Auch der neuste Raid in WoW Classic war ein kurzes Vergnügen. Der Endboss hielt nur einen Bruchteil seiner Zeit aus, die er vor fast 15 Jahren überdauerte.
Seit gestern öffnen sich auf mehreren Realms die Tore zum Raid Ahn’Qiraj in World of Warcraft Classic. Neben einer Menge Drama rund um die Skarabäus-Fürsten und sogar einen Realm, der sich komplett gegen eine Gilde stellt, ging es aber auch um das Rennen um den First Kill. Immerhin wartet der Alte Gott C’Thun am Ende des Schlachtzugs auf Feinde – wenn auch nicht lange. Nach nur wenigen Minuten musste das Riesenauge sich geschlagen geben.
Was ist passiert? Nach dem 10-Stunden-Event zur Eröffnung von Ahn’Qiraj war der Raid „Tempel von Ahn’Qiraj“ endlich zugänglich. Die ersten Gilden warteten schon sehnsüchtig und stürzten sich gleich in den Raid. Eine große Herausforderung stellte Ahn’Qiraj allerdings nicht mehr dar. Schon nach 49 Minuten war die Gilde Progress beim Endboss angekommen und hatte ihm die Lebenslichter ausgepustet. Dabei hatten sie alle optionalen Bosse übersprungen und sind diese erst im Anschluss angegangen.
Auf den amerikanischen Realms ging das Ganze sogar noch schneller. Sie hatten bereits etwas früher Zugang zu Ahn’Qiraj, konnten den Raid aber auch schneller abschließen. Die Gilde <ONSLAUGHT> stürmte durch den Raid und bezwang C’Thun innerhalb von 38 Minuten, bevor sie auch die optionalen Bosse angingen. Den ganzen Run von ONSLAUGHT könnt ihr hier sehen:
Damals war der Run auf C’Thun ein Unterfangen, das über 100 Tage andauerte.
Warum ging das so schnell? Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist der Raid nach fast 15 Jahren sehr bekannt und jeder Spieler weiß, was er zu tun hat. Zum anderen spielen viele heute effektiver und fokussierter als damals. So nutzen viele Gruppen in vollem Umfang die mächtigen World Buffs, die Charakteren viele zusätzliche Lebenspunkte, kritische Trefferwertung oder einfach mehr Schaden bescheren.
Warum lebte C’Thun damals so lange? Im Jahr 2006, als Ahn’Qiraj zum ersten Mal veröffentlicht wurde, lebte C’Thun deutlich länger. Satte 113 Tage dauerte es, bis C’Thun zum ersten Mal von der Gilde Nihilum bezwungen wurde. Grund dafür war, dass C’thun bis zum Tag seines First Kills schlicht unbesiegbar war. Man konnte den Entwicklern sogar mathematisch nachweisen, dass es schlicht unmöglich war, den Alten Gott zu bezwingen. Als das von Blizzard anerkannt wurde, folgte rasch ein Nerf – wenige Stunden später fiel C’Thun zum ersten Mal.
In WoW Classic ist C’Thun entsprechend direkt in seiner generften und damit bezwingbaren Form anzutreffen. Dass er nach weniger als einer Stunde das Zeitliche gesegnet hat, war dann aber doch überraschend.
Ragnaros ereilte übrigens ein ähnliches Ende. Der Feuerfürst starb sogar gegen eine Gruppe, die nichtmal vollständig auf Stufe 60 angelangt war …
Aber warten wir einfach auf Naxxramas. Denn schon jetzt werden – mal wieder – die Stimmen laut, dass die richtige Schwierigkeit ja erst mit dem nächsten Raid beginnen würde …
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