Nachdem in Destiny 2 die meisten Storyinhalte und Quests der neuen Erweiterung „Die Hexenhönigin“ abgeschlossen sind und nur noch die Hardcore-Inhalte vor der Tür stehen, macht sich Bungie an die Feinabstimmungen der Meta. Allerdings sorgte bereits die erste Anpassung für Aufregung, denn damit sind gleich zwei Waffengattungen nur noch halb so interessant. MeinMMO sagt euch welche und warum.
Um welche Anpassungen geht es? Vor allem PvP-Spieler und Freunde der Glefe müssen jetzt stark sein, denn der gestrige Hotfix 4.0.0.5 offenbarte gleich zwei Waffen-Nerfs in der laufenden Season 16 für starke Vorteile.
- Bei Fusionsgewehren wurde die Effektivität des Perks „Wie ein Felsen in stürmischer See“ um 50 % reduziert.
- Glefen laden ab sofort erst nach 4 erfolgreichen Projektil-Treffern voll auf und Kämpfer sind nicht mehr auf unbestimmte Zeit betäubt, wenn sie von einem Glefen-Nahkampfangriff getroffen werden.
- Der Rüstungs-Mod „Unterdrückende Glefe“ verbraucht (und benötigt) jetzt 10 % Waffenenergie, wenn Unterdrückung mit Glefen-Nahkampfangriffen angewendet wird.
Fusionsgewehre bleiben weiterhin stark: Der Nerf bei den Fusionsgewehren, vor allem im PvP, könnte noch als berechtigt angesehen werden, weil man damit aus 30 m Entfernung im PvP noch einen Kill erzielen konnte. Der Perk „Wie ein Felsen in stürmischer See“ war auch besonders beliebt auf dem neuen herstellbaren Thronwelt Fusionsgewehr „Ziemlich Verdächtig“.
Trotz der Reduzierung von 50 % ist der Perk „Wie ein Felsen in stürmischer See“ auf Fusionsgewehren auch weiterhin eine gute Option im PvP, was zeigt, wie stark dieser Vorteil tatsächlich war. Spieler sollten also auch weiterhin mit einem konsistenten Fusionsgewehr gut außerhalb der Schrotflintenreichweite agieren und bestehen können.
Das Ende der Glefe? Bei den Glefen dagegen bedeutet die Anpassung für viele Spieler den Todesstoß für die neueste Waffengattung in Destiny 2. Die Unterdrückung war für sie das Einzige, was die Glefe überhaupt noch relevant machte. Jetzt sind Glefen anscheinend schlimmer als jede andere Waffe im Spiel, wie der Spieler Kryptokashless auf reddit schreibt.
Glefen sind jetzt schlimmer als jede andere Waffe im Spiel. Das Einzige, was Glefen zu diesem Zeitpunkt retten würde, wäre, Schadensvorteile für den Glefen-Nahkampf zu aktivieren, wie Toben.
findet der Spieler Kryptokashless auf reddit

Das sind die Auswirkungen des Glefen-Nerfs
Der Nerf für die Glefe hat auch Auswirkungen auf den starken Perk „Unterdrückende Glefe“ aus dem saisonalen Artefakt der Season 16.
- Wenn du Kämpfern mit deiner Glefe Schaden zufügst, werden sie unterdrückt und können kurzzeitig keine Fähigkeiten mehr einsetzen.
Durch den Nerf kann der Perk nicht länger den Unterdrückungseffekt auf Feinde durch wiederholte Nahkampfangriffe verketten. Dafür verbraucht die Glefe jetzt 10 % ihrer Energie. Ihr braucht also erst einige erfolgreiche Fernkampftreffer inklusive Munition, um den Effekt der unterdrückenden Glefe einsetzen zu können. Um die volle Energie der Glefe nutzen zu können, braucht man derzeit 4 Treffer. Vor der Änderung genügte ein Nahkampf, um die Unterdrückung auszulösen und das benötigte nicht einmal Munition.
Die Änderung macht damit einen Großteil des Effekts vom Artefakt-Mods zunichte und führt dazu, dass die neue Waffengattung von den Spielern nun endgültig in den Tresor verbannt oder gleich, auf unbestimmte Zeit, zerlegt wurde.
Das findet auch der Spieler Japjer und schreibt dazu unter dem Hotfix-Beitrag im reddit:
Sie hätten einfach eine Abklingzeit von drei Sekunden hinzufügen können. Oder eine Abklingzeit von fünf Sekunden. Verdammt! Fast alles wäre besser gewesen als das.
schreibt der Spieler Japjer zum Nerf auf reddit
Und der Spieler Zer0Warri0r fragt im offiziellen Destiny 2 Forum die Community:
Lasst mich euch allen eine Frage stellen: Wer hat nach unterdrückenden Glefe-Mod-Änderungen gefragt? Warum haben sie [Bungie] diese Entwicklungszeit nicht genutzt, um Glefen insgesamt zu polieren, anstatt einen Mod zu „reparieren“, der in anderthalb Monaten verschwindet? […]
Für viele Spieler war dieser Nerf zudem auch der endgültige Todesstoß für die Nutzung der exotischen Glefen. Sie waren bereits ohne diese Anpassung im Spiel kaum relevant, da sie zu wenig Vorteile bieten und die Spieler dadurch enttäuscht haben.
Auch viele Jäger in Destiny 2 haben ihr „Ninja-Glefen-Build“ mit Dauerunsichtbarkeit bereits begraben, da ihnen jetzt nur noch dann Unsichtbarkeit gewährt wird, wenn sie etwas Energie auf ihrer Glefe übrighaben.
So ist der Spieler Edel456 bereits jetzt zu seinem Warlock zurückgekehrt, der ihm mehr Spaß verspricht.
Ein Weltraum-Ninja zu sein, hat mir mit meiner Jägerklasse am meisten Spaß gemacht. Jetzt bin ich wieder ein Weltraumzauberer mit meinem Warlock und es macht so viel mehr Spaß.
findet der Spieler Edel456 auf reddit
Ist die Waffengattung der Glefe noch zu retten? So interessant die Glefe auch ist, sie hat derzeit keinen guten Ruf bei den Spielern. In herausfordernden Aktivitäten fühlt sich die Glefe oft schwach an und war daher fast nur in normalen Aktivitäten, wie Gambit oder in der Kampagne, gut zu gebrauchen.
Dabei sollte man bei diesem Nerf jedoch auch beachten, dass wenn ein Gegner bereits unterdrückt ist, sei es durch einen Schuss, einen Nahkampf, eine Granate oder durch einen Verbündeten, dass dann alle Glefen-Nahkämpfe darauf keine Energie brauchen.
Dennoch hoffen einige Spieler, dass Bungie den Glefen vielleicht nach den Hardcore-Aktivitäten des Dämmerungsmodus “Spitzenreiter” wieder Aufmerksamkeit schenkt und sie zukünftig einen Buff erhalten. Sobald nämlich die saisonalen Glefe-Mods am Ende Season 16 das Spiel verlassen, könnte dies das endgültige Ende dieser Waffengattung bedeuten.
Was sagt ihr zu den Anpassungen? Hat der Nerf dafür gesorgt, dass ihr eure Glefe nun nicht mehr benutzt oder war sie bereits vorher nicht für euch relevant? Und wie steht ihr zur Anpassung bei den Fusionsgewehren? Habt ihr den Perk genutzt oder findet ihr die Anpassung unwichtig, weil andere Perk-Kombination und Fusionsgewehre sowieso besser sind? Schreibt es uns doch bitte in die Kommentare, wie ihr es seht.
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