Unsere Autorin Larissa Then nutzt die Zeit in der Quarantäne gerne für Animal Crossing. Und das spielt sie keineswegs im Single-Player-Modus, sondern als MMO.
In den letzten Jahren ist die Grenze zwischen „normalen“ Games und MMOs kleiner geworden. Die Genres vermischen sich und ehemalige Single-Player-Spiele bekommen Features von Multi-Player-Titeln.
Animal Crossing: New Horizons hat ebenfalls solche Züge. Gerade jetzt zu Zeiten von Corona nutze ich das Game, um einfach mal „rauszukommen“, wenn auch nur virtuell. Ein wichtiger MMO-Aspekt fehlt zwar dabei, die Kämpfe. Das, was dem Ganzen am nächsten kommt, ist, euren Bewohner mit dem Kescher eins überzuziehen. Aber auch andere MMOs kommen sehr gut ohne Kämpfe aus.
Die grundlegenden Dinge sind da. Ich kann craften, erkunden, dekorieren, handeln und es gibt einen großen sozialen Aspekt. Zugegeben, über das erste „M“ in MMO lässt sich streiten. Wirklich „Massive“ ist meine Freundesliste noch nicht, aber ich arbeite daran. Und würde dennoch behaupten, ich spiele Animal Crossing als MMO.
In Animal Crossing steckt mehr MMO als man denkt
So wichtig ist der soziale Aspekt: Wenn ich online komme, wird erst einmal meine Freundesliste auf der Switch gecheckt. Ich schaue, wer noch so da ist. Betrete ich das Spiel, öffne ich den Chat für meine „Besten Freunde“ und sage allen artig hallo.
Über dieses Feature könnt ihr anderen Spielern, denen ihr auf Inseln begegnet, Freundesanfragen schicken. In Animal Crossing könnt ihr euch so einen großen Pool an Mitspielern schaffen. Bei den „Besten Freunden“ könnt ihr sogar eure Axt oder Schaufel herausholen. Damit könnt ihr unter anderem Bäume ausgraben oder fällen.
Um das Chatten zu erleichtern, habe ich mir die Switch-App geholt. Die kann sonst nicht viel, aber für Animal Crossing ist sie ein Segen. Wer sich dort viel unterhalten will, ist schnell genervt von der Ingame-Tastatur.
Das macht Handel in AC aus: Ansonsten verbringe ich viel Zeit auf anderen Inseln. Bei Animal Crossing gibt es verschiedene Früchte und Blumen. Von denen hat jede Insel eine Heimatsorte, ich habe zum Beispiel Birnen. Andere Obstsorten bringen mir jedoch viel mehr Geld ein. Daher ist es wichtig, auch bei anderen vorbeizuschauen.
Außerdem hat jeder Spieler ein täglich wechselndes Sortiment an einzigartigen Deko-Artikeln und Outfits für die Figuren. Daher ist ein Blick in die Shops anderer Inseln stets auf meiner Tagesordnung.
So finden sich die Spieler: Die Spieler-Suche läuft viel über Social Media. Hier finden sich teilweise ganze Allianzen zusammen und tauschen sich aus, wer welches Obst oder welche Läden hat. Neulich zum Beispiel hat eine Freundin gepostet, ihr würden noch die und die Blumen fehlen. Also spricht man sich ab und verabredet sich online.
Mit engeren Freunden finden wir uns sogar zu Videokonferenzen oder Voice-Chats zusammen. Dann verbringen wir den Abend gemeinsam, besuchen alle Inseln, tauschen Gegenstände und haben einfach eine gute Zeit. Dort kann ich quatschen, Emotionen mit meinem Charakter darstellen und Blödsinn anstellen. Wie ich das in anderen MMOs auch mache.
Das steckt noch in Animal Crossing: Ansonsten heißt es in Animal Crossing farmen und craften, craften, craften. Umso mehr ihr sammelt, desto mehr Sachen könnt ihr herstellen. Eure Werkzeuge verschleißen und gehen kaputt. Deshalb ist es wichtig, Rohstoffe zu tauschen. Was dem einen fehlt, kann ein anderer zuhauf haben.
Ein weiterer großer Aspekt von Animal Crossing ist das Dekorieren und Housing. In Star Wars: The Old Republik oder The Elder Scrolls Online kann ich da viel Zeit reinstecken. Bei AC ist das nicht anders.

Das Museum spielt ebenfalls eine große Rolle. Dort könnt ihr Fische, Insekten und ausgegrabene Fossilien abgeben. Ein Traum für passionierte Sammler wie mich. Wenn ich überlege, wie viel Zeit ich bei WoW in Mounts und Haustiere investiert habe.
Animal Crossing hat eine sehr aktive Community
Die Community von Animal Crossing ist für mich jedoch nicht auf meine Freundesliste reduziert. Auch im Subreddit von Animal Crossing ist immer was los. Hier geht es vor allem um Dekorations- und Styling-Ideen. Man kann stöbern, sich Inspirationen oder Tipps holen:
Durch die wechselnden Tages- und Jahreszeiten, gibt es stets andere Insekten und Fische zu fangen. Ich versuche, dabei immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben, und das läuft ebenfalls gut über die Community.
Mit Animal Crossing habe ich einen entspannenden und spaßigen Zeitvertreib gefunden. Ich wechsle gerne ab zwischen den MMORPGs, die ich spiele, und AC. Natürlich könnt ihr das Game genießen, wenn ihr lieber solo MMOs zockt. Aber für mich ist Multi-Player immer eine Langzeitmotivation, die ich bei Animal Crossing zum Glück nicht missen muss.
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