Twitch: China verbietet es Kindern, Streamern ihr Taschengeld zu spenden – Sollte das in Deutschland auch kommen?

Twitch: China verbietet es Kindern, Streamern ihr Taschengeld zu spenden – Sollte das in Deutschland auch kommen?

Das Land China möchte, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht mehr so viel im Internet surfen und zocken. Dafür haben sie nun 2 zusätzliche Regelungen verabschiedet.

Welche 2 Regelungen bringt China? Die zwei neuen Richtlinien betrifft besonders Livestreaming in dem Land. Demnach dürfen Leute unter 18 Jahren:

  • Keine Spenden mehr an Streamer übermitteln.
  • Nach 22:00 Uhr noch Streams schauen. Die Livestreams werden gesperrt und sie haben keine Möglichkeit mehr die Übertragung zu verfolgen.

Die Regelungen beziehen sich allerdings nicht auf Twitch oder YouTuber, sondern auf BiliBili, Huya, Douyu und Douyin. BiliBili ist in etwa das chinesische YouTube, Huya und Douyu sind Livestream-Plattformen und Douyin ist eine Art TikTok.

Sollte die Spenden-Regelung auch für Kinder in Deutschland gelten?

Viele Jugendliche und Kinder nehmen sich Streamer zum Vorbild, bewundern sie und greifen gerne mal zum eigenen Taschengeld oder manchmal sogar zur Karte ihrer Eltern, um ihre Lieblinge geldlich zu unterstützen.

Viele Livestreamer lassen Spenden in ihren Übertragungen anzeigen oder gar vorlesen. Für viele Kinder und Jugendliche ist das eine Art Beachtung oder besonderes Highlight, wenn die Spende im Stream gezeigt oder vorgelesen wird oder die Content-Creator sich sogar (namentlich) bedanken.

Denkt ihr, die Spenden-Sperre für unter 18-Jährige wäre auch in Deutschland sinnvoll? Stimmt gerne im Tool weiter unten ab und teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.

Welche Regeln gibt es noch in China? In China arbeitet man hart daran, die Jugendlichen und Kinder vor enormen Konsum von Internet und Videospielen zu schützen. Sie sollen sich mehr auf die Schule, das Lernen und ihren Alltag konzentrieren.

Demnach dürfen Personen unter 18 nur noch jeweils 1 Stunde pro Tag am Wochenende zocken. Das wären insgesamt 3 Stunden über die freien Tage. Zusätzlich dürfen die Minderjährigen ab 22 Uhr abends bis 8 Uhr morgens nicht mehr spielen.

Außerdem wurden die Genehmigungen für neue Online-Spiele stark verlangsamt, da sie bestimmten Richtlinien entsprechen müssen – vor allem in Bezug auf Kinder.

Online-Spiele sollen in China nun so programmiert werden, dass der volle, richtige Name eines Spielers eingetragen werden muss.

Mehr News zu Twitch: Twitch-Streamer verrät, dass er 1,75 Mio. Euro im Casino verzockt hat – Vater schimpft ihn live aus.

Quelle(n): Kotaku, Qz.com, Kotaku
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Fole

Wenn das technisch „einfach“ umsetzbar wäre, gerne.

Threepwood

Nötig wäre es auch bei uns. Das betrifft übrigens auch einen guten Anteil von unbegleiteten Flüchtlingen und Menschen mit Behinderungen, ob seelisch, körperlich oder geistig…sehr anfällige Zielgruppe für den ganzen Netzkram. Und nicht immer sind gesetzliche Betreuer involviert und können via Einwilligungsvorbehalt etc. eingreifen. Schöne Grauzonen.

Die Alternative zu solchen Methoden aus China wäre, Geld in den sozialen Bereich zu stecken.
Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen via Fortbildungen ebenfalls in die Neuzeit holen, da siehts ganz oft nicht besser aus, als bei den überforderten Eltern. Es ist keine Seltenheit, dass selbst digitale Dokumentation und der allgemeine Umgang mit einem PC abschreckt und überfordert.
Der soziale Bereich arbeitet aber zunehmend ersetzend und nicht mehr ergänzend, vor allem in der Kinderbetreuung ist das extrem und seit gut 15-20 Jahren steigend. Gründe sind vielfältig in der Gesellschaftsform inkl. Wirtschaftswachstum zu suchen und natürlich gibts auch einfach noch genug private Kindergeldfabriken. Die sind aber nicht das große Problem, da sie i.d.R. auffallen und umfangreichere Helfernetzwerke bekommen.

