Seit Wochen diskutiert die Destiny-2-Community über die Herausforderungen der neuen Hüter-Ränge. Das hat gezeigt, dass immer mehr Spieler keine Lust mehr auf herausfordernde Aktivitäten haben. Sie behaupten, das Spiel sei langweilig geworden. Aber ist das wirklich der Fall oder sind die Spieler einfach nur zu faul, um schwere Herausforderungen im Spiel anzunehmen?
Manche Hüter werden immer fauler: Es ist kein Geheimnis, dass Destiny 2 ein Spiel ist, das Zeit und Engagement erfordert. Es gibt zahlreiche Quests, Missionen und harte Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um im Spiel voranzukommen, um dann im Endgame zu Hause zu sein.
Seit der Einführung der Hüter-Ränge im Lightfall-DLC fällt es vielen Spielern jedoch immer schwerer harte Herausforderungen zu meistern.
- Verlorene Sektoren solo spielen mit harter Schwierigkeit? Manchmal zu anstrengend.
- Einen Raid machen, um alle Siegel und Waffen zu vervollständigen? Warum?
- Sich zum 99x durch die härteste Dämmerung fighten und triumphieren? Das geht einfacher.
Also streift so mancher Hüter lieber chillig durch die leichten Aktivitäten oder die Open World des Spiels und sucht lässt die schweren Herausforderungen liegen.
Dabei sind es doch gerade Herausforderungen, Triumphe und Siege, auch die im Hüter-Rang-System, welche den Loot-Shooter spannend und abwechslungsreich gestalten.
Hüter wechseln vom “Tryhard” in den “Chillmode”
Auch in Destiny 2 gibt es Ziele: Für mich ist das Ziel eines jeden Spiels, auch das des Loot-Shooter Destiny 2, zu versuchen, alle zur Verfügung stehenden Herausforderungen zu schaffen und somit das Beste aus einem gekauften Game herauszuholen.
Dementsprechend finde ich es schade, dass so mancher Spieler das Abschließen aller Herausforderungen nicht mehr als eine wichtige Leistung und ein Zeichen für seine eigenen Fähigkeiten im Spiel ansieht.
Natürlich ist das immer mit Aufwand verbunden. Man muss viel herumprobieren, Builds bauen und testen. Was geht und was geht nicht. Das Verbessern von Fähigkeiten, das Erlernen von Move-Kombis oder das Durchsterben in den härtesten Aktivitäten, bis es dann klappt und man sein Ziel letztlich erreicht.
Hier wird es sicher auch Spieler geben, die möglicherweise nicht genügend Zeit oder Ressourcen haben, um sich diesen Herausforderungen zu stellen.
Allerdings gibt es ebenso einige Vorteile für diejenigen, die alle Herausforderungen in Destiny 2 meistern möchten.
- Zum einen können diese Hüter eine Menge Belohnungen verdienen, die ihnen dabei helfen, ihre Ausrüstung zu verbessern und ihre Charakter-Fähigkeiten im Spiel zu stärken.
- Zum anderen können sie auch das Gefühl genießen, dass sie alles aus dem Spiel herauszuholen und nichts verpassen.
Destiny 2 ändert jede Season seine Modifikatoren, passt die Waffen-Meta an und verschiebt so die Grenzen immer wieder. Damit hat man zwar die gleiche Aktivität, aber trotzdem eine veränderte Herausforderung, die es dann wieder zu meistern gilt. Teils durch Modifikatoren, teils durch die geforderte Woge oder hohe Punkteanforderungen.
So entstehen nebenbei neue, interessante Builds, die Spaß machen und das Spiel abwechslungsreich gestalten:
Warum sind Hüter zu faul geworden, um sich Herausforderungen zu stellen?
Zugegeben, es war vielleicht ein wenig gemein von mir, Teile der Spielerschaft in Destiny 2 als faul zu bezeichnen, nur weil sie das Interesse am Looten und Shooten verloren haben oder das Spiel lieber ganz gemütlich genießen, beispielsweise in der offenen Welt. Aber manchmal braucht es etwas Aufrüttelung, um klarzumachen, worum es eigentlich geht.
Stellt sich also die Frage, warum weigern sich eigentlich manche Hüter, aktiv an Herausforderungen zu arbeiten?
