Mit Diablo Immortal kommt im Juni ein neues Spiel der beliebten Hack’n’Slay-Reihe heraus. Viele Details sind inzwischen bekannt, nur beim Shop hält sich Blizzard noch bedeckt. Der war in der Beta jedoch Pay2Win, wie der YouTuber Gregg2G zeigt. Er schätzt, dass man etwa 50.000 Dollar braucht, um sich die beste Ausrüstung zu organisieren.
Was ist das Problem von Diablo Immortal?
- Diablo Immortal wird Free2Play und setzt zusätzlich auf einen Echtgeld-Shop. Das machte einigen Spielern Sorge, weil sie Angst vor Pay2Win hatten.
- Der Shop stand bei der Ankündigung im Fokus, wurde danach aber etwas vergessen. Mit dem Release-Datum und der Ankündigung einer PC-Version ist jedoch das Interesse an dem Spiel deutlich gestiegen – und die Diskussionen nehmen zu.
- Der bekannte Twitch-Streamer Asmongold hat auf ein Video vom YouTuber Gregg2G aus dem April reagiert, das bisher kaum Aufmerksamkeit generiert hat. In dem Video erklärt Gregg2G, der auch für Maxroll Guides zu Diablo schreibt, warum man gezwungen wird Geld auszugeben und wie drastisch die Vorteile ausfallen können.
- Besonders dabei ist, dass die Legendary Gems, die bei dem Pay2Win eine wichtige Rolle spielen, in der Beta sogar noch stärker gemacht wurden.
Hinweis: Blizzard hat bereits angekündigt, dass der Shop aus der Beta nicht zwingend der finalen Version entsprechen muss. Welche Anpassungen aber gemacht werden, wurde bisher nicht verraten.
Hier könnt ihr euch das Video anschauen, wobei wir euch die Kern-Kritik ausführlich in schriftlicher Form aufbereiten:
Diablo Immortal setzt auf Legendary Gems, die man am besten über Echtgeld bekommt
An welchen Stellen ist Diablo Immortal Pay2Win? Das neue Spiel von Blizzard setzt im Endgame auf Legendary Gems, mit denen man Items ausstatten kann. Insgesamt könnt ihr 6 Legendary Gems in eure Rüstung einsetzen, die eure Stats erheblich verbessern:
- Sie verleihen euch zusätzliches Leben oder Angriffskraft
- Sie verleihen euch zusätzliche, einzigartige Effekte
- Sie verleihen euch Offense Rating und Defense Rating – das wurde erst mit der Beta eingefügt
Legendary Gems gibt es in den Seltenheiten 1 Stern, 2 Sterne und 5 Sterne. Jeder Legendary Gem kann bis Stufe 10 aufgewertet werden. Für diese Aufwertung braucht ihr Gem Power, die ihr nur bekommt, wenn ihr Legendary Gems zerstört.
Das Höchstmögliche ist also ein Legendary Gem mit 5 Sternen und Rang 10. Dafür müsst ihr jedoch etliche dutzend Legendary Gems in Gem Power umwandeln.
Entweder ewig grinden – oder es lockt der Shop
Die Legendary Gems könnt ihr über das Crafting herstellen, wobei dies besonders aufwändig sein soll. Der YouTuber Gregg2G sagt, er hat es in 3 Monaten Beta geschafft, einen Legendary Gem auf Rang 10 zu erstellen. Einige Leute schätzen, dass es etwa 40 Jahre dauert, die perfekte Ausrüstung ohne Echtgeld zu bekommen.
Alternativen sind der Handel im Marktplatz mit anderen Spielern oder der Battle Pass, der jedoch Echtgeld kostet. Dort könnt ihr jedoch nur Gems der Stufe 1 und 2 bekommen.
