Eigentlich wollte Destiny 2 aus dem leichtesten Dämmerungsstrike „See der Schatten“ eine größere Herausforderung machen. Der Strike-Boss bekam deswegen im letzten Update 3.4.0.1 mehr Leben verpasst. Doch inzwischen haben die Spieler festgestellt: Die Dämmerung ist einfacher als je zuvor und farmen wieder.
Einige Dämmerungen in Destiny 2 lassen sich besser spielen als andere. Vor allem „See der Schatten“ zählt als der einfachste Spitzenreiter-Strike. Das war auch der Grund, warum viele Spieler diesen Strike auf der Schwierigkeitsstufe „Spitzenreiter“ für Aszendenten-Bruchstücke und guten Loot rauf und runter gefarmt haben. Im Update 3.4.0.1 buffte Bungie den Strike-Boss „Grasks“ und verpasste ihm mehr Leben, damit es schwerer wird.
- Grasks Gesundheit wurde um 34 % auf insgesamt 134 % des vorherigen Wertes erhöht.
- Die Anpassung sollte den Strike mit dem „modernen Sandbox-Gameplay“ in Einklang bringen.
- Bungie versprach, der Strike-Boss halte damit mindestens ein oder zwei Minuten durch, sogar gegen das Gjallarhorn.
- Auch der kleine Trick mit den Bessessenen-Bubbles wurde gefixt, sodass nun keine Gegner mehr am Spawnen gehindert werden können.
Strike-Boss hält auch nach dem Buff nur Sekunden durch: Während der Fix für den „Besessenen-Bubbles“-Trick funktioniert hat, scheint sich beim Strike-Boss selbst anscheinend nichts geändert zu haben. Im Gegenteil. Statt schwerer ist er aktuell sogar noch einfacher.
Grasks, der korrumpierte und besessene Kabalboss im „See der Schatten“, wird auch weiterhin binnen Sekunden von den Hütern geschmolzen. Bei den meisten Einsatztrupps liegt er schon, bevor er überhaupt zusätzliche Gegner im Bossraum spawnen kann. Daran hat sich auch nach dem Buff von Bungie anscheinend nicht viel geändert, wie Spieler jetzt festgestellt haben wollen.
Der Destiny-2-YouTuber und Content Creator Aoterra zeigt in einem Video den direkten Vergleich zwischen „See der Schatten“-Runs vor und nach dem Buff von Bungie. Wenn es eine Änderung gegeben hat, dann war sie anscheinend nicht sehr effektiv.
Der Vorher-Nachher Test zeigt kaum einen Unterschied: Der Test wird mit gleichem Loadout durchgeführt. Ein Einsatztruppmitglied spielt die Göttlichkeit, für zusätzlichen Schaden.
- Vor dem Patch war der Strike-Boss innerhalb von 9 Sekunden tot (mit Donnerkrachen)
- Nach dem Patch braucht er etwa 11 Sekunden
Das ist zwar grundsätzlich länger, aber hierbei muss berücksichtigt werden, dass im Video vor dem Patch ein Teammitglied noch seine Arkus-Super zieht und mit “Donnerkrachen“ in den Boss fliegt. Das verursacht viel Einzelschaden und bedeutet: Vor dem Patch hatte der Dämmerungsboss sogar mehr Leben.
Was ist da schiefgelaufen? Bisher hat Bungie sich noch nicht dazu geäußert. Der Buff sollte aber sicherlich nicht so dezent ausfallen. Vor allem, da der Entwickler beim Durchhaltevermögen von „ein oder zwei Minuten“ in den Patchnotes gesprochen hat. Der Gesundheits-Buff, den Bungie für diesen Strike wohl umsetzen wollte, scheint also kaum bis gar keine Wirkung zu zeigen.
Wer noch farmen will, sollte schnell sein: Es ist gut vorstellbar, dass im Strike “See der Schatten” in naher Zukunft noch mal nachgebessert wird. Ob das jedoch noch diese Woche passiert, während der Strike in der Spitzenreiter-Rotation der Vorhut-Playliste steht, ist unbekannt.
Der einfachste Strike in Destiny 2 kann also, bis zu einer erneuten Anpassung, weiterhin noch einfacher abgefarmt werden als davor.
Werdet ihr euch jetzt, nachdem das raus ist, noch ein paar Aszendenten-Bruchstücke und Exotics im “See der Schatten” erfarmen? Hat Bungie hier einen Fehler gemacht oder denkt ihr, das war bereits die Anpassung und mehr wird nicht mehr kommen?
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!











