NFT ist 2021 der neue Trend im Gaming, Firmen sind Milliarden $ wert – Aber warum?

Im Gaming gibt es einen neuen Trend: die Blockchain und insbesondere NFT (Non Fungible Token). Es gibt mittlerweile einige Firmen, die auf NFT setzen, und die als „Unicorns“ gelten: Sie haben einen Marktwert von über einer Milliarde US-Dollar. Auch die großen etablierten Publisher flirten mit NFT. Was steckt dahinter?

Was sind NFTs eigentlich? NFT ist die Abkürzung für „Non Fungible Token“. Es ist ein geschütztes digitales Objekt, das auf der Technik „Blockchain“ basiert. Auf der Blockchain basieren auch Kryptowährungen wie Ethereum oder Bitcoin.

Ein NFT ist sowas wie ein limitiertes, digitales Sammel-Objekt. Es können Fotos, Videos, Audio-Files oder jede andere Art von digitalen Daten sein.

Im Wesentlichen kann man sich ein NFT wie ein vom Künstler als „Original“ signiertes Kunstwerk vorstellen:

  • Ohne eine Signatur ist eine Datei im Prinzip wertlos, weil sie beliebig vervielfältigt werden kann
  • Mit der Signatur wird daraus ein “authentisches” Werk, das den Wert besitzt, dem andere ihm beimessen.

So wie ein berühmtes Gemälde auf einer Auktion versteigert werden kann, werden auch NFTs auf Auktionsseiten angeboten: Ein NFT ist dann etwa das Bild eines Pixel-Affen, es sind die Clips einer Twitch-Streamerin wie Indiefoxx (Titelbild) oder ist es ein Video, das zeigt wie ein Basketballer-Star spektakulär dunkt.

Wie andere Sammelobjekte werden auch NFTs von manchen als „Geldanlage“ behandelt: Sie kaufen ein Kunstwerk in der Annahme, dass es im Wert steigt, und sie es zu einem späteren Zeitpunkt für mehr Geld weiterverkaufen können – ähnlich wie Aktien, die im Wert steigen oder fallen können.

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Investor zahlt fast 70 Millionen $ für digitales Kunstwerk als NFT

Was ist das teuerste NFT, das bisher verkauft wurde? Im Jahr 2021 wurde das Kunstwerk „Everdays: The First 5000 Days“ im Auktions-Haus Christie’s versteigert. Es erzielte einen Wert von 69,3 Millionen US-Dollar, bezahlt wurde das Kunstwerk in der Währung Ether (via twitter).

Ein Programmierer und Krypto-Investor aus Singapur hatte sich das Kunstwerk geleistet, das eine Collage auf 5000 digitalen Bildern des Künstlers Mike „Beeple“ Winkelmann darstellt.

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Brachte über im März 2021 über 69 Millionen US-Dollar.

NFT ist der neue Trend im Gaming – Es geht um riesige Summen

Was hat das mit Gaming zu tun? „NFT“ und die „Blockchain“ werden 2021 als die nächste große Entwicklung im Gaming gesehen. Es gibt in den USA mehrere neue Firmen, die Spiele entwickeln, die auf der Blockchain-Technologie basieren.

Wie die Wirtschafts-Seite Venturebeat meldet, gibt es bereits 4 Gaming-Firmen, die den Status „Unicorn“ erreicht haben. So nennt man es, wenn eine junge Firma bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar wert ist. Es sind die Firmen Animoca Brands, Mythical Games, Dapper Labs und Sky Mavis.

Erst vor zwei Jahren wurde die Firma „Forte“ gegründet. Sie möchte eine Plattform sein, die anderen Studios erlaubt, Blockchain-Spiele zu entwickeln und ihnen dafür die Technologie liefert. Bei einer Investtionsrunde wurde Forte auf 725 Millionen US-Dollar bewertet.

Dass ein junges Unternehmen in so kurzer Zeit eine derart hohe Bewertung erzielt, zeigt, wie ungeheuer viel Geld aktuell in diesem Geschäftsmodell und Themenfeld steckt.

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Das NFT-Spiel Revv Racing von Animoca Brands lockt mit hohen Geldgewinnen.

