Spieler mit mehr als 8.000 Stunden erklärt, was das PvP im MMORPG ESO gut macht und was nicht

PvP in MMORPGs sind oft ein zweischneidiges Schwert und nicht jeder Spieler kann etwas damit anfangen. MeinMMO-Redakteur Alexander Leitsch hat mit dem Spieler und Twitch-Streamer Pain In The Axe gesprochen, der tausende Stunden im PvP von The Elder Scrolls Online verbracht hat. Er verrät, was das PvP in ESO gut macht, wo es Schwächen hat und warum er Hoffnungen für New World hatte, die jedoch nicht erfüllt wurden.

Mit wem haben wir da gesprochen? Pain In The Axe spielt ESO seit knapp 7 Jahren und war vor allem im PvP unterwegs. Im Juni 2019 begann er zudem damit, Videos und Livestreams zu dem MMORPG zu erstellen und stellte dabei einige selbst kreierte PvP-Builds vor und erschuf eine eigene PvP-Community.

Auf seinem Hauptcharakter hat er allein über 3.000 Stunden Spielzeit und insgesamt kommt er auf mehr als 365 Tage, die er komplett online war.

2021 wechselte kurzzeitig zu New World, weil ihm das PvP-System dort auf den ersten Blick gut gefallen hat. Doch nach wenigen Wochen kehrte er zu ESO zurück und erstellte erneut Videos dazu.

Wir haben mit ihm über die positiven und negativen Seiten des PvPs in ESO gesprochen und auch darüber, warum New World ihn nicht langfristig binden konnte.

Das größte Highlight ist das Kampfsystem

MeinMMO: Du hast schon etliche Stunden im PvP von ESO verbracht. Was genau magst du daran?

Pain In The Axe: Also das beste daran ist natürlich das Kampfsystem in ESO, weil es so flüssig und reaktionsschnell ist. Es gibt keine Wirkzeiten für Fähigkeiten, alles geschieht sofort und die Kombos in diesem Spiel sind viel besser, weil alles in weniger als einer Sekunde passieren kann.

Wenn man das richtige Timing hat, wenn man gut spielt und seine Combos und Mechaniken kennt, dann kann man eine wahnsinnige Menge an Burst oder Heilung einsetzen, um am Leben zu bleiben. Es gibt so viele Feinheiten im PvP von ESO allein nur wegen des Kampfsystems.

Ich mag es zudem, dass man, wenn man ein guter Spieler ist, auch in Unterzahl kämpfen und sogar gewinnen kann. Es gibt kein “Oh, ich kann nicht gewinnen, weil ich allein bin”, sondern man kann es durchaus. Wenn du gut und auf höchstem Niveau spielst, kannst du unglaubliche Dinge tun.

Ich denke, es ist eines der besten Dinge am PvP-System: Wer gut spielt, wird auch gute Ergebnisse erzielen.

ESO PvP
In ESO gibt es verschiedene PvP-Inhalte, darunter Schlachtfelder, die Kaiserstadt und die großen Schlachten in Cyrodiil

MeinMMO: Wo genau bist du denn im PvP unterwegs? Es gibt ja durchaus verschiedene Szenarien und Inhalte.

Pain In The Axe: Im Allgemeinen spiele ich entweder solo oder im Small Scale in Cyrodiil oder auf Schlachtfeldern. Heutzutage spiele ich hauptsächlich solo, weil ich die Herausforderung mag, allein zu sein und gegen so viele Leute wie möglich zu kämpfen und um meine Fähigkeiten zu testen.

In Schlachtfeldern kann ich natürlich nicht alleine spielen, aber Schlachtfelder machen mir viel Spaß, weil sie den Teamaspekt mit einbeziehen. Man muss mit einem Team spielen, man muss zusammenhalten und man muss wirklich darauf achten, was jeder Einzelne in seinem Team tut, um zu siegen. Das macht eine Menge Spaß.

