Fortnite: Apple klagt zurück – „Epic macht auf Robin Hood, will nur nichts zahlen“

Der Rechtsstreit zwischen Epic und Apple um den Online-Shooter Fortnite auf iOS spitzt sich zu. Apple hat jetzt Gegenklage gegen Epic eingereicht. Die seien vertragsbrüchig geworden. Apple fordert Schadensersatz und sagt, Epic würde sich als moderner Robin Hood inszenieren, es gehe aber rein ums Geld.

Das ist die Situation:

  • Epic verdient mit Fortnite eine Menge Geld im App Store, der Shooter ist beliebt auf iOS. Doch Apple nimmt 30% des Umsatzes. Das passte Epic nicht. Sie haben versucht, diese Abgabe zu umgehen, indem sie eigene Bezahlmethoden für iOS angeboten haben
  • Apple hat Fortnite daraufhin aus dem Store geworfen
  • Epic hatte das vorausgesehen und einen medialen Angriff und eine Klage auf Apple gestartet. Epic stellte Apple als einen gierigen Konzern dar, der seine Marktmacht ausnutzt. Sie fordern „#FreeFortnite“: Apple solle nachgeben und Fortnite wieder in den App-Store aufnehmen.
Fortnite-Apple
Epic stellte Apple als verrotteten Apfel da. Das geschah in einem Fortnite-Clip da, den Millionen sahen.

Sie wollen nur nicht für unseren Service zahlen

Das ist jetzt die Antwort von Apple: Apple hat eine 65-seitige Gegenklage beim Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht (via courtlistener). Dort heißt es:

In der Klage von Epic geht es schlicht um einen Streit ums Geld. Auch wenn sich Epic selbst als moderner Robin Hood inszeniert, sind sie in Wirklichkeit ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen, das einfach nicht für den unfassbar hohen Nutzen zahlen möchte, den sie aus dem App Store ziehen.

Statement aus der Klage von Apple

Laut Apple habe Epic Games mehr als 600 Millionen US-Dollar durch den App Store verdient.

Kaltblütiger Angriff auf den App Store aus dem Hinterhalt

Das ist der Standpunkt von Apple: Apple vertritt den Punk, Epic wolle eine Sonderbehandlung erreichen und die Regeln umgehen wollen:

Die kommen mit der Idee, dass Epic zu erfolgreich ist, um sich an die Regeln zu halten, die für jeden anderen gelten […]

Aus der Gegenklage von Apple

Die Art, wie Epic gegen den App Store vorgehen, sei „kaltblütig“ und „nicht viel mehr als ein Diebstahl“ gewesen.

Dabei habe Epic die Vorzüge des App Stores genutzt, wie keine andere Firma in den letzten zwei Jahren:

  • Epic hätte alle möglichen technischen Hilfen und Programme in Anspruch genommen und über den App Store Millionen von Kunden erreicht
  • Apple hätte zudem jede neue Season von Fortnite kostenlos beworben, auch freundliche Tweets gesendet
  • Man habe sogar eine Anzeigentafel auf dem Time Square gemietet, als Fortnite ein Ingame-Konzert veranstaltet hat

Apple wirft Epic weiterhin vor, hinterrücks anzugreifen. Noch im April 2020 hätte sich Manager von Epic bei Apple für die Unterstützung bedankt. Aber gleichzeitig hätten sie eine Legion von Anwälten und PR-Leuten beschäftigt, um eine hinterhältige Attacke auf den App Store zu planen.

Den Angriff hätten sie dann um 2:00 Uhr nachts gestartet und eine E-Mail geschickt, dass sie sich nicht mehr an die Beschränkungen von Apple halten werden. Bereits kurz danach wäre die „räuberische Funktion“ mit einem Hotfix live gegangen.

Diesen Hotfix bezeichnet Apple als „Trojanisches Pferd“. Denn so wie das Pferd die Mauern Trojas überwand, umging Epic den Review-Prozess von Apple. Per Hotfix schleuste man die Möglichkeit ein, dass Nutzer des App Stores direkt an Epic zu zahlen und damit Apple komplett von dem Prozess auszuschließen.

Epic verspottet Apple ein letztes Mal in Fortnite – Schmuggelt fiesen Skin auf iOS

Das fordert Apple: Apple fordert, das Gericht solle erklären, dass Epic schuldig ist, gegen verschiedene Gesetze in Kalifornien verstoßen zu haben, indem sie vertragsbrüchig wurden und unlauteren Wettbewerb betrieben hätten. Das Gericht solle Apple nun Schadensersatz zusprechen.

Außerdem solle das Gericht es Epic untersagen, weiterhin unautorisierte Zahlungsmethoden für iOS-Apps anzubieten.

Geht’s um Geld oder ums Prinzip?

Das steckt dahinter: Das ist der Kampf ums „Narrativ“. Die Fakten sind klar. Die leugnet auch keiner. Die Frage ist, wie man es darstellt:

  • Apple sagt: Es geht nur ums Geld. Epic ist gierig. Das ist eine reine Business-Entscheidung
  • Epic sagt. Es geht eben überhaupt nicht ums Geld, sondern ums Prinzip. Die 30%-Marge ist zu hoch, damit schaden wir den Studios und es fehlt Geld für die Entwicklung. Wir müssen die Rahmenbedingungen ändern.

Der Chef von Epic, Tim Sweeney, sagte in einem Tweet: Es geht eben nicht um eine Firma, die Milliarden wert ist, gegen eine, die Billionen wert ist, sondern es geht um die Freiheit für alle Kunden und Entwickler.

Apple stellt Epic hingegen als Räuber dar, die nachts und hinterrücks agieren und ohne Vorwarnung ihren Raub begehen, indem sie diese alternative Zahlungsmethode nachts um 2:00 Uhr und live bringen.

Man stellt Epic als undankbar und arrogant dar. Statt sich zu bedanken, dass sie dank des Services von Apple so viel Geld verdient haben, wollten sie jetzt eine Sonderbehandlung und agierten hinterhältig und falsch.

In der Klageschrift nennt man den Chef von Epic, Mr. Sweeney, jemanden, der „selbstgerecht“ und im „eigenen Interesse“ handelt. Die hätten die ersten Schüsse abgegeben. Das könnte man nicht unbeantwortet lassen.

App-Store-Fortnite
Epic fordert zum Aufstand gegen Apple auf.