Items besitzen – statt sie nur zu mieten

Warum glaubt man, dass dieses Modell so viel Geld bringt? Im Wesentlichen läuft es darauf hinaus, dass Spieler durch die Blockchain und NFT nun in einem Spiel Werte schaffen können, die bleibend sind und die Spieler wirklich besitzen:

  • Normalerweise kann ein Spieler nur Geld in ein Spiel stecken, indem er es kauft, ein Abonnement bezahlt oder Items im Cash-Shop erwirbt. Die Items gehören dem Spieler aber nicht: Ein besonders starkes Item in Diablo 2 Resurrected bleibt im Besitz von Blizzard. Man „mietet“ die Items nur.
  • Durch NFT soll es aber möglich werden, einen digitalen Gegenstand tatsächlich zu besitzen und es etwa an einen anderen Spieler zu verkaufen.

“Spielen”, um damit Geld zu verdienen – Games to Earn und die Leisure Economy

Die Seite Venturebeat spricht von einer „Leisure Economy“: Man kann mit dem Spiel Geld verdienen, indem man dort Items schafft oder erwirbt, die man an andere verkauft.

Die Blockchain und NFT werden als ein „nächster Schritt“ im Gaming gesehen. Gaming gilt auch bei branchenfremden Investoren als lukrativer Markt in der Unterhaltungs-Szene, weil es stark wächst. Aktuell wird der Marktwert von Gaming-Firmen durch technologische Trends und Buzzwords wie “Metaverse” weiter erhöht.

Eine Firma wie Roblox war zwischenzeitlich an der Börse mehr Geld wert als ein so etablierter Konzern wie Activision Blizzard.

Daher stecken Investoren viel Geld in das Themenfeld „NFT“ – auch etablierten Gaming-Studios wird jetzt immer wieder angeboten, im Bereich „NFT“ aktiv zu werden:

  • Der CEO von EA, Andrew WIlson, bezeichnete NFT und “Play-to-earn”-Spiele als die “Zukunft der Industrie” (via PCGamer)
  • Der Chef von Ubisoft, Yves Guillemot, glaubt, dass Blockchain und “Play to earn” dazu beitragen wird, die Industrie wachsen zu lassen (via vice).

Parallel dazu sieht man, wie “die Spieler” angesprochen werden sollen: Auf YouTube kuriseren bereits einige Videos, die aktuelle “NFT-Spiele” vorstellen. In den Videos geht es nicht darum, ob diese Spiele gut oder schlecht sind – es geht vor allem darum, wie man in diesen Spielen Geld verdienen kann.

Die Firmen bewerben NFT auch aktiv mit Werbe-Deals, indem sie populäre Twitch-Streamer ansprechen und ihnen ungeheuer viel Geld bieten.

nft-games-to-earn
Das große Thema bei NFT ist nicht “Ist das Spiel gut?” sondern “Wie verdien ich mit dem Spiel Geld?”

Es gibt viel Ablehnung gegen NFT, vor allem aus Umwelt-Gründen

Was ist die Kritik an NFT? Die Kritik an NFT ist dieselbe, wie an der Blockchain-Technik:

Es wird generell kritisiert, dass viel reale Energie aufgewendet wird, um virtuelle Gegenstände zu erschaffen – das heißt, die Technik belastet direkt die Umwelt.

Ein Artikel der Seite Wired berichtete 2019 etwa dass ein holländischer Künstler, der sechs NFT kreierte und verkaufte, in den wenigen Momenten der Auktion mehr Strom verbrauchte, als sein Studio in 2 Jahren benötigt (via wired).

Das hat den Umwelt bewussten Künstler schockiert:

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Soviel zum CO2-Fußabdruck: In 10 Sekunden ging sein Energie-Verbrauch durch die Decke.

Kritisiert wird NFT auch, weil es bereits für einige „Kunst-Schwindel“ verwendet wurde, bei denen letztlich die Investoren um ihr Geld betrogen wurden.

Die Seite Kotaku zitiert unter anderem Chefs von Gaming-Studios, die sagen: NFT-Firmen hätten keine Ahnung und keinen Bezug zu Gaming. Es sei eine Blase, hinter der viel Geld stecke, die aber von Buzzwords wie „NFT“ oder „Metaverse“ lebte, die kaum ein Investor wirklich verstehe.