Es erfordert aber auch eine Menge Koordination. Selbst wenn man nicht direkt mit Mitspielern kommuniziert, können viele Leute einfach lesen, was man tut, indem sie beobachten. Man sollte sein Team also im Blick behalten. Vielleicht kann man was tun, um zu unterstützen, und gemeinsam schafft man dann diesen großen Burst-Effekt oder diese gigantische Heilung, diese defensive Rotation, die man braucht, wenn man unter Druck gerät.

Und ich mag es, dass die Performance in den Schlachtfelder sehr solide ist. Deshalb lande ich normalerweise viel öfter dort.

Performance-Probleme und das MMR sind problematisch

MeinMMO: Also bist du gar nicht so oft in Cyrodiil unterwegs?

Pain In The Axe: Nein, ich muss Cyrodiil in Maßen genießen. Es gibt eine Zeitspanne, in der es wirklich Spaß macht und gut funktioniert, und es ist einfach unglaublich gut dann.

Aber wenn alle von der Arbeit nach Hause kommen und spielen, kann man die Dinge, die im PvP so toll sind, einfach nicht machen. Das Kampfsystem funktioniert in so einem Szenario nicht mehr. Also muss man zu diesen Zeiten leider auf Cyrodiil verzichten. Und das ist wirklich traurig, denn das ist ein großer Teil des Tages, an dem man es einfach nicht tun kann.

ESO-PvP-cyrodiil-Belagerung
In Cyrodiil könnt ihr mit Belagerungswaffen und anderen Spielern um Festungen kämpfen.

MeinMMO: Wo siehst du dann die größten Probleme im PvP von ESO?

Pain In The Axe: Für mich ist es das Midgame im PvP. Es ist wirklich schwer für einen neuen Spieler, in das Spiel einzusteigen, weil es einen riesigen Skill-Gap gibt. Wenn man sich die untersten Level im PvP anschaut, dann ist das wahrscheinlich die beste Form des PvPs, weil alle Leute zusammenkommen, die selbst noch lernen müssen.

Aber das MMR-System ist so komisch, weil MMR nicht auf deiner tatsächlichen Leistung basiert, also wie gut du bist. Es basiert mehr darauf, wie viel Zeit man in den Schlachtfeldern verbringt.

Nehmen wir an, du bist ein neuer Spieler und steigst ein. Man lernt die Schlachtfelder mit niedriger MMR und du hast Spaß, weil die Leute auf einem Level sind. Nach einigen Runden jedoch kommt man in einer höhere MMR und plötzlich kämpfst du gegen Spieler wie mich oder andere Endgame-PvP-Cracks und du wirst niedergemacht. Du wunderst dich, was zum Teufel ist passiert? Was ist hier eigentlich los?

Es gibt keine guten Schlachtfelder mit mittlerer MMR und es erfordert kein Können, um ins Endgame-MMR zu kommen. Deshalb sind viele Spieler frustriert und geben auf. Wenn man wirklich das Endgame-PvP erreichen will, dann gibt es einen riesigen Berg zu erklimmen, statt über viele kleinere Berge zu gehen.

Was ist das MMR-System? Das Matchmaking Rating ist ein für Spieler nicht sichtbarer Zahlenwert, der dazu dient, die Stärke von Spielern im PvP einzuschätzen. Das Rating verändert sich für gewöhnlich, wenn ihr Matches gewinnt oder verliert, um euch so in einer Rangliste rauf oder runter zu stufen. Das MMR wird in manchen Spielen auch als Elo bezeichnet.

MeinMMO: Ja, an einen solchen Moment erinnere mich selbst zurück. Da waren die Gegner von einem Match auf das andere plötzlich viel schwerer.

Pain In The Axe: Das ist genau, was vielen passiert und es ist frustrierend, weil ich wirklich möchte, dass das PvP wächst. Du wurdest wahrscheinlich in ein Schlachtfeld mit erfahrenen PvP-Kollegen geworfen. Und wenn man nur 50 Runen oder so gespielt hat, dann dauert es einfach eine Weile, bis man dieses Niveau erreicht. Jemand, der plötzlich in ein solches Match geworfen wird, wird nicht verstehen, wie er sich gegen die starken Spieler wehren soll.