Der Kampf zwischen Epic und Apple beschäftigt die Gaming-Welt seit Mitte August. Epic hatte den Angriff gegen Apple auch im Spiel Fortnite mit einem Video-Clip gestartet und eine Social-Media-Kampagne ins Rollen gebracht.

Dabei bediente sich Epic an dem berühmten Werbespot von Apple „1984“. Was dahinter steckt, haben wir hier erklärt:

Das steckt hinter Fortnite 1984, dem Angriff auf Apple und #FreeFortnite

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Antester

OT: @Mein-mmo.de Redaktion Bitte macht den Text der Posts wieder Schwarz. Grau kann man für Hinweise nehmen, aber nicht für Text der wirklich gelesen wird.

Mc Fly

Der kleine Entwickler um’s Eck würde sich natürlich auch freuen, wenn er keine 30% abdrücken müsste. (Zumal Vadder Staat auch noch die Hand aufhält)
Nur wird der nicht seinen Mund aufmachen, denn er muß ja die Kosten von seinem vorfinanzieren Produkt wieder reinholen.

Ein großer Fisch wie Epic kann das aber.
Und natürlich kann Apple dem nicht nachgeben, denn dann würde es eben alle fordern.
Und dann wären es mal eben -12% auf den gesamten Gamingbereich des Stores.

Natürlich kann man Epic doof finden, Fortnite doof finden…. aber das ist eigentlich nebensächlich.
Wenn z.B. die Bank 30% von eurem Gehalt einzieht, weil sie ja als Plattform für den
Vertrieb des Gehalts genutzt wird, würden wohl einige ganz anders darüber denken….

Frank

Dein Argument mit der Bank hinkt gewaltig. Klar kann man die Bank theoretisch als Vertrieb sehen auch wenn ich das nie so bezeichnen würde. Schließlich ist mein Geld kein Produkt das ich nur „produziere“ um es weiter zu Geld zu machen. Natürlich kann ich Zinsen erhalten aber das ist nicht der Hauptzweck von Gehalt. Der Hauptzweck ist dass ich es zum leben nutze.

Epic dagegen hat ein Produkt und die verdienen dadurch Geld. 600 Millionen im letzten Jahr über den AppStore.Und dafür geben die eben was für den Vertrieb aus.
Die Könnten genau so gut Ihre eigene Handyfirma aufmachen. Das nennt man dann Direktvertrieb. Machen die aber nicht weils immense Kosten verursacht. Kosten die Apple schon investiert hat und auch weiterhin hat. Entiwcklung, Produktion, Marketing der iPhones etc. Viele vergessen mämlich das die nicht nur den AppStore unterhalten müssen sondern das die Handys das wahre Produkt ist. Und dafür entstehen gewaltige Kosten.

Mc Fly

Lieber Frank, ließ bitte nochmal meinen Post, es geht mir nicht um Epic, sondern um den Entwickler generell der die 30% abdrücken muß….
Du findest das i.O. und ich finde es eben nicht mehr zeitgemäß. 🤷

Um es dir mit der Bank einfacher zu machen….
Man stelle sich vor, jeder Händler würde von den Herstellern 30% verlangen, dafür dass sie die Ware verkaufen 🤔
Schließlich kostet ein Laden auch Geld, die Mitarbeiter ect…

PS: Das Apple Handy Made by Foxconn kostet am Ende auch nur ein Bruchteil dessen, was der enthusiastische Applejünger schließlich auf den Tresen packt. Da sind dann die Entwicklungskosten schon großzügig einberechnet 😁😉

Daniel

Egal wieviel ein Apple Handy kostet und wieviel sie damit verdienen. Apple ist jahrelang in Vorleistung gegangen um genau die Menge an Nutzern aufzubauen. Und diese Vorleistung betrug nicht lächerliche 257 Mio welche Apple durch Fortnite mitverdient hat.

Der Liebe Frank hat schon recht. Epic soll mal selbst den Hintern hochbekommen und ein eigenes Ökosystem aufbauen. Dann können sie ja gern die Kosten für Entwickler auf 0 setzen und das ist dann ein starkes Zeichen.

Im Moment seh ich in Epic nur einen faulen Schmarotzer, der gerne 600 Mio an Einnahmen in Empfang nimmt, aber für den der es ihm ermöglicht 600 Mio zu verdienen, keinen Pfennig zu viel übrig hat.

Frank

Daniel DANKE! Die Leute verstehen es einfach nicht. 30% klingt erstmal viel aber das ist doch Branchenabhängig. Es gibt Branchen wie die Lebensmittelbranche/Discounter wo sich die Margen im Centbereich bewegen. Dann wiederum andere wo das nicht der Fall ist und man gewaltige Gewinnspannen hat. Es geht letztlich darum, wie umkämpft der Markt ist und welche Position man hat. Apple hat sich über Jahrzente zu einem Global Player aufgebaut und Epic hat absolut nichts dazu beigetragen. Wollen dann aber die gesamte Reichweite von Apple nutzen und nichts dafür abdrücken. Für Apple sind 257 Millionen aber Peanuts vorallem wenn man sich anschaut was die eben schon an Kohle in ihr Unternehmen gesteckt haben.
@Mc Fly

Schließlich kostet ein Laden auch Geld, die Mitarbeiter ect…

Völlig richtig erkannt. Und wenn es eben ein ganz besonders toller Laden ist den es so nur einmal gibt und mit dem man bis zu 1 Milliarde Nutzer erreicht dann muss man dafür eben auch was hinblättern oder man lässt es. Aber zuerst was unterzeichnen und dann sagen es sei Wucher und zu versuchen sich drumrum zu mogeln geht halt einfach nicht.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von Frank
Mc Fly

„Epic soll mal selbst den Hintern hochbekommen und ein eigenes Ökosystem aufbauen“
das haben sie und dort zahlen die Entwickler keine 30%….

Und auch das ist irrelevant, wenn ein AppStore ein Monopol darstellt.

@ Frank
Ich bin seit 91 im Handel tätig (Einkauf/Verkauf) und verstehe das eigentlich schon.
Und viele Softwareentwickler (und ich rede hier eben nicht nur von Epic) haben mittlerweile auch viel höhere Entwicklungskosten, bei seit Jahren gleichbleibenden Endpreisen.

Ein Amazon z.B., mit einem wohl größeren Kundenstamm als Apple, kann eben nicht 30% Umsatzbeteiligung von Apple (oder jeden x-beliebigej anderen) verlangen, weil die Kunden die Geräte bei Ihnen kaufen.
Dann würde der Hersteller einfach woanders verkaufen.
Der einzige Grund warum es diese 30% gibt, ist die Verweigerung von Alternativen.