Es gibt aber einen deutlich einfacheren Weg, um Legendary Gems zu generieren: Ihr kauft euch im Shop Legendary Crests. Legendary Crests lassen euch einen Elder Rift öffnen, ein zufälliges Dungeon, das für den Abschluss drei bis fünf Minuten kostet. Am Ende wartet garantiert ein zufälliger Legendary Gem als Loot – auch ein 5-Sterne-Gem ist möglich.
Ihr könnt euch dabei unendlich viele Legendary Crests kaufen und die Elder Rifts abschließen. So kommt ihr schneller an Legendary Gems als Free2Play-Spieler es sich erträumen könnten.
Wie stark ist der Unterschied? Gregg2G zeigt in seinem Video den Spieler Fishkeen, der als Free2Spieler in der Beta eine Ausrüstung auf Stufe 17 und einen Legendary Gem vorweisen konnte. Dieser kommt auf folgende Stats:
- 3.506 Schaden
- 51.486 Leben
- 3.510 Offense Rating
- 3.496 Defense Rating
Danach zeigt er einen Wal, der viel Geld investiert hat. Dieser hat schlechtere Upgrades in der Ausrüstung (zwischen Stufe 11 und 16), aber mehr Legendary Gems.
- 6.735 Schaden
- 75.209 Leben
- Die Ratings sieht man beim Betrachten leider nicht, wobei diese auch nicht so wichtig sind, da die zumindest im PvP ein Cap haben
Hinzu kommen etliche bessere Effekte, die mit den Gems einhergehen, etwa die Beschwörung eines Wolfes durch Angriffe oder mehr Magic Find für höhere Chancen auf seltenes Gear.
Der Wal hat zudem zwar 5-Sterne-Gems, diese aber “nur” auf Rang 5. Dort wird der letzte neue Effekt auf dem Edelstein freigeschaltet. Die Gems verleihen allerdings zusätzliche Stats, wenn sie auf Rang 10 aufgewertet werden.
Gregg2G geht davon aus, dass der Unterschied bei maximalen Gems bei etwa 300 % mehr Schaden und 300 % mehr Leben im PvE liegt, im Vergleich zu Fishkeen oben.

Diese Stats und Effekte spielen nicht nur im PvE, sondern auch im PvP eine Rolle. Zwar sind die Offense- und Defense-Ratings im PvP auf ein Maximum beschränkt, aber Bonus-Effekte, Leben und Schaden sind es nicht.
Hier greift zudem direkt eine zweite Mechanik, die mit dem Shop verbunden ist.
Items lassen sich “erwecken”, doch das kostet 10 Euro
Was ist die andere Mechanik? Wer ein Ausrüstungsteil mit einem 1-Sterne-Gem belegt, kann ein “Awakening” durchführen. Das verleiht dem Rüstungsgegenstand einen besonderen Effekt, etwa -10 % Cooldown auf bestimmte Fähigkeiten.
Dieses Awakening lässt sich kostenlos aber gar nicht durchführen. Ihr benötigt dafür ein Dawning Echo, das ihr für etwa 10 Euro im Shop kaufen könnt. Dazu gibt es keine Alternative.
Wer alle seine Items erweckt, gewinnt zusätzliche Bonus-Effekte, muss aber nochmal 60 Euro ausgeben.
Wer die perfekte Ausrüstung haben möchte, muss laut Gregg2G etwa 50.000 Euro ausgeben. Ein anderer YouTuber schätzt die Ausgaben sogar auf 75.000 Euro.
Shop kann sich noch ändern
Bleibt das Spiel so Pay2Win? Das ist derzeit ungewiss. Blizzard hat noch keine offiziellen Informationen zum Shop in der Release-Version geteilt. Gut möglich, dass die aktuelle Diskussion oder das Echo zum Release eine Änderung bewirkt.
Möglich wäre auch, dass neue Methoden eingeführt werden, um sich Legendary Gems zu verdienen.
Alles zu Diablo Immortal und den Release haben wir hier zusammengefasst:
Alles, was ihr zu Diablo Immortal wissen müsst – Release, Kosten, Gameplay
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