Also braucht es Kapazitäten und Kompetenz im Fachpersonal, um Menschen und direkte Angehörige wenigstens mittelfristig pädagogisch diesbezüglich zu begleiten. Beginnt bei einer Schulreform, in der interdisziplinär mehr passieren muss, Kinder-/ Jugendhilfe und -schutzgesetz und endet in der Betreuung von Erwachsenen. Dazu muss Politik „das neue Internet“ als etwas Reales anerkennen, was nicht nur aus ÖR-Mediatheken, google und Youtube besteht.

Wird mit einer FDP, aber eigentlich der gesamten Ampel nicht passieren. Prioritäten liegen auch im kompletten Gegenteil, denn die Kriegskassen klingeln in den schrillsten Jamba-Klingeltönen.

PS: Wie schäbig muss sich ein denkender Mensch eigentlich vorkommen, Geld von Kids und z.B. Behinderten im Netz anzunehmen. Okay…Influencer und Streamer haben diesbezüglich keine Wertevorstellung, die Plattformen selbst ebenfalls nicht. „Der Markt regelt“ versagt hier, wie bei so vielen Dingen, global total. Also ist Staat in der Pflicht und sollte die Wirtschaft langsam mal fragen, ob sie handeln dürfen. 😄

Zuletzt bearbeitet vor 14 Tagen von Threepwood
Scardust

Ich frage mich generell, um welche Altersgruppe es sich hierbei dreht. Solche Spenden gehen ja quasi (zumindest mir nicht anders bekannt) ausschließlich über digitale Wege. Also Konto, Paypal, Kreditkarte etc. und sowas über dürften Kinder unter 13 Jahre nur recht schwer verfügen.

Natürlich muss man als Eltern Kinder an solche Dinge heranführen, man kann Kinder auch nicht 100% überwachen, wie soll das in der Praxis aussehen? Im Buss guckt sich ein 15 jähriges Mädchen einen Stream an, der/die Streamer/in sagt „hey spende mir Geld und ich rette die Umwelt“, sie spendet das Geld > Zack das Geld ist futsch. Da kannst 1000 mal sagen, ne nie was spenden. Dann kommt einer dem das Kind in diesem Moment mehr glaubt und schon wurde es reingelegt. Was will man da machen? Ja gut im nachhinein das erklären und aufarbeiten damit es nicht nochmal reinfällt.
Der Schaden, finanziell, ist jedoch bereits angerichtet. Es geht um den Schutz vor der eigenen jugendlichen Naivität, würden Kinder immer zu 100% auf ihre Eltern hören (sofern diese selbst überhaupt aufgeklärt sind was es alles im Netz so gibt) gäbs viele Probleme nicht, aber wir leben nicht in Utopia.

sn0wcrash1891

Oder Eltern nehmen einfach mal ihren Erziehungsauftrag war.

Nudelz

Ich habe ein paar halbfertige Gedanken dazu:
– Kinder können sich nicht in die Armut „spenden“
– Kinder müssen den Umgang mit Geld lernen
– Kinder können leicht dazu gedrängt/überredet werden

Auch wenn die pro-Spende Gedanken hier überwiegen, halte ich sie für qualitativ minderwertig. Nur weil ich nicht arm werde, sollte ich Geld nicht wegwerfen. Nur weil ich nicht für Streams spenden darf, kann ich dennoch den Umgang mit Geld woanders lernen. Außerdem lernt man damit vermutlich eher, dass man sich Zuneigung erkaufen kann. Das ist zwar nicht faktisch falsch, aber vermutlich eher eine Lektion für junge Erwachsene.

Zuletzt bearbeitet vor 14 Tagen von Nudelz
Bodicore

Früher hätte ich gesagt der Staat sollte seine Finger aus der Kindererziehung raushalten. Aber was mir meine Frau (Lehrerin) so alles erzählt denke ich es ist nötiger als jemals zuvor.