Und wer sagt 30% vom Umsatz sind nicht viel….
Dann wären ja 30% Verkaufsprovision bei eBay vollkommen in Ordnung. 🤔

Aber egal, ich hätte lieber generell mehr Geld für alle Entwickler und weniger für die Plattformbetreiber.
Egal ob Apple, Google, Steam…
🤷😉

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von Mc Fly
Daniel

„Dann wären ja 30% Verkaufsprovision bei eBay vollkommen in Ordnung. 🤔“

Man kann das einfach nicht vergleichen. Amazon verkauft selbst Ware und ist im Garantie/Gewährleistungsfall direkt verantwortlich, intakte Ware zu liefern.
Ebay ist das nicht

Amazon hat riesige Lager von denen aus alles versandt wird, ebay hat das nicht.

Amazon muß selbst für die Bevorratung seiner Lagerartikel sorgen, inkl gebundenem Kapital und Waren die bei selbstverschuldeten Defekten oder unsachgemäßer Lagerung abgeschrieben werden. Ebay muß das nicht.

Die laufenden Kosten bei Amazon sind immens, bei ebay verschwindend gering.

Und genauso spiegelt es sich bei Apple wieder. Deren Ausgaben für Marketing speziell bei Generationswechsel def Handys sind exorbitant.
DIe Software und Hardwareentwichlung sowie auch innovative neue Produkte im Markt zu etablieren kosten immend Geld (siehe Tablets)
Das alles investiert Apple nicht weil das Geld weg muß, nein, nur um die eigene Reichweite zu erhöhen. Hier gehts um viele Millarden die Apple seit den 90er Jahren vorschiesst um jetzt zu ernten.

Dies alles macht Epic nicht. Sie nutzen die Millarden, wenn nicht Billionen Ausgaben seitens Apple aus um groß zu werden. Sobald sie das sind, fallen sie dem in den Rücken der ihnen am Meisten gebracht hat.

Sowas auch noch zu verteidigen ist ein Schlag ins Gesicht jener Unternehmer, welche mit viel Arbeit und Fleiss ihren Karren selbst aus dem Dreck gezogen haben.

Mc Fly

Sorry, aber ich hab nun schon mehr als einmal gesagt, dass es mir nicht um Epic geht, denn die 30% zahlt auch der kleine Software-Entwickler mit vielleicht 100000 Jahresumsatz, egal ob bei Apple, Steam….

Von daher bin ich dann mal raus

Daniel

Und uns gehts nicht um die 30 % an sich, sondern um das Verhalten eines „undankbaren Blutegels“ seitens Epic.

Nochmal. Sollen sie doch ein „Epicphone“ rausbringen mit eigener Software und die Kosten für Entwickler senken. Wenn das genug Nutzer hat, würden die alles aufmischen und Apple/Google hätten ein Problem überhaupt noch Entwickler für ihre ios oder Android zu finden.

DAS wäre ein wirkliches Signal.

Mc Fly

Ok, dann muß ich doch noch mal kurz ran.
„Der kleine Entwickler um’s Eck würde sich natürlich auch freuen, wenn er keine 30% abdrücken müsste….“

So beginnt mein ursprünglicher Beitrag, in dem ich auch noch darauf hinweise, dass es Mir eben Nicht um Epic geht, die genug Geld für solch eine Aktion haben.
Ich war mir jetzt aber nicht bewußt, dass das anscheinend so schwer verständlich von mir geschrieben wurde…..

Du schreibst „Sollen sie doch ein „Epicphone“ rausbringen mit eigener Software…“

Es geht nicht um ein Phone, sondern um einen Store mit Monopolstellung, in dem Software verkauft wird und diese kommt von Entwicklern, die extra für diese Plattform programmieren.
Würden Sie es nicht tun, hätte der Store nix zu verkaufen.

Und wie auch schon im ersten Post von mir geschrieben, kann man gerne Epic doof finden (oder was auch immer), aber es betrifft eben auch tausende andere Entwickler mit wesentlich kleineren Brieftaschen.
Und diese machen sich die Arbeit und entwickeln für eine Plattform um dann von jeden Euro Umsatz(!) (Nicht Gewinn) 30 Cent schon mal abzuschreiben.
Und wenn in diesem einen Euro 50 Cent Entwicklungskosten stecken, hätte der Store-Betreiber sogar einen höheren Gewinn ……

Und deswegen finde ich – wie schon mehrfach gesagt – die 30% Umsatzabgabe der Storebeteiber nicht mehr Zeitgemäß und eine reine Ausnutzung der Monopolstellung zum Nachteil der Entwickler (ja, auch Epic würde da als Entwickler dazu gehören 😁)

Das kann man selbst natürlich gaaaaanz anders sehen 😃
Aber es macht eben keinen Sinn mich mit „Epic=böse und Apple=gut“ bekehren* zu wollen, wenn ich extra betone, dass es mir insbesondere um alle Stores und die kleinen Fische dort drinnen geht.

So, nun hoffe ich, dass man halbwegs die Intension meines Ursprungsgedanken nachvollziehen kann 😃
(Es wäre hilfreich, die zwei viel zu häufig genannten Unternehmen, dabei gedanklich auszublenden)

bekehren* = dagegen argumentieren 😃
Passte Ausdruckstechnisch irgendwie nicht so Recht in den Satz, deswegen * 🙈

PS: hatte ich geschrieben „mal kurz“ 😱🙈

Daniel

Du schreibst „Sollen sie doch ein „Epicphone“ rausbringen mit eigener Software…“

Mit eigener Software bedeutet mit einem eigenen Store…wusste nicht, das ich alles bis ins Kleinste ausführen muß.

30% finde ich nicht zu viel, wenn man vorher viele Millarden, wenn nicht Billionen Dollar aufbringen musste, um in 20 Jahren von der fast Insolvenz bis zum erfolgreichen Unternehmen aufusteigen.
Es bleibt dabei. Jedem Unternehmen ist es freigestellt, nebenher ein eigenes Monopol aufzustellen. Ausser wenn man zu faul, zu dumm oder zu „arm“ dafür ist. Dann muß man einfach andere dafür bezahlen, für einen selbst die Kunden anzuschleppen.

Ich hoffe, das war unternehmensneutral genug ausgedrückt und verstäbdlich.

