Bungie hat Destiny 2 zu einem faireren Ort gemacht und einen großen Cheat-Anbieter zur Aufgabe gezwungen. Die Community feiert, aber ist das Spiel jetzt frei von Hacks?
Das ist endlich passiert: Bungie hat einen wichtigen Sieg gegen Cheater eingefahren. Denn der große Cheat-Anbieter “Perfect Aim” vertreibt seine Schummel-Software nicht länger für Destiny 2.
Das feiern ehrliche Spieler seit dem vergangenen Wochenende (17.-18.10). Voller Häme teilen sie einen Screenshot des besagten Anbieters, der seine Kunden darüber informiert, dass der Cheat-Support für Destiny 2 eingestellt werden musste:

Und in der Tat, ein Besuch dort bestätigt, dass “Perfect Aim” die Segel gestrichen hat – zumindest gibt es keine Cheats mehr für Destiny 2. Andere große Spieler wie CS: GO oder Apex Legends werden aber auch weiterhin noch unterstützt.
Damit hat Bungie das grassierende Cheater-Problem, das vor allem das PvP am PC befallen hat, an der Wurzel angepackt:
So ging Bungie vor: Interessant ist, dass Destiny-Entwickler Bungie das selbst das gar nicht an die große Glocke hängte. Wir können dem Statement auf “Perfect Aim” aber entnehmen:
Ein Anspruch wurde von Bungie, Inc. (“Bungie”) erhoben, der anprangert, dass dieses Produkt gegen die Lizenzvereinbarung des Spiels [Destiny 2] verstößt. Darüber hinaus wurde die Forderung erhoben, dass wir den Verkauf dieses Produkts einstellen und unterlassen.
Das Statement driftet dann etwas ins Lächerliche ab, wenn “Perfect Aim” schreibt:
Wir werden uns nicht dazu äußern, ob diese Behauptungen gerechtfertigt sind oder nicht, haben aber beschlossen, dieser Forderung trotzdem nachzukommen. Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten, die unseren Kunden entstanden sind.
Der Cheat-Seller gibt also kampflos auf, auch wenn der eigenen Aussage nach nicht bestätigt sei, dass sie gegen irgendwelche Lizenzvereinbarungen verstoßen haben. Ein Blick in die Richtlinien auf Bungie.net sollte dafür ausreichen.
Übrigens, auch Bungies alter Partner Activision Blizzard zwang kürzlich einen Cheat-Anbieter in die Knie:
Die ehrlichen Spieler triumphieren in Destiny 2
Ist Destiny 2 nun Cheater-frei? Leider nein. Auch wenn Cheats von “Perfect Aim” nun die Fairness nicht länger gefährden, bedeutet dies nicht, Destiny 2 sei spontan geheilt.
Der PvP-Experte Atzecross meinte aber (via YouTube) “Perfect Aim war die sicherste und einfachste Webseite, um Aim-Bots zu bekommen […] Viele, wenn nicht 90 % aller Leute, die in Destiny 2 Aim-Hacks nutzten, hatte ihre Cheats von dort”. Ob das wirklich so stimmt, können wir aber nicht verifizieren.
Die Hüter machen sich über Cheater lustig: Die Spieler feiern aber trotzdem und machen sich mit Screenshots aus den Cheater-Foren lustig über deren Beschwerden:
Weiter heißt es auch, dass “diese verdammten YouTuber Schuld seien” (via Twitter) – da diese sich in ihren Videos immer über die Cheater beschwerten.
Mit dem Vorgehen hat Bungie ein wichtiges Zeichen gesetzt. Denn lange hallte Rufe durch die Community: “Bungie unternimmt nichts gegen Cheater”. Das Timing dafür war mit dem anstehendem Release der Erweiterung Beyond Light gut gewählt.
Viele hätten sich das Durchgreifen aber sicher schon deutlich früher gewünscht. Nach dem wichtigen Schlag gegen den Cheat-Anbieter muss Destiny 2 jetzt noch seine internen Anti-Cheat-Maßnahmen verbessern. Wir wissen aber, dass der Destiny-Entwickler darüber nur wenig an die Öffentlichkeit trägt, um sich von den Schummlern und Hackern nicht in die Karten schauen zu lassen.
Was denkt ihr, wird das PvP jetzt deutlich fairer ablaufen oder war das nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
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