Neues MMORPG macht euch zum Pirat im 18. Jahrhundert – Kommt mit 156 Fraktionen und 760 Städten

Das neue MMORPG Rulers of the Sea verspricht auf dem Papier unheimlich viel. Das historische MMO möchte euch mitnehmen in das Jahr 1750 und euch dort so gut wie alles tun lassen. Wir von MeinMMO fassen zusammen.

Was ist Rulers of the Sea? Das MMORPG nimmt sich nichts Geringeres als Motivation, als euch die ganze Welt zum Spielplatz zu geben. Angesiedelt im Jahre 1750 möchte das historische MMO nicht nur Spielspaß, sondern auch Wissen vermitteln, welches ihr dann wieder braucht, um die Spielwelt zu beeinflussen.

Damit das funktioniert, levelt ihr in Rulers of the Sea nicht einfach nur auf. Es ist, wie vieles in dem Game, sehr viel komplizierter. Ihr spielt nämlich nicht nur einen Charakter, sondern gleich eine ganze Familie. Jedes Mitglied eurer Familie kann andere Jobs/Karrieren einschlagen, was in etwa die Klassen des MMORPGs sind.

Von diesen Jobs gibt es bisher 40 Stück und sie reichen vom fiesen Pirat über den gerissenen Spion bis hin zum Anwalt, der die Piraten dann vor Gericht verteidigen darf. Doch um Anwalt zu werden, schickt euch das Spiel erst einmal in die Schule.

Habt ihr einen Level-Up, schaltet ihr sozusagen einen neuen Kurs an der Universität frei. Diesen müsst ihr dann tatsächlich auch besuchen und einen Test abschließen, um weiterzukommen. Diese Kurse sollen euch tatsächliches Wissen über die Welt des 18. Jahrhunderts vermitteln.

Welche Features stecken drin? Rulers of the Sea hat eine ganze Bandbreite von Ideen, die sich vor allem an Hardcore-Spieler richten sollten:

  • Die ganze Welt als offene Spielwelt
  • Über 40 Jobs vom Schiffsbauer bis zum Anwalt
  • 156 verschiedene Fraktionen und über 760 Städte
  • Realistischer Tag-Nacht-Zyklus
  • Historisches Setting, welches auch Wissen vermitteln möchte
  • Ein Rechtssystem, bei dem ihr sogar im Gefängnis landen könnt
  • Wasser- und Landschlachten über Gebiete, die dann Spielern gehören
  • Die Möglichkeit, mehrere Charaktere innerhalb einer Familie zu spielen
  • Kommandant über seine eigene Crew werden, die ihr sogar verkaufen könntet

Hier könnt ihr den ersten Trailer sehen:

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Die Welt des 18. Jahrhunderts als Open-World-Sandbox

Wie funktioniert die Spielwelt? Ein Highlight von Rulers of the Sea ist die Spielwelt, welche die gesamte Erde umfasst und sogar Zeitzonen mit einberechnet. Der Tag- und Nacht-Zyklus im Spiel passt sich nämlich der echten Welt an. 

Ist es bei uns in Deutschland also dunkel, ist es auch in In-Game-Deutschland dunkel, nicht aber in In-Game-Amerika. Das soll Spieler dazu bringen, im Game einer Nation beizutreten, die nah an ihrer eigenen ist. So möchten die Entwickler die verschiedenen Kulturen der Welt auch im Spiel abbilden.

Damit das richtig funktioniert, könnt ihr euch in Rulers of the Sea für eine von 156 Fraktionen entscheiden, welche die 760 Städte untereinander aufteilen. Mit etwas Glück könnt ihr vielleicht sogar in eurer Heimatstadt im Jahre 1750 starten.

Warum ist das wichtig? Die eigenen Fraktionen und Kulturen spielen nicht nur dank der unterschiedlichen Tageszeit eine Rolle, sondern auch, weil es keine globale Wirtschaft in Rulers of the Sea gibt. Ähnlich wie zum Beginn vom MMORPG New World hat hier jede Stadt ihr ganz eigenes Wirtschaftssystem.