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Daniel
Mc Fly

„Mit eigener Software bedeutet mit einem eigenen Store…wusste nicht, das ich alles bis ins Kleinste ausführen muß.“

Und selbst wenn jeder kleine popelige Entwickler einen eigenen Store hätte, würde weder Google noch Apple diesen auf ihren Plattformen zulassen (Monopolstellung)

Da du dieses angesproche Problem meiner ursprünglichen Ausführung grundsätzlich ausser acht lässt, lassen wir es lieber, da es so nur ein „aneinander vorbeireden“ ist 🤷😊

PS: Als kleiner Entwickler umgehe ich die 30%, indem ich die Software kostenlos anbiete und mit Werbung spicke, deren Erlöse ich dann Plattformextern abrechnen….
Das mißfällt dann zwar vielen Kunden, von denen sich auch einige über nervende Werbung in den Kommentaren äußern, aber ist rentabler als das Produkt zu verkaufen…..

So, und nun bin ich wirklich raus aus diesem Thema 😉

Daniel

Edit. Für 30 % bekommt man die Chance , auf viele Millionen Kunden zuzugreifen, während man sonst nur eine Zielgruppe von ein paar Tausend erreichen würde. Weltweit massiv Werbung fürs eigene Programm zu machen, ist deutlich teurer als die 30 % in Kauf zu nehmen.
Und man hat noch eine Möglichkeit. Den Preis erhöhen.
Muß man halt abwägen.

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Daniel
Sanke

Zeitarbeitsfirmen behalten btw mindestens 50%+ vom Gehalt ein und fungieren wie die Stores als Mittelsmann um dir den Job zu verschaffen.

Snake

Erstmal was an die Redaktion: mir gefällt das neue Kommentsr Interface ^^ schön übersichtlich ^^
Jetzt mal zum Artikel: ich sehe hier Apple im Recht. Epic hat Vertragsbruch begangen und das ist strafbar. Was ich mich aber frage ist warum hat Epic nicht damals bevor sie den Vertrag unterschrieben haben gesagt ’nö. 30% sind zu viel.‘ Warum also erst jetzt? Ganz einfach weil die jetzt Kohle scheffeln mit Fortnite und keine Lust haben davon was abzugeben. Ich weiß warum ich Epic nicht mag, eben wegen solcher Aktionen und weil ich mir morgens im Bus von den Schülern das, für mich jedenfalls, nervige Geschwätz über Fortnite anhören muss -_-

Wolve In The Wall

Warum erst jetzt?
Ganz einfach, weil Epic damals noch in ganz anderer Position war. Als Fortnite auf iOS kam war es erst ca 6 Monate draußen; zwar schon mitten im Hype, aber eben doch noch relativ frisch. Für Epic dürfte das Hauptziel zu dem Zeitpunkt erstmal gewesen sein, sich selbst und das Spiel fest zu etablieren und zwar auf so vielen Plattformen wie möglich – was sie ja geschafft haben. Die 30% Provision von Apple fanden sie sicher damals schon nicht geil – so wie vermutlich jeder Entwickler da draußen – aber was willste da schon machen? Wenn du auf iOS willst gibt’s nur einen Weg und der führt über Apple – da muss man halt akzeptieren was Apple will.
Mittlerweile ist Epic im Vergleich zu Apple zwar immer noch „winzig“, aber dennoch etabliert und mit den nötigen Ressourcen ausgestattet um solche Streits auf Augenhöhe ausfechten zu können.

PS: Keine Ahnung, ob das wirklich seit Jahren geplant war oder ob ich Epic hier zuviel Strategisches Geschick zutraue. 😅

Leya Jankowski

Ganz davon ab, wer hier jetzt „im Recht“ ist, finde ich es schon irgendwo seltsam, dass hier die größtenteils sehr junge Community von Fortnite mobilisiert wird, sich dem Kampf der Firma so anzuschließen. Als ob ein 12-Jähriger das irgendwie hinterfragt, wenn sein Lieblingsspiel zu #FreeFortnite aufruft. Die fühlen sich dem Spiel gegenüber verbunden, Spiele gehören auch immer mehr zum Lifestyle dazu.

Nico Saborowski

Das ist ja aber die einzig logische Konsequenz. Die junge Zielgruppe ist doch das womit Epic „Druck“ aufbauen kann. Die versauen mehr oder weniger einen kompletten, zukünftigen Kundenstamm von Apple.
Diese 12-jährigen werden irgendwann selbst mal Geld für ein Smartphone ausgeben… mit dem Gedanken im Hinterkopf/im Unterbewusstsein „Apple hat mir früher mein Lieblingsspiel genommen, die support ich nicht!“.

Ob das nun moralisch richtig ist, darüber lässt sich streiten. Rein von der Strategie her find ich das aber schon smart von Epic… zumindest in der Theorie.

Sowas gab es schon früher: Pepsi vs. Cola, Adidas vs. Nike , … diese Unternehmen haben nicht nur sich immer in einem guten sondern auch den Konkurrenten in einem schlechten Licht dargestellt.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Nico Saborowski
Envy

Für dein Beispiel müssten beide Seiten irgendwo schon auf Augenhöhe sein. Pepsi vs Cola Getränke und Adidas vs. Nike Sportartikel…das passt. Aber hier geht es um Software Produzent der den meisten Umsatz mit einem einzigen Spiel macht vs. Tech-Gigant.

Man könnte es mit Mercedes-Benz und nem Schrauben-Hersteller vergleichen.

Mercedes verwendet eine einzige Schraube (die eigentlich nur Zusatz ist und nicht unbedingt benötigt werden würde) für die Autos die sie bauen. Die Autos fahren auch ohne Probleme ohne diese Schraube. Dennoch möchte der Schrauben-Hersteller mehr Umsatz für diese eine Schraube haben.

Da ist es einfach zu sagen, wir brauchen diese Schraube nicht unbedingt…macht was ihr wollt. Wenn man natürlich darauf eingeht, dann möchte nicht nur der Schrauben-Hersteller mehr vom Umsatz sondern auch alle anderen Zulieferer mehr vom Umsatz, das wiederrum macht sich doch deutlich bemerkbar.

Ob jetzt die Fans dieses Schrauben-Herstellers alle sagen…nee die verwenden meine lieblings-schraube nicht…ich werde mir deswegen keinen Mercedes kaufen…naja das sei mal dahingestellt.

Das ist ein Beispiel nur um mal die Relation zwischen beiden zu sehen. Epic ist da ein winzig kleines Licht am Himmel, das man kaum sieht.

