Destiny 2 und das Corona-Virus: „Das ist ernst, Leute“

Die Entwicklung von Destiny 2 findet seit gut drei Wochen wegen des neuartigen Corona-Virus im Home Office statt. Ein Manager von Bungie erklärt nun, wie man mit der Krise umgeht und welche Auswirkungen sie auf das Studio haben wird.

Am 5. März gab Bungie bekannt, dass Destiny 2 ab sofort aus dem Home-Office entsteht. Jetzt erklärt der Betriebsleiter, wie man den Wechsel schaffte und welche Auswirkungen das auf Destiny 2 haben wird.

Wer spricht da? Es spricht der Chief Operating Officer von Bungie, Patrick O’Kelley, mit der Seite IGN. Er ist der Betriebsleiter im Unternehmen und für den organisatorischen Ablauf der Betriebsprozesse zuständig.

O’Kelley ist seit 2008 bei Bungie, war Executive Producer für Destiny 1 und ist seitdem weiter im Management aufgestiegen.

Destiny-O'Kelley
O’Kelley in einem der ersten ViDocs zu Destiny im Jahr 2013. Seit Oktober 2019 ist er COO.

So hat Bungie von dem Virus erfahren: O’Kelley sagt, man hat bei Bungie früher als anderswo damit begonnen, sich mit dem Virus zu beschäftigen. Denn sie waren durch ihren chinesischen Partner NetEase vorgewarnt.

O’Kelley hat sich daraufhin mit dem Virus auseinandergesetzt. Im Bundesland Washington, wo auch Bungie sitzt, gab es frühe Fälle. Der Betriebsleiter orientierte sich etwa daran, was in Italien los war, um daraus Lehren zu ziehen.

Schon Mitte Februar informierte man alle Mitarbeiter des Studios über die Situation, damit die nicht überrascht sein würden.

Im Nachhinein sieht O’Kelley das als wichtigen Wendepunkt:

Das große Ding für uns war es, den Leuten von vorneherein zu sagen: Das ist ernst, Leute. Ihr müsst sofort mit der Sache aufhören, die ihr gestern noch gemacht habt, und euch darum kümmern, das Ding hier zu lösen.

Patrick O’Kelley

Es müsse sich nicht jeder darum kümmern, die Umstellung auf Remote Work hinzubekommen, aber es brauche eine kleine Gruppe von Leuten, die sich darauf konzentrieren, die Probleme zu lösen und die bereit sind, harte Arbeit hineinzustecken, sagt O’Kelley.

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Das war der Vorteil von Bungie: Das Studio arbeitet von Seattle aus, das ist eine kalte Region der USA. Bis zur Grenze nach Kanada sind es nur 160 Kilometer.

Daher ist man bei Bungie schon immer darauf eingestellt, dass man eine Weile zu Hause arbeiten muss.

Wir leben in einer Erdbeben-Zone, wir haben Schnee-Tage, all diese Sachen. Also gibt es eine grundlegende Bereitschaft, dass wir in der Lage sein müssen, von zu Hause aus zu arbeiten.

Patrick O’Kelley

Viele der Mitarbeiter hätten schon VPN und Netzwerke aufgesetzt und seien darauf eingestellt gewesen, für kurze Zeit zu Hause zu arbeiten.

Hunderte starke Laptops aufgesetzt und an die Mitarbeiter verteilt

Das unternahm Bungie für die Arbeit zu Hause: O’Kelley sagt, man habe hunderte von „extrem leistungsstarken Laptops“ bereitgestellt. Das seien „Developer-Grade“-Laptops: Richtige Arbeitsstationen, mit denen die Entwickler von zu Hause aus arbeiten können.

Google Stadia bringt Destiny 2 auf Mobile: „Skepsis wird zu purem Glück“

Das sei eine der schwersten Sachen gewesen: Buchstäblich mehrere hundert dieser Maschinen aufzusetzen, damit die Leute sie mit nach Hause nehmen können.

In der Phase sei die IT-Abteilung extrem wichtig gewesen, die hätte das Unternehmen in der Zeit auf ihren Schultern getragen.

Auch Google Stadia hätte sich in der Zeit als Lösung bewährt. Es sei schwierig, große Playtests durchzuführen mit einer Menge Bandbreite, aber Google arbeitete mit Bungie zusammen und es sehe so aus, als wäre das eine Super-Lösung für das Unternehmen.

Google Stadia Titelbild mit Devices und Destiny
Google Stadia ist wichtig für das Arbeiten im Home Office.

Wie wird der Corona-Virus Destiny betreffen? O’Kelley ist zuversichtlich, dass der Corona-Virus keinen großen Einfluss auf Destiny haben wird. Das Ziel sei es „absolut“, die 2020er-Ziele zu erreichen. Auf der operativen Seite sei alles so aufgestellt, dass das Team die Ziele erreichen kann.

Einige Dinge könne man nicht machen, wie etwa Motion-Capture-Aufnahmen, aber Bungie sei agil und wolle absolut liefern.

