Die neue Warlords-Erweiterung von The Division 2 stellte so einige Funktionen auf den Kopf. Dass sich die Entwickler etwas dabei gedacht haben, merkt man spätestens beim ersten Benutzen der Attributs-Bibliothek. Unser Autor Maik Schneider sagt: Dieses Feature ist so genial, dass andere Spiele es sich abschauen sollten.
Welches Feature ist damit gemeint? Mit der großen Erweiterung „Warlords of New York“ änderten sich bei The Division 2 wichtige Bestandteile des Gear-Games. Das erste große Bezahl-Addon des Loot-Shooters ändert die gesamte Ausrüstung und führte eine so einfache, wie geniale Funktion ein: Die Attributs-Bibliothek.
In diesem Werte-Speicher könnt ihr die guten „Rolls“ eurer Ausrüstung speichern und beliebig oft auf andere Teile übertragen. Das schont die Inventar-Plätze und schafft eine neue Übersicht, die das Rekalibrieren deutlich verbessert.
Die Funktion ist sogar so gut, dass sich anderes Spiele davon eine Scheibe abschneiden könnten.
Die Attributs-Bibliothek in The Division ist:
- einfach
- logisch
- und belohnt die fleißigen Spieler fürs Grinden.
Kein Wunder also, dass die neue Erweiterung gefeiert wird, trotz gewisser Startschwierigkeiten
Attributs-Bibliothek bringt Rekalibrierung auf ein neues Level
Wie funktioniert das genau? In der Attributs-Bibliothek findet ihr Kategorien für alle Waffen und Rüstungs-Teile. Wählt ihr eines dieser Teil aus, bekommt ihr die möglichen Kern-Attribute, Neben-Attribute und Talente des Teils angezeigt.
Wenn ihr ein Teil besitzt, das einen Wert der Attributs-Bank verbessert oder ein Talent besitzt, das ihr noch nicht eingescannt habt, bekommt ihr das angezeigt und könnt das dann gezielt „einlagern“. Das Teil wird dabei zwar zerstört, doch der Wert bleibt euch für immer erhalten.
Bei Division 2 könnt ihr nur ein Attribut oder Talent auf den Ausrüstungen ändern. Dafür stehen euch dann aber alle Werte der Bibliothek zur Verfügung.
Was ist daran so genial? Die Bibliothek bringt uns nicht nur eine bessere Übersicht und viel mehr Platz im Inventar, weil wir keine Items behalten müssen, die nur wegen eines bestimmten Wertes in der Kiste schimmeln, den wir „bestimmt noch irgendwann“ gebrauchen könnten.
Es fügt dem Loot-Shooter auch ein neues Sammel-Feature hinzu, das fleißige Agenten belohnt. Wenn wir nämlich lange genug sammeln, können wir alle Werte der Bibliothek auf den „God-Roll“ bringen. Das gibt dem Gear-Game nebenbei eine ganz neue Tiefe. Zusammen mit dem „unendlichen Fortschritts-System“ und dem Loot-Targeting wird das Min-Maxen der Builds dadurch deutlich interessanter.
Dieses Feature ist eine ganz einfache Innovation, ist jedoch so sinnvoll, besonders für Division 2. Aber auch andere Spiele mit Loot könnten sich etwas von davon abschauen: Etwa Destiny 2 oder Anthem.
Werte-Speicher könnte Loot-Games bereichern
Wie könnten andere Loot-Games davon profitieren? Das Sammeln der God-Rolls ist ein Spiel im Spiel und erweitert das Gameplay auf geniale Weise.
Es gibt zwar bereits etwas Ähnliches mit kosmetischen Funktionen, wie zum Beispiel das „Transmogrifizieren“ von Diablo 3 oder die „Handwerksstile“ bei Elder Scrolls Online. Doch Werte speichern und beliebig oft wiederzuverwenden schafft eine ganz neue Qualität beim God-Roll-Sammeln.
Loot-Spiele mit diesem System würden ihre fleißigsten Spieler belohnen und die Build-Vielfalt erhöhen, da bestimmte Teile einen Wert bekommen könnten, der dafür nicht unbedingt gedacht ist, aber Sinn ergibt.
Was spricht dagegen? Das System ist ziemlich speziell auf Division 2 zugeschnitten und verlangt ein paar Voraussetzungen.
Das Spiel müsste es erlauben, Werte auf der vorhanden Ausrüstung gezielt ändern zu können und das fast nach Belieben. Die Sets, die ihr zum Beispiel in ESO craften könnt, sind ziemlich starr und bestimmte Werte seltener, als andere. Einfach mal „Magie-Schaden“ auf ein beliebiges Set zu schmieden, würde hier einiges durcheinanderwirbeln.
Für Division 2 rundet die Bibliothek das Handwerks-Erlebnis optimal ab, welche MMOs oder MMORPGs könnten noch von einer solchen Funktion profitieren, was meint ihr? Hier unsere Favoriten für den März:
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