Sanke

Bei uns in Deutschland war Werbung die eine andere Firma schlecht darstellt btw damals Verboten.
Ob es „klug“ ist oder nicht ist recht unwichtig weil es schlicht nicht moralisch ist und Epic sich dauernd als „moralisch korrekter Held“ darstellen will, das sind die aber auf keinen Fall.
Ja Apple ist auch ein Sau Haufen, aber darum ist es so nett von der Seite zu schauen wie die sich die Köpfe einhauen :).

N0ma

Naja geht ja auch um deren Geld, gerade diese Altersgruppe zahlt das meiste. Da fragt auch keiner, eigentlich müsste da ein Kinderschutz gelten. Das beträfe dann natürlich Epic direkt.

Phil

Naja ich denke das sich hier beide Unternehmen durch das öffentliche austragen ihres Streits nicht grade mit Ruhm bekleckern…
Das Apple sich nun wie ein kleines unschuldiges Rehkitz darstellen möchte und Aussagen tätigt wie „wir haben zudem jede neue Season von Fortnite kostenlos beworben“ ist ebenso lächerlich, -wie leicht durchschaubar. Natürlich haben sie das getan, aber ganz sicher nicht aus Nächstenliebe, das ist reines wirtschaftliches Eigeninteresse (das ist natürlich völlig in Ordnung aber man versucht es eben anders darzustellen und „ver-Appelt“ somit die Leute…)

Auch Aussagen wie „Apple stellt Epic als Räuber dar und/oder undankbar und arrogant“ dar…
An der Stelle musste ich wirklich lachen, also wer sich mal ein wenig mit der Person Steve Jobs und Apple beschäftigt hat wird den Witz dieser Aussagen verstehen. Und Räuber? Naja da haben zig tausende App Entwickler bestimmt auch eine klare Meinung -bei 30% Abgaben.

Beide Parteien sind in ihrer Heuchelei lächerlich.
Die eine Seite mobilisiert ihre „Kinder-Soldaten“ die andere versucht sich als Heilsbringer ins heilige Licht zu rücken… Samefags

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Phil
Nthusiast

Am Wochenende saß beim Abendessen im Restaurant der Sohn eines Freundes (3. oder 4. Klasse Grundschule) am Tisch und irgendwie ging es darum, dass er ein neues Handy braucht/will/haben muss…
Irgendwann kam dann die Aussage „..eigentlich ein iPhone, aber Apple ist gerade böse zu meinem Lieblingsspiel.“
Epic baut sich hier die eigene #FreeFortnite-SocialMedia-Kinderarmee auf und füttert sie mit Comic-Filmchen im Fortnite-Stil.

Derselbe Knirps hat neulich übrigens auch gesagt, dass er zum Geburtstag 100 € bekommen hat, die er in Fortnite ausgeben will. Und auf meine verdutzte Rückfrage meinte er, dass er mit seinem Geld ja machen kann, was er will..

Egal wer hier im Recht ist: ich hoffe, Epic fliegt ordentlich auf die Nase!

Wolve In The Wall

„Laut Apple habe Epic Games mehr als 600 Millionen US-Dollar durch den App Store verdient.“

Im Umkehrschluss hat Apple also in den 2,5 Jahren ca. 257 Mio. verdient – und das wohlgemerkt nur durch Fortnite! (und ohne mit Entwicklung/Support des Spiels was am Hut zu haben)
Da kann man nur den Gesamtumsatz von Apple durch den AppStore – ganz ohne etwas dafür tun zu müssen – erahnen. Da würde mich mal interessieren, wie viel der 30% Abgabe am Ende wirklich in Personal, Ressourcen usw fließen und wie viel auf die Bank. Wenn allein Fortnite soviel Geld bringt, dann scheint die 30% Provision ja doch etwas unverhältnismäßig hoch angesetzt. (wovon ich ohnehin von Beginn an überzeugt bin/war)

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Wolve In The Wall
Envy

Im Umkehrschluss hat Apple also in den 2,5 Jahren ca. 257 Mio. verdient – und das wohlgemerkt nur durch Fortnite! (und ohne mit Entwicklung/Support des Spiels was am Hut zu haben)“….

Apple hat 2019 ca. 260 Milliarden Umsatz gemacht. 257 Millionen sind dann davon weniger als 0,1%…da es 257 Mio in 2,5 Jahren waren, sind es eigentlich sogar weniger als 0,05% was Apple mit Fortnite verdient hat.

Soll nicht arrogant klingen aber auf 0,05% Umsatz kann man auch verzichten.

Sanke
  • „Epic hätte alle möglichen technischen Hilfen und Programme in Anspruch genommen und über den App Store Millionen von Kunden erreicht
  • Apple hätte zudem jede neue Season von Fortnite kostenlos beworben, auch freundliche Tweets gesendet“

Steht so in dieser News drin, frag mich nicht was das genau ist aber in irgendeiner Form haben die offenbar laut Apple schon Hilfe gehabt.

Alexander

Hier wird gerade Apple als die „bose“ Firma dargestellt. Das aber Google in seinem PlayStore Fortnite ebenfalls rausgeworfen hat, wird niergendwo erwähnt. Hier denkt sich Google nämlich „Lass Apple mal machen, wir werden einfach wenn der Streit beigelegt ist Fortnite wieder anbieten und fertig“! Google verdient imo auch nix mit Fortnite ergo auch Epic nichts durch den PlayStore!

All Might

anders als bei apple kann epic games aber auf android fähigen geräten einen eigen vertrieb über ihre eigene plattform machen und sind daher garnicht auf den playstore angewiesen
mit dem appstore geht das nicht weil so etwas nicht gebilligt wird. von apple hört man dazu immer das, für mich, fadenscheinige argument der sicherheit der benutzer und die deswegen gerechtfertigte diktatur des appstore

Todesklinge

30% NUR für den Vertrieb ist einfach zu viel.
Das gilt auch für Steam!

Bodicore

Ja definitiv, vollkommen übertrieben. Kein Wunder macht jeder grosse Konzern eine eigene Plattform auf.

Snake

Epic hat den Vertrag unterschrieben. Warum haben sie damals nicht schon gesagt ’ne das ist zu viel.‘? Epic hat hier eindeutig Vertragsbruch begangen und das ist strafbar.

Todesklinge

Häufig mangelt es an Alternativen und Geld.
Knebelvertrag oder kein Vertrag… beides ist schlimm.

Phil

Leben und Leben lassen…
Ein Ansatz der schon lange nicht mehr richtig funktioniert.

