Reddit-Gründer glaubt, Blockchain wird  Gaming 2021 radikal verändern – Was ist das überhaupt?

Ihr wollt für eure Zeit im Gaming richtig belohnt werden? Wenn es nach dem Mitgründer von reddit geht, könnte das für die Zukunft des Gamings ein wichtiger Faktor werden.

Wer spricht da? Alexis Ohanian gründete 2005 gemeinsam mit Steve Huffman und Aaron Swartz das Social-Network reddit. Außerdem gründete er einen Investmentfond, der in verschiedene Start-ups investiert. Mittlerweile hat er auch ein Buch veröffentlicht und tritt auf Talk-Shows auf, wo er über das Internet spricht.

Das sagt er: Auf Twitter erklärte er, dass Blockchain große Auswirkungen auf das Gaming haben könnte. Und die Auswirkungen seien viel größer als die ersten Multiplayer-Matches, die man über ein Modem hatte zocken können.

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In mehreren Tweets erklärte er, dass 2021 ein „entscheidender“ Moment fürs Gaming sei. So schreibt Ohanian:

Ihr alle könnt das tatsächlich durchziehen – und es ist eine wirklich globale Bewegung – ich kann einfach nicht glauben, dass ich/wir einen Sitz in der ersten Reihe haben, um das alles zu erleben. Ich war zu jung, um die Geburt von Deathmatch mit Doom über ein Modem zu erleben, als es passierte. Gaming x Blockchain ist 100x größer.

Er fügt hinzu, dass die Blockchain-Technologie im Bereich Gaming “den Spielern einen echten Wert für ihre Zeit und ihr Geld bietet… und auch für ihren Geschmack… und das alles in globalem Maßstab.”

Die Posts auf Twitter von Alexis Ohanian.

Was meint er? Spiele könnten ihren Usern etwa einzigartige Belohnungen geben, die auch in der realen Wert einen Vermögenswert besitzen. Das würde einen Anreiz schaffen, Zeit und auch Geld in ihr Spiel zu investieren.

Spiele könnten ein System erschaffen, wo ihr Geld oder Gegenstände verdient. Diese könntet ihr dann in der realen Welt als Geld übertragen und dann etwa wieder in einem anderen Spiel nutzen.

Unser Titelbild stammt aus dem YouTube-Video von Talks at Google (via YouTube.com).

Blockchain ist eine Art Buchführungssystem und spielt jetzt schon im Gaming eine Rolle

Was ist Blockchain? Hierbei handelt es sich grundsätzlich um eine beliebig erweiterbare Liste von Datensätze. Besonders daran ist, dass spätere Erweiterungen immer auf frühere Einträge aufbauen und diese als richtig bestätigen.

Auf diese Weise gelten die Einträge als besonders sicher, denn ihr könnt keine Inhalte oder Dinge manipulieren oder löschen, ohne dabei weitere Änderungen (Transaktionen) zu zerstören.

Wer nutzt Blockchain? Da die Technologie als ziemlich sicher gilt, wird diese unter anderem bei Krytowährungen oder auch bereits in einigen Spielen eingesetzt. Denn die Transaktionen können auf vielen Rechnern gleichzeitig gespeichert werden und sind außerdem sicher vor Fälschungen. Krypto-Währungen stehen schon länger in der Kritik und es gibt sogar Überlegungen in einigen Ländern, Krypto-Währungen zu verbieten:

China prüft, das Schürfen von Bitcoin zu verbieten – wegen der Umwelt

Bereits jetzt setzen einige Spiele auf Blockchain

Wie wird Blockchain in Spielen genutzt? Bei den Blockchain-Games hat die Blockchain eine ähnliche Aufgabe. Sie kann zum Beispiel einmal erworbene Fähigkeiten und Besitztümer eines Spielcharakters speichern.

Das geht sogar soweit, dass eure Fähigkeiten oder Items auch dann erhalten bleiben, wenn ein Entwickler sein Spiel auflöst.

Bereits jetzt setzen Spiele wie CryptoKitties oder Sorare auf Blockchain. So könnt ihr bestimmte Items erstellen oder gewinnen und diese dann an andere Spieler weiter verkaufen. Dank Blockchain handelt es sich bei allen Items um einzigartige Objekte.

Spiele wie CryptoKitties setzen bereits jetzt schon auf Blockchain.

Gibt es auch Nachteile? Ja, die gibt es durchaus. So erklärt der Krypto-Entwickler Jonathan Sterling, dass solche Items, die in der Blockchain hinterlegt seien, ein Problem für das Spiel werden könnten (via t3n.de).

