Call of Duty: Vanguard und das Battle Royale Warzone stecken in der Krise. Beide Shooter werden von vielen Fehlern und Problemen geplagt, sodass sogar die 2. gemeinsame Season erst später kommt. MeinMMO-Autor Maik Schneider zeigt euch, was derzeit bei der Shooter-Reihe los ist.
Das ist die Situation:
- Die beiden aktuellen CoD-Shooter für Konsole und PC – CoD: Vanguard und Warzone – werden von großen Problemen geplagt
- Das ging jetzt sogar so weit, dass sich die Season 2 um 2 Wochen nach hinten verschiebt
- Wie sehen die Probleme aus und wie geht es jetzt weiter mit CoD?
CoD auf Konsole und PC in der Krise – Was ist da los?
Für MeinMMO begleite ich Call of Duty seit dem Start von Modern Warfare Ende 2019. Der Titel belebte die angestaubte Shooter-Serie, die nach dem eher schwachen Black Ops 4 von 2018 bei Publisher Activision schon als Problem-Franchise galt.
CoD MW 2019 und das kostenlose Battle Royale Warzone sorgten dann für ein fulminantes Comeback der größten Shooter-Serie der Welt. Zusätzlich lief auch CoD: Mobile sehr erfolgreich an, wir wollen uns hier aber auf die Konsolen- und PC-Titel beschränken.
Denn bei den beiden aktuellen Titeln – Warzone und Vanguard – hängt der Haussegen schief. Spieler beschweren sich massenhaft über Fehler in beiden Spielen, bemängeln fehlende Waffen-Balance oder Probleme mit den Gameplay-Herausforderungen, die ein wichtiger Teil der langfristigen Motivation sind.
Ich möchte deshalb ein bisschen näher darauf eingehen, was bei CoD derzeit schiefläuft, wie die Entwickler darauf reagieren und was ich von der aktuellen Situation halte.
CoD Warzone: Crashes und unsichtbare Skins
Was läuft bei Warzone schief? Die aktuell sehr negative Stimmung beim kostenlosen Battle Royale ist eine Entwicklung der letzten Monate. Die alte Map „Verdansk“ lief rund, die Waffen hatten ein gutes Balancing. Doch Cheater plagten den Free-to-Play-Shooter.
Mit der Ankündigung von „RICOCHET“ ging die Stimmung nach oben. Die Erwartungen an das neue Anti-Cheat-System waren gigantisch. Viele Spieler verstanden die Ankündigung so, dass es nach der Implementierung keine Cheater mehr auf dem PC geben würde. Daraus wurde jedoch nichts.
Denn der Kernel-Treiber von RICOCHET ist kein Bann-Tool, das automatisch alle Cheater aus dem Spiel wirft. Es ist ein weiteres Analyse-Werkzeug, das bei der Entdeckung von Schummlern hilft.
Als das Tool dann weltweit online ging, eine Woche nach dem Release der neuen Map Caldera, stellte sich eine gewisse Ernüchterung ein. Es gibt weiterhin Cheater und da die Erwartungen so hoch waren, kam es fast schon zu einer Welle der Enttäuschung.
Dazu kamen die Probleme auf der neuen Map:
- Einige Spieler empfinden die neue Map als zu weitläufig
- Die Performance auf den Konsolen macht Probleme
- Häufige Spielabstürze auf PlayStation und Xbox
- Grafik-Bugs, kaputte Texturen, der alte Dämonen-Waffen-Glitch
- Unsichtbare Skins laufen über die Map – selbst normale Spieler können also „cheaten“, ohne eine Strafe erwarten zu müssen
- Das Weihnachts-Event hat viele genervt
Man tauschte eine alte, aber gut funktionierende Warzone-Map gegen ein kaputtes Inselparadies. Zusammen mit der Enttäuschung über das Anti-Cheat-Programm hat sich dadurch eine miese Stimmung in der Community entwickelt.
CoD zog nun die Reißleine und verschob die 2. Season um einige Wochen.