Da die Städte teilweise mehrere Stunden Schifffahrt auseinander liegen, ist es also essenziell, dass sich die Spieler darum kümmern, ihre eigene Wirtschaft am Laufen zu halten. Oder aber auch gezielt zu sabotieren, wenn ihr als Händler in anderen Regionen euer Geld verdienen wollt.

Rulers of the Sea möchte euch die Möglichkeit dazu geben, zu spielen, was auch immer ihr spielen wollt.

Auch der Walfang soll einer der möglichen Jobs sein

Die Community ist angetan, doch es gibt einen Haken

Was sagen die Fans? Rulers of the Sea verspricht extrem viel, kann davon aber bisher noch nicht viel zeigen. Das Game befindet sich derzeit noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase, was den Ansatz des Teams aber nicht weniger beeindruckend macht.

  • Der User Khairinoa schreibt (via YouTube): “Das ist etwas, wovon ich im Gaming immer geträumt habe. Das klingt, wie ein riesiges Projekt. Ich würde nur wirklich gerne tatsächliches Gameplay sehen, bevor ich finanzielle Unterstützung gebe.”
  • Auch Mrsparkle001 ist angetan, aber skeptisch: “Das sieht unglaublich gut aus. Ich hoffe, dass es seine Ansprüche erreichen kann. Es gab schon viele Spiele mit großen Zielen, die sie niemals erreichen konnten.”
  • Ähnlich sieht es auch Bestevaer: “Was ein extrem geniales Konzept. Ich freue mich schon richtig darauf zu sehen, wo es am Ende hinführen wird.”

Wann kommt das Spiel? Das ist derzeit schwer zu sagen. In ihrer Roadmap haben die Entwickler den Release für das vierte Quartal 2023 angegeben, bisher steht das aber noch in den Sternen. 

Das Game begann 2016 als Ein-Mann-Projekt und nahm erst 2019 wirklich Fahrt auf. Bisher konnte das Spiel allerdings noch keinen größeren Sponsoren für sich gewinnen, was es schwierig machen dürfte, die großen Ziele von Rulers of the Sea umzusetzen. Wir bleiben allerdings gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

Was haltet ihr von Rulers of the Sea? Denkt ihr, dass die Entwickler ihre Ziele zu hochgesteckt haben oder haltet ihr das Projekt für realistisch? Würdet ihr so ein historisches MMORPG überhaupt spielen wollen, oder reizt es euch eher nicht für einen Level-Up zurück in die Schule zu müssen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare hier bei MeinMMO.

Einen ebenfalls etwas anderen Ansatz verfolgt das Game Toram Online, welches mit über 500 Milliarden Charakterkombinationen startete.

Quelle(n): Rulers of the Sea
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c0ug4r

Ein Team das soweit ich weiß ausschließlich aus einer handvoll unbezahlter Freizeitentwicklern besteht wird diese Vision niemals bis Q1/2024 umsetzen können. Man hat außer eines überbordenden Konzepts (und einer HP, auf der sich bzgl. Zahlen von Backern u.ä. seit einem halben Jahr nichts getan hat) im Moment absolut gar nichts vorzuweisen und will daraus binnen 2 Jahren ein MMORPG machen? Absolut realitätsfern.

Davon abgesehen:

There is an exchange in which the gamer can pay money to purchase in-game gold.

Was aber natürlich kein P2W ist, weil:

Putting money in the game might make a gamer family very rich. It is, however, not pay-to-win. Firstly, Rulers of the Sea is an open game in which you set your personal goals and definition of success. There is no clear definition of winning. Secondly, the game is too big and complex to buy your nation to world domination or to win every battle with a better ship or weaponry. Strategy and skill are ultimately the most dominant factors, weaker gamers can beat stronger gamers on that basis alone.

Hatte ich schon realitätsfern gesagt? Ja, hatte ich…

ActOfAsion

Vorsicht bei diesem “Spiel”. Im Folgenden die wichtigsten Vorwürfe:

  1. Trotz massiver Einnahmen und bereits 3 Jahren Entwicklung keinerlei Gameplay oder PoC.
  2. Mitarbeiter werden “aus Leidenschaft fürs Projekt” erst nach Veröffentlichung bezahlt. (is klar) (nach 3 Jahren immer noch nix)
  3. Alle Bilder im “Gameplaytrailer” (nope) gehören nicht dem Studio sondern sind historische Gemälde.
  4. PayToWin Monetarisierung und das bereits vor Demo.