Es muss hin und her gehen, je nachdem wie gut man ist und wie man sich schlägt. Nur so können die Leute lernen und besser werden, denn sie werden nichts lernen, wenn sie gegen jemanden kämpfen, der das schon seit sieben Jahren macht, weil er zu diesem Zeitpunkt schon so weit entwickelt ist, dass es nicht fair ist. Sie verstehen nicht einmal, was mit ihnen geschieht.

Deshalb braucht das MMR-System eine starke Überarbeitung.

ESO – PvP-Guide: So meistert ihr Cyrodiil, Kaiserstadt & Schlachtfelder

New World sollte eine Alternative werden, doch enttäuschte

MeinMMO: 2021 hast du dich dann auch New World gewidmet, um dort das PvP zu spielen und vielleicht eine Alternative zu ESO zu finden. Was hat dich an dem PvP dort interessiert und woran ist es gescheitert?

Pain In The Axe: Nun, mir hat es erstmal gefallen, dass es überall in der Welt offenes PvP gab. Das klang wirklich cool. Man konnte herumlaufen, seinen Account weiterentwickeln und zwischendurch immer wieder PvP-Action erleben. Man hatte sogar einen Vorteil, weil man als PvP-Spieler schneller Erfahrung sammeln konnte.

Aber leider bot das MMORPG nicht allzu viel im Endgame. Sobald man Stufe 60 erreichte hatte, gab es keinen Anreiz mehr für PvP in der offenen Welt. Die einzige Form, die es für mich gab, waren die Kriege. Und die waren leider laggy und chaotisch. Taktiken, Strategien, Koordination, das alles existierte leider nicht.

Jeder hat auf einem Punkt gestackt und es war einfach Zufall, wann Schaden eintraf und wann nicht. Das war wirklich langweilig und frustrierend, weil nichts funktionierte. Und sie haben immer wieder gesagt, dass es besser werden würde. Aber dann haben sie die Unheilsstulpen herausgebracht und die hatten einen passiven Effekt, der wieder für Probleme gesorgt hat.

Das war dann der Bug, der mich auch dazu veranlasst hat, das Spiel zu deinstallieren. Der Grind im Endgame des Spiels hat auch keinen Spaß gemacht. Nur jeden Tag 24 Stunden Elite-Mobs zu laufen, ist extrem langweilig und man braucht jedes Mal eine riesige Gruppe. Es war einfach eintönig und langweilig.

MeinMMO: Das Kampfsystem von New World basiert ja auf einem ähnlichen System wie ESO. Wie hat dir das denn gefallen? Immerhin hast du innerhalb kürzester Zeit 388 Stunden darin verbracht.

Pain In The Axe: Das Kampfsystem war gut, wenn auch nicht so gut wie in ESO. Ich mochte die Idee von New World und auch die generelle Aufmachung und wir brauchen gute Konkurrenz im PvP.

New World direkt zum Launch hat mir auch viel Spaß gemacht, es war eine gute Erfahrung. Viele Spieler, viel Action. Leider war das Endgame noch nicht ausgereift und nicht interessant genug, damit Leute bleiben würden. Und es gab auf unserem Server auch Gilden-Drama mit hohen Steuern und so.

New World PvP Kampf
Die Kriege in New World konnten Pain In The Axe nicht überzeugen, auch aufgrund von Bugs und Performance-Problemen.

MeinMMO: Es gibt ja durchaus auch noch andere PvP-Spiele wie Mortal Online oder Albion Online. Wie stehst du denn zu solchen Spielen?

Pain In The Axe: Um ehrlich zu sein habe ich diese Spiele nicht intensiv gespielt. Ich bin ein Fan von Old School RuneScape und spiele dort noch abseits von ESO. Diesen Titeln haben ich noch keine große Aufmerksamkeit gewidmet, aber vielleicht sollte ich das tun.