Das Ziel für Bungie sei es, dass Spieler von Destiny 2 auf ihrer Seite nichts von dem Trubel bemerken. Außerdem wolle Bungie anderen Studios in der Krise helfen.

Was die Ziele für Destiny 2 im Jahr 2020 sind und wie es weitergeht, wissen wir im Moment noch nicht. Allerdings gibt es einige Datamining-Funde, die auf interessante Wendungen hoffen lassen.

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Millerntorian
2 Monate zuvor

Nun, bei allem (angebrachten?) Gemecker, welches ich so von mir gebe hinsichtlich Ingame-Entwicklungen sollte man natürlich immer den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben richten. Übrigens nicht nur in Zeiten von Krisen (kannten die meisten ja gar nicht heutzutage…) sondern immer. Das habe ich stets so gehandhabt und werde es auch weiterhin tun.

Von daher habe ich Verständnis für so manch schleppende oder gar nicht stattfindende Implementierung, anmerken darf ich dies allerdings trotzdem. Es wird auch ein Leben nach der Krise geben (…und so makaber dies jetzt klingen mag; wenn nicht, ist mir ein Spiel sowieso mal scheissegal) und das ist auch gut so.

Ist wie bei mir im Job (wobei ich das Glück habe, noch ins Büro fahren zu dürfen und das Unternehmen gut da steht. JA…ich sage dürfen, denn viele meiner Nachbarn oder Bekannten sind von Kurzarbeit oder drohender Arbeitslosigkeit betroffen. Das wünscht man niemanden, denn wenn die sog. „Normalität“ zurückkehrt, wird der Arbeitsmarkt geflutet werden mit Arbeitnehmern, da bis dahin viele Unternehmen diese schwierigen Zeiten nicht überleben werden. Von negativen -2,4% bis zu -6,4% Wirtschaftswachstumsprognosen fange ich besser nicht an; das wird sowieso zusätzlich vielen das Genick brechen. Dagegen war 2008 Kinderkram…). Natürlich ist man eingeschränkt; Aufgaben müssen trotzdem zur Zufriedenheit der Kunden erledigt werden. Denn dann erst rollt der Rubel (wenn wir schon bei plakativen Rasputin-Russisch sind…) und sorgt dafür, dass ich auch weiterhin Klopapier und Handseife einkaufen kann…wenn vorhanden (von wegen die Engpässe wären behoben…). Und mal davon abgesehen, dass Arbeit auch immer eine sinnvolle Routine darstellt, um den Tag konstruktiv zu gestalten. Heisst ja nicht, dass sie immer Spaß macht. Nichtsdestotrotz allemal besser als staatlich subventionierte Dauerfreizeit…und wer mir jetzt kommt mit „dann kann man mehr zocken“, der hat die Einschläge aber mal so gar nicht gehört…

Fazit: Gesundheit ist das höchste Gut und hat immer Vorrang. Ein gesunder Pragmatismus in Handlungsweisen gehört im menschlichen Handeln aber auch immer dazu. Denn das, was wir momentan erleben, wird vielleicht die neue Normalität; zumindest, bis man immunisiert ist. Da dies aber definitiv noch eine sehr lange Zeit dauern wird, bin ich neugierig, wie die nächsten Monate so laufen…real und virtuell.

Und da ich las, dass Sony ja sein PSN bei der Telekom über einen Drittanbieter laufen lässt, welcher aktuell einen Großkunden gewinnen konnte, der leider massiv Bandbreite abgrast und daher massive Beeinträchtigungen beim Zocken/Chatten aktuell herrschen (man arbeitet an einer Lösung), ist Daddeln sowie eher nebensächlich…

KingK
2 Monate zuvor

Puhh, ich behalt meinen Senf zur aktuellen Situation mal lieber für mich…

Nolando
2 Monate zuvor

kann dir ne bratwurst bringen, ausser du bist vegetarier/veganer dann bring ich dir entweder ein spaten oder ne möhre grin

ChrisP1986
2 Monate zuvor

ist das im Falle eines Veganers nicht ein und dasselbe???😂😂😉😉

Nolando
2 Monate zuvor

der spaten war eher zum erschlagen gedacht grin

ChrisP1986
2 Monate zuvor

🤣🤣🤣🤣👍🏻👍🏻👍🏻

v AmNesiA v
2 Monate zuvor

Zuerst einmal wünsche ich allen Bungie Mitarbeitern und ihren Familien, dass sie diese Ausnahmesituation heil überstehen.
Das ist wohl die Hauptsache.

Auch wenn es genug zu meckern gibt:
aktuell gibt es wichtigere Dinge, als einen Spieleentwickler zu beschimpfen.
Hoffen wir lieber alle, dass wir schnellstmöglich zu einem normalen Leben zurückkehren können.

Covid19: go fuck yourself and eat a dick!!

P.S.: sorry für den Kraftausdruck Gerd!