Die Gaming-Studios, die auf NFT setzten, würden rasch merken „Oh Gott, ich hab keine Ahnung, wie man ein Spiel entwickelt“ und sich dann bei erfahrenen Studios melden (via Kotaku).

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Ein ehemaliger Entwickler von Dead by Daylight ist “stark gegen die Verbreitung von NFT”.

Unter Spielern gibt es vielerorts eine starke Abneigung gegen NFT-Elemente. Häufig wird als Gegenargument angeführt, dass man „einen Haufen Geld für ein paar Pixel“ zahlen soll. Denn es ist den Spielern nicht ersichtlich, warum ein digitales Items plötzlich mehrere hundert oder tausend Euro kosten soll – sie sind die „normalen Preise“ in Cash-Shops gewohnt.

Es gibt auch schon einige Horror-Geschichte von NFT-Investments, die innerhalb von kurzer Zeit massiv an Wert verloren haben.

Es ist wie so oft bei Spekulationen. Letztlich gehen die Meinungen weit auseinander:

  • Einige glauben, NFT sind das „Neue Ding“, sie reden von exponentiellem Wachstum und enormen Wertsteigerungen. Man glaubt, etwaige Schwierigkeiten mit dem hohen Stromverbrauch würden sich lösen, wenn die Industrie komplett auf “grüne Energie” umschwenkt.
  • Andere glauben, NFT seien eine Blase, die jederzeit platzen könne. Und angesichts der Umweltschäden, die NFT derzeit verursachen, hoffen sie das auch.

Aktuell sind NFT für einige Spieler jedenfalls wie ein rotes Tuch:

Dead by Daylight verkauft umstrittene NFT-Killer – Spieler finden es “verdammt verdächtig”

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Caliino

Sorry, aber dieser ganze NFT Kram ist nichts mehr als Abzocke:
Ein Foto, Item oder was auch immer kann ich mit Leichtigkeit bis ins unendliche vervielfachen, weil es eben “nur” Daten sind…

Genauso wird es problematisch wenn es bei diesen “eigenen Kreationen” zu (sehr ähnlichen) Doppelgängern kommt.
Als ganz einfaches Beispiel: Spieler A malt seinen Char blau-rot an und verkauft das als NFT. Spieler B sieht das und macht das nach -> wäre ja dann kein Einzelstück mehr, Systeme müssten das verhindern – macht der eben einen Pixel mehr rot….

Wobei ich aber bei “Blockchain-light” auch einen kleinen Nutzen zb. bei Echtgeld-Items sehen würde:
Oftmals werden zb Skins ja an den Charakter/Account gebunden und sind damit nicht mehr “verkaufsfähig”.
Wenn jetzt aber der Entwickler jedes Item mit einem einzigarten Code versehen würde, könnte man die “Besitzrechte” einfach an den Account/Char übertragen und später weiter einfach weiterverkaufen. (Allerdings jetzt nicht im Sinne von “das Item gibt’s nur so und so oft” sondern jedes verkauft bekommt seinen eigenen Code.)

Threepwood

Ein ekelhafter Trend, der Gaming als Attrappe nutzt, um sich bei Zielgruppen einzuschleichen, die sich ohne großen Aufwand blenden lassen.
Das dockt total gut bei Leuten an, die Influencer anhimmeln, bei uns z.B. Deutsch-Rap inklusive der “Kultur” dahinter feiern, extremen Konsum und Materialismus leben (wollen) und Upper Class, egal wie pseudo, als Ziel haben.

In solchen Bubbles findet man die neuen jungen FDP Wähler und den Gegenpol zur Realität.
Also schnell noch Segelschuhe ala Sylt und Poloshirt zulegen, Pulli um die Schultern zerren und wahnsinnig intensive Weisheiten von Thelen auf Instagram liken, während das Azubigehalt in solche “Spiele” wandert.