So könnte sich ein Sekundärmarkt bilden, wo eben diese Items gehandelt werden können. Und wie viel Spaß macht ein Computerspiel, in welchem alle Items direkt gekauft werden können? Hier würden viele User direkt Pay-to-Win riechen.

Und Pay-to-Win ist bei Online-Spielen immer ein großes Thema. Auch wir von MeinMMO hatten daher unsere Leser gefragt, was für sie eigentlich Pay-to-Win ist.

Was haltet ihr davon? Haltet ihr Blockchain für eine Technologie, die das Gaming verändern könnte? Oder denkt ihr, dass es nie dazu kommen wird? Erzählt es uns in den Kommentaren oder diskutiert mit anderen Usern darüber.

Quelle(n): gamespot.com
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T.M.P.

Klingt wie Werbe-Bla-Bla mit möglichst vielen Superlativen, aber ohne konkreten Inhalt.
Wahrscheinlich hat er einen Weg gefunden wie er damit richtig Geld machen könnte. -_-

Abgesehen davon, je mehr man mit einem Spiel verdienen kann, desto mehr Cheater, Accountdiebe und vor allem Bots kann man erwarten.

Dann klaut das kriminelle Pack nicht mehr den Strom einer Kleinstadt um BitCoins zu farmen, sondern lässt stattdessen 100.000 Spieleclients laufen^^

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von T.M.P.
Chris

Bei der aktuell allgemeinen Situation mit Cashshops und Co. wäre Blockchain für viele Entwickler eine Gelegenheit um noch mehr Kohle rein zu holen. Viele sind doch schon heute besser darin neue Möglichkeiten zur Monetarisierung zu finden als neue, gute Gameplaymechaniken zu entwickeln. Effektiven Mehrwert erkenne ich für Spieler noch nicht ganz. Zudem gibt es heute in fast jedem Onlinegame auch die Möglichkeit über Inhalte etc. Echtgeld zu verdienen. Wie rechtens das ganze ist will ich mal nicht beurteilen… 😀

Das System finde ich jetzt auch nicht im Ansatz so Bahnbrechend wie damals Doom zu seiner Zeit. Selbst Raytracing ist da für mich aktuell das deutlich größere Ding

Daniel

Indem man an jedem Deal in der Blockchain mitverdienen könnte, wäre das für Entwickler sicher profitabel. Aber irgendwie seh ich da noch nicht den Riesen Vorteil für uns Spieler.

Irgendwie wäre da pay to win so stark ausgeprägt, das sich nur noch Asiaten zuhause fühlen, da die das eher akzeptieren.

Und wie ist das denn mit Acc Diebstahl?!
Auch mir wurde vor über 10 Jahren mal mein WoW Acc gehackt obwohl ich einen Authenticator hatte. Da wurden meine Bankfächer ganz schön leergeräumt und es dauerte einige Mails lang, bis ich alles wieder hatte.

Bei der Blockchain haben die dann zugriff auf alle meine Spiele?! Wie lange soll das dauern bis ich da wieder alles im Griff habe… das überzeugt mich nicht.

p1ddly

Wie es halt immer so ist beim Buzzword Blockchain. Es gibt keinen Usecase, der nicht auch ohne umsetzbar wäre.

Mac31

Oh da ist noch einer auf den Non-Fungible Token (NFT)-Hype aufgesprungen. Das ist bezogen auf Games der Versuch mit einmaligen Items als Sammel oder Handelsobjekten Geld zu machen. Wollt ihr das wirklich in euren Games?

quick.n.dirty

Will ich zumindest nicht.

N0ma

dito

Cadencia

Es wird noch dauern, bis es sich etabliert, aber es bietet sehr viel Potenzial.
In wow kann man sich z. B. Über wow tokens legal Gold besorgen.
Dieses Gold kann man dann für boe items oder itemruns einsetzen.
Mit blockchain könnte man das vereinfachen. Indem man die items direkt verkauft.
Es ist sicher gegen itemverlust bei Fehlern auf dem Server, es macht rollbacks wegen exploits unnötig, da man gezielt vorgehen kann etc.
Man könnte games kreieren, bei denen es bestimmte items nur in begrenzter Anzahl gibt oder die ganz unique sind und dadurch einen Anreiz schaffen mühe und zeit zu investieren.
Das hat auch nichts mit Glücksspiel zu tun, da man nur items verkaufen kann, die auch gefarmt wurden und man weiß, was man bekommt.
Und steuerlich läuft es genauso wie bei ebay.
Das ganze hat mit kryptowährung übrigens genauso viel zu tun wie eine küchenmaschine mit einem Auto. Beides beruht auf Bewegung mit einem Motor