One Of Them

ich verstehe die ganze Debate nicht.Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche können ohne Zustimmung der Eltern lediglich im Rahmen der freien Verwendung des Taschengeldes („Taschengeldparagraph“) etwas kaufen. Das ist ohne Einwilligung der Eltern jedoch nur dann möglich, wenn die Ware sofort vom Taschengeld bezahlt werden kann. Bei Bestellungen im Internet wird die Rechnung jedoch meist hinterher bezahlt. Das fällt also gerade nicht unter den „Taschengeldparagraph“. Daher müssen die Eltern bei Internet-Käufen entweder zuvor einwilligen oder das Geschäft nachträglich genehmigen. Erteilen sie keine Genehmigung, ist der Kaufvertrag unwirksam. Die Eltern entscheiden ob das Kind es darf.

Das einzig sinnvolle wäre kinder vor 16+ content zu schützen. In Zeiten von YouTube, Twitch, TicToc und co. sind solche verbote nur Ideologischer blödsinn, so wie damals im Mittelalter Bücher verteufelt wurden. Allgemein Ausweiskontrolle vor 16+ content würde ich begrüßen, aber völliger Ausschluss von Kindern in der digitalen Welt ist falsch und schadet der Digitalisierung Deutschlands noch mehr, was nur wieder Eltern Produziert die sich im Digitalen Zeitalter nicht zurechtfinden.

Zuletzt bearbeitet vor 14 Tagen von One Of Them
BesserWisser

Allgemein Ausweiskontrolle vor 16+ content würde ich begrüßen

Ich nicht… das würde dann wieder extrem nerfig und dämlich gelöst werden (Immerhin sind wir hier in Deutschland/EU, dir is schonklar das wir nur wegen solchen stümperhaften Reglungen dieses unding der Cookie Abfrage haben), sollte es gesetzlich vorgeschrieben werden.

Im lustigsten Fall würde so was so dämlich umgesetzt werden wie damals (so um 2006 rum) es EA mit ihrem „Digitalen Online Shop“ gelöst hatte um zu verhindern das Kinder den kram kaufen… Dort konnte man dann Titel wie Battlefield 2142 digital nur dann erwerben, wenn es nach 22 Uhr war… hach waren das noch Zeiten, als es einfacher war einfach in nen‘ Saturn zu Latschen um Spiele zu kaufen, weil man den neusten zensierten Ballerschinken Kaufen wollte. (Und für unzensiert musste man dann aus Österreich importierten :D)

Dazu kommt das das Internet schon bissel größer als das „Deutsche Internet“ ist und es schlicht genug Seiten gibt die einen scheiß drauf geben, ob eine solche Kontrolle in Deutschland nu‘ Pflicht sei oder nicht… Jene Seiten sollen dann wahrscheinlich für Deutsche User gesperrt werden, oder?

NEIN Danke, wir hatten schon so oft diese unglaublich dämliche Diskussion mit der ein Internetfilter zum Schutz der Jugend etabliert werden sollte… Und es waren jedesmal diletantische Pläne wo man gemerkt hat das wer auch immer sich den kram ausgedacht hat keine Ahnung hatt wie das Internet funktioniert…

Damals (als Jugendlicher/Kind) wie heute (als Erwachsener) bin ich der Meinung das es Pflicht der Eltern ist zu überprüfen was der Nachwuchs im Internet macht, nicht die des Staates…

Huehuehue

Dazu kommt das das Internet schon bissel größer als das „Deutsche Internet“ ist und es schlicht genug Seiten gibt die einen scheiß drauf geben, ob eine solche Kontrolle in Deutschland nu‘ Pflicht sei oder nicht…

Ach weißt du, die 4. größte Ökonomie der Welt, dürfte durchaus ein kleines bisschen Einfluss darauf haben, ob Unternehmen X eine gesetzliche Vorgabe Y umsetzen würde oder nicht.

