Die Pakte von World of Warcraft sorgen schon vor dem Release von Shadowlands für Frust. Wie kann Blizzard das lösen?
Für die kommende Erweiterung World of Warcraft Shadowlands ist die Beta gerade erst gestartet. Dennoch gibt es schon seit Wochen viel Frust über eine Entscheidung von Blizzard. Denn die Pakte vereinen jede Menge Fähigkeiten und Boni auf sich, doch jeder Charakter kann nur einen Pakt wählen. Wut und Frust ist hier quasi vorprogrammiert.
Was ist das Problem? Pakte werden in World of Warcraft Shadowlands eine große Entscheidung sein. Es gibt vier verschiedene und sie kommen mit einem ganzen Paket an Belohnungen und Boni. Jeder Pakt hat:
- 2 besondere, aktive Fähigkeiten
- 3 Seelenbanden mit zahlreichen passiven Boni
- Eine eigene Story-Kampagne
- Unterschiedliche Aktivitäten und Minispiele
- Zahlreiche kosmetische Belohnungen (Mounts, Rüstung, Pets, etc.)
Da die aktiven Fähigkeiten und passiven Boni ihre Wirkung im PvE und PvP entfalten, ist für jene Spieler, die das Beste aus ihrem Charakter rausholen, bereits klar: Es gibt gar keine richtige Entscheidung, man nimmt das, was am besten zur eigenen Klasse passt.
Besonders Profi-Raider befürchten, dass sie viele Charaktere spielen müssen – etwa 4 Magier, einen in jedem Pakt, um in jeder Situation perfekt vorbereitet zu sein.
Kritiker fordern freien Wechsel der Pakte
Das sagen die Kritiker: Die größte Sorge vieler Spieler ist, dass Blizzard mit den Pakten die Fehler aus Battle for Azeroth wiederholt. Dort gab es zu viele Systeme, an die man gebunden war und die sich schlecht anfühlten.
Vor allem die Fähigkeit der Venthyr, ein starker Teleport, scheint für PvP-Fans ein klares Muss zu sein. Im PvE ist sie aber eher nicht so gut wie andere Fähigkeiten, weshalb Spieler fürchten, sie müssten sich zwischen PvE und PvP entscheiden.
Eine der häufigsten, deutlich zynischen Kritiken, ist:
„Ich kann kaum auf Patch 9.3 warten, wenn ich endlich meine Pakt-Fähigkeiten frei wählen kann.“
Um diese Aussage hat sich auch ein ganzer Thread auf Reddit gedreht mit über 2.800 Upvotes. Dort stellen viele Spieler bereits Vermutungen auf, die sich an Battle for Azeroth orientieren. So etwa Cptknuuuuuut:
Ich sag’s jetzt, das System wird genau so live gehen, trotz all den Einwänden.
Die Spieler werden auch weiterhin aufzeigen, wie dumm das System ist und dass sie gezwungen sind, einen bestimmten Pakt wegen einer notwendigen Fähigkeit zu wählen.
In Patch 9.1 wird Blizzard den Fehler dann „angehen“, indem sie die am meisten benutzten Pakte/Fähigkeiten in den Boden nerfen und das zugrundeliegende Problem ignorieren.
In Patch 9.2 geben sie dann nach und lassen die Spieler ihre Fähigkeiten frei wechseln und die Spieler sind glücklich.
Und dann, in Patch 9.3, führen sie ein neues System ein, das mit den Pakten in Verbindung steht und noch schlimmer ist.
Puuksu schreibt im gleichen Thread dazu:
Es ist Fakt, dass sie Pakte, Conduits und den Rest nicht balancen können. Es wird einen Monat Spaß machen und dann fangen die Leuten an, sich zu beschweren, wie sich die Meta entwickelt und darüber, dass sie in Gruppen aufgrund ihrer Pakt-Wahl nicht mehr mitgenommen werden.
Aktuell sieht der Plan so aus, dass Spieler ihren Pakt relativ locker wechseln können – allerdings nur wenige Male. Wenn man zu einem Pakt zurückkehren will, den man in der Vergangenheit verlassen hat, dann soll das schwierig sein. Auch wenn Blizzard noch keine konkrete Eingrenzung gemacht hat, soll das wohl ein Prozess sein, der einige Wochen dauern wird. Die Wahl des Paktes ist damit quasi permanent.
So sehen unsere Leser das: Vor einigen Tagen haben wir auf MeinMMO eine Umfrage durchgeführt und wollten wissen, wonach ihr euren Pakt auswählen würdet. 44% wollen den Pakt einzig und allein nach der Stärke auswählen, die sie eurem Charakter beschert. Nur 10% wählen aufgrund der Story und 16% aufgrund der optischen Möglichkeiten, die ein Pakt bietet.
Daraus ist klar zu erkennen, dass die durch den Pakt gewährte Macht einen großen Einfluss auf die Wahl des Paktes hat und für viele Spieler maßgeblich ist. Die Gefahr, dass man nur aufgrund der Fähigkeiten in einen Pakt „gezwungen“ wird, den man ansonsten gar nicht spielen will, ist also durchaus gegeben.
Das sagt Blizzard: Die Entwickler von Blizzard sind auch weiterhin vom Pakt-System überzeugt und glauben, dass das Gesamt-Konzept stimmt und über die Dauer der Erweiterung tragen kann. Es gibt vielfältige Anpassungsmöglichkeiten und durch bis zu drei Seelenbande pro Pakt, bestehen auch genug Möglichkeiten, die Priorisierung ein wenig zu verändern, ohne gleich den Pakt wechseln zu müssen.
Balance kommt erst gegen Ende: Bei all der Unzufriedenheit sollte man aber nicht vergessen, dass die Beta von Shadowlands erst ganz am Anfang steht. Einzelne Details, wie die genauen Schadenswerte von Fähigkeiten, werden zumeist gegen Ende angepasst. Dennoch dürften viele Spieler hier die Sorge haben, dass Feedback verraucht und es für Anpassungen zu spät ist – denn genau das war eines der größten Probleme von Battle for Azeroth. Damals gab es ebenfalls im Vorfeld viel Kritik, Änderungen erfolgten jedoch nur in minimalem Umfang.
Die beste Möglichkeit, das System bis zum Launch noch zu verbessern, besteht übrigens darin, selbst Feedback abzugeben und sich an Diskussionen zu beteiligen. Sowohl Feedback innerhalb der Beta, aber auch Diskussionen auf Reddit und im offiziellen Forum werden von Blizzard verfolgt.
Würdet ihr euch eine Überarbeitung des Pakt-Systems wünschen? Sollte das Wechseln leichter möglich sein?
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