WoW: Boosting-Verbot verwirrt Spieler – Blizzard muss Nachhilfe geben

WoW: Boosting-Verbot verwirrt Spieler –  Blizzard muss Nachhilfe geben

Das Boosting-Verbot in World of Warcraft ist nicht so eindeutig, wie Spieler das gerne hätten. Blizzard erklärt, was erlaubt ist – und was nicht.

Vor einigen Tagen hat Blizzard seine Endbenutzervereinbarung (EULA) in Bezug auf World of Warcraft geändert und Boosting-Communitys verboten. Viele Spieler feierten das als Sieg gegen den nervigen Spam im Handels-Chat. Allerdings hat das manche Leute auch verwirrt zurückgelassen. Was ist nun genau erlaubt? Was ist verboten? Im offiziellen Forum hat Blizzard nun erklärt, was denn eigentlich noch erlaubt ist – und was eben nicht.

Was ist das Problem? Boosting ist ein extrem weites Feld in World of Warcraft, denn der Begriff des Boostings ist nicht genau abgegrenzt. Die neusten Regeln gegen das Bewerben von Boosting-Angeboten sind daher für viele ein wenig schwammig und im offiziellen Forum wollten Spieler mehr Informationen, was denn noch wie erlaubt sei – und was eben nicht.

Was wurde nun klargestellt? Im offiziellen WoW-Forum reagierte Community Manager Kaivax auf die Frage und stellte einige Details klar. Da heißt es:

Um etwas mehr Klarheit zu schaffen, wo genau die Grenzen der neuen Regelungen liegen, möchten wir diesen Teil gerne etwas erklären.

Das Bewerben von Gameplay-Aktivitäten sollte von dem WoW-Charakter vorgenommen werden, der auch beabsichtigt, an diesen Gameplay-Aktivitäten teilzunehmen. Das bedeutet, dass es keine Werbung über die Grenzen des Realms hinaus geben sollte und es keine Werbung von Dritten gibt.

Und wie schon zuvor, der einzige Ort an dem man Aktivitäten „gegen Gold“ bewerben darf, ist der Handels-Channel. Das Bewerben solcher Angeboten in anderen Chat-Kanälen oder dem Gruppenfinder macht den Spieler zu einem Ziel für Sanktionen gegen ihren Account.

CM Kaivax im offiziellen Forum

Damit hat Blizzard ein bisschen mehr Klarheit geschaffen. Das Bewerben der eigenen Boosting-Gruppe – also etwa dem Run der eigenen Gilde – im Handelschannel ist weiterhin erlaubt, solange es auf dem eigenen Server und mit dem Charakter gemacht wird, der an der Aktivität teilnehmen soll.

Warum ist Boosting nicht komplett verboten? Einige Spieler fragen sich, warum Boosting nicht in jedweder Form verboten wird. Auch wenn Blizzard dazu keine Antwort liefert, dürfte der Grund dafür recht offensichtlich sein: Boosting ist in gewisser Weise schwer zu definieren und im Kern etwas, das schon seit den Vanilla-Tagen des Spiels stattfindet.

Denn wer erinnert sich nicht an den freundlichen Stufe-50-Helden aus der eigenen Gilde, der in den Todesminen ausgeholfen hat und die Gruppe durchgezogen hatte, weil der Tank abgesprungen ist? Wer hat nicht schonmal die Hilfe eines höherstufigen Charakters bei einer nervigen Elite-Quest in Anspruch genommen?

Auch diese Fälle im Low-Level-Bereich wären strenggenommen „Boosting“, wenn man die Regeln zu eng fassen würde – und das wäre das Aus für eine wichtige soziale Komponente des Spiels.

Was haltet ihr davon? Hättet ihr euch noch stärkere Regeln gegen das Boosting gewünscht? Oder findet ihr die aktuellen Regeln viel zu streng?

Ein Gutes hatte die Regelung auf jeden Fall: Spieler können plötzlich wieder den Handels-Chat lesen!

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Serandis

Sollte ganz verboten werden. Ja, wer einen Weg finden will, der findet einen. Soll es halt im Hintergrund laufen. Aber die boosts (auch jetzt noch mit Gilden) verstopfen den einzigen, städteübergreifenden Chat natürlich auf Dauerauslastung. „Kann ich wieder posten? Auf geht’s.“ und dann auch einfach immer 2x hintereinander.

Dann doch lieber Trashtalk, das sozialisiert wenigstens.

Und das Problem fördert leider auch, für Leute wie uns (die M+ ernster nehmen), das man auf die Rio guckt und sich denkt, dass der ja ganz okay ist. Aber dann njcht mal den Kick In der Leiste hat. Und egal wie man’s sieht und wer Schuld ist. Am. Ende ist Zeit und Nerven weg.

