Wenn das erste Kind da ist, steht plötzlich alles Kopf. Gerade als Gamer muss man kreativ werden, wenn man trotz Nachwuchs noch Zeit in seinem Hobby verbringen will. Unser Autor Jürgen hat das bei Doom Eternal und Co. irgendwie hinbekommen.
So verbrachte Jürgen die letzten Monate: Ich, der Jürgen, war die letzten 7 Monate in Elternzeit, um meinen mittlerweile einjährigen Sohn optimal beim Großwerden zu unterstützen. Doch nach Stunden des Windelwechselns, Baby-Hütens und dem Besuch diverser Krabbelgruppen wächst der Wunsch nach etwas Entspannung ins Unermessliche.
Wie schön, dass das Baby öfter mal schläft (und zwar endlich in seinem Bettchen und nichtmehr nur auf dem Arm!) und man dann ja theoretisch eine Runde zocken könnte.
„Du spielst nur, wenn du das Baby hütest!“
Darum wurde aus dem entspannten Gaming nichts: Tja, blöd nur, dass auch meine Frau nach Entspannung lechzte