Nico hat es in seinem Kommentar schon recht gut beschrieben. Vergleicht man den Arbeitsaufwand beider Unternehmen ist das Verhältnis 70 zu 30 tatsächlich ein schlechter Witz.
Appel sagt das Epic über 600 Millionen US-Dollar durch den App Store verdient hat. Bei dieser Aussage gibt es zwei Fehler, zum einen erwähnen sie NICHT das sie selbst an Epic somit über 257 Millionen verdient haben und zum anderen hat Appel lediglich eine Dienstleistung angeboten. Somit ist die Wortwahl „durch den App Store verdient“ nicht wirklich zutreffend denn diese Dienstleistung könnte durch XYZ „ohne weiteres“ ersetzt werden. Umgekehrt funktioniert das eben nicht.

Wenn ich ein Produkt entwickel und dieses über einen x-beliebigen Anbieter vertreibe, kann er schließlich nicht behaupten ich würde durch ihn verdienen. Ich würde dann lediglich durch die Reichweite seiner Dienstleistung einen Vorteil haben aber es ist dennoch das Produkt welches die Kohle einbringt und nicht umgekehrt.

Naja vielleicht findet Epic einen anderen Anbieter der nicht so vermessen ist -oder entwickelt etwas eigenes bei dem sie nicht gezwungen sind solch einen „frechen“ wucherpreis zu bezahlen.

Einer „kleiner“ App Entwickler der wirklich viel Arbeit, Know-how und Zeit investiert hat wird es nicht so einfach haben diesen zu umgehen, dieser wird dann wohl oder übel, mangels Alternativen, gezwungen sein diese bittere 30% Pille zu schlucken.

Sanke

Epic hat bereits PC, Playstation, XBox, Switch und Android, nur Apple ist wirklich weg derzeit.
Du sagst ja das die Reichweite des Stores egal ist, bei Android hält der Store tatsächlich nicht davon ab zu installieren und es gibt alternative Stores. Dennoch gab es einen ca. 50% Einbruch bei den Einnahmen (andere News auch hier auf MeinMMO).

Phil

Nein das habe ich nicht gesagt…
Die Reichweite IST eben der ausschlaggebende Grund warum man sich auf diesen Deal überhaupt erst einlässt.

Alexander

Die anderen „kleinen“ App Entwickler gibt es aber nur weil sie ihre Apps in Stores wie Appstore oder Playstore anbieten. Anders würden sie keinen Cent verdienen!

Phil

Das ist schon korrekt. Aber der Grund dafür liegt nicht darin das die Entwickler 30% für einen spitzen Deal halten sondern ganz einfach am Mangel an Alternativen.
Die Reichweite der beiden Stores ist einfach gewaltig und die Konkurrenz… Nun ja, -quasi non existent.
Selbst bei 50 oder mehr Prozent hätte man (leider) kaum eine Wahl als den Pakt einzugehen. Verhandlungen (entgegen der Meinung einiger) ist mit solchen Konzernen NICHT möglich, die Bedingungen sind komplett einseitig festgelegt.

Frank

Der Arbeitsaufwand liegt doch nicht alleine im Unterhalten des Appstores. Viele vergessen wohl, dass man für den Appstore auch die Geräte benötigt. D.h. man muss alles mit einrechnen. Von der Entwicklung über die Produktion bis zum Marketing der Endgeräte also der iPhones. Klar verdienen die schon am Verkauf der Geräte d.h. ja aber nicht, dass der Gewinn aus den InAppKäufen ungerechtfertigt sei. Ich persönlich halte 30% auch für zu viel aber immerhin ist Apple so „fair“ und behandelt alle Kunden gleich. Man könnte auch individuelle Verträge aushandeln und gewissen Anbietern noch mehr abknüpfen. Jeder der in DE mal im Automotivebereich gearbeitet hat weiß wovon ich rede. Da wird mit ganz anderen Bandagen verhandelt.

Phil

Deine vergleich ist realitätsfremd, schließlich gibt es in diesem Sektor kein Allokationsproblem.
Aber mal ganz davon abgesehen sagt Du selbst das alles mit eingerechnet werden muss… Dann tue das doch auch und setzt die Kosten dem Gewinn gegenüber.
Natürlich haben sie Ausgaben (das alleine schon zu erwähnen ist albern), es hat niemand behauptet das sie auf einer unversiegbaren Ölquelle sitzen bei der sie ohne Zutun von jedem Geld erhalten der sie nutz…
Im Umkehrschluss könnte man auch behaupten das App Entwickler ja auch „nur“ einmal entwicklungsarbeit leisten und das ganze dann zum selbstläufer avanciert und sie bequem 70% einstreichen. Das stimmt so natürlich auch nicht…

Der springende Punkt liegt aber darin das Apple 30% von x-anbietern erhält. Egal ob tausend oder eine Milliarden Nutzer, die Kosten steigen nicht mal im Ansatz proportional dazu an.

Die Gewinnemarge an den Handys liegt bei Apple über 25% (sofern man den hohen entwicklungskosten die sie angeben glauben schenken mag) sie werden also nicht erst durch den App Store refinanziert. Es gab auf 3sat mal eine Reportage bei der es um sehr hohe Gewinnmargen ging, da es kaum möglich ist zu prüfen wie hoch die tatsächlichen entwicklungskosten sind, gibt es viele große Unternehmen die ihre tatsächlichen Gewinne dadurch verschleiern. Oft gibt es schon Marktreife Ideen die Jahre lang in der Schublade liegen bevor sie in die Produktion gehen nur um an anderen Stellen die Gewinne künstlich durch den Vorwand der hohen Entwicklung zu drücken, damit das funktioniert müssen aber auch Leute in ganz anderen Bereichen involviert sein…
Wie auch immer, ich persönlich glaube auch nicht das Apple jedes Jahr das Rad neu erfindet und Multi-Milliarden in die Entwicklung ihres neusten iPhone gesteckt hat.
30% ist und bleibt einfach heftig, aber (momentan zu mindest) leider alternativlos.

Luripu

Lösung:
Epic verschenkt seine Skins/Battlepass in Fortnite.
So bekommt Apple keinen Cent und Epic steht gut da bei den Spielern.^^

Nico Saborowski

Das ist also die Apple-Gegenstrategie: Dem Gegner vorwerfen, dass es nur um’s Geld geht.