NahYou

Unter deutschem Recht ist man btw, zu keinem Zeitpunkt Besitzer oder Eigentümer eines NFTs

Besitz ist nicht gleich Eigentum.
Blizzard ist evtl. Eigentümer, das müsste man erst einmal rechtlich Prüfen. Da ich als Spieler völlig losgelöst von Blizzard Items erstellen kann.

Besitzer ist zu allererstmal der Spieler. So wie man auch der Besitzer einer Mietwohung ist und nicht der Eigentümer.

Ironischerweise habe ich mehr Besitzrechte an einem D2 Item als an einem NFT.

Denn ich kann es selber handeln, verkaufen, verschenken, zerstören und sogar verändern.

AemJaY

Die ganze NFT Bubble ist in der Gaming Szene sprich bei diversen gaming influencern ziemlich verbreitet. Und das ganze wird auch oft ultra gehyped. Für mich definitiv eher ein Minenfeld als ein schöner Sandstrand mit Sonnenuntergang.

Coffeezilla und someordenarygamers bringen immer wieder sehr tolle videos über den ganzen scam teil dieser szene raus.

Dennoch hab ich mir auch schon überlegt, selbst mal ein NFT zu erstellen. Grosser aufwand ist es soweit ich das mitbekommen habe ja nicht. und wer weiss, vielleicht gibts ja irgend nen helden der das NFT dann auch kauft, why not 🙂

NahYou

musst dir vorher schön selber ghost traden um den preis anzukurbeln. und dann vlt noch paar billig influencer bezahlen das die deinen pixel müll in den himmel loben

AemJaY

genau xD

quick.n.dirty

Früher: Ich habe etwas, dass die Leute wollen und das gebe ich ihnen um Geld zu machen.
Heute: Ich habe etwas, dass kein Schwein will und zwinge meine Kunden das zu benutzen.

Nephalis

Genialer Zeitpunkt für diesen Artikel. Dankeschön^^ ich bin am Wochenende über Axie Infinity gestolpert und schaue mir dadurch gerade an, was ich alles zu dem Thema so finde.

Prinzipiell finde ich die Idee, dass man die Items in einem Spiel tatsächlich “besitzt” ganz nett und interessant. Dabei meine ich allerdings nicht, dass das Item gegen Echtgeld gehandelt werden sollte. Das ist nämlich nichts was ich gut finde, da es mMn. zu leicht zu p2w führt. Wenn jedoch die gesamte Wirtschaft eines Spiels auf ein solches System gestützt wäre, vielleicht könnte das neue Aspekte in der Spiele-Wirtschaft generieren oder es gibt tatsächlich einzigartige Gegenstände. Keine Ahnung ob dadurch wirklich etwas verändert werden würde an den Mechaniken und der Art und Weise, wie Spielebtreiber ihr Spiel verwalten.

Alle anderen Aspekte wie Blockchain, hohe Preise für Items, die gewissermaßen als Eintrittskarte funktionieren (wie bei Axie Infinity) sind hingegen nicht das, was ich mir dadurch erhoffe. Im Gegenteil, so seltsame Blüten wie sie jetzt schon zu bestaunen sind (noch einmal an dieser Stelle auf Axie Infinity verwiesen im Zusammenhang mit den Philipinen und deren Hyperinflation), lassen vermuten, dass diese Energiefressende Industrie einfach weiterhin genutzt werden wird, weil damit Geld verdient werden kann. Ob es ein großes Schneeballsystem ist oder nicht, mancherorts sind diese Methoden an Geld zu kommen lukrativer als die meisten anderen Möglichkeiten. Also wird es einfach weiter genutzt. Den betroffenen nutzt eine Welt die nicht absäuft nämlich nix, wenn sie in 2 Wochen nichts mehr zu beißen haben. Denen wird das also eher egal sein ob die Meeresspiegel langfristig steigen.

Dabei könnte man ja schon irgendwie behaupten, ein Spiel aus einem reichen Land, verdient mit der Misswirtschaft eines anderen Landes und mit der daraus resultierenden Armut der dort lebenden Geld… andererseits hätten diese Menschen dort, dann auch bei weitem noch weniger Geld als ohnehin schon… Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht.

Am Ende muss ich jedoch noch eines sagen: die Energiekosten scheinen dabei fast niemanden zu interessieren. Bei den Crypto-Währungen scheint das ja ebenfalls so… warum sollte es also bei anderen Blockchain-Einsatzzwecken ander sein?