Zord

Welches deiner Beispiele kann man denn ohne Blockchain nicht umsetzen? Einzigartige Items? Gibt es in vielen Spielen. Weiterverkauf von Items gegen Euro? Auch heute schon möglich, hatte Diablo 3 zum Beispiel zum Release. Solange die Daten Serverseitig liegen ist auch das Exploit Thema bei Items zu vernachlässigen.
Vielleicht bin ich zu doof, aber ehrlich gesagt sehe ich hier keinen echten Vorteil von der Blockchain in deinen Beispielen. Ganz davon abgesehen weiß ich auch nicht ob ich als Spieler wirklich möchte das man die besten/hübschesten Items defakto nur noch gegen echtes Geld bekommen kann (damit Items einen Wert haben müssen sie schließlich selten und schwer zu bekommen sein)

Cadencia

Stupid me, da hast du natürlich recht, das war mehr so ein “das sind so typische sachen, die man leicht damit umsetzen kann”.
Blockchain bringt als Vorteile, was leicht umsetzbar ist :
1. Man könnte den gleichen Char in verschieden games nutzen. Findet man in game1 ein item kann man es auch in game2 benutzen. Findet man in game2 ein item kann man es in game1 nutzen
2. Man könnte einen Marktplatz erstellen, bei denen User sogar eigene items erstellen und verkaufen (z. B. Möbel Design für housing)
3. Man könnte für eine Blockchain Premium Währung nutzen. Verkaufe ich ein item für game1 kann ich mir mit der Währung ein item für game2 kaufen.
Das lässt sich zwar alles auch theoretisch ohne blockchain umsetzen, geht so aber einfacher. Man könnte also viel leichter games verbinden.
Und hätte es nicht seinen Reiz, wenn man z. B. Einfach Diabolo 2 startet um dort ein spezielles item zu farmen, weil das item gut zu dem eigenen Diabolo 3 char passt?

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Cadencia
Eberhardt

“1. Man könnte den gleichen Char in verschieden games nutzen. Findet man in game1 ein item kann man es auch in game2 benutzen. Findet man in game2 ein item kann man es in game1 nutzen”

Funktioniert nur wenn die Spiele das gleiche Regelsystem benutzen.
Ansonsten müssten die Entwickler sich für alle möglichen Items Konvertierungsregeln ausdenken – ich glaube dann verzichten Sie dann doch lieber auf dieses “Feature”.

Cadencia

Man kann es einfach so machen, wie mit dem Heirloom prinzip von WoW.
Kommt ein Teil zwei zu einem Game raus, kann man die Items aus Teil eins runterskalieren. Passend zum Level des neuen Chars. Da für viele Menschen z.B. der Skin einer Waffe wichtig ist, können die Leute so ihre hart erfarmte Waffe aus Teil eins behalten.
Klar macht dieses Feature etwas mehr Aufwand. Aber ist es bei der Gameentwicklung nicht so, dass man ständig versucht neue Features einzubauen, dass mehr Leute es kaufen? Würde man keine neuen Features nutzen, dann würde man auf der Stelle treten. Langfristig gesehen KÖNNTE das wirklich was gutes werden. Ob es was wird, werden wir noch sehen. Es könnte aber genauso auch sehr negativ enden.

Eberhardt

Du erklärst das gerade für ein Spiel mit einem Regelwerk (WoW).
Erklär doch mal wie das zum Beispiel zwischen Dragon Quest XI und Elder Scrolls Online funktionieren soll.

Nachtrag:
Oder um bei MMOs zu bleiben: EVE Online und Conan Exiles.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Eberhardt
N0ma

1) funktioniert nicht, da das Item im Spiel 2 nicht existiert, das muss dort erst einer designen/erstellen
2) gibts jetzt auch schon
3) kannst du auch direkt Euros nehmen / oder bei Blizzard die Münze

Blockchain machts nicht einfacher sondern technisch erheblich aufwendiger. Die Kosten für Strom kommen dann noch obendrauf.
Mal davon abgesehen, ob das wirklich einer benötigt.

Blockchain ist eigentlich nur sinnvoll für Anleger. Macht aber auch nur begrenzt Sinn, weil wenn das Spiel tot ist kannst du dein Item nichmal mehr anschauen. Im Prinzip ist das Teil dann wertlos.

N0ma

das macht Spiele kommerzieller aber nicht besser

Eberhardt

“Spiele könnten ihren Usern etwa einzigartige Belohnungen geben, die auch in der realen Wert einen Vermögenswert besitzen.”

Nette Idee – mal schauen was die Steuerbehörden dazu sagen.
Auch dürfte sowas in vielen Ländern unter die Glücksspielgesetze fallen.

Nico

das wird sich niemals in der masse durchsetzen, Gott sei dank

Phil

Sei dir da mal nicht so sicher, das selbe sagten sie auch über das Internet…

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