Aber natürlich geht es nur um’s Geld. Das schließt Epic ja nun aber auch gar nicht aus… nur eben mit einem anderen Blick: Die wollen das Geld, wenn man Epic Glauben schenken möchte, in die Entwicklung von Fortnite (und wahrscheinlich auch anderen Epic Games) stecken. Hab ich jetzt nichts dagegen. Das kann doch auch nur im Interesse jedes Gamers sein.

Stellt euch mal vor: Die mobile Games in die ihr investiert habt hätten 30 Prozent mehr monetäres Guthaben für die Weiterentwicklung ihrer Games.

Gibt es eigentlich Aussagen von Epic, welche Marge man für angemessen hält? Ich lese immer nur: 30 Prozent sind zu viel. Das klingt ja eher danach, als dass man hier nicht komplett Apple die Felle stehlen will sondern bei einer niedrigeren Marge (25, 20, 15,…) kompromissbereit wäre.


Edit & Zusatz:

An diesem Beispiel sieht man übrigens sehr gut, dass der Neoliberalismus in der Krise steckt. Also ein System, dass immer wieder predigt: Wettbewerb ist gut ! Wettbewerb belebt das Geschäft ! Vom Wettbewerb profitiert vor allem der Kunde ! … und nebenher gibt es ein Quasimonopol nach dem anderen (Google, Facebook, Disney, Amazon, …) -> Firmen, die jeden Wettbewerber entweder gleich komplett zerstören oder eben diesen ihre Marktbedingungen aufpressen.

Das was Epic hier macht ist wenigstens der Versuch diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Das machen die, weil die sich das irgendwie leisten können. Kleine Unternehmen hingegen sind auf Apple angewiesen und MÜSSEN diese 30 Prozent ohne wenn und aber bezahlen wenn sie nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken wollen. Sprich: Apple (und andere Unternehmen) entscheiden, wer den Markt unter welchen Bedingungen betreten darf. Wenn Apple und Co. staatliche Institutionen wären, hätte das ja schon sozialistische Züge.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Nico Saborowski
Sanke

Sweeny redet schon davon das Epic es um das „richtige“ geht und scheint sich als moralisch besser darstellen zu wollen.
Ob es für uns gut ist wenn Epic an Macht zunimmt sei dahin gestellt.
Sogar wenn China nicht direkt in Epic sich einmischen kann erhalten sie gute Anteile des Gewinns durch Aktien.
Hast du dich zB mal mit der Filmindustrie beschäftigt? Die wollen unbedingt in China Fuß fassen aber am Ende schauen die Chinesin vor allem eigene Produktionen die sich von Hollywood in der Zwischenzeit ganz viel abgeschaut haben (immerhin muss man dort produzieren, Leute aus dem Land einstellen ect).
Auch andere Industrien die dort zu produzieren/-ten wurden verdrängt und kopiert.

Also auch wenn etwas gutes bei rumkommen kann, nicht alles da dran ist Zwangsläufig gut.

Aber ich stell mir vor die hätten statt 70% die 88% die Epic will was Effektiv gut 25% sein sollte.
Wieso glaubst du das die das in die Entwicklung neuer Titel stecken und sich nicht der CEO in die Tasche steckt oder der Publisher? *hustzB2Khust*

PS: Ist Epic nicht auch in einer Monopol Stellung für den Verkauf von den Skins im Spiel?

PPS: Ja ich fordere dich grade dazu anderen Sichtweisen zu erkennen.
Ich selber glaube Epic das ganze nicht weil die sich öfter nicht an das gesagte hielten ABER du entscheidest für dich selber zumal zumindest die „Oligopol“ Sache an sich schon nicht ganz falsch ist, auch wenn sie aus der Schwierigkeit in den Markt zu kommen entstanden ist.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Sanke
Herlitz
PS: Ist Epic nicht auch in einer Monopol Stellung für den Verkauf von den Skins im Spiel?

Nein, wieso?
Wenn Epic die Skinpreise verdreifacht kannst du problemlos das Spiel wechseln.
Was Gebühren von Sony/MS im PS/Xbox Store angeht, darüber könnten sich Juristen in der Tat streiten.

Wenn Apple die Gebühren auf 90% erhöht, Entwickler es an die Kunden weitergeben müssen, kannst du nicht ohne erheblichen Aufwand zu einem anderen Store bzw. Ökosystem (was einen Gerätekauf voraussetzt) wechseln.

Sanke

„Nein, wieso?“
Monopol: marktbeherrschendes Unternehmen oder Unternehmensgruppe, die auf einem Markt als alleiniger Anbieter oder Nachfrager auftritt und damit die Preise diktieren kann
Weil der Marktplatz für Skins in Fortnite nur und ohne Ausnahme von Epic bestimmt ist.

Du steckst auch Zeit in deinen Account beim Spiel.
Und in die Leute mit denen du spielst, das ist ein Kern Element von Online Spielen und „Live Service“ Titeln das du eben genau deswegen nicht einfach wechseln kannst.

Wobei ich zustimme das es bei Konsolen auch nur einen Store gibt was ebenfalls eine Form des Monopols ist, immerhin gibt es bei den Spielen nur einen Anbieter und bei den Konsolen Shops auch.

PSN, E-Shop ect werden am ehesten durch den Einzelhandel und Online Shops wie GoG/Steam usw beeinflusst.
Bei Fortnites Shop sagtest du ja schon richtig das andere Spiele den einschränken.
Beides sind bedingt erfolgreiche Maßnahmen die von zig Faktoren abhängen.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Sanke
Nico Saborowski

Monopol: marktbeherrschendes Unternehmen oder Unternehmensgruppe, die auf einem Markt als alleiniger Anbieter oder Nachfrager auftritt“ – Du schreibst es. Es geht um Märkte.

Fortnite ist aber kein Markt. Fortnite an sich ist ja schon das Produkt.

Folgt man dem, könnte man ja auch sagen: Wieso darf nur Ubisoft „Assassins Creed“ spiele vertreiben? Das ist ja eine Monopolstellung….. mit dem Unterschied, dass auch das „nur“ ein markenrechtlich geschütztes Produkt und kein Markt ist. Jeder darf Spiele wie Assassins Creed herstellen, muss die nur anders benennen.

Der App Store hingegen ist zwar auch ein Produkt, aber primär ein Marktplatz, der eben von einem Unternehmen gesteuert wird. Apple fungiert dabei als Türsteher zu diesem Marktplatz, fernab von staatlichen Regelungen.

Jetzt kann man zwar sagen: Aber Apple hat doch das Recht dazu, die haben sich das ja alles aufgebaut. Klar haben sie das. Gibt man das aber zu, spricht man eben von einem Monopol… oder eben, dank Alphabet, von einem Duopol.

