Kritischer Shooter-Experte nennt 3 Gründe, warum Halo Infinite richtig gut wird

Der bekannte YouTuber und Shooter-Experte SkillUp hat sich den Multiplayer von Halo Infinite während des Playtests genau angeschaut und dazu seine Eindrücke geschildert. Diese fallen “sehr, sehr, sehr gut” aus und er nennt 3 große Gründe dafür.

Wer ist das überhaupt? SkillUp ist ein YouTuber und Spielekritiker. Aktuell macht er hauptsächlich Reviews und Previews zu allen möglichen Spielen.

Dabei hat er keine bestimmte Vorliebe und von AAA- bis zu relativ unbekannten Indie-Spielen sind so ziemlich alle Kategorien vertreten. Seine Kritiken sind meist sehr ausgewogen und ausführlich, gehen ins Detail. Kaum eines seiner Videos ist unter 30 Minuten lang.

Einmal in der Woche veröffentlicht er auch ein News-Video zu aktuellen Ereignissen in der Branche. Zudem gilt er als Shooter-Experte. So begann er seine YouTube-Karriere vor allem mit Guide-Videos zu The Division 1, er spielt seit Jahren Destiny und hat schon zahlreiche andere Shooter gespielt und analysiert.

Um welchen Playtest geht es? Anfang Oktober fand ein Playtest zum Multiplayer von Halo Infinite statt, an dem SkillUp ebenfalls teilnahm. In einem ausführlichen Video schilderte er anschließend seine Erfahrungen während dieses Tests.

Was er zu sagen hatte und warum Halo Infinite seiner Meinung nach richtig gut werden könnte, fassen wir von MeinMMO hier für euch zusammen.

“Das fühlt sich wie ein authentisches Halo an”

Eingangs sagt SkillUp: “Halo Infinite spielt sich knackig, die Balance stimmt und es ist gut designed.” Entwickler 343 Industries habe die Nadel eingefädelt und ausgewogene Neuerungen eingeführt, ohne zu weit von früheren Halo-Spielen wegzugehen.

So sei 343 mit einigen Änderungen und neuen Features wie den Gadgets oder dem Sprintslide ein großes Risiko eingegangen, das Halo-Gefühl zerstören und dafür zu sorgen, dass sich Infinite wie Destiny 2, Titanfall, CoD Warzone oder “noch schlimmer: Overwatch” anfühlen könnte. Das ist seiner Meinung nach aber nicht der Fall.

So bewertet er den Playtest: Man merkt dem YouTuber an, dass er ziemlich begeistert ist. Vor allem drei Aspekte haben ihn überzeugt:

  • Map-Design
  • Balance
  • Gameplay

Maps bieten Abwechslung und sind ausgewogen

Das sagt er zum Map-Design von Halo Infinite: Das ist für ihn einer der wichtigsten Teile eines Arena-Shooters. Wenn ein Shooter das Map-Design vermasselt, könne er alle anderen Bereiche so gut hinbekommen, wie er will. Es stehe und falle alles mit den Karten.

Die im Playtest verfügbaren Karten bezeichnet er als “beeindruckend”. Jede habe ihren individuellen Style und einen guten Mix aus engen Bereichen und offenen Arealen. Jeder Punkt einer Map würde einen bestimmten Spielstil unterstützen, sogar die Platzierung der aufnehmbaren Waffen ist an die Map angepasst.

So findet man beispielsweise das Kampfgewehr an einer Stelle, kurz bevor man einen hoch gelegenen und offenen Bereich betritt. Die Waffe ist ideal für diese Position, da hier nun Kämpfe aus der Distanz angesagt sind. Solche Dinge seien auf jeder Map und würden für Abwechslung sorgen.

Er selbst konnte keine Stelle ausmachen, die unausgewogen war oder Gegnern einen unfairen Vorteil geschafft hätte. Womit wir beim nächsten Punkt sind: Balance.

Faire Balance in allen Bereichen, nur kleine Abstriche bei Schrotflinten

Das sagt er zur Balance: Insgesamt lobt SkillUp die Balance von Halo Infinite in mehreren Bereichen. Die Maps seien fair aufgebaut und die Verteilung der aufnehmbaren Waffen sei ebenfalls ausgewogen. Auch die einzelnen Spielmodi würden funktionieren.

Eroberungspunkte seien fair verteilt, Capture-the-Flag funktioniere sogar herausragend. Jeder Modus sei also dementsprechend gut ausbalanciert und auf die jeweilige Map abgestimmt.

Auch die Waffen-Balance sei sehr gut gelungen, hier gäbe es aber Abstriche. So sei die Schrotflinte und die neue Heatwave-Waffe deutlich zu schwach. SkillUp vermutet, dass 343 Industries hier eine Schrotflinten-Meta verhindern wollte, wie sie es in anderen Shootern wie Destiny 2 gibt.

