Das Play2Earn-Spiel MIR4 (PC, iOS, Android) ist im Juni 2022 das zweitgrößte MMORPG auf Steam – nur Lost Ark ist noch größer. Aber das Onlinerollenspiel stellt einen absurden Negativ-Rekord auf: Mittlerweile hat man weltweit über 13 Millionen Accounts gebannt. Das ist mehr, als in vielen Ländern der Welt überhaupt leben.
Wie viele Leute hat MIR4 mittlerweile gebannt? Laut dem neuen Report von Wemade ist man am 27. Mai 2022 bei 13.004.185 gebannten Accounts angelangt (via FB).
Wären die gebannten Menschen von MIR4 Einwohner eines Landes, stünde es auf Platz 75 der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, noch vor Ländern wie Tunesien (11.8 Millionen), Belgien (11.6 Millionen) und Kuba (11.3 Millionen) und weit vor Österreich (9 Millionen) oder der Schweiz (8.7 Millionen). Alle Daten stammen von Worldometers.
Wie viele Spieler hat MIR4 auf Steam? MIR4 hat aktuell knapp 54.000 gleichzeitige Spieler (via steamcharts.com), damit liegt man deutlich über MMORPGs wie Final Fantasy XIV (14.750) oder Black Desert (12.200).
Allerdings ist man weit von den Spielerzahlen bei Lost Ark entfernt (605.000) – wobei man ironischerweise davon ausgeht, dass Lost Ark eigentlich viele seinen Spieler bannen müsste, leidet doch auch das MMORPG von Smilegate unter einem erheblichen Botproblem.
MIR4: Viele Botter vs. hohes Interesse Botter zu bannen
Warum werden bei MIR4 so viele Leute gebannt? Es kommen zwei Faktoren zusammen:
- Es ist “lukrativ” bei MIR4 zu botten, denn man kann durch das Farmen und Grinden tatsächlich Geld im Spiel verdienen. MIR4 ist ein „Pay2Earn“-Spiel: Dinge, die man im Spiel verdient, lassen sich direkt verkaufen. Wahnsinnig viel Spaß macht das MMORPG allerdings nicht, wie aus den Reviews von MIR4 bei Steam hervorgeht.
- Die Entwickler haben ein großes Interesse daran, dieses Botten zu verhindern, denn durch das Botten entsteht ein Überangebot. Dadurch sinkt der Wert der Items, die man sich im Spiel verdienen kann. Es sollen also möglichst nur „echte Spieler“ mit MIR4 verdienen können, idealerweise kaufen die sich nämlich auch Items oder Helden in MIR und stellen so eine Nachfrage sicher.
- Wenn gebottet wird, sinkt der finanzielle Gegenwert jeder Stunde im Spiel – und der ist ohnehin schon niedrig. Daher verfolgt Wemade eine “0-Toleranz”-Politik beim MMORPG.
Play2Earn-Spiel MIR4 ist vor allem auf den Philippinen beliebt
Wer verdient denn mit sowas Geld? Bei sogenannten Play2Earn-Spielen sind vor allem Spieler aus Ländern aktiv, die über eine schwache Wirtschaft und Währung verfügen.
Weltweit ist MIR4 vor allem in den Philippinen beliebt. Dazu gibt es noch ein relativ hohes Interesse an MIR4 in Thailand und Laos.
Man kann wohl davon ausgehen, dass die meisten gebannten Spieler Menschen aus den Philippinen sind, die sich mit Bots in MIR4 etwas dazu verdienen wollten.
Ein ähnliches Phänomen sehen wir bei dem Spiel Axie Infinity:
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