Warhammer 40.000: Boltgun 2 ist die Art von Shooter, die ich nicht mag, trotzdem habe ich jede Sekunde davon genossen

Nach dem großen Erfolg des ersten Teils erscheint bald Boltgun 2, ein klassischer Boomer-Shooter in der Welt von Warhammer 40.000. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus kann mit solchen Spielen eigentlich gar nichts anfangen, aber die Präsentation hat ihn doch abgeholt – obwohl sie eigentlich grauenhaft war.

2023 ist Boltgun erschienen, ein Boomer-Shooter im Pixel-Look, in dem ihr einen Space Marine spielt und wild auf Dämonen und Anhänger des Chaos ballert. Nicht denken, nicht überlegen, einfach ballern. So funktioniert diese Art Shooter.

Und genau darum mag ich sie auch nicht. Klar, die neuen DOOM-Teile habe auch ich gezockt, aber auch nur einmal für Story und für zwischendurch. Eigentlich liegen mir taktische Shooter wie Rainbow Six oder Heldenshooter wie Overwatch mehr.

Jetzt haben mir die Entwickler vom Studio Auroch Digital den Nachfolger gezeigt, Boltgun 2. Eigentlich wollte ich mir die Präsentation gar nicht ansehen, dachte mir aber: „Es ist Warhammer und irgendwie reizt dich das ja schon.“ Meine Intuition war richtig.

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Der Trailer zur Demo von Warhammer 40.000: Boltgun 2 für alle, die Doom und Warhammer lieben

DOOM als Vorbild, aber Warhammer im Blut

Bei dem Event, das ich mit einigen anderen Journalisten besuchte, haben uns die Entwickler Gameplay des Shooters gezeigt und ein wenig was dazu erzählt. So gibt es etwa im Vergleich zum Vorgänger mehr Waffen, mehr Gegner und natürlich neue Level.

Dabei ist dem Spiel eindeutig seine DNA anzuerkennen. Es sieht aus wie ein Reskin der uralten DOOM-Spiele, spielt sich genauso flott und chaotisch. Das wäre also gar nicht mein Fall, wäre da nicht der deutliche Warhammer-Stempel:

  • Nicht nur ein Space Marine tritt gegen die Mächte des Chaos an, sondern diesmal auch eine der Adepta Sororitas, eine fanatische Krieger-Priesterin aus Warhammer 40.000. Meine Lieblings-Fraktion des Universums. Koop wird es aber trotz zwei Charakteren nicht geben.
  • Die Waffen-Auswahl ist hervorragend für einen Warhammer-Fan wie mich: natürlich gibt es die ikonischen Bolter, dazu aber die für Sororitas typischen Flammenwerfer und sogar eine Art gesegnete Pflock-Armbrust und Melta-Bomben.
  • Sogar berühmte NPCs sind zu sehen, wie das Death Korps of Krieg, das als Verbündeter auftritt – und es sollen noch mehr bekannte Gesichter kommen, hieß es im Interview.

Später haben wir selbst Zugang zur Demo bekommen, die zwei Missionen umfasst und spätestens, als ich einen Khorne-Berserker mit meinem Flammenwerfer angezündet habe und er brennend auf mich zugerannt kam, wusste ich: Hier ist es „grimdark“, hier mag ich’s. Leider konnte ich die Szene in der Hitze des Gefechts (höhö) nicht aufnehmen.

Nur 2 Level in der Demo, aber die hauen rein

Die Demo, die ihr zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels oder kurz darauf selbst spielen könnt, ist recht kurz: die beiden Level, eines im Dschungel und eines in einer Schnee-Welt, hatte ich in unter einer Stunde durch.

Während des Spielens jedoch bemerkt man die Zeit nur bedingt, denn zum Denken fehlte mir die Luft. Fast ständig waren Gegner in der Nähe, die ich bekämpfen musste, und erst, wenn ein Bereich wirklich „sauber“ war, konnte ich etwas erkunden. Das ist auch wichtig, denn wie schon für DOOM typisch, gibt es in Boltgun natürlich haufenweise versteckte Geheimnisse. Ein paar davon konnte ich schon entdecken.