CoD Vanguard: Fehlende Balance und Zombie-Enttäuschung
Was läuft bei Vanguard schief? Das neuste Premium-CoD stand schon bei der Ankündigung unter keinem guten Stern. Das Setting im Zweiten Weltkrieg kam generell schlechter an als bei den letzten beiden CoD-Abenteuern.
Die Verkäufe blieben dann auch deutlich unter denen des Vorgängers Cold War. Und Cold War verkaufte sich insgesamt schon schlechter als der Vorgänger Modern Warfare 2019.
Es gab insgesamt keinen großen Hype um Vanguard. Und dann kamen noch die Probleme im Spiel dazu.
Mein Trupp wurde besonders oft von den Verbindungsproblemen in der Team-Lobby geplagt. Ich hab dann mal gelesen, dass es helfen soll, wenn niemand von uns während der Spielsuche in den Waffenschmied geht. Das ist bei uns bis heute verboten.
Schafft man es dann ins Match, ist man mit OP-Waffen konfrontiert. Für fast jede Waffenklasse gibt es eine Option, mit der die eh schon geringe Time-to-Kill noch weiter verringert werden kann.
Dazu kommen die starken Abschussserien wie „Flammnaut“ und die „Hundestaffel“, für die es keine vernünftigen Konter gibt. Für den Flammenpanzer-Anzug Flammnaut gibt es mittlerweile eine Lösung. Hetzt dir aber jemand seine Hunde auf den Hals, kann man ziemlich sicher mit dem ein oder anderen Tod rechnen.
Zumindest die neuen Feuergranaten wurden mittlerweile generft.
Außerdem waren teilweise die Systeme für die Langzeit-Motivation kaputt. Es war bis vor kurzem nicht möglich, die „Atomic“-Skins freizuspielen – die höchste Belohnung bei den Waffen-Skins für das Erledigen vieler Herausforderungen.
Obendrauf kommt dann noch der Zombie-Modus.
Call of Duty hat hier etwas Neues versucht. Statt einer Survival-Map mit großem Story-Easter-Egg gab es ein Gebiet, das offenbar mit jeder Season weiterwächst.
Dadurch entfaltet sich das Potenzial erst langsam und womöglich ist das Zombie-Abenteuer am Ende des Vanguard-Lebenszyklus ein fantastisches Koop-Erlebnis. Derzeit ist es jedoch der aktuelle Zombie-Modus jedoch nur ein Schatten seiner selbst.
Vanguard läuft generell zwar etwas runder als Warzone. Doch auch dem aktuellen CoD wird die Verschiebung der Season 2 guttun.
Fazit: 2 Wochen Extra-Zeit sind ein guter Anfang
Es lässt sich nur schwer einschätzen, wie viel Zeit es dauert, die angesprochenen Probleme in den zwei Spielen zu beseitigen. Doch eins steht fest: CoD ist in dem schlechtesten Zustand seit Jahren.
Auf der einen Seite ist die Stimmung am Boden, auf der anderen Seite gibt es viele Probleme in den Spielen. Dazu kommen die Verkäufe von Vanguard, die teilweise weit hinter den Zahlen der Vorgänger zurückbleiben (via videogamechronicle.com).
Es gab Sessions, in denen ich mich mehr über die Probleme im Spiel aufgeregt habe, als Spaß an meinen Kills zu haben. Das gab es sehr lange nicht und es frustriert.
Gibt es OP-Waffen, nutze ich sie auch. Gibt es Verbindungsprobleme, bin ich geduldiger. Gibt es Cheater im Match, starte ich eine neue Runde. Aber alles auf einmal ist selbst für mich zu viel. Und ich bin sonst eher genügsam was das angeht.
Die zusätzlichen 2 Wochen, um die Shooter zu fixen, sind ein guter Anfang. Es muss sich zeigen, in welchem Umfang die Entwickler die Probleme in der Zeit lösen können.
In einem Brief der Entwickler an die Community beteuern die Verantwortlichen, dass sie unseren Frust spüren und hart daran arbeiten, die Probleme in den Griff zu bekommen. Und ich drück uns die Daumen, dass es klappt.
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