Man kann von Epic und seinen Absichten halten was man will, aber, wie gesagt, die decken hier was auf, was eigentlich vielen mal zu denken geben sollte. Eine Marktstellung, die diese Riesenunternehmen einnehmen sind immer Duo- oder Oligopole… das ist halt die Folge vom Kapitalismus, der ja darauf ausgelegt ist, dass man der Konkurrent immer einen Schritt voraus sein sollte um Gewinne einzufahren. Umso besser ist ja dann, wenn einfache keine oder nur sehr wenig Konkurrenz existiert.

Sanke

Das wär eine Sache die ich mir vom Gesetz her sehr gerne mal erklärt anhören würde. Ist ein „Store“ in einem Spiel explizit Teil des Spiels oder ein Markt in dem etwas verkauft wird in der selben Weise wie es ein App Store ist und wie die Unterscheidung ist zwischen Sachen wie Skins, die „jeder“ erstellen könnte und diversen anderen Sachen wie „Boostern“ die dann direkt in die Mechanismen greifen.
Da wär es cool wenn Apple gegen Klagen würde und alternative Skins anbieten wollte XD…

Die 30% sind so ziemlich das was schlicht zu Beginn für digital distribution genommen wurde. Zum Vergleich, physical war bei 50% was effektiv aus 1 Dollar -> 1,40 Dollar macht.

PS: „Oligopol“, es gibt bei Android nicht nur den Android Store weil die nicht einschränken. Das Monopol wär wirklich nur in Hinsicht auf Apple selbst (15-20% Marktanteil in Deutschland)

Wolve In The Wall

Sehr gut ausgeführt – kann man nicht anders sagen. Verstehe jeden, der Epic und/oder deren reale Absichten kritisiert, aber am Ende ist’s doch gut, dass sich hier zwei Milliardenschwere Unternehmen um eine grundsätzlich korrekte Fragestellung (Appstore = Monopol? , 30% = unverhältnismäßig?) zoffen. Wir als Verbraucher haben dabei ja letztlich nix zu verlieren – entweder Epic kommt durch und wir zahlen weniger oder sie verlieren und es bleibt alles beim alten. 🤷‍♂️

Bin auf jeden Fall mal gespannt wie es am Ende ausgeht – Epic sind ja nicht die ersten, die dahingehend Anlauf nehmen, aber vielleicht die ersten mit den nötigen Ressourcen. Aber irgendwie kam Apple aus solchen Nummern bisher immer unbeschadet raus.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Wolve In The Wall
Herlitz

Der Shop in Fortnite ist mMn kein „Markt“.
Der relevante Markt dürfte hier „(Online)-Videospiele“, oder so ähnlich, sein.

Unter dem sachlich relevanten Markt ist folgendes zu verstehen:

"Der sachlich relevante Produktmarkt umfaßt sämtliche Erzeugnisse und/oder Dienstleistungen, die von den Verbrauchern hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Preise und ihres vorgesehenen Verwendungszwecks als austauschbar oder substituierbar angesehen werden."

„Meine Kumpels spielen aber alle Fortnite!“ ist da ein schwaches Argument.

Sanke

Du kannst das gerne so sehen, ich bin interessiert wie es eben rechtlich laufen würde wenn man es wirklich auf den „Prüfstand“ legt.

N0ma

besser kann mans nicht beschreiben,so ist es
„Gibt es eigentlich Aussagen von Epic, welche Marge man für angemessen hält?“
Wie in ihrem eigenem Shop 12%, denke aber auch kompromiss bereit wären die. Nur Apple nicht,die werden freiwillig nicht 1% runtergehen.

Was man übrigens noch dazusagen kann, es geht ja gar nicht um Sachen die direkt über den Apple Shop verkauft werden, sondern um die welche über die Epic Plattform verkauft werden. Davon will Apple auch seine Prozente und das ist schlicht gierig.

Ja Wettbewerb für die anderen aber nicht für einen selbst, aber immer schön Wettbewerb predigen, hat man leider immer öfter.

Sanke

Also wenn (nur ein Beispiel) Ubisoft die großen Titel „gratis“ runterladen lässt und das Spiel per „ingame Store“ freischaltbar macht für den regulären Preis wär das ja dann unfair wenn der Shop über den es vertrieben wird Geld will? Weil es ja kein Geld beim Verkauf im Store verlangt?

Herlitz

Die Darstellung ist falsch. Apple verlangt keine Gebühren für Verkäufe auf fremden Plattformen, wie denn auch?

Apple diktiert aber, dass die (In-App-Purchase-)Preise im App Store nicht höher sein dürfen als anderswo.
Apple verbietet auch den Hinweis auf externe Kaufoptionen. Daher lässt sich (iirc) kein Abo für Spotify oder Netflix via App Store abschließen, und ein direkter Link dorthin fehlt auch.

Und der Laden verbietet dir sogar auf die Höhe der Provision hinzuweisen! Es wird einfach Zeit, dass die Wettbewerbsbehörden die fetten Tech-Konzerne in die Schranken weisen.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Herlitz
Sanke

Das ist keine Darstellung hinsichtlich des Apple Stores sondern ein Vergleich hinsichtlich der Aussage das Apple keinerlei Recht auf Anteile an in App Verkäufen hat.
Ich versuche es noch einmal anders zu beschreiben.
Wenn Apple (oder jeder x beliebige andere Shop) keinerlei anrecht auf Anteile an in App Verkäufe hat dann könnte man jedes Anrecht auf Anteile umgehen indem man es zu einem „gratis“ Spiel macht und den Preis erst in der App/dem Spiel verlangt.

Nochmal, das ist keine Darstellung das Apple Gebühren für fremde Platformen nehmen würde und war es auch nie, ich hab auch keine Ahnung wie du da drauf kommst.

Nthusiast

Sehe ich es eigentlich richtig, dass Apple praktisch gar nichts mehr mit Fortnite verdienen würde, wenn die ingame-Zahnungmöglichkeit durchkommen würde?

Sanke

Oh man, beide sind so cringe.
Als ob es auch nur einer dieser Firmen nicht um Zaster gehen würde.
Da gibt es nur eins was man machen kann, Popcorn… und vielleicht ne Cola auf.

Bodicore

Auf keinen Fall mach ich ne Cola auf!
Nicht dass Epic und Apple von Cola noch Werbegelder einklagen.

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