Wirklich begeistert hat mich dann aber das Gameplay der Charaktere. Die haben nicht nur – wie in DOOM – verschiedene Waffen und vielleicht einen Glory Kill, sondern verschiedene und teilweise für den Kampf wichtige Fähigkeiten:

  • Nyra Veyrath, die Sister of Battle, kann rutschen und danach im Sprung die Zeit zu einer Bullet Time anhalten. Ihr Glaube (der Schild) regeneriert langsam über Zeit.
  • Malum Caedo, der Ultramarine, kann Gegner überrennen oder mit seinem Kettenschwert anspringen und regeneriert langsam Lebenspunkte.

Trotzdem sind die verschiedenen Waffen natürlich der ausschlaggebende Punkt. Habe ich schon erwähnt, dass es Bolter gibt? Und die natürlich nicht nur in der Pistolen-Ausführung, sondern auch in der schweren Version mit großem Magazin.

Die Schusswaffen sind zwar der wichtige Teil des Spiels, Nahkampf-Waffen dienen aber nicht nur als Gameplay-Gimmick, wenn die Munition gerade mal leer ist. Schwerter gehören fest in die Lore von Warhammer 40.000.

Wir konnten Fragen stellen… aber Antworten waren schwierig

Bevor wir selbst spielen durften, haben uns zwei Entwickler, Lead Programmer Jack Midgley-Munns und Senior Audio Designer Matt Walker, ihr eigenes Gameplay gezeigt. Heißt konkret: 45 Minuten lang haben sie gespielt, während wir Fragen stellen durften. Allerdings herrschte als Antwort häufig… Stille.

Jack hatte seine Schwierigkeiten, während der Action beim Spielen überhaupt zu antworten und während einige Kollegen davon vermutlich genervt waren, fand ich das ziemlich charmant: Es passiert nicht oft, dass Entwickler so sehr in ihrem eigenen Spiel versinken.

Und dass beide daran Spaß hatten, konnte man auf jeden Fall hören. Nachdem ich immerhin einige Fragen zur Lore (zu der vermutlich später noch mehr hier erscheinen wird) stellen konnte, hat Matt irgendwann schlicht auf mich verwiesen, als eine Frage zu Space Marines kam, mit: „Benedict kann mich da sicherlich verbessern.“

Bei den Antworten habe ich trotzdem gemerkt, dass die beiden Ahnung von der Materie haben. Sie meinten auch: Im ganzen Studio spielen fast alle Warhammer und beschäftigen sich damit. Nachdem ich kürzlich meine erste Miniatur bemalt habe, begeistert mich eine solche Hingabe zur Welt sogar noch mehr.

Oft sind solche Events trocken, vor allem, wenn man mit zwei Dutzend anderen Journalisten im Discord sitzt und alle wild Fragen stellen können. Hier hatte das alles mehr den entspannten Flair einer gemütlichen Zocker-Runde mit Leuten, die gerne über ihre Leidenschaft sprechen. Ich fühlte mich wirklich wohl, das alles war mir unheimlich sympathisch.

Was haltet ihr bisher von Boltgun und Boltgun 2? Sind solche Spiele genau euer Ding oder seid ihr Boomer-Shooter-Muffel wie ich? Schreibt mir eure Eindrücke gerne in die Kommentare.

Auroch Digital arbeitet übrigens nicht nur an Boltgun 2, sondern mit einer zweiten Abteilung zusätzlich an einem weiteren Warhammer-Spiel mit einem ähnlich bekannten Vorbild wie DOOM: Einer der größten viralen Spiele-Hits der letzten Jahre tut sich mit Warhammer 40.000 zusammen, die Fans rasten aus: „Meine Güte, es ist perfekt“

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