Vor Kurzem kündigte Massive den neuen Summit-Modus für The Division 2 an, auf den so manch ein Spieler seine teils letzten Hoffnungen für das Spiel legt. Nun war der Kampf im Wolkenkratzer einige Tage auf den PTS spielbar. Wie kommt er bisher an?
Das ist The Summit: Vor Kurzem stellten die Entwickler von Massive mit „The Summit“ einen neuen Modus für The Division 2 vor. Dieser ist wiederholt spielbar und soll eine actiongeladene Erfahrung bieten, die sich beim jedem Durchgang ändert – ähnlich wie im beliebten Untergrund-Modus von The Division 1.
In The Summit kämpft ihr euch allein oder in Gruppen durch einen 100-stöckigen Wolkenkratzer in New York – mit variierenden Umgebungen, Gegnern, Zielen, Modifikatoren und Bossen.
Der Modus soll das strauchelnde Division retten und endlich genau das bringen, was gerade viele treue Spieler sich sein Langem gewünscht haben – mehr Wiederspielwert und Langzeitmotivation. Für so manch einen Agenten ist The Summit der letzte Strohhalm, an den man sich noch klammert, in der Hoffnung, dass The Division 2 noch das Ruder herumreißen kann.
So können sich die ersten The Summit schon testen: Eigentlich soll The Summit, genau wie die 3 neuen Exotics oder neue Gear-Sets, erst mit Title Update 11 ins Spiel kommen. Das ist aber noch nicht draußen und auch ein offizielles Release-Date gibt es für TU11 bislang nicht.
Doch man vermutet, dass es noch im September kommt, denn aktuell wird TU11 samt Summit auf den PTS getestet. Dort konnten sich schon zahlreiche Agenten ein erstes eigenes Bild von dem neuen Modus machen.
Hoffnungsträger oder Platzpatrone? So kommt The Summit bisher an
Nachdem sich nun die ersten Spieler auf den Test-Servern durch das Hochhaus gekämpft haben, gibt es eine Menge Feedback in Richtung der Entwickler. Und das fällt – gefühlt – überwiegend negativ aus.
Das wird gelobt: Nach der Ankündigung freuten sich zunächst viele Agenten auf den neuen Modus. Und zu Beginn würde dieser auch durchaus Spaß machen und für eine Weile unterhalten, so der Grund-Tenor.
Endlich hätten die Entwickler auf die Spieler gehört und zumindest in eine Richtung entwickelt, die von vielen bereits seit Kurz nach dem Launch von The Division 2 gewünscht und gefordert wurde.
Doch damit hört das Lob im Prinzip auch schon fast auf.
Das wird kritisiert: Auf den PTS offenbarte der Modus allerlei Probleme und Schwächen. Selbst, wenn man über die vielen Bugs (einige sogar gamebreaking) hinwegsieht, so sind gefühlt nur die wenigsten mit seiner aktuellen Form zufrieden – und auch wenig zuversichtlich für die Zukunft, zumindest für die nahe.
Das sind die größten Probleme, die aktuell kritisiert werden:
- Der mangelnde Wiederspielwert. Zwar soll der Modus eigentlich genau das bringen, doch gerade daran fehlt es vielen am meisten. Hat man sich einmal durch die 100 Stockwerke gekämpft, hat man kaum noch Anreize, das Ganze nochmal anzugehen
- Auch die Langzeitmotivation, die The Summit eigentlich verbessern soll, kommt für viele zu kurz oder ist überhaupt nicht gegeben
- Als Solo-Spieler wird The Summit sehr schnell sehr eintönig
- Für Spieler im Endgame sind 75% von Summit im Prinzip reine Zeitverschwendung, weil sie erstmal “Anfänger”-Inhalte clearen müssen und den Schwierigkeitsgrad nicht selber anpassen können
- Der Loot und das Belohnungs-System sind immer noch ein gewaltiges Problem. Es gibt einfach nichts Besonderes und auch sonst nicht genug, das einen motiviert und was man nicht schon woanders (teils einfacher) bekommt. Daran ändert auch ein weiterer neuer Modus nichts, solange es nicht behoben wird
- Es fehlt ein eigenes Fortschrittssystem wie beispielsweise noch in Underground von The Division 1, um wirklich auf lange Sicht zu motivieren
- Es fehlt an Abwechslung. Aufgaben sowie die Umgebung bieten nur wenig Vielfalt und werden schnell langweilig. Es sind immer wieder die altbekannten Gegner, gegen die man kämpft. Gerade die zufällig zusammengesetzte Umgebung wird schnell fad und kommt nicht mal annähernd and die aus dem Untergrund in Teil 1 heran. Es gibt nichts, was wirklich mal als besonders heraussticht
- Die Entwickler merkten an, das Untergrund als Inspiration für The Summit diente. Aber gerade in den entscheidenden Punkten merkt man davon kaum etwas bis gar nichts.