Ich bin einfach sehr auf ESO fixiert, auch weil der letzte Patch richtig gut war mit den neuen Sets und den “Quality of Life”-Anpassungen.

Das perfekte PvP-MMORPG braucht Anreize und gute Belohnungen

MeinMMO: Wie müsste denn das perfekte PvP-MMORPG für dich aussehen? Welche Inhalte bräuchte es auf jeden Fall?

Pain In The Axe: Es bräuchte gute Anreize, damit Spieler immer wieder kommen und die Inhalte immer erleben. Es muss die Spieler belohnen, etwa einer der besten Geldmacher im Spiel sein. Es bräuchte zudem regelmäßige Content-Drops, um alte Inhalte aufzufrischen und neue Konzepte ins Spiel zu bringen.

Für ESO wäre es ehrlich gesagt das beste, die Schlachtfelder und die Kaiserstadt zu überarbeiten, weil das zwei Zonen sind, in denen es eben keine Performance-Probleme gibt. Da können sie nicht die Ausrede nutzen, dass Performance sie an der Implementierung hindert.

ESO-PvP_Kaiserstadt_01
Die Kaiserstadt ist eine Mischung aus PvE und PvP.

ESO fehlt es an frischen Inhalten, Anreizen und Kommunikation mit den Spielern

MeinMMO: Was müsste ESO sonst tun, um ein richtig gutes PvP-MMORPG zu werden?

Pain In The Axe: Sie dürfen sich nicht so stark auf Cyrodiil fokussieren, weil das ein langfristiges Problem sein wird. Wir kämpfen jetzt schon 3 Jahre mit einem Content-Loch und wir sind sehr frustriert. Es ist an der Zeit sich auf Dinge zu konzentrieren, die funktionieren, wie neue Schlachtfeld-Karten, neue Battle Royale Gamemodes, neue Belohnungen und vielleicht eine spezielle Skill-Linie für das PvP.

Wir brauchen einfach etwas Substanzielles, was uns fesselt, während sie weiter an der Performance arbeiten. Sie können nicht einfach sagen, dass sie nichts tun können, bis die Performance passt. Wir wissen nicht, wann das sein wird. Wir wissen nicht einmal, ob sie es je schaffen.

Sie kommunizieren nicht wirklich gut, woran sie arbeiten, aber sie müssen in der Zwischenzeit etwas tun, wie einen kleinen Kompromiss. Zum Beispiel weiter an der Performance arbeiten, aber gleichzeitig etwas kleines, neues hinzufügen.

Ich würde wahrscheinlich sofort etwas ändern. Etwas, das sie schnell beheben könnten, ist wahrscheinlich, einige der AP-Belohnungen (Alliance Points) für leere Festungen zu entfernen, um einen Anreiz zu schaffen, mehr zu kämpfen als nur zu einer leeren Festung zu rennen und Wachen zu töten. Denn das machen im Moment so viele Leute, und das nimmt dem PvP irgendwie den Reiz. Reduziert es ein bisschen, denn niemand sollte 6.000 AP für eine leere Burg bekommen.

MeinMMO: Was wäre jetzt der wichtigste Aspekt, den ESO ändern sollte?

Pain In The Axe: Anreize, das ist, was wir brauchen, echte Anreize. Wenn du Schlachtfelder machst, sagen wir, du machst drei Schlachtfelder pro Stunde und du gewinnst alle drei. Du solltest das meiste Gold pro Stunde im Spiel verdienen, denn es ist tatsächlich sehr schwer, alle drei zu gewinnen.

Und wenn alle wettbewerbsorientiert sind und alle gewinnen wollen, kann man das nicht ausnutzen. Man kann nicht einfach Lobbys bilden und ein anderes Team gewinnen lassen, weil erstens die Lobbys von vornherein zufällig sind und zweitens wird jeder das Geld haben wollen. Also wird niemand wird freiwillig aufgeben, weil er Gold verdienen will.

MeinMMO: Möchtest du unseren Lesern bezüglich PvP noch etwas mitgeben?