Zuletzt bearbeitet vor 14 Tagen von Huehuehue
BesserWisser

Ja nur da wo die Altersfreigabe interessiert und auch etwas sinn macht, gibt man dann doch wieder einen scheiss drauf… Parade Beispiel ist da ja jetzt schon der Fall:

Deutscher Onlineshop für Uncut/Ü18 Filme/Spiele verlangt (weil gesetzlich so vorgeschrieben) eine Altersverifizierung (sei es vor Bestellung oder wenn der kram dann bei einem ankommt, bzw teils sogar beides), dagegen kann man in nem Onlineshop aus den Niederlanden oder Österreich das ganze ohne den heckmeck machen (Und ist dann noch gütiger, den Verifizierung kostet, bei der deutschen Post soweit ich weiss 5 Euro pro Päckchen wenn ich mich recht entsinne), da is es scheiß egal, ob oder ob nich man die 4. größte Ökonomie ist oder nicht und hier sprechen wir ja „nur“ von direkten Nachbarländern ;D

Aber wie schon geschrieben eine solche Überprüfung die dann nur für Deutschland gelten würde ist sowas von einfach zu umgehen (im zweifelfall halt mit VPN), und selbst wenn das umgehen nicht möglich wäre, kann der kleine Ronni einfach den Perso aus dem Portemonnaie von Papi stibitzen wo er auch schon die Kreditkarte her hat…

Keine technische Lösung wird die Aufsichtspflicht der Fürsorgeberechtigen ersetzen können…

Die Chinesen können den mums auch nur umsetzen, weil nur rein Chinesische Platformen betroffen sind… Klar man könnte jetzt wieder mit der lustigen idee einer reinen Deutschen platform kommen (hat ja bei Social Media wunderbar funktioniert ;D) die wird aber keiner Nutzen, Käse gegessen…

Don77

Ja sollte es unbedingt

David

Ich persönlich fände es nicht verkehrt Kindern in Deutschland nur beschränkten Zugang zu diversen Plattformen dieser Art und das verbraten des Taschengeldes für sinnfreien Content zu verfallen. Erstens streiten sich der Großteil der Streamer bekanntlich selbst untereinander ob sie nun in gewisser Art und Weise nicht auch eine Vorbildfunktion einnehmen oder nicht und wer möchte bitte sein Kind von jemandem indoktrinieren lassen den er/sie/es selbst nicht kennt. Zum Anderen sehe ich grad im deutschen Raum die Regierung in der Pflicht mehr darauf zu achten, dass sollten sie eben diese Plattformdienste nicht einschränken die Kinder und Jungen Erwachsenen grad in der Vorschule, Schule mehr darauf zu achten ihnen auch solche Dinge nochmals grundlegend zu vermitteln und den warnenden Finger zu erheben. Leider leben wir ja in einer Leistungsgesellschaft in der bei 70% der Eltern entweder das Fernsehen oder das Internet die Bespaßung der Kinder in deren Freizeit zu übernehmen scheint. Daher ein klares Ja meinerseits….Zeiten ändern sich und sicherlich betrachten viele das eingreifen und regulieren des Staates als persönlichen Einschnitt ins Privatleben, man sollte aber das eigene Ego und das persönliche Empfinden nie über das eigene Kindeswohl stellen ist ein klarer Unterschied

AdellValliere

Ich bin ganz klar GEGEN ein Verbot! Eine Reglung, die von Seiten des Staats eingeführt wird, ist genau die Art von Einschreiten, die an anderen Stellen nicht gewünscht ist. Es ist die Aufgabe der Erziehungsberechtigten, dass Kinder aufgeklärt werden. Eher sollten moderne Router die Möglichkeit besitzen, dass im Netzwerk eingestellt werden kann, wer Zahlungsdienste auswählen darf.

Ich sehe, gerade in der Umfrage hier, zwei Probleme:

  1. Der Schutze von Kinder wird zu hoch gestellt, dazu gleich mehr.
  2. Der Neid, weil Streamer allgemein sehr viel Geld verdienen. Auf Mein-MMO hatten wir ja schon oft Kommentare wie: „Die sollen mal vernünftig arbeiten gehen.“