Nephalis

Dann stellt sich mir aber die Frage, wie unmittelbar muss es denn noch werden? Trockene Flussläufe, verschwindende Gletscher, schon Anfang Juni knusprig-gelbe Wiesen… oder eben das absolute gegenteil. Ueberschwämmungen noch und nöcher…

Natürlich ist das schon ziemlich off-topic, aber da bekomme ich doch langsam den Eindruck, die meisten Menschen sind bei weitem nicht so mündig wie sie es von sich selbst denken oder behaupten.

Aber was solls, am ende Sterben wir eh alle, fragt sich nur wann und wie schmerzhaft das am ende dann wird.

Zuletzt bearbeitet vor 22 Tagen von Nephalis
lrxg

Die Energiekosten interessieren schon und zumindest im Ethereum-Netzwerk wird das Problem mit Version 2.0 angegangen und beseitigt. Das soll mit einem finalen Merge 2022 passieren und dann ist Mining mit Rechenleistung nicht mehr möglich.

Nephalis

Da kann man dann nur hoffen, dass keiner der tausenden anderen Coins das konzept einfach aufgreift, weil das ja Ethereum irgendwie auch erst so groß gemacht hat. Auch wenn ich dachte, dass die Umstellung schon dieses Jahr passieren sollte. Aber gut, was wurde dieses Jahr nicht alles verschoben^^

Dass die Energiekosten hingegen tatsächlich interessieren sehe ich deswegen allerdings nicht. Seit die Senkung des Treibhauseffektes beschlossen wurde, hat sich unser Energiebedarf so stark angehoben, wie noch nie zuvor. Wenn ich das nicht falsch in Erinnerung habe, hat es sich fast verdoppelt, seit entschieden wurde, wir machen was gegen die Erwärmung. Ich will nicht sagen, dass niemand was konkretes in der Richtung macht, ich glaube nur, dass (um mal salopp zu reden) die Grünen in Deutschland auch nur so erfolgreich gewählt wurden, weil die meisten hier das als eine Art Ablasshandel betrachten. Frei nach dem Motto: “Ich wähle die grünen und zahle dann überall mehr, das ist dann mein Beitrag dazu, sollen doch andere sich drum kümmern wie mit meinem Geld was gutes für alle bewirkt wird.”

Jedenfalls kann ich an meinem Umfeld leider nicht ausmachen, dass die Leute mehr auf ihr eigenes Verhalten achten. Das fängt bei der Mülltrennung an und hört beim Hybriden SUV auf, der am ende doch mehr verbraucht als das Auto das vorher besessen wurde. Nur dass das teil nix anders macht oder mehr platz bietet…

lrxg

Das Ethereum-Netzwerk wurde wegen seiner Vielseitigkeit groß. Mit den Smart-Contracts kann man eine Menge machen. Der Mining Algorithmus war hingegen eher eine “Altlast”. Neben seinem Energiehunger hat er einen weiteren Nachteil: Der Algorithmus ist langsam. Er skaliert nicht. Klar, es können neue Blockchains entstehen, welche weiter auf diesen veralteten Algorithmus setzen. Ich behaupte aber, die haben langfristig keine Zukunft.

Zuko

Das wäre der Anfang vom Ende der Ausnutzung von Naivität der Gamer.

Wenn ein Spiel abgeschaltet wird, dann ist es egal, ob ich ein item “gemietet” oder “gekauft” habe. Es ist weg.
Und exklusive Solo Items wird es auch nie geben, da es jede Spielbalance kaputt machen würde. Das würde höchstens mit Skins funktionieren.

Für WIE blöd sollen Menschen heutzutage eigentlich noch verkauft werden?

Dieser ganze digitale Währungsdreck wird sowieso irgendwann komplett an die Wand gefahren, so wie schon in der Vergangenheit bei realem Geld in den großen Wirtschaftskrisen.

Warum? Ganz einfach. Die Leute sind zu gierig solche Währungen schlicht als neues Zahlungsmittel anzusehen. Sie werden als Anlageobjekte genutzt, wie Aktien. Siehe Bitcoin und Co.

