Ashes of Creation will mit Hybrid-Kampfsystem bei allen MMORPG-Fans punkten

Das kommende MMORPG Ashes of Creation setzt nicht allein auf das bisher gezeigte Action-Kampfsystem. Vielmehr sollen auch Fans von Tab-Targeting auf ihre Kosten kommen. Die Lösung liegt in einem bislang einzigartigen Hybrid-System, das alle MMORPG-Fans ansprechen soll.

Tab-Targeting oder Action? Zur PAX West 2018 beeindruckte das kommende Online-Rollenspiel Ashes of Creation mit Videos vom Kampf-Gameplay. Darin sausten die Helden wie im Shooter Warframe über die Schlachtfelder und prügelten actionreich Gegner ins virtuelle Jenseits. Es gab viel Lob, aber auch vereinzelt kritische Stimmen von Spielern, die sich das MMORPG anders vorgestellt hätten.

Das Problem: Einige Spieler rechneten daher mit einem komplett auf Action getrimmten Kampfsystem. Old-School-MMO-Fans von klassischen Tab-Targeting-Systemen wie World of Warcraft oder Everquest fanden dies jedoch weniger ansprechend.

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Entwickler planen nie dagewesenes Hybrid-System aus Action und Tab-Targeting

Hybrid-Kampfsystem, aber anders: Das Kampfsystem von Ashes of Creation soll vielmehr ein Hybrid aus beiden Versionen werden: Tab-Targeting und Action. Das soll laut einem Interview mit den Entwicklern auf der Seite MMORPG.com aber nicht etwa so ablaufen wie in Guild Wars 2. Man wolle hier etwas völlig Neues anbieten.

Warframe Ashes of Creation

So läuft das Kampfsystem ab: In der Endversion von Ashes of Creation sollen beide Kampfsysteme zeitgleich zum Einsatz kommen. Als Beispiel wird ein Tank genannt, der einen Ansturm-Skill und einen Schutz-Buff ausgerüstet hat.

Beide Kampf-Systeme auf einmal: Der Ansturm ist ein Action-Skill, mit dem der Tank auf Knopfdruck in Blickrichtung losstürmt. Derweil wählt er mit dem Tab-Target-Buff-Skill seine Kumpels aus und gibt ihnen noch während des Ansturms den Schild-Buff.

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Kampfsystem für alle Sorten von MMORPG-Fans

Such Dir Dein Kampfsystem aus: Je nachdem, wie Ihr Eure Skills auswählt, könnt Ihr den Fokus auf Tab-Target oder Action legen. Es wird aber nur jeweils eine Version eines Skills geben, nicht etwa einen Ansturm als Tab und einen für Action.

So läuft das Skill-Balancing zwischen Tab und Action: In einer Skill-Beschreibung könnte es manchmal danach aussehen, als würde ein Action-Skill mehr Schaden verursachen. Immerhin kann man sie ja durch mieses Zielen komplett versemmeln. Tab-Skills, die immer treffen, könnten hingegen etwas weniger Schaden anrichten. Am Ende sei es wichtig, hier eine gute Balance zu schaffen. Dafür soll auch ein Kombo-System sorgen.

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Kombo-System vereint beide Typen: Um das Maximale aus seiner Klasse herauszuholen, wird es aber nötig sein, beide Systeme zu nutzen. Sie werden zu einem gewissen Grad einander bedingen und so wichtige Kombos auslösen, die Vorteile bringen. Wer nur Action-Skills nutzt, wird auf Boni wie Extra-Schaden oder Gruppen-Buffs verzichten müssen.

Der Grund für all den Aufwand: Die Entwickler wollen bei Ashes of Creation ein Spiel schaffen, das jeden Fan von Online-Rollenspielen anspricht. Also sowohl den WoW- und Ultima-Fan, wie auch den Liebhaber von Tera oder WildStar.

Transparenz ist ein zweischneidiges Schwert

Offene Entwicklerarbeit führt zu Missverständnissen: Einige Spieler waren nach dem letzten Trailer der Meinung, dass Ashes of Creation ein reines Action-MMORPG werde. Und damals, als der klassische Teil vom Kampfsystem gezeigt wurde, war es genau anders herum.

Die Entwickler bezeichnen ihre Transparenz als zweischneidiges Schwert. Denn die Entwickler legen ihre Arbeit schon früh modulartig offen, um gemeinsam mit der Community am Spiel zu arbeiten.

Das sei sehr fruchtbar, habe aber auch seine Nachteile.

Ashes of Creation PvP Combat artwork titel

Der Nachteil ihres Ansatzes: Wer nur ab und an sich kleine Info-Häppchen rauspicke, wie eben den Action-Gameplay-Trailer, der könne leicht einen falschen Eindruck vom Spiel bekommen und das sind für gewöhnlich die lautesten. Das wäre laut den Entwicklern die Schattenseite an ihrem offenen Ansatz.

Denn Spieler, die sich aktiv an der Entwicklung beteiligen, wüssten bereits, wie es weitergeht. Andere, die nur ab und zu ein Video anschauen, leider nicht. Das ist dann eine ganz andere Wahrnehmung.

Wenn die Community aber ein Feature hasst, dann sei man damit auch nicht verheiratet, stellt der Lead-Designer und ehemalige Everquest-Mitarbeiter Jeff Bard klar.

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