Der Schutz unserer Kinder ist sehr wichtig und besonders Medienkompetenzen kann man heute nicht früh genug in den Unterrichtsstoff einbinden. Doch Schutz bedeutet nicht nur, dass Kinder von Dingen abgehalten werden, sondern Kinder auch ihre Erfahrungen machen. „Ich darf das nicht, weil Mama sagt es sei böse…“ wirkt auf das Kind zwar zu Beginn, aber die eigene Erfahrung bleibt aus. Gut vergleichbar mit einer Kerze oder einer heißen Herdplatte. Wann habt ihr gelernt, dass eine Kerze heiß ist oder eine Herdplatte besser nicht angefasst werden soll? Wahrscheinlich als ihr euch das erste mal daran verbrannt habt. Hier könnte man auf technischer Seite aktiver werden. Zusätzliche Routereinstellungen, die SOFORT (Anbieter für Sofortüberweisungen), PayPal, Giropay, Kreditkarte, auf gewissen Geräten blockieren, ähnlich wie aktuelle Einschränkungen im Bezug auf diverse Webseiten. Eine weitere Möglichkeit wären Konten, die von den Eltern überwach werden. Denn sind wir mal ehrlich, die meisten Probleme treffen in Familien auf, die mit der Thematik Internet nichts anfangen können, bei meinem Kind wird das ganze anders aussehen.

Daher bin ich ganz klar gegen eine solche Vorgehensweise. Bevormundung ist keine Lösung, sondern lenkt nur von einer Problematik ab. Wenn die Kids mit jungen Jahren nicht die Erfahrung machen können, die Konsequenzen erkennen und selbst Verantwortung zeigen, dann haben sie mit volljährigem Alter ganz andere Probleme.

Allgemein: Kinder in Watte zu packen klappt nie gut. Kinderschutz rechtfertigt nicht alles.

T.M.P.

Du widersprichst dir selbst.
Einerseits lehnst du Bevormundung von Kindern ab, andererseits redest du von Blockieren via Router und Dauerüberwachung durch Eltern.

Viele Eltern haben einfach keine Ahnung von Internet und PC, die lassen teilweise die Kinder diese Dinge konfigurieren, weil die es einfach besser können.
Ist es da nicht sinnvoll so etwas zentral zu regeln?

AdellValliere

Ich sehe darin keinen Widerspruch. Es ist immer noch ein großer Unterschied, ob der Staat mir eine Blockade aufzwingt oder diese durch eigene Einstellungen der technischen Mittel ermöglicht wird. Das eine ist Bevormundung, das andere Schutz.

Nein, es ist absolut nicht sinnvoll so etwas zentral zu regeln, weil solche Gesetze nur ein Tor öffnen würden, um später weitere Reglungen hinzuzufügen.

Meine Frau befindet sich aktuell in der 14.SSW und wir beide sind im Bereich der Medienkompetenz sicher nicht unerfahren. Dieses Wissen werden wir natürlich in die Erziehung unseres Kindes mit einfließen lassen, um direkt einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu lernen. Natürlich werden wir Domains & diverse Werbenetzwerke blocken, aber dafür ist die Kindersicherungsfunktion vorhanden.

Wir reden seit Jahren davon, dass Eltern kaum Ahnung haben. Doch dieselben Vorurteile gab es schon vor 10 & 15 Jahre, obwohl wir uns in den Bereichen immer weiterentwickelt haben. Es wird immer Ausreißer geben, die unkluge Entscheidungen treffen, doch viele Eltern wissen heute schon sehr genau, was ihr Kind im Internet treibt. Es fällt halt nur nicht auf, weil die Kinder sich vernünftig verhalten.

Also, nein, es ist nicht sinnvoll ein Gesetz auf den Weg zu bringen, was „angeblich“ unsere Kinder schützen soll.

Als Tipp kann ich jedem geben, sich einmal mit den Zahlungsarten und Spenden im chinesischen Raum auseinanderzusetzen.

T.M.P.

Es ist immer noch ein großer Unterschied, ob der Staat mir eine Blockade aufzwingt oder diese durch eigene Einstellungen der technischen Mittel ermöglicht wird. Das eine ist Bevormundung, das andere Schutz.

Das hat dann allerdings nichts mit der Erziehung der Kinder oder Sammeln von Erfahrungen zu tun. Fürs Kind haben beide Optionen die gleiche Auswirkung, in beiden Fällen ist die Herdplatte eh kalt.
Die Bevormundung, die dich gerade stört, betrifft wohl eher die Eltern.

Ich habe übrigens nicht abgestimmt, würde aber eine Regelung wie bei dem Giro-Konto sinnvoll finden. Das würde heissen, dass Eltern es aktiv gestatten müssten.

