich nicht so prall finde, ist dann noch Filme und Serien gezielt mitreinzunehmen wie das buffed macht. Aber gut, das ist meine persönliche Meinung. In Ausnahmefällen haben wir ja auch Sachen zu Star Wars oder Warcraft-Film gemacht und da ist die Welt auch nicht untergegangen.

Müssen wir mal gucken, wie sich das in Zukunft entwickelt. Wir haben da keine großen, übergeordneten Regeln für solche Fälle.

Erzkanzler

Die Kollegen von GS haben ja ab un an auch Filme im Programm. Find ich auch eher fehl am Platz. Klar wenn´s mal wie z.b. bei „Ben X“ nen Film mit starkem Spielbezug gibt, ok aber so grundsätzlich hat Webedia ja eigene Portale für Filme. Das darf auch so bleiben.

Ich denke ein Großteil der Leser von Mein-MMO ist ja schon der MMOs wegen hier. Auch wenn die Communitynähe und die erfrischend ab und an eben auch subjektiv geprägten Artikel und News ihren Teil dazu beitragen. Gibt ja kaum noch Newsportale die sich soetwas trauen.

Gerd Schuhmann

Jo, denke ich auch.

Also GS sagt ja, dass es sich anbietet, weil viele Leser Fans von Game of Thrones und Superhelden und Star Wars sind. Und die Sachen da gerne gelesen werden.

Das wäre bei uns sicher auch so. Die Artikel über den Warcraft-Film haben richtig Clicks gebracht.

Ich würde mir auch zutrauen, so was zu machen und es auch gut zu machen, grad bei Game of Thrones, aber ich bin auch nicht so ein Fan von Gemischtwarenläden. Aber tatsächlich hätte ich früher schon echt Bock gehabt, so ne TV-Serien-Seite zu schreiben wie Alan Sepinwall in den USA, aber jetzt auch nicht parallel oder auf einer MMO-Seite.

Ich will das jetzt nicht für alle Zeiten ausschließen – es kann schon sein, dass sich das mal ändert. Als wir hier angefangen haben, hätte ich mir auch nicht vorstellen können, dass wir FIFA oder Konsolenblockbuster covern. Das ergibt sich dann zum Teil auch mit neuen Leuten und anderen Umständen.

Erzkanzler

Letztlich gilt doch „Mach´s jedem recht, wird´s meistens schlecht“

Aber in Zeiten von möglichst nicht endendem Wachstum ist das natürlich nicht immer einfach. Mich würd ja immer interessieren ob die Menschen die hier wegen FIFA sind auch MMOs spielen oder ob es größtenteils zwei Gruppen ohne Überschneidung sind.

Nu gut, ich glaub wir kommen vom Thema ab 😉

Dawid

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei den großen Titeln, die Leser überwiegend ihrem Titel treu bleiben. Logischerweise. Durch die hohen absoluten Zahlen, sind die Traffic-Zahlen durch Überschneidungen relativ gesehen dennoch beachtensert.

Um exemplatisch ein paar Synergien bzw. übergreifende Interaktionswege aufzuzeigen, die wir so in den letzten 30 Tagen hatten (nach Priorität sortiert):

FIFA -> Viel allgemeiner Startseiten- bzw. News-Content, kuriose Meldungen, Destiny, Overwatch, PlayStation 4 Übersicht (P.S. FIFA ist bei den Stammleser-Zahlen unser 5. stärkstes Spiel, knapp hinter WoW und vor Overwatch)

WoW -> Diablo, Destiny, Overwatch, The Division, MMORPG-Übersicht und auch viel Startseiten-Content

FFXIV ->Bless, WoW und MMORPG-Übersicht

Star Wars Battlefront (als „Zwischendurch-Spiel“ eine relativ hohe Diversifizierung)-> SWTOR, Star Wars Galaxies, Star Wars Film, Destiny, Overwatch, PS-VR-Content, Pokémon GO, ESO, News / Kurioses

