U2 wollte von Steve Jobs in Apple-Aktien bezahlt werden, aber der überzeugte sie „kostenlos“ zu arbeiten

Steve Jobs und iPhone

Die Zusammenarbeit der Band U2 und Apple war etwas ganz Besonderes – auch was die Bezahlung der Künstler angeht.

Was wollte die Band? U2 war zu der Zeit des iPods eine der gefragtesten Bands der Welt. Eine Reichweite, die sich Apple für ihr damals neues Produkt sichern wollte. Bis zum iPod hatte die Band noch nie ihre Lieder für eine Werbung hergegeben.

Entsprechend teuer sollte das auch für Apple werden. So forderten die Künstler für die große Kampagne rund um die Einführung des iPods Apple-Aktien von CEO Steve Jobs als Bezahlung. Doch der CEO verweigerte ihre Anfrage und gab ihnen nicht eine einzige Aktie.

Mehr noch: Er bezahlte sie auch nicht für die Lizenz, ihren Song in der Werbung zu nutzen und auch nicht für ihren Auftritt mit dem iPod. U2 arbeitete erst einmal komplett kostenlos für Steve Jobs, doch umsonst haben die Künstler das nicht gemacht.

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Wie wurden sie dann bezahlt? Jobs wollte die Reichweite von U2, U2 wollte Aktien von Jobs, doch am Ende stand ein ganz anderer Deal. Statt die Band einfach zu bezahlen, fesselte der CEO die Künstler noch fester an sich.

So entwarf er eine U2-Special-Edition für den neuen iPod, die mit besonderen Farben, laser gravierten Unterschriften auf der Rückseite und exklusiven Videos von U2 warb. Ein Muss für jeden Fan und der ultimative Deal für Jobs.

Er bot ihnen eine Umsatzbeteiligung an ihrer Special-Edition an. Ein Angebot, das sie später auch annahmen und damit richtig viel Geld verdienten.

Zum Deal gehörte auch noch das allererste digitale Box-Set, The Complete U2, das es exklusiv über iTunes gab und der Band weitere Umsätze generierte.

Musste Apple also gar nichts zahlen? Doch, auch neben der Umsatzbeteiligung für U2, war der Deal für Apple nicht kostenlos. Die Werbekampagne für den iPod kostete das Unternehmen 2004 bereits 20 Millionen US-Dollar, was inflationsbereinigt heute etwa 31 Millionen Euro entsprechen würden. (Quelle: mbaknol.com)

Die Band profitierte von der großen Kampagne stark, schließlich wurde ihr Song rauf und runter gespielt und ihre Special-Edition damit extra beworben. Am Ende hat die Band womöglich sogar mehr verdient, als sie zu dem Zeitpunkt mit den Apple-Aktien bekommen hätte, auch wenn diese heute natürlich viel wert sind.

Steve Jobs hat für Apple hier einen guten Deal gemacht. Er wollte die Reichweite der prominenten Band und musste am Ende nur das bezahlen, was die Fans der Band bereit waren, auszugeben. Ein anderes Beispiel für ein lukratives Geschäftsmodell findet ihr hier: 1 Milliarde Dollar hat Star Citizen jetzt eingenommen, doch statt eines Releases gibt es nun zwei unfertige Spiele

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