Dabei sei man aber über das Spiel hinausgeschossen. Abgesehen davon sei Halo Infinite durchweg fair, es habe sich für ihn nie so angefühlt, als wären Niederlagen durch andere Dinge verursacht worden, als dem schlichten Versagen des Teams.

Perfekter Mix aus Halo-typischem Gameplay und neuen Features

Das sagt er zum Gameplay: Als Erstes hebt er das Gunplay hervor, das sich großartig anfühle. Waffenwechsel, Nachladen, Rückstoß, Trefferfeedback – all diese Dinge würde Halo Infinite genau auf den Punkt treffen.

Selbst ein großer Kritikpunkt aus Halo 5 wurde offenbar gelöst: Das Zielen per Kimme-und-Korn oder auch ADS (Aim-Down-Sight). Was in anderen Shootern Standard ist, wurde in früheren Halo-Ablegern konsequent ignoriert. Halo 5 versuchte das einzubauen, bekam dafür aber viel Kritik.

Halo Infinite hat nun einen Kompromiss für ADS gefunden. Ihr zielt zwar immer noch nicht vollständig durch Kimme-und-Korn, könnt aber zumindest ein wenig heranzoomen. Das ist also eine Art Mittelweg, was SkillUp als perfekte Lösung bezeichnet.

Auch andere Aspekte wie der Sprint oder das Rutschen beim Sprinten wurden im Vergleich zu Halo 5 abgeschwächt. Sie seien zwar immer noch praktisch, aber nicht so übermächtig. Dadurch fühle sich das Gameplay insgesamt nach wie vor wie ein klassisches Halo an, das aber an den richtigen Stellen modernisiert wurde.

Auch die neuen Gadgets wie der Greifhaken seien sinnvoll und nicht zu mächtig.

Was sind Gadgets? Ihr könnt in einer Partie ein Gadget aufsammeln und im Kampf einsetzen. So gibt es beispielsweise den Greifhaken, mit dem ihr euch entweder an Ziele (Wände und Gegner) heranziehen könnt, oder auch Items wie Waffen und Granaten zu euch ziehen könnt.

Es gibt außerdem einen taktischen Schild, den ihr vor euch platzieren könnt, Tarnung oder einen Superschild. Manche dieser Gadgets dürften Veteranen noch aus früheren Halo-Spielen kennen.

Dank des Cooldowns würden sich Gadgets wie der Greifhaken nicht zu mächtig anfühlen und SkillUp sieht sie als sinnvolle Erweiterung für den Kampf.

Gibt es noch Stolpersteine? Die erwähnt der YouTuber direkt zu Beginn seines Videos. So habe der Playtest lediglich einen Teil des eigentlichen Spiels gezeigt.

  • Es waren noch nicht alle Spielmodi enthalten.
  • Ebenso noch nicht alle Waffen und Customization-Gegenstände.
  • Man wisse im Detail noch nicht, wie die Monetarisierung im Spiel eingebaut wird.
  • Außerdem können gerade zum Launch noch etliche Probleme auftreten, wie beispielsweise bei den Servern.
  • Die Performance auf dem PC sei zudem ausbaufähig

Dennoch ist SkillUp sehr optimistisch, was den Start von Halo Infinite angeht. Technisch gesehen, habe er schon “wesentlich schlimmere Betas” gespielt.

Im Gegensatz zu einigen anderen Content Creators wie Dr Disrespect glaubt er zudem auch nicht, dass Halo Infinite ohne Battle-Royale-Modus nach wenigen Monaten tot sei. (via charlieintel.com)

Ihr könnt euch sein Video in voller Länge hier anschauen:

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Wann ist der Release? Halo Infinite erscheint am 8. Dezember für PC, Xbox Series X|S und Xbox One. Der Multiplayer wird dabei kostenlos veröffentlicht, während die Kampagne als Vollpreistitel in den Handel kommt.

Besitzer des Xbox Game Pass können diese natürlich ebenfalls direkt zum Start spielen.

Was meint ihr dazu? Konntet ihr Halo Infinite auch schon anspielen? Teilt ihr die Meinung des YouTubers?

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Ghost

Der Beitrag einfach mal ins neue Video von skill up geschafft haha wie geil 🙂

Myrddin

Kritischer Shooter Experte lol *amused SkillUp Geräusche*

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Myrddin
Klabauter

Für mich DER Shooter 2021.

CandyAndyDE

Und das willst du nach 2 MP-Previews und einen Story-Leak schon wissen?
Versteh mich nicht falsch, ich freue mich auch, aber es braucht schon mehr als das.

Und vergess nicht, es wird zum Release keinen Koop geben.

Klabauter

Nee, so Hype und Preview mässig. Vanguard hat total enttäuscht, BF2042 war okay aber Halo ist einfach genau mein Ding. Die Story ist mir allerdings egal. Ich spiel nur den MP.

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