Destiny -> The Division (sehr stark), Battlefield 1, Pokémon GO, Star Wars Battlefront, ESO, FIFA, aber auch viel Startseite…So langsam Overwatch

Diablo -> WoW, Hearthstone, Guardians of Ember, Guild Wars 2, Lineage Eternal, Destiny, Free2Play, Overwatch

Paladins -> Overwatch, SMITE, Ark, The Division, Pokémon GO

ESO -> Destiny, MMO/RPGs allgemein, WildStar, Black Desert

v AmNesiA v

Schöner Artikel!
Gerade für Leute, die mit den klassischen MMORPG Zeug noch nicht so viel zu tun hatten. Also mich inbegriffen. 😉
Ich hab Ender der 80er und Anfang der 90er Jahre noch echte Rollenspiele wie Dungeons&Dragons und Mächte, Mythen, Moddermonster gespielt. So richtig klassisch mit 5 Jungs in nem Zimmer, einer Tasche voll Würfeln mit bis zu 30 Seiten und nem Kasten Bier. 🙂
Und dazu nen richtig guten Meister, der uns mit tollen Geschichten in eine Fantasy Welt hat abtauchen lassen.
Mit Online MMOs hatte ich bisher nix am Hut. Daher schöne Infos in diesem Artikel. Lesenswert!! Danke Gerd 🙂

Orchal

WoW ist das Böse welches alles zerstört hat.

mmogli

WoW ist das Böse welches alles zerstört hat.
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erklär uns mal warum

Riral

Wahre Worte !
Das Gefühl was DaoC einem beschert hat bringt kein modernes „mmo“ rüber .
Als TD als MMO angekündigt wurde hab ich naiv wie ich bin tatsächlich geglaubt alle Agenten pro Server laufen gleichzeitig durch Open NYC

Svostof

Hallo, der Riral von Lyo/Mid ?

Riral

Hey svo , ja genau der ???? Lange her seit unserem letzten Runden

Svostof

Wie geil !!! Hallo Ben. Kann man Dir in dem Forum private Nachrichten schicken ?

Svostof

Wobei ist ja nicht nötig. Falls Du Lust hast erstell Dir mal einen Char auf Uthgard in Mid und schau mal nach Noxious;)
Idle, Sauri, Stero und Co sind auch dort.

Riral

Ich lad mir den Client mal runter und schau vorbei ! Super was von euch zu hören

Ace Ffm

Ein toller Bericht eines MMO Weisen für Leute wie mich,die ersten immer nur Konsole spielten,zweitens nur Shooter und drittens erst mit Destiny zu diesem ganzen Begriffswirrwar kamen. Jetzt weiss ich etwas mehr über die MMO Entwicklung und kann ruhigen Gewissens für mich behaupten das ich als Destiny und Division Spieler solch eine Kaste gar nicht für mich beanspruchen muss.

kotstulle7

Dito ^^

Thorim

Schöner Artikel.

Ich merke es gerade in den Foren zu „Conan Exiles“. Erstmal regen sich viele darüber auf, dass das Spiel bei Steam als „MMO“ getaggt ist. Nur das übernehmen die Nutzer, nicht die Entwickler. Die sprechen nun auch nicht unbedingt von einem MMO. Dennoch hat man auch nix dagegen, als man nun von einer Seite als „Meisterwartetes MMO 2017“ nominiert wurde.

