In Destiny 2 werden viele der zukünftigen Inhalte schon vor ihrem eigentlichen Erscheinen gefunden. Einem der populärsten Entdecker hat Bungie jetzt aber wegen Hackens den Garaus gemacht.
Wer wurde gebannt? Der Spieler JB3 teilte via Twitter mit, dass er gebannt wurde. Auch wenn sein Name den meisten Hütern wohl nicht so geläufig ist, seine Entdeckungen dürften weitaus bekannter sein.
JB3 hat nicht durch krasse PvP-Montagen oder Solo-Raids von sich reden gemacht, sondern hat Destiny 2 nach verstecktem Content durchsucht und seine Entdeckungen zu unveröffentlichten Inhalten mit der Community geteilt.
Meist ging er dabei “out of bounds”, bewegte sich also in eigentlich unzugänglichen Spielbereichen. Erst kürzlich wurde so durch ihn ein geheimer Boss ausfindig gemacht, dem die Hüter noch in der Season 11 gegenüber treten werden.
Warum kam der Bann? JB3 gab an, dass er seine Entdeckungen durch Glitches machen konnte – also indem er Spielfehler ausnutze. Bungie bannte ihn jedoch nicht für das Ausnutzen von Glitches, sondern die Nutzung von Dritthersteller-Software.
Auf Twitter gab JB3 dies auch zu:
Seit gut 6 Monaten sei er vom Glitcher zum Hacker geworden, führte er (via Twitter) weiter aus, da viele seiner Erkundungen ohne die Drittanwender-Software und Datamining nicht möglich wären.
JB3 beteuert weiterhin auf Twitter, dass er nichts bereue und “ihm tut es nicht leid, dass er uns coole Dinge zeigen wollte”. Er wusste auch, dass Bungie die Nutzung solcher Software ausdrücklich nicht für Destiny 2 erlaub. Er war sich des Risikos bewusst.
Sind Dataminer Fluch oder Segen?
So reagiert die Community: Über den Bann eines der prominentesten Dataminers erhitzt sich jetzt die Community:
- Viele verlieren den Respekt vor JB3 – sie dachten, er hätte seine Entdeckungen auf legalem Wege betrieben. Auf reddit schrieb CaydeHawthorne enttäuscht: “Jetzt ergibt es Sinn, wie er all das coole Zeug in der Interferenz-Mission finden konnte”.
- Dem pflichten andere User bei und meinen, dass somit die ehrlichen Entdecker in den Schmutz gezogen werden.
- Andere aber wiederum meinen, dass durch seine Aktivitäten niemand zu Schaden gekommen wäre und finden den Bann nicht gut. So auch PhantomLeadr auf Twitter: “Er hat niemandes Game-Erfahrung in irgendeiner Weise negativ beeinflusst”
Der Bann sorgte auch für Spott. Denn einige Spieler finden es kurios, dass man im PvE einen Bann einfährt, im PvP aber manche trotz derselben Software munter anderen Spielern die Matches versauen dürfen.
Wird Destiny 2 jetzt etwas mysteriöser? Auf der einen Seite schimpfen Hüter, wenn Events, Bosse oder Waffen schon im Vorfeld von Dataminern ausgebuddelt werden oder von Bungie selbst bekannt gegeben werden. Denn die Überraschung ist eine der stärksten Triebfedern und erinnert die Spieler an ihre ersten Tage in der (damals) neuen Welt der MMO-Shhoter.
Auf der anderen Seite möchte man aber stets neue Infos und wissen, was bald kommt. Daher werden Leaks bereitwillig aufgesogen – Auch, wenn die Infos nicht ansatzweise gesichert sind.
Denkt ihr, dass Funde von anderen Dataminern jetzt weniger werden? Wie steht ihr dem Thema generell gegenüber? Freut ihr euch über jede neue Info, egal woher sie kommt?
Dass wir bald mehr Stasis-Feinde bekommen, wissen wir übrigens von Destiny-Chef Luke Smith höchstpersönlich: Destiny 2 erfüllt euch den Wunsch nach neuen Feinden, anders als gedacht
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