Kurzum: The Summit versagt in seiner aktuellen Form, wenn es darum geht, Wiederspielbarkeit und Langzeitmotivation ins Spiel zu bringen. Es hat zwar Potential, doch fühlt sich für viele wie eine Art Skelett oder Grundgerüst an, bevor alles Coole und Spaßige hinzugefügt wurde – und das von etwas, das eigentlich echt durchaus viel Spaß machen könnte.
An das beliebte Underground aus Teil 1, an dem The Summit von vielen gemessen wird, kommt es im Moment nicht heran. Da müssten die Entwickler noch gehörig nacharbeiten, so der breite Tenor.
Das sagen die Entwickler: Das viele Feedback geht an den Entwicklern nicht ungehört vorbei. Diese wissen um die zahlreichen Fehler und Probleme von The Summit und wollen vieles in TU11 und darüber hinaus verbessern.
Gameplay und Belohnungen müssen interessant sein, damit Summit auch auf lange Sicht fesselt. Auch die Vielfalt beim Design der Räume muss besser werden. Das ist ein Teil davon, was man noch verbessern muss und in Zukunft auch verbessern wird, so Massive.
Wird Summit The Division 2 retten können?
Fazit: Ich, Sven Galitzki, Shooter-Experte bei MeinMMO, liebe The Division 2 und hoffe sehr, dass Massive hier noch die Kurve kriegt. Doch leider sehe ich das sehr ähnlich, wie der lautstarke Teil der Community auf Reddit und in den sozialen Medien.
The Summit hat für mich zwar viel Potential, doch versagt aktuell genau in dem, was er eigentlich bewirken soll – nämlich für mehr Langzeitmotivation und Wiederspielbarkeit zu sorgen.
Der neue Modus muss sich nun mal aufgrund der Ähnlichkeiten an Underground messen lassen, erreicht aber nicht annähernd die Qualität und vor allem das Spaß-Level von seinem geistigen Vorbild aus Teil 1.
Klar, auf den PTS wird ein Test-Build gespielt, viele Probleme können und werden bis zum Release von Title Update 11 garantiert noch behoben – doch nicht die schwerwiegendsten wie beispielsweise mangelnde Abwechslung oder Loot.
Hier wird zudem erneut das größte Problem von The Division 2 deutlich: Die Entwickler fügen wieder neue Inhalte hinzu, ohne jedoch die schwerwiegendsten Kern-Probleme von The Division 2, wie beispielsweise Loot oder Build-Vielfalt, zu lösen.
Dadurch hat man zwar einen frischen Modus, der aber in seiner derzeitigen Form nur kurz unterhält und im Prinzip von vornherein und fast schon automatisch verteufelt wird, weil er primär nicht mal an sich selbst, sondern eher an den grundsätzlichen Problemen des Spiels scheitert, und sein Potential dadurch höchstens ansatzweise entfalten kann. Auch wenn The Summit enorm viel davon hat.
Als den von einigen angepriesenen Hoffnungsträger sehe ich The Summit deshalb im Moment nicht – zumindest nicht in seiner aktuellen Form und nicht, solange die tiefgreifenden Grundprobleme des Spiels nicht behoben sind. Solange wird meiner Meinung nach weder Summit, noch ein anderer Modus wie der neue Raid den erhofften Befreiungsschlag für The Division 2 bringen, geschweige denn das Spiel retten. Denn genau diese Probleme sind zum größten Teil dafür verantwortlich, dass neue Inhalte jeglicher Art bei The Division 2 nur ganz selten glänzen und das Spiel wirklich spürbar bereichern können.
Übrigens, was ihr von The Summit haltet, könnt ihr uns hier bei unserer Umfrage sagen: Neuer Summit-Modus soll The Division 2 wiederbeleben – Kommt ihr dafür zurück?
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