Einfach einen riegel davor schieben und gut.

Holzhaut

Also ich finde überhaupt nicht, dass Boostern schwer zu definieren ist. Bliz kann das ja schließlich einfach selbst definieren.

Mir wird geholfen und ich zahle dafür in irgendeiner Weise, handelt es sich um Boostern und das sollte verboten sein.

Wenn mir geholfen wird und ich zahle nichts dafür, handelt es sich um einen netten Kerl der mir hilft.
Das war’s.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Holzhaut
Klaphood

Da stimme ich dir aber, ich glaube zum ersten Mal, nicht zu, Cortyn.

Klar, es gibt nicht nur zwei Extrempositionen. Aber genau deshalb brauchte es ja direkt danach noch mehr Klarstellung und kaum einer hat sofort richtig durchblickt, was diese Entscheidung jetzt bedeutet und was sie überhaupt bewirken soll.

Ich finde es gut, dass dann jetzt wenigstens die Gruppenfinder nicht mehr damit vollgespammt sein werden. Zeitweise war das für mich schon so nervig, dass ich aufgegeben hatte, darin noch nach „echten“ PUGs zu suchen, die richtig spielen wollten. Dabei sollte das Tool ja eigentlich dafür gemacht worden sein, dachte ich.
Vielleicht als Hintergrundinfo: Ich spiele eher selten WoW, aber schaue in jedes Addon wenigstens einmal für ein paar Wochen rein. Ich kann mich nicht mal bei BfA daran erinnern, dass das Ganze dort schon so extrem war. Für jemanden, der (fast) durchgängig spielt, ist das also eventuell so schleichend über diese letzten 2-4 Jahre passiert, dass einem gar nicht mehr auffällt, wie stark sich die ganze Kultur des Spiels dahingehend verändert hat.

Mir ist es ehrlich gesagt aber auch zuwider, dass ein Handelschat für solche „Dienstleistungen“ benutzt wird. Ich glaube tatsächlich auch, dass dort mein eigentliches Problem mit den Boosts liegt: Aus dem gesamten Endgame wird statt einer Herausforderung ein Geschäft. Wortwörtlichstes Pay to Win, in bestimmten Teilen davon in Echtgeldform. Aber ob Gold oder Geld ist ja dank der Marke sowieso schon fast dasselbe.

Und ein letzter Punkt vielleicht noch zu deinen Beispielen, Cortyn: Als gewöhnlicher Spieler eine Entschädigung bzw. kleinere Gegenleistungen für seine Zeit oder Hilfe in Anspruch zu nehmen ist für mich etwas ganz anderes als regelmäßig massenhafte Sellruns für Unmengen an Gold anzubieten.

Ich muss allerdings auch sagen, dass es das in Teilen auch schon bei den in MoP gab, nämlich bei den Challenge Modes. Und auch damals hat es mich schon ziemlich abgestoßen, um es mal vorsichtig zu formulieren. Jetzt hat es sich aber auf fast jeden Content ausgeweitet. Ich glaube, ich verstehe die Mentalität dahinter einfach nicht.

Threepwood

Zwischen Hilfe und Boosting ist dann doch ein großer Unterschied. Vor allem, weil wahnsinnig viel RMT dahinter steckt.
Betrifft natürlich nicht nur WoW, hier wurde die Aggressivität der Werbung einfach auf ein Maximum getrimmt.

Aber ja, wenn der Chef selbst Teil dieser Szene ist, darf man wohl nicht zu harte Regeln erwarten.

N0ma

Ich halte das für falsch. Ja Boosting ist ein weites Feld, man kanns nicht verhindern, in Gilden wirds das immer geben, aber man kann und sollte Werbung dafür verhindern. Nur so würde man dem kommerziellen Boosting die Grundlage entziehen, darum gehts doch.

Chitanda

Dann werde communitys Gegründet fürs Boosting die dann beworben werden, wer will findet den weg um zu boostern/geboostert werden.

justus

warum wählt man bei so einer klarstellung das wort „should“. damit ist immer noch alles offen. „man sollte es mit einem char machen der mitgeht. aber wenn nicht auch nicht so schlimm.“

warum sagt man nicht einfach, dass man nur auf dem eigenen realm boosten darf und alle vom gleichen realm sein müssen? einfach mal klare regeln schaffen und nicht immer so ein wischiwaschi.

und auf jedem realm einen char zu haben, mit dem man boosten kann, ist für eine organisierte gruppe auch kein problem.

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