Ein disqualifizierter Sieger eines Turniers von Pokémon GO, der aufgrund einer Aberkennung nicht nur ein Match, sondern die gesamten Regionalmeisterschaften verlor, wehrt sich nun gegen diese Entscheidung. Und die Community sowie der eigentlich Zweitplatzierte sind auf seiner Seite.
Wie kam die Disqualifikation zustande? Bei den Regionalmeisterschaften von Pokémon GO in Orlando sorgte eine Entscheidung für Aufruhr in der Community: Dem eigentlichen Sieger des Turniers, Firestar73, wurde der Sieg des Turniers aberkannt, da er sich während seines Jubels „unsportlich” verhalten habe. Er habe scheinbar seine Kopfhörer zu hart geworfen, was ihm nicht nur den Sieg des Matches, sondern des gesamten Turniers gekostet hat.
Beim genaueren Betrachten des Clips fällt dem Großteil der Community sowie Profi-Kollegen zu Pokémon GO anhand ihrer Reaktionen auf X kein derart unsportliches Verhalten auf. Sie forderten die Pokémon Company sogar auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen und sich bei dem eigentlichen Sieger zu entschuldigen. Auch Firestar73 hat sich nun offiziell an die Veranstalter gewandt und veröffentlichte ein Statement-Dokument über X, in dem er deutlich sagt: „Ihre Entscheidung war ein Irrtum, der in gutem Glauben begangen wurde, aber dennoch ein eindeutiger Fehler.”
Der aberkannte Sieger liefert Beweise, die ihm helfen könnten
Was sagt Firestar73 in dem Statement? In dem Statement über seine Disqualifikation bei den Regionalmeisterschaften in Orlando erklärt der Profi, dass er sich nicht nur an den Support der Pokémon Company wenden, sondern ausführlich analysieren will, warum die Entscheidung falsch gewesen sei. Dabei nennt er vor allem zwei Hauptgründe:
Erstens: Sein Jubel war nicht unsportlich, sondern genau die Art, die man von Turnieren zu Pokémon GO kennt und die regelmäßig in offiziellen Compilations als Clips eingebaut wird. Dazu fügt er Videolinks als Beweise bei, die diese Aussage unterstützen. Ihr könnt diese in seinem Statement-Dokument abrufen.
Zweitens: Selbst wenn sein Jubel unsportlich gewesen wäre, hätte dieser keine Niederlage zur Folge haben sollen. Dafür bezieht sich Firestar73 auf die offiziellen Regeln, die besagen, dass eine Strafe in der Form eines Spielverlusts verhängt wird, wenn ein Fehler die Integrität des Spielzustands erheblich beeinträchtigt. Darunter zählt man die Verspottung, Ablenkung oder Einschüchterung des Gegners, sodass das Spiel und die Ergebnisse beeinflusst werden. Sein Jubel fand jedoch erst nach Ende des Matches statt.
„Ich habe ganz eindeutig keinen anderen Wettkämpfer oder Teilnehmer verspottet“, betont Firestar73, „eine Eskalation zu einem Spielverlust war ungerechtfertigt.”
Wie ordnet er die Entscheidung des Veranstalters ein? Der Profi erwähnt außerdem in seinem Statement, dass er dem Turnierveranstalter keine bösen Absichten vorwerfe. Er erklärt jedoch, dass dieser „wahrscheinlich weniger Einblick in die Geschichte der Community von Pokémon GO habe als die Hunderte von engagierten Trainern auf der ganzen Welt, die alle mit der Entscheidung nicht einverstanden sind.”
Die Spielerschaft von Pokémon GO und der tatsächliche Zweitplatzierte, NiteTimeClasher, lehnen die Entscheidung des Veranstalters ab, was sich aus den Reaktionen auf X unter dem Hashtag #JusticeForFirestar erkennen lasse.
Bisher hat sich die Pokémon Company noch nicht zu dem Fall geäußert. Wenn es Neuigkeiten zu Firestar73 und dem Sieg oder Verlust des Turniers gibt, halten wir euch auf dem Laufenden. Wenn ihr wissen wollt, wie die Community auf den Vorfall reagiert, könnt ihr hier mehr zu der Disqualifikation erfahren. Denn die hat eine spannende Parallele gefunden: Turnier-Gewinner wird in Pokémon GO disqualifiziert, weil er sich falsch freut, jetzt könnten Fans ihn retten
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