Pain In The Axe: Ich habe eine Menge Worte in den Raum geworfen. Ich habe viele Probleme angesprochen, etwa wann wir neue Inhalte bekommen und wie es mit der Performance aussieht. Das sind die wichtigsten Fragen rund um das PvP.

Ich hoffe ich konnte rüberbringen, wie viel Spaß das PvP in ESO macht und wie viel Potential es hat. Es ist wirklich fantastisch. Wenn alles funktioniert ist es das beste PvP-Spiel, das ich je gezockt habe.

MeinMMO: Vielen Dank für deine Zeit!

Nicht nur im PvP könnte ESO einigen frischen Wind vertragen. MeinMMO-Autorin Melli hat einmal zusammengestellt, welche Inhalte das MMORPG 2022 dringend bekommen sollte:

9 Dinge, die das MMORPG ESO 2022 dringend bringen muss

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Zuna-Kun

Naja. Eine der wichtigen Aspekte wurde nicht angesprochen:

Proc-sets.

Das sind Sets, die dir einen besonderen Bonus geben. So wie Auto-Schaden, Auto-Heilung oder gar bis zu 40% Schadensreduzierung aus allen Quellen.

Es ist sogar Recht einfach in das PvP einzusteigen und gute zählen zu sehen – wenn man sich auf den Gebrauch von diesen Sets verlässt. Es ist nicht schwer, 1v10 zu überstehen, wenn du Sets anhast, die deinen erhaltenen schaden bis auf ein Minimum reduzieren, ein Set das sie automatisch heilt und du nur noch einen Skill zum Heilen benutzen musst. Schon tausendfach gesehen.

Ebenso kann ein unerfahrener Spieler sich ein Set anziehen, das bei einem kritischen Treffer zusätzlich 10.000 schaden macht und kombiniertst das mit einem ähnlichen set. Auch dort hast du für sehr wenig Einsatz viel Erfolg. Häufig tarnen sich “gute” Spieler hinter solchen Meta’s, und verlassen sich nur ungern auf nicht skalierende sets.

Dies ist auch einer der Gründe, neben den ständigen lags und schlechter Server-Performance, warum alte Spieler verlassen und weniger neue Spieler dazu kommen. Du bist darauf angewiesen die stärksten Sets und Klassen zu spielen wenn du bestehen willst. Das hat mittlerweile weniger mit können zu tuhen.

Wenn ich ständig in meinen Gilden und voice-chats Seufzer und ein aufregen über “Nicht schon wieder Set XY” höre, und auch sehe das jeder zweite ein und die selben Sets spielt, dann kommt es nur darauf an wer den ersten Treffer landet und wer mit etwas Glück häufiger kritischen Schaden verursacht, hat das für mich wenig mit einem guten PvP zu tuhen.

Vergleichbar ist das ganze wie mit einem Shooter. Stell dir vor, es gibt in Warzone und Co. Eine Sniper, welche Autoaim, 1000% mehr schaden hat, unendlich Munition, durch Wände schießt und dich unsichtbar macht. Du kannst ihn entweder Besiegen in dem du von hinten einen Glückstreffer landest, oder er dich nicht bemerkt – so kannst du dir das mit den Sets in ESO vorstellen.

Nun ist es aber so, das sich die Chancen angleichen, wenn jeder diese Sets spielt und sich gegenüber stehen. Aus diesem Gründen formen sich gruppen, die eng beieinander stehen, und alle das Setup spielen. Dort gewinnt dann logischerweise die Masse. Deswegen finden sich Spieler sehr häufig zu “ballgroups” zusammen – wie der Name sagt, sind es einige Spieler die wie ein Ball zusammen durch die Gegend rollen. Wenn du nun also im Schlachtfeld 4v4v4, 3 solcher ballgroups hast (was nun fast immer so ist, vorallem der hohen ELO), verliert die Gruppe, die sich zuerst voneinander trennt. In der Kaiserstadt sieht dies ähnlich aus, und in Cyrodiil ist dies Alltag. Du kannst das aushalten, wenn du wiederum Sets spielt, die deinen schaden so weit runtersetzten, dass du das Gefühl hast, mit Watte beworfen zu werden. Mit Skill, hat das mittlweile wenig zu tuhen. Ich schätze die oberen Argumente sind hilfreich