Aber ich sehe auch solche Spiele (Conan Exiles bietet eine offene Welt für 70 Spieler gleichzeitg) als MMO. Ich unterscheide hier aber klar zu einem MMORPG. Auch wenn dann Conan vielleicht mehr RPG im Spiel haben wird, als andere Titel, die man dann doch eher als MMORPG, denn als MMO sehen würde. Verwirrt? Ja, bin ich auch ab und an bei dem Thema. 🙂

Warum nicht einfach noch etwas genauer differenzieren? Suvival-MMO. Das passt. Und wer sich schonmal irgendwie mit dem Genre beschäftigt hat, der wird damit auch gleich was anfangen können. Außer vielleicht irgendwelche MMORPG-Traditionalisten. Für die ist der Begriff MMO identisch mit MMORPG und nur von Spielen á la WoW belegt. Doch ihr habt wunderbar beschrieben, wieviel MMO denn noch in solchen Spielen steckt: man spielt instanziert. Beim Questen, beim Raiden, im PvP. Mit noch weniger Leuten als das von mir als Beispiel genannte Conan Exiles. Aber WoW ist dann ein MMO, Conan Exiles darf keines sein? Nonsens.

Und so weiter. Panzer-MMO, Fußball-MMO, Zombie-MMO, Lego-MMO. Ist erstmal ein Zeichen dafür, dass es kein Singleplayer ist. Mit wievielen Leuten ich dann spielen darf, das muss ich dann eben nachschauen. Aber es geht auch kaum einem „Das ist kein MMO“-Schreier darum, dass er Angst hätte, was blind zu kaufen, das dann nur ein instanzierter Koop-Shooter, statt eine offene Welt ist. Es geht ihnen wohl eher darum. Oh was? Panzer MMO? Geil, WoW mit Panzern. Doch nicht? Buuuuuh!
Und selbst wenn es denn dann ein WoW mit Panzern wäre, würde es angezockt werden, nur um dann doch wieder bei WoW selbst einzuloggen. Denn das kennt man und mag man. Klingt alles ein bisschen schizophren. Aber das ist der gemeine Gamer von heute vielleicht auch (oder was es gar schon immer ^^).

Erzkanzler

Darauf wird´s hinauslaufen. Ist ja in vielen vergleichbaren Szenarien ähnlich verlaufen. Nehmen wir doch mal Musikrichtungen. Beispiel Metal. Erst hab es Hardrock, dann wurd es zu Heavy Metal und anschließend hat es sich in mehr und mehr Subgenres zerfahsert. Heute erfindet ja fast jede Band ihr neues Subgenre. So wird das auch bei MMOs passieren. Ich freu mich schon Auf Grnidcore-Nu-Glam-Viking-Symphonic-MMOs.

Genau wie in der Musik wird es aber immer Überschneidungen geben.

Gerd Schuhmann

Ja. Versuch mal „Rock“ zu definieren, dass Elvis und die Rolling Stones darunter passen.

Man muss sich klar machen: Es ist ein Etikett, es ist ein Marketing-Begriff. Letztlich haben wir keine Macht darüber. Wir werden nicht World of Tanks verbieten können, sich MMO zu nennen. Und wir werden nicht The Division zwingen können, sich so zu nenne.

Ich versteh wirklich, dass sich Leute darüber ärgern. Aber … schwierig. Wenn wir einen Artikel machen über die erfolgreichsten Spiele, die wir covern. Und dann schreiben wir „Diese MMOs interessieren Euch am meisten“ – LoL ist doch kein MMO. Overwatch passt doch da nicht rein.

Ja … dann muss man irgendwie „Diese Online-;Multiplayer-Spiele mit Games as a Service interessieren Euch am meisten“ schreiben eigentlich … Hmpf.

Erzkanzler

„Dieses OMSGAaS interessierte Euch…“ uhm… nein. 😉

Phinphin

„Aber klar: Es wird jetzt keiner hergehen und Spiele wie Hearthstone ein „Kartenspiel-MMO“ nennen oder aus FIFA ein „Fußball-MMO“ machen wollen. Das ging dann doch zu weit.“
Wieso nicht? Wenn man heutzutage Spiele wie World of Tanks als MMOs bezeichnet, kann ich auch nur mit den Augen rollen.