Das widerspricht allem, wofür der Sinn dahinter lag. Eine jahrelange, sehr stabile Inflationäre Situation ist KOMPLETT unmöglich.

Von daher totaler Schmutz für seriöse Zahlungsmittel der Zukunft.

KushiRecordZ

Etwas auf der Blockchain ist nie einfach “weg”. Du könntest deine NFTs selbst nach abschalten des Spiels ansehen & traden. Ob diese dann noch was Wert sind, ist eine andere Diskussion.

Bodicore

Nur die Umweltsau Bitcoin geht drauf und das hoffentlich bald.
Weil das Ding auch mies langsam ist gegenüber den neueren Token sobald die Anleger geschnallt haben das ein Etherum oder IOTA 1000x interessanter und Zukunftsweisener ist wird der Bitcoin hoffentlich zusammenfallen aber wahrscheinlich wird man die 100k und den Hype noch eine Weile erdulden müssen.

Aber Etherum mit der Blockchain oder IOTA mit Tangle wird auf Grund von Smart Contracts Stronghold und Identity und vielen andern Techologien mit denen sie Verknüpft sind wird Zukunft haben diese sind untereinander auch Kompatibel und das ist der Weg.
Das ist bisschen so wie mit der CD und MP3 aktuelle Technologien für Abrechnung Datenverkehr/Kommunikation und Sicherheit stellt in dem Fall die CD dar und der Bitcoin die Minidisc in dieser Zeitlinie 😉

Das ganze als Währung zu sehen ist aktuell interessant für das eigene Konto aber auf lange Sicht ist es halt viiiiiel viel mehr als eine Währung, auch wenn man nicht investieren will oder kann ist die Technologie dahinter sehr interessant.

Ist halt alles noch in den Kinderschuhen und es wird viel geträumt gelabert und nicht zuletzt beworben aber in 5-10 Jahren sehe ich da die Zukunft und dann wird das ganze auch Klimaneutraler werden mit Sicherheit klimaneutraler günstiger und viel allem schneller als aktuelle Transaktionen die auch nicht gerade einen kleinen Fussabdruck haben.

ephikles

Wo ist der Unterschied, ob ich “Eigentümer” eines digitalen Items bin oder es nur “besitze” während es weiter dem Spielehersteller gehört? Irgendwann wird der Server heruntergefahren und das Item hört auf zu existieren, sobald die Festplatte überschrieben oder geschreddert wird..
Es bräuchte da schon so etwas wie “Oasis”, oder das “Metaverse” – zusammen mit dem Versprechen, auf ewig zu laufen..

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von ephikles
Motzi

Das versprechen, ewig zu laufen, ist auch nix Wert. Auf den Straßen sieht man auch nicht mehr all zu viele VW Käfer, obwohl “er lauft und läuft und läuft” 😉

Leyaa

Besitz und Eigentum sind nicht identisch zueinander, auch wenn es bei uns im Sprachgebrauch als Synonyme verwendet werden.
Wenn du ein Spiel kaufst, besitzt du es. Als Besitzer erkaufst du dir lediglich das Recht, ein Produkt gemäß den Nutzungsbestimmungen zu nutzen, in diesem Falle also zu spielen. Die Rechte an dem Spiel und damit auch die Befugnisse an dem Spiel und den Spielregeln etwas zu verändern, gehören aber dem Betreiber (Eigentümer). Der Eigentümer (z.B. Blizzard) hingegen ist befugt die Spielregeln (AGBs) jeder Zeit anzupassen, den Betrieb des Spiels einzustellen und das Spiel nach seinen Vorstellungen zu verändern via Patches & Co.

ephikles

Der Unterschied ist mir durchaus bewusst – aber genau deswegen frage ich mich ja auch, warum jemand “Eigentümer” eines digitalen Gegenstands werden sollte, da er ihn am Ende ja doch zu nichts mehr gebrauchen kann, sobald das “Universum”, in dem der Gegenstand existiert, futsch ist….

Timeless

Es ist der Versuch schnell ne menge Kohle zu machen, gelockt durch immense Renditen und die Furcht, den nächsten Hype a la Bitcoin nicht verpassen zu wollten.