Ja, es gibt Sets die gegen solche Gruppen helfen sollen. Das sind Sets, die mehr schaden machen, desto mehr Spieler zusammen stehen oder eine Explosion auslösen. Nun musst du bedenken – diese Sets werden dann von diesen Gruppen benutzt, welche sie im Umkehrschluss weitaus stärker machen. Gute Sets für schlechter Spieler sind unfaire Sets für gute Spieler. Das darf man nicht vergessen.

Ihr könnt euch auf YouTube ettliche solcher “guten” Spieler anschauen. Das Setup ist fast immer das selbe.

Meine eigene Spielzeit und Erfahrungen bezieht sich auf Beta 2015 – Heute. Spielen tuhe ich auf PC, Ps4 und XBOX. Meine Hauptbeschäftigungen waren schon seit Tag 1 PvP und mit dem homestead Update auch housing. Ich spiele jede Klasse in jeglicher Ausführung und probiere immer wieder neue setkombinationen und Meta’s uaf PtS und Live-Server aus. Grüße an Tarra an der Stelle

Ich hoffe der Post regt zur Kritik an und würde gerne wissen, was ihr nach meinem langen Post darüber denkt! Liebe Grüße, Zuna

Jemha

Geschmack ist bekanntlich verschieden.

Aber folgende Aussage, zum Vergleich Kampfsystem New World/ESO, kann und will ich nicht unkommentiert stehenlassen.

Pain In The Axe: “Das Kampfsystem war gut, wenn auch nicht so gut wie in ESO.”

Alle aktiven Fähigkeiten in ESO werden durch das “einweben” von Standardangriffen, Sprüngen, Rollen, Blocken und “Bash” unterbrochen. Die durchaus wuchtige Original – Animation, wird optisch, in kleine, spastische Zuckungen zerstört. Bewegungsantizipation – unmöglich.

Das Ganze ist durch einen Fehler in der Programmierung entstanden. In anderen Spielen wird das Ausnutzen solcher Fehler bestraft. In ESO wird das makrounterstützte spammen von bis zu 3 Aktionen pro Sekunde, als “reaktiv” bezeichnet.

Da wird der Anspruch einer möglichst realitätsbezogenen Kampfsimulation, sehr weit nach unten geschraubt. Es ist halt ein Unterschied, ob man einen wuchtigen Schlag mit einem Zweihandschwert ausführt, oder mit dem Finger auf eine Tastatur drückt.

Das Kampfsystem in ESO, ist in dieser Form, eines der schlechtesten am MMO Markt.

Todesklinge

Tolle Infos!
Ich finde PvP für ein Spiel das eine Wirtschaft hat sehr wichtig. Es sollte auch Grenzen geben, damit PvP in der offenen Welt nicht ausartet.

Wenn Gildenkriege sind ist das ok, jedoch daran gebunden das sozusagen Vertraglich ein Krieg zwischen beiden Seiten gesetzt ist, so das unbeteiligte nur gering davon betroffen sind.

Nur die Wirtschaft sollte stark darunter leiden, damit der Sieg eine gewichtigere Bedeutung erhält (Rohstoffe usw.).

PvP sollte mehr taktisch sein und nicht wer die schnellste Reaktionsgeschwindigkeit hat. Bzw. wer die stärkste Ausrüstung hat und damit automatisch am längsten spielt.

Der Kampf gegen andere Spieler sollte stimmig zu dem ganzen Spiel sein und sich nicht anfühlen als wäre das lieblos hinzugefügt worden.

N0ma

Nichts gegen PvP, aber eine Wirtschaft funktioniert auch ohne, siehe RL 😉

N0ma

was ich sagen wollte, man kann auch ein PvE Game machen mit nem guten Handels/Crafting-system, kenne allerdings nichts in der Richtung

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