Theroja

Also…Overwatch, Paladins etc. sind für mich alles andere als MMO´s

Psycheater

Um vllt mal meinen Standpunkt verständlich zu machen:
Ich hatte mit MMO’s und mein-mmo bis vor gut einem Jahr nix am Hut (hab BF, FIFA, GTA gezockt). Dann kam der Hype (auch mein persönlicher ^^) mit TD und es wurde ja auch als MMO Shooter vorgestellt. Und da dachte ich als Laie damals auch ob das dann wohl besonders viele RPG Elemente hat. Erst durch eure Seite und das zocken von TD und Destiny kam für mich da Licht ins Dunkle 🙂
Und der Artikel hat es auch noch mal sehr sehr gut verständlich gemacht finde ich ????

Erzkanzler

Ha! und ich sach ja FIFA is hier falsch 😀

Aber sehr schöner Artikel! So Eingrenzungen werden ja immer schwieriger je mehr Möglichkeiten sich eröffnen. Wenn man es ganz weit fassen würde, wäre selbst Battlefield 1 ein Flugzeug-MMO. Immerhin kann man mit vielen Spielern zusammen spielen levelt seinen Charakter und kann sein Flugzeug personalisieren.

Ace Ffm

Man merkt doch das FIFA das Steckenpferd von Ttime ist und ihm spass macht. Lass es ihm.

Gerd Schuhmann

Der Chef steht auch auf FIFA. 🙂 Da hat Ttime also Rückendeckung.

Aber das ist halt auch nicht nur „Die mögen das und deshalb machen sie’s“, sondern es ist dann auch immer eine professionelle Sache dahinter.
Also der Chef hat sich das genau angeguckt und fand, dass es bei FIFA eine Möglichkeit gibt, eine zentrale Informationsquelle zu werden und dass die Leute nach sowas suchen. Er hat da einen Bedarf gesehen, den wir als Seite decken können.
Und wie wir an den Zahlen sehen: Er hatte völlig Recht. Die FIFA-Artikel werden nicht so viel kommentiert wie andere, aber die kriegen richtig Clicks. Das ist kein „Wir machen das mal, um Ttime eine Freude zu machen“-Spiel. 🙂

Ace Ffm

Dann umso besser! Freut mich das es für den Leser leider nicht sichtbaren Anklang findet. Man setzt ungewollt die Kommentare mit Klicks gleich wenn man keine Zahlen dazu hat. Mir tat es manchmal schon leid für Ttime weil ich dachte das lesen sehr wenige anhand den Kommentaren. Freut mich. Ich gönne es ihm. Ich selber als nicht Fussballfan kann da oft nur schmunzeln wenn ich von Freunden höre wie sie das Spiel mitreisst. Neulich hat sogar einer der ruhigsten und nettesten aus meiner Freundesliste die Blue Ray abends im beisein seiner Freundin im Blitzwutanfall aus dem Laufwerk gerissen und in der Luft zerbrochen. Unglaublich…

Gerd Schuhmann

Das ist bei einigen Sachen so.

Es war September 2014 z.B. so, dass Destiny unheimlich viele Klicks bei uns hatte, aber fast keine Kommentare. Dafür hatte ArcheAge weniger Clicks, aber richtig viele Kommentare.

Das entwickelt sich ganz verschieden. Pokémon GO ist z.b. wahnsinnig stark über FB. Destiny und the Division gehen über die jeweiligen Themenseiten, da gucken jeden Tag richtig viele einfach drauf: Haben sie was Neues? Gibt’s was zu lesen? Während typische MMORPG-Themen dann über die Hauptseite angesteuert werden.

Das ist schon echt spannend, wie das alles funktioniert.

ItzOlii

Super Artikel-Herrvorragend erläutert!

Koronus

sie werden vom Entwickler mit Patches, Updates, Erweiterungen, DLCs oder sogar neuen Titenl

Dawid

Er meinte doch bestimmt Asia-MMOs!

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