Alles in allem sieht das nicht gut aus, Kira und BigFry haben jeweils eine ausführlichere Videos über das “Spiel” gemacht. Klar, alles nur Redflaggs, nix konkretes, aber es sieht definitiv nicht gut aus und jeder sollte sich sieben mal überlegen, ob man Geld rein stecken will.

Caliino

Da kann ich jetzt schon sagen dass das nix wird….

Klingt richtig gut und meinen vollen Respekt wenn die das so schaffen, scheitern wird es dennoch an den Spielern selbst.

Den Grund sieht man sehr gut bei NW: (welches ja einen ähnlichen Ansatz verfolgte)
Pro Welt dominiert eine der drei Fraktionen und die meisten gehen auch bewusst dahin, einfach weil sie schnell andere Mitspieler finden wollen.

Ebenso das Auktionshaus, das wird ja nach nicht mal vier Monaten von stadtweit auf serverweit umgebaut.

Wieso sollte das also hier mit 156 Fraktionen/760 Städten klappen….

Zid

Naja das mit den Fraktion liegt halt auch hauptsächlich daran, das diese sich in den meisten Games nicht genug unterscheiden, bzw. eine Agenda haben.
Meistens erhält man die selben Boni und hat maximal unterschiedliche kosmetische Eigenschaften.
Bei den meisten Spielen, die ich gespielt habe, war es komplett egal welcher Fraktion man angehört hat. Somit war der logische Schritt der Fraktion beizutreten, die den Server dominiert. Schließt sich ja auch im Krieg keiner der Verlier Fraktion an, bloß weil die schönere Fahnen haben…..

Es muss politische Unterschiede zwischen den Fraktionen geben, welche auch einen Anreiz schaffen müssen, sich einer schwächeren Fraktion anzuschließen.

Genauso darf es nicht möglich sein ein Gebiet einfach nur einzunehmen. In den meisten Spielen hat das Hinzugewinnen von weiteren Gebieten ausschließlich Vorteile. Hier müssen auch Nachteile für eine Fraktion entstehen, welche dafür sorgen, dass man sich wirklich überlegen muss, ob man das Gebiet nun einnehmen möchte.
Dafür würde es einige Möglichkeiten geben. z.B. ein Handelsmalus, zerstörte Gebäude, eine rebellierende Bevölkerung, kulturelle Unterschiede.
Zusätzlich müssten Dinge wie die Versorgung von Truppen integriert werden, sodass ein großes Heer nicht immer zwingend den Erfolg bringt.

Diese ganzen Dinge jedoch in ein “spaßiges” Spiel zu integrieren ist halt nicht so einfach, bzw. erfordert dann einen überwältigenden Verwaltungsaufwand für die Fraktionsanführer.

Dieses man kloppt sich als Fraktion mit den anderen Fraktionen und das wars, wird in 2022 nicht mehr funktionieren.

Caliino

Aber genau das ist es doch was die meisten eben nicht wollen und wenn es doch so im Spiel ist, haben das nur die großen Gilden welche “andere” nicht mitnehmen und die kleinen schauen unten durch…

Passiert ja bei NW auch schon so, bei den Gebietskriegen werden alle “Randoms” rausgeschmissen und gildeninterne bevorzugt.

Ich war in einem MMO selbst mehrere Jahre in der PvP-Fraktions-Raidleitung und dort war es genauso: Spielerische unterschiede gabs nicht wirklich, aber alle 1-2 Wins hattest du plötzlich beim nächsten Krieg wieder viele “neue” Gesichter…

Selbst wenn es da spielerische Unterschiede geben wird, wird das dennoch den meisten egal sein. Alles was zählt ist die “Ruhe” im Open-PvP und der maximale Loot.

EL-MACHINO

Hab ichs überlesen? Wie wird den gespielt? ISO?FPS?3PS? Wie Anno/wc3 ( nennt mans auch iso)?