Der_Frek
2 Monate zuvor

Das sehe ich genauso 👍🏻

yan
2 Monate zuvor

von denen arbeitet dann scheinbar niemand mehr an dem spiel. die steps für trials sind bei mir auf 2/3 characteren immer noch nicht vorhanden. dauerhafte disconnects. jeden tag gefühlt mehr cheater auf pc und auf ps4 sind gefühlt nur noch recovs/carry services unterwegs. letzten 2 wochen war es noch okay aber dieses wochenende ist es einfach unerträglich geworden. jeder resettet seine karte nach 1-3 wins und wenn man ausnahmsweise darüber hinaus kommt dann spielt man ggn leute mit 10+ carrys oder sonstiges. kein wunder, dass meine friendlist seit samstag leer ist bzgl. d2 und alle wieder etwas anderes spielen. für mich wars das diese saison dann auch. pvp ist sinnfrei für mich. bin ein dezenter spieler mit ~2.0 kd/pvp aber ich sehe keinerlei chancen mehr flawless zu kommen. mit ach und krach vll. 5 wins und das macht langfristig dann auch keinen spaß. vorallem weil bungie alle arten des betrugs zulässt. außerdem sind tokens > flawless was es absurd macht. damit dünnt sich der pool an spielern wieder selbst aus bis nur noch cheater,streamer und (s)chwitzer über bleiben. sorry fürs weinen aber verstehe nicht wie man das spiel so den bach runter gehen lässt (aimbot und neuer character >950ll für 25€ auf steam) und dann sachen äußert wie : „hey wir haben 100 laptops für die workers und trials war uns eine herzensangelegenheit. „

Darksoul
2 Monate zuvor

Sicher ist es vernüftig so zu arbeiten wenn man es kann.
Ich rechne allerdings mit noch mehr fehlerhafte dinge im Spiel.
Sowie Bugs,irgendwas wird nicht funktionieren wie es soll usw.
Dann wird es auch nicht so schnell fixes geben.
100 starke Laptops bedeutet für mich das nicht jeder so einer bekommen hat sondern nur Auserwählte Leute.Das würde dann Hauptsächlich bedeuten das es die sind die von Zuhause aus das Spiel weiter entwickeln werden.
Wie das ganze Komunikationsmässig ablaufen wird ist auch fraglich.
Sehr wahrscheinlich muss dann der kleine das ganze paket an den Server schicken,der ober Abeteilungsleiter das dann runter laden und sich das ganze ansehen,was dauern kann.
Aufgrund der Internetgeschichte die belastet ist.
Und dann muss er sein segen geben oder Verbesserungsvorschläge abgeben usw das schliesslich umsetzen.
Kostet viel Zeit als sonst,kann aber auch gut gehen.
Viel mehr würde mich dennoch mehr interessieren wie die künftig Fehler im Spiel beheben werden.
Wie sehr Sie an der Sandbox was dran machen wollen.
Kann halt nicht sein das sich solche Phenomene sich die ganze Season hinweg ziehen,oder Waffen in der nächsten Season weiterhin Metas sind.
Auch Änderungen an den Klassen wären wieder angesagt.

Lightningsoul
2 Monate zuvor

Auch in der Firma muss man seine Codeänderungen für alle zentral deployen. Ich kann nur von Seiten der App- und Webentwicklung sagen, dass es nahezu null Unterschied ist von wo ich arbeite. Gerade zum Beispiel sitze ich auf dem Klo und baue an einer App, die den Scheißegrad eines Kommentars wie diesem hier misst. 🤪

ChrisP1986
2 Monate zuvor

🤣🤣🤣🤣

Marki Wolle
2 Monate zuvor

Ich bin absolut überzeugt davon dass keine 100% an Leistung erbracht werden können, schon alleine wegen der internen Absprachen, ABER hier muss man wohl Bungie wirklich Freisprechen, denn auf sowas war wirklich niemand vorbereitet.

Aber gut das der operative Content (Immerforst mit SIVA drin) weiterhin in Entwicklung ist😂

Wuudn
2 Monate zuvor

Den Namen der Season kann man auch im Homeoffice ändern, da wird Bungo keine Probleme haben…

Lightningsoul
2 Monate zuvor

Böse!!! evil

Stoffel
2 Monate zuvor

Is der Seasonpass eigentlich auch verbuggt . Kann mit keinem der 3 Charaktere den Bonus nutzen denn es auf Level 32 und 92 gibt . Wollt mir eigentlich mal die Säge holen ….

Philipp
2 Monate zuvor

In dem Teaser zum morgigen Update (31.März) heißt es laut Bungie: „Ein Problem wurde behoben, bei dem Upgrades des Saisonpasses nur für einen Charakter freigeschaltet wurden; sie werden jetzt richtig für das gesamte Konto freigeschaltet.“

Stoffel
2 Monate zuvor

Danke für die Info . Mich wundert halt das KEINER der Charaktere darauf zugreifen kann

Lightningsoul
2 Monate zuvor

Du wurdest halt generft, weil sich zu viele Spieler über dich beschwert haben(ich auch). razz

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