Mit der Vulcan II Max hat Roccat seine neuste Gaming-Tastatur im Angebot. MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann konnte die Tastatur testen. Lohnt sich der Nachfolger der beliebten Tastatur-Reihe?
Das Wichtigste in Kürze:
- Bei der Roccat Vulcan II MAX handelt es sich um den Nachfolger der Roccat Vulcan 121 bzw. der Pro-Version mit optischen Switches. Die offenen Tasten bleiben gleich, im Detail verändern sich vor allem Feinheiten wie abgerundete Ecken und eine beleuchtete Handballenauflage. Wie bereits beim Pro-Modell sind jetzt optische Switches verbaut und keine mechanischen Switches.
- Mit 229 Euro orientiert sich die Gaming-Tastatur im oberen Preisspektrum. Den Vorgänger bekommt ihr aktuell (Februar 2023) noch für rund 100 Euro. Die Vulcan Pro gibt es ebenfalls noch für rund 130 Euro.
- Die Verarbeitung und die optischen Switches können im Test überzeugen, einige Designentscheidungen finde ich eher fragwürdig und stören den positiven Gesamteindruck.
Um welche Tastatur geht es? Die Vulcan-Reihe gehört vermutlich zu den bekanntesten Produkten des deutschen Herstellers Roccat. Die Gaming-Tastaturen setzen auf ein markantes Design, eine bunte RGB-Beleuchtung und hauseigene Titan-Switches unter den Tastenkappen.
Ich konnte jetzt mit der Vulcan II Max die Neuauflage der Vulcan ausprobieren. Fühlt und tippt sich die Tastatur immer noch genauso gut oder sogar noch besser? Immerhin ist die Vulcan 121 für mich die beste Gaming-Tastatur im Alltag, mal abgesehen von den ABS-Tastenkappen. Das coole Design und die guten Titan-Switches von Roccat boten mir bisher einfach eine fast perfekte Kombination.
Meine Erfahrungen und mein Fazit könnt ihr in diesem Artikel nachlesen und ich erkläre, ob sich die Tastatur lohnt, insbesondere für Personen, die über ein Upgrade nachdenken.
Wer hat da getestet?
Ich habe ein Faible für Gaming-Mäuse und besitze privat mittlerweile über 20 Gaming-Mäuse und habe über 15 Tastaturen getestet. Bei MeinMMO teste ich seit 2019 Hardware für unsere Leser. Neben dem PC und der PS5 bin ich mittlerweile auch auf dem Steam Deck unterwegs.
Die Roccat Vulcan II MAX hat mir der Hersteller für einen Test zur Verfügung gestellt.

Benedikt Schlotmann
Hardware-Redakteur MeinMMO
Features und technische Details:
| Design/Interface | Kabelgebunden, Full-Size-Tastatur (104 Tasten) |
| Tastenart | optische Switches, rot |
| programmierbare Tasten | Ja |
| Beleuchtung | Ja |
| Kompatibilität | PC (mit Software) |
| Lieferumfang | Tastatur, Handbuch |
| Besonderheiten | dedizierte Medientasten |
| Preis (UVP) | 229,99 |
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Lieferumfang, Design und Aufbau
Wie sieht der Lieferumfang aus? In der Schachtel befinden sich neben der Tastatur eine Handballenauflage und ein Handbuch. Weitere Boni, wie etwa Aufkleber, gibt es nicht.
Wie ist die Tastatur aufgebaut? Die Tastatur kommt im bekannten Fullsize-Layout mit 104 Tasten. Als Bonus gibt es noch 3 Medientasten und ein Steuerrad oben rechts, oberhalb vom Nummernblock. Die Tastatur setzt auf ein offenes Design: Die Tastenkappen sind im Vergleich zu anderen Herstellern eher klein und schlank, dadurch hat man deutliche Sicht auf den Korpus und die Switches unter den Tasten.
Zu meiner Überraschung benötigt die Tastatur 2 USB-Anschlüsse an eurem Rechner. Im Gegensatz zur Razer Blackwidow V4 Pro, die ebenfalls 2 USB-Anschlüsse benötigt, bekommt ihr bei der Vulcan II Max aber keinen dedizierten USB-Anschluss an der Tastatur (USB-Passthrough). Das finde ich ärgerlich und wenig sinnvoll.

Verarbeitung
Die Tastatur setzt auf ein stabiles Gehäuse aus gebürstetem Aluminium. Das sieht nicht nur wirklich schick aus, sonst fühlt sich auch richtig gut an. Die Handballenauflage besteht aus Gummi und hat die ersten Tage einen seltsamen, chemischen Geruch. Dieser verfliegt aber nach einigen Tagen.
Die Auflage fühlt sich aber wertig und stabil an und lässt sich gut mit der Tastatur verbinden. Dennoch bin ich skeptisch, wie lange das Modell aus Gummi hält. Weiches Plastik hat durchaus den Nachteil, spröde zu werden und irgendwann zu brechen.
Bei den Tastenkappen setzt Roccat weiter auf ABS-Tasten. Eine Tatsache, die ich wirklich schade finde, da ABS-Tasten aus eigener Erfahrung schnell abnutzen. Bereits nach wenigen Tagen sehen die Tasten fettig und unsauber aus, was ich richtig nervig finde. Immerhin setzt Roccat auf den typische Kreuz-Switches. Man kann also theoretisch PBT-Tastenkappen anderer Hersteller auf der Tastatur montieren. Dann geht aber auch das coole und einzigartige Design der Tastatur verloren.
Das dicke Kabel ist mit der Tastatur fest verbunden und obendrein ziemlich starr. Andere Hersteller wie Razer oder SteelSeries setzen mittlerweile bei hochpreisigen Tastaturen fast alle auf abnehmbare Kabel. Selbst andere Roccat Tastaturen hatten bereits abnehmbare Kabel. Sollte es dann doch mal zum Kabelbruch kommen, kann ich immerhin das Kabel ersetzen.
In den ersten Tagen hatte ich bei einigen Tasten ein leises Quietschen beim Druck der Tasten. Das ist aber irgendwann verschwunden oder ich nehme es einfach nicht mehr wahr.

Software
Als Software kommt „Roccat Swarm“ zum Einsatz. Damit lassen sich alle wichtigen Einstellungen vornehmen und etwa Makros programmieren oder die Beleuchtung einrichten. Die Profile lassen sich obendrein auch im Tastaturspeicher sichern. Wer den vollen Umfang der Tastatur nutzen möchte, braucht zwingend die Software.
Die Software ist etwas unübersichtlich, funktioniert aber ohne Probleme. Ähnlich wie bei den Mäusen von Roccat gibt es auch wieder die EasyShift-Funktion. Über die FN-Taste könnt ihr andere Tasten doppelt belegen oder bestimmte Funktionstasten nutzen. Das kann ziemlich praktisch sein.
Auf der nächsten Seite lest ihr alles zur Ergonomie, zu Tasten, Lautstärke und das abschließende Fazit.
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