1. Fortschritt wird einem wieder weggenommen
Einer der Gründe könnte die Tatsache sein, dass vor allem die neuen Herausforderungen im Hüter-Rang-System von Bungie wieder zurückgesetzt werden und man von anderen Hütern, durch die Wertschätzungen, abhängig ist. Das war einer der größten Kritikpunkte unserer Leser und der Destiny-Community.
Deswegen sind manche Spieler auch nicht mehr bereit, die gestellten Herausforderungen zu erledigen, weil man sie sowieso wieder verliert, wenn sie am Ende der Season 20 von Rang 11 auf Rang 6 zurückgesetzt werden. Hier möchte ich jedoch anmerken, dass auch Titel-Vergoldungen jede Season zurückgesetzt werden, was allerdings nicht so stark kritisiert wurde.
Was Hüter am neuen System konkret bemängelt haben, könnt ihr hier nachlesen:
2. Es dauert manchem Hüter zu lange
Ein weiterer Grund könnte die Tatsache sein, dass viele Spieler einfach zu ungeduldig sind. Sie wollen zwar überall schnell vorankommen und die besten Waffen und Ausrüstungen haben aber ohne dafür die notwendige Zeit und Mühe zu investieren.
Wer jedoch das beste Gear und die beste Rüstung will, kommt um das harte Endgame nicht herum.
3. Das Spiel macht keinen Spaß mehr
Der dritte Grund, den ich sehe, ist, dass viele Spieler schon so lange Destiny 2 spielen, dass es ihnen einfach nicht mehr so viel Spaß macht wie früher. Ich sehe immer wieder neue Hüter, die die Welt mit offenen Augen entdecken und jede Karotte mit leuchtenden Augen jagen. Für sie ist alles, auch das Hüter-Rang-System, ein faszinierendes Erlebnis, das sie auch erledigen wollen.
Viele Veteranen hingegen sind müde, weil sie das schon Tausend Mal gemacht haben und so überhaupt keinen Reiz mehr darin sehen, Häkchen hinter von Bungie gestellte Aufgaben zu setzen. Sie kann Destiny 2 kaum noch mit Aktivitäten oder Quests wirklich begeistern.
Ich bin der Meinung, da hilft eigentlich nur auf den Destiny-Zug aufspringen und sich an neuen Taktiken und Spielweisen versuchen, um mit verschiedenen Fähigkeiten, Waffen und Ausrüstungen zu experimentieren. Nur so findet man neue Strategien mit alten oder neuen Exotics, die fordern und es stets abwechslungsreich halten.
4. Ohne Team nur halb so viel Spaß
Auch ein Team finde ich enorm wichtig in diesem Spiel. Ich finde es sehr spannend, mich mit anderen Spielern zu unterhalten, Tipps und Tricks auszutauschen. Mein Clan ist der abendliche Stammtisch, an dem man sich gemütlich mit Freunden trifft, quatscht und nebenher Destiny 2 zockt.
Auch die Teilnahme an Raids und anderen schwierigen Herausforderungen kann gemeinsam viel mehr Spaß machen und das Spiel insgesamt spannender gestalten. Es gibt inzwischen eine Menge deutscher Destiny-2-Clans, denen man sich direkt und recht problemlos anschließen kann. Zudem wird es Destiny 2 in Lightfall auch bald einfacher machen, Anschluss zu finden, sobald das interne LFG-System kommt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele Möglichkeiten gibt, um Langeweile in Destiny 2 zu vermeiden.
Natürlich ist es jedem Spieler selbst überlassen, ob er sich den Herausforderungen in Destiny 2 stellt oder nicht. Es gibt keine falsche Entscheidung und es ist wichtig, dass jeder Hüter auf seine eigene Art und Weise spielt und es auch genießt. Trotzdem schadet ein Quäntchen Ehrgeiz nie, wenn man dadurch in Destiny 2 besondere Erfolgserlebnisse krönen und sich auszeichnen kann.
Was sind eure Erfahrungen mit Destiny 2? Wie vermeidet ihr Langeweile im Spiel? Welche Tipps und Tricks habt ihr, um das Spiel interessanter und unterhaltsamer zu gestalten? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare und lasst uns gemeinsam eine Diskussion führen und voneinander lernen.
Und manchmal sind es nur die eigenen Grenzen, die man in Destiny 2 austesten will, so wie dieser Spieler:
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