AdellValliere

Auch dies ist an Erziehung und Erfahrung gekoppelt. Du hast durch Maßnahmen einen gewissen Zeitraum, wo du auf das Kind im vernünftigen Sinne einwirken kannst. Die Bevormundung betrifft auch nicht die Eltern, da dies zur Erziehung gehört. Ein staatlicher Auftrag, genau wie ihn China ausführt, ist Bevormundung des Staats und nichts weiter als Kontrolle.

Die Idee mit dem Giro-Konto ist auch eine Möglichkeit, die man annehmen könnte.

Osiris80

Hätte man schon vor Jahren machen sollen, als Kind hatt man einfach keinen oder nur einen beschränkten Bezug zu Geld, wunderte mich eigentlich schon immer das sowas auf Twitch oder sonst wo überhaupt von unserer Regierung toleriert wird.
Wenn man selbst als Erwachsener in manchen Bundensländern nichtmal die Möglichkeit hatt Glücksspiel zu betreiben, sollte eigentlich klar das diese Gesetzgebung schon viel zu lange ignoriert wurde.

AdellValliere

Glücksspiel und freiwillige Spenden sind aber schon ein Unterschied.

Neowikinger

So eine Regelung seitens des Staates halte ich nicht für gut. Es ist Aufgabe der Eltern, dass sie ihren Kindern beibringen, wie man mit Geld umgeht. Dazu gehört auch, dass die Kinder sich bewusst machen, wie viel Geld ihnen zur Verfügung steht und ob sie es wirklich für einen Streamer ausgeben wollen und gleichzeitig freiwillig auf andere Dinge verzichten.

Zudem musste man dann auch darüber nachdenken, ob man nicht verbieten sollte, dass Kinder beworbene Produkte einer Dagi Bee z.b. nicht mehr kaufen dürften. Denn diese sprechen mit ihren überteuerten Produkten ganz klar die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen an.

Wenn das dann verboten ist, ist anschließend der Weg frei um weitere Verbote auf den Weg zu bringen und das Rad fängt an sich zu drehen und dreht sich iiiiiimmmmmer weiter.

Daher klares nein von mir. Die möglichen negativen Konsequenzen überwiegen die positiven ganz klar. Davon Mal abgesehen, dass der Staat nichts in der Erziehung der Kinder zu suchen hat, solange das Wohl der Kinder nicht gefährdet ist.

Kjtten

Das Umfrageergebnis (aktuell 83% Ja) schockiert mich ernsthaft.

Da lässt sich schön ablesen, wie schnell unüberlegt eine Position bezogen wird, sobald es um den Schutz von Kindern geht.

Liebe Befürworter, bitte überlegt einen Moment welche Maßnahmen notwendig wären um ein solches Verbot durchzusetzen. Ohne dass es sich lächerlich einfach umgehen lässt, denn sonst sind wir wieder am selben Punkt wie jetzt auch, an dem die Eltern gefordert sind, dem Nachwuchs einen vernünftigen Umgang mit Geld beizubringen.

CS-7

Aber nur weil etwas schwierig umzusetzen ist kann man dennoch der Meinung sein das es sinnvoll ist.

Wo ich dir aber zustimme ist das man die Eltern da auch ein wenig mehr in die Pflicht nehmen muss. Hier habe ich ein wenig das Gefühl das außerhalb der eigenen vier Wände mittlerweile (in meinen Augen) alles übertrieben überwacht wird (Smartwatch für Kinder um den Weg zur Schule zu kontrollieren) aber die Gefahr bzw. Risiken der „neuen Medien“ unterschätzt wird.

Kjtten

Schwierig umzusetzen ist es nicht, aber eine nicht trivial umgehbare Umsetzung mit Ausweis- und/oder Klarnamenpflicht schmeckt den wenigsten, da erhältst du bei der Umfrage das umgekehrte Meinungsbild, dann pochen alle auf ihre Freiheit, sprechen von Gängelung, Überwachung und schlimmerem – und niemand denkt mehr an die Kinder die damit geschützt werden. Das ist die Macht und Gefahr von Framing bei solchen Umfragen.