Don77

Viel zu viele Fraktionen, völlig unübersichtlich dann, maximal 3 Fraktionen reichen. Dann Städte auf Maximal 10-20 machen mit viel Content und natürlich groß

Threepwood

Und dann hast du was? Ein New World? Wow….davon braucht das Genre natürlich noch viiiieeeel mehr. 😄

Leyaa

Ich stimme den Kommentaren im (und unter dem) Artikel zu: Klingt nach einem großartigen Konzept, ist aber wohl viel zu ambitioniert für so ein kleines Team.

Gerade der Wissensaspekt klingt interessant und eine alternative Welt nach dem Vorbild der Erde habe ich seit Atlantica Online nicht mehr gesehen.
Und das man eine ganze Familie steuert und ihre Jobs auswählt, klingt auch sehr spannend.
Aber eben, ist wohl zu viel für ein kleines Indie-Studio. Wäre aber klasse, wenn sich ein (oder mehrere) Investoren oder Publisher dafür interessieren.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Leyaa
N0ma

Nach 6 Jahren eine Dia Show von Gemälden, das wird keiner. Selbst mit AAA Publisher wärs ne Herausforderung.

Die Idee ist gut. Mir würde aber schon ein MMO reichen was halbwegs über Beeren sammeln, Waffe craften, Kämpfen hinausgeht. Schon das kriegt ja keiner vernünftig hin.

Marius

Einfach nur ja!

Die neuen MMOs sind echt traurig, wenn man bedenkt, das DAOC vor 20 Jahren schon bessere Feature hatte^^

Solo

Der Umfang ist echt krass. Wenn es aber klappen sollte hat das definitiv Hit Potential.

OrcaNeuroSonic

Das Spiel klingt vielleicht gut, ich denke aber es ist auch ein Fass ohne Boden. Durch das Breit gefächerte gibt es sehr viele Fallstricke und ich ich kann nur hoffen, dass die Entwickler sich nicht zu viel vorgenommen haben und daran scheitern. Ansonsten wird das Spiele keine 2 Monate überstehen, sollte es denn fertig werden. 2023 halte ich für eher unrealistisch. Eventuell Early Access mit nur einem Bruchteil an Features, aber komplett wird das eher nichts.

Zid

Ist es bei uns in Deutschland also dunkel, ist es auch in In-Game-Deutschland dunkel, nicht aber in In-Game-Amerika. Das soll Spieler dazu bringen, im Game einer Nation beizutreten, die nah an ihrer eigenen ist. So möchten die Entwickler die verschiedenen Kulturen der Welt auch im Spiel abbilden.

Wenn die Entwickler ernsthaft glauben, dass die Spieler gerne immer Nachts spielen, dann hab ich keine Hoffnung für das Game :DDD

Das erste was ich ich machen würde, wäre mir ein Land zu suchen, in dem meine Spielzeit auf die Hauptgeschäftszeit / Mittag, Tagsüber fällt.

Alexander Leitsch

Naja, wenn du immer nachts spielst, solltest du dann Amerika beitreten, dann hast du immer Tag 😀

Benedikt Schlotmann

Vor allem glaube ich, dass PvP und auch ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen den Nationen so nicht funktionieren kann. Es gibt ja auch Spiele, die richten zu bestimmten Uhrzeiten Sperren ein, wo PvP nicht aktiv ist, damit bestimmte Spieler nicht nachts aus den Betten hopsen müssen, um ihr Hab und Gut zu verteidigen.

Zid

Stimmt, v.a. könnte man das heftig ausnutzen und sich einfach irgend eine Region suchen, die zu unseren Spielzeiten praktisch leer ist und dann alles dominieren 😀
Obwohl, wenn diese Idee alle haben, ist das auch schon wieder hinfällig

Timeless

Dann heißt es nun abwarten und erbeuteten britischen Tee trinken 🙊

N0ma

Die bauen keinen Tee an in England 😉

Threepwood

Deswegen vielleicht “erbeuteten Tee”. 😄

Saigun

Viertes Quartal 2023? Das währe.. sportlich. Das Spiel klingt natürlich auf den Papier sehr sehr gut, aber ich frage mich echt wie irgendjemand solch ein Projekt stemmen soll.

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