Viele Gamer überlegen sich, ob sie sich einen Gaming-PC oder doch lieber eine Konsole kaufen. Doch was machen PS5 und Xbox besser als ein richtiger Gaming-PC? MeinMMO stellt Vorteile von Konsolen vor.
Wer heutzutage Gaming betreiben möchte, der hat unterschiedliche Möglichkeiten: Entweder man zockt auf einem Gaming-PC oder auf eine Konsole oder man schnappt sich sein Handy.
Doch wo liegen die Unterschiede oder Vorteile einer Konsole gegenüber eines Gaming-PCs? MeinMMO listet euch Gründe auf, die für eine Spielekonsole sprechen. Und hier ist es erst einmal egal, ob ihr euch für eine PS5 oder eine Xbox entscheidet.
Optimierung
Viele Leute kritisieren, dass PC-Spiele immer schlechter optimiert werden. Einige Spiele erschienen technisch so schrecklich auf Steam, dass viele Gamer lautstark über den Zustand der Spiele schimpften. Einige Spieler glauben, dass DLSS der Grund für die schlechte Optimierung ist.
Wer nicht ewig auf Updates oder Performance-Verbesserungen warten möchte, greift zu einer Konsole. Denn in den meisten Fällen laufen die Spiele auf der Xbox oder der PS5 deutlich besser. Starfield läuft etwa auf der Xbox hervorragend, während Spieler auf dem PC über kleinere Probleme klagen.
Die Konsolen haben den Vorteil, dass man die Spiele genau auf die verbaute Hardware der Konsole anpassen kann. Die Entwickler können sich die PS5 im Büro aufstellen und das Spiel durchtesten. 20 verschiedene PC-Konfigurationen zu testen, ist fast unmöglich.
Eine PS5 oder Xbox ist günstiger als ein Gaming-PC
Der Kaufpreis für Spielekonsolen wie für die PS5 oder Xbox fallen grundsätzlich niedriger aus als für einen Gaming-PC. Für eine Xbox Series X oder eine PS5 zahlt ihr rund 500 Euro. Für die Versionen ohne Laufwerk zahlt ihr noch etwas weniger.
Ein leistungsstarker Gaming-PC kostet mittlerweile rund 1.000 Euro und teilweise sogar deutlich mehr. Zumindest dann, wenn ihr aktuelle Triple-A-Titel wie Starfield oder Cyberpunk 2077 mit vielen Details und in hoher Auflösung (WQHD, 4K) spielen möchtet. Für viele Indie-Spiele hingegen benötigt ihr nicht unbedingt flotte Hardware.
Gleichzeitig müsst ihr beim PC-Gaming im Hinterkopf behalten, dass ihr die Technik irgendwann aufrüsten müsst oder zumindest solltet. Eine Konsole kann man nur bedingt ausrüsten – höchstens mit einer größeren SSD.
Konsolen setzten auf Exklusiv-Titel
Konsolen setzten seit vielen Jahren auf exklusive Spiele, sogenannte “System-Seller”: Hersteller hoffen damit, Leute mit besonderen Spielen von einem Konsolenkauf zu überzeugen.
2023 scheint das Exklusive-Argument nicht mehr stark wie noch vor ein paar Jahren zu sein. Denn Spiele wie die “Horizon”-Reihe, die es lange nur auf der PlayStation gab, oder die “Halo”-Reihe auf der Xbox gibt es mittlerweile auch auf dem PC. Hersteller wie Sony bringen immer mehr ehemalige exklusive Spiele auf dem PC.
Dennoch gilt weiterhin: Wenn ihr bestimmte, exklusive Spiele unbedingt direkt zum Release spielen möchtet, dann braucht ihr die entsprechende Konsole. Das neue “Spider-Man”-Spiel könnt ihr etwa nur auf der PS5 spielen. Sony erklärte mittlerweile, wie lange PS5-Spiele exklusiv bleiben und wann sie auf dem PC erscheinen.
Konsolen haben einen langen Lebenszyklus
Hersteller wie Sony oder Microsoft entwickeln ihre Konsolen für eine Laufzeit von mehreren Jahren. Oftmals arbeiten sie dafür eng mit Entwicklern zusammen, damit ihr auf eurer Konsole auch in 4 oder 5 Jahren noch aktuelle Spiele ohne Probleme zocken könnt.
Und auch, wenn irgendwann eine PS6 offiziell erscheint, wird die alte Generation noch weitere Jahre unterstützt. Eure PS5 oder Xbox Series X könnt ihr zwar nicht mit einem schnelleren Prozessor oder einer besseren Grafikkarte ausstatten, aber das ist normalerweise auch nicht notwendig.
Perfekt abgestimmte Hardware
Wer eine Konsole kauft, bekommt ein perfekt aufeinander abgestimmtes System. Normalerweise startet ihr eure Konsole und könnt dann direkt losspielen. Ihr müsst euch nicht um Treiber, Software oder andere Updates kümmern. Denn das haben bereits die Hersteller für euch erledigt.
Wenn ihr eine PS5 oder eine Xbox kauft, dann bekommt ihr gleich ein fertiges Paket. Stellt ihr euch einen Gaming-PC zusammen, dann könnt ihr aus einer Vielzahl unterschiedlicher Komponenten wählen.
- Es spielt bereits eine wichtige Rolle, ob ihr euch beim Kauf einer Grafikkarte für AMD oder Nvidia entscheidet.
- Obendrein bieten sowohl AMD als auch Intel ein umfangreiches Portfolio an Prozessoren an, die ihr in euer System einbauen könnt.
- Hinzu kommt, dass viele Komponenten von unterschiedlichen Herstellern kommen. So könnt ihr Arbeitsspeicher von Corsair kaufen und zu einem Mainboard von MSI greifen. Ihr könnt aber genauso gut zu RAM von Crucial greifen und ein ASUS-Mainboard nutzen.
Im besten Fall läuft bei eurem Gaming-PC alles einwandfrei, im ärgerlichsten Fall müsst ihr die einzelnen Komponenten prüfen, wenn etwas schiefgelaufen ist.
Bei Gaming-PCs kann in jedem Gerät andere Hardware verbaut sein. Sei es nun ein anderer Prozessor oder eine andere Grafikkarte. Entwickler erklärten bereits, dass die Optimierung von Spielen kaum machbar sei, weil es so viele unterschiedliche PC-Konfigurationen gebe.
Konsolen bieten Plug-and-Play
Der vermutlich größte Vorteil: Konsolen sind einfach zu bedienen. Ihr schließt das Gerät an die Stromversorgung an, startet die Konsole und schon kann es in den meisten Fällen direkt losgehen. Bei einem Gaming-PC müsst ihr im besten Fall noch diverse Einstellungen vornehmen oder euer Spiel stürzt erst einmal ab.
An einer Konsole kann euch das in den wenigsten Fällen passieren, dass nichts funktioniert. Es gibt aber auch Ausnahmen: Cyberpunk 2077 galt zum Release auf der PS4 und Xbox One als unspielbar und die Last-Gen (PS4, Xbox One) muss teilweise auf Features verzichten, damit die Games spielbar bleiben.
Wann kommt das Ende für die PS4 und Xbox One? Für die alte Generation, die PS4 und die Xbox One könnte dennoch früher oder später Schluss sein. Mittlerweile sind die aktuellen Konsolen gut erhältlich und überall verfügbar. Und Sony hat bereits gezeigt, dass man immer weniger Spiele für die PS4 veröffentlichen wird:
Sony kündigt für 2023 viele PS5-Spiele an, doch für die PS4 könnte das endgültig das Aus bedeuten
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