Willkürliche Verbote von nicht gefährlichen Dingen lösen das grundlegende Problem nicht.
Die Fälle, die in den Schlagzeilen landen schaffen es so oder so, die einen weil die Eltern planlos sind und den lieben Kleinen alles einrichten und sie machen lassen – und die anderen, die den Eltern die Kreditkarte klauen, haben kein Problem damit auch noch den Ausweis mitgehen zu lassen.
Und auf der anderen Seite verpassen alle „normalen“ die Chance zu lernen, dass es ein ziemlich kurzes Vergnügen ist, das ganze Taschengeld für 5 Sekunden „Dankeschööö~~“ rauszuhauen, wenn man dafür nicht mehr mit den Freunden ins Freibad kommt und sich auch nicht das neueste Spiel leisten kann, an dem man wochenlang Spaß hätte…

Offtopic-Gedanke: Das Überangebot an kostenloser Unterhaltung macht es irgendwie auch nicht einfacher, dass Kinder den Wert von und Umgang mit Geld lernen. 🤔

artigkeitsbaer

Sie schützen sie vors inet und zwingen sie in eine meotionslose gesellschaft in der jeder das gleiche zudenken und zusagen hat und dann arbeiten von morgens bis abends. Errinern wir uns dran fernsehen computerspiele sind alle schuld das soviele chinesne brille tragen sie sollen mehr bücherlesen usw…..

Ansonnsten muss man sagen is die regelung teilweise blödsinn wir haben hier ja auch die taschengeld regelung die is angemessen find ich.

N0ma

86% ja 🙂 und ich glaub nicht das hier allzuviele Chinesen rumhängen.

Stephan

Nein, denn sowas lässt sich nicht kontrollieren ohne den Nutzer zum gläsernen Menschen zu machen.

Lieber Paysafekarten ab 18 machen oder ne umfangreiche Informationskampagnie über die Problematik starten.

Agravain

Paysafecards sind eigentlich ab 18 meines Wissens aber manche Tante von der Tanke rücken die halt trotzdem an Minderjährige raus.
Müssen die wissen.

Snoopy

Das sollte in der Obhut der Eltern bleiben, sie haben die Verantwortung für ihre Kinder, wenn die Kid´s ihr Taschengeld für solche dinge, ausgeben ist es ihre Sache, gehört zum Erwachsenwerden dazu, aus Fehler soll man bekanntlich lernen.

N0ma

Alles unter 18 fällt nunmal auch hier unter Jugendschutz und da wird bis jetzt wenig gemacht. Wobei man dazusagen muss, dafür gute Regeln aufzustellen ist nicht ganz leicht.

Ahennys

Wenn es dabei bleiben würde.Ich kenne Eltern deren Sprößlinge während der Jamba Ära mal eben das Konto der Eltern oder deren Kreditkarten arg strapaziert haben.Bei einem Vater haben die beiden Söhne mal eben locker 800.-ausgegeben.Und in dem Moment hört es auf mit Fehler machen und Lernen.
Eine Regulierung wäre wünschenswert.Betrifft auch das Anmelden unter Psydonamen und Adressen.

Neowikinger

Da gibt’s ne klare Regulierung. Hier hatten die Eltern das Geld zurückfordern können. Das ist rechtlich ganz klar geregelt.

Ahennys

Ja das stimmt.Aber…die Firma sah das lange Zeit anders und es kam zu regelmäßigen Rechtsstreit.Ohne die Drohung einen Anwalt einzuschalten klappte das am Anfang nie.Erst zum Ende der Jamba Ära hin sah sich der Gesetzgeber genötigt einzugreifen.Die meisten Rückforderungen liefen über die Verbraucherzentralen mit unterschiedlichen Erfolgen.

Threepwood

Hast du das mal in der Praxis gemacht? So richtig mit Druck im Nacken, weil die Miete, Geld für Lebensmittel, anstehende Rechnungen etc. auf einmal bei irgendeinem „seriösen Unternehmen“ lungert, welches gezielt die Kids lockt? Jamba war damals noch fast harmlos im Vergleich zu dem „Angebot“ heute mit Twitch, Youtube, Smartphone, Games, Porno, Mikrotransaktionen jeglicher Art etc.

Hab das als Betreuer mal mitmachen dürfen. Spaßig und „klar geregelt“ ist anders.

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