Gier macht halt dämlich. Man investiert ohne nach zu denken, aber wers hat 🤷‍♂️

Mal gucken ob es sich etablieren wird.

Ich würde es aber bei Games wie Heart Stone garned schlecht finden, dann hat man dir Karten wenigstens auch wenn das Game floppt.

So wie früher mit Magic, Pokemon usw. nur digital
😋

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Timeless
Leyaa

Ich sehe mich auch ganz klar als Gegner von NFTs.
Zum einen wegen der Umwelt. Der Gaming-Sektor ist ja eh schon keine Energie schonende Branche und die NFTs verschlimmern das nur noch. Es gibt außerdem bereits genügend menschenverursachende Umweltprobleme und die Klimakrise ist eine große, gesellschaftliche Herausforderung, die es zu lösen gilt. Da braucht es wirklich nicht noch NFTs, die das Ganze verschlimmern.

Zum anderen sehe ich es sehr kritisch, wenn es in Games nicht primär um den Unterhaltungswert geht, sondern darum, Geld zu verdienen. Insbesondere wenn der Trend dann auf reguläre Games überschwappt, was zwangsläufig wohl passieren würde. Denn auch die Gaming Studios sind ja alles gewinnorientierte Unternehmen. Da würde sich früher oder später der Trend zu NFTs durchsetzen, davon bin ich überzeugt. Es sei denn, das ganze platzt wie eine Seifenblase. Schön wär’s.

Battle4Life

Wieso wird bei einem NFT-Item mehr Strom benötigt?

Timeless

Ich denke mal das es bei der Übersendung wohl so viel Strom frisst. Die Basieren ja auf Blockchain und die muss wohl ziemlich Energieintensiv sein.

Motzi

Blockchain ist sehr energieaufwendig. Betrachtet man sich mal das System Bitcoin, dann kommen da Verbrauchszahlen zustande, die dem Strombedarf ganzer Länder wie z.B. den Niederlanden entsprechen oder diese sogar übertreffen. Studien zufolge entfallen aktuell ca 115 – 126 Terrawattstunden pro Jahr Stromverbrauch auf Bitcoin.

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Motzi
quick.n.dirty

Entschuldigung fürs klug rumscheißen, aber Blockchain verbraucht keinen Strom, es ist der “Proof-of-Work”, der das tut. Und der wird bei Bitcoin benutzt.
Die Technik, die bei NFT angewandt wird, ist das sogenannte “Proof of Authority”, also eine einzelne oder mehrere ausgewählte Firmen signieren die Blockchain, ohne Rechenaufwand. Das verbraucht praktisch keinen Strom.

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von quick.n.dirty
Timeless

Du siehst ja bei Cryptowährungen, die Unmengen an Energie fressen, das den Leuten die sie haben, die Umwelt scheiß egal ist.

Apes

Guten Morgen,
so langsam aber sicher glaube ich dass ich zu alt für den “Scheiß” werde. Mit solchen Dingen wollte und will ich mich gar nicht auseinandersetzen.
Ich weiß nicht, aber für mich ist das Spielen / das Zocken, egal ob am PC oder an einer der unzähligen Konsolen ein reines Hobby um etwas Spaß zu haben… Mich mit Leuten zu treffen und gemeinsam einfach nur etwas Zeit in einer Fantasy-Welt zu verbringen.

Dieses NFT braucht doch niemand… Irgendwie geht dabei der Grundgedanke des Spielens doch flöten oder?

Erst gestern Abend wieder 2 Stunden gemütlich zusammen in FF XIV unterwegs gewesen, kein Stress, gemütlich ein paar Quests gemacht, Spaß gehabt, sich über Kleinigkeiten gefreut und gut. 🙂

Battle4Life

Der Anreiz ist da, ich habe auch ein NFT Spiel in Diablo Style gespielt. Schlussendlich ist es Pay2Win in einer anderen Form. Am ende frage ich mich bei den Spiel, welches ich gespielt habe, wer gibt bitte ein paar 100€ aus für eine Waffe.

Ich glaube an das ganze nicht und ich spiele dann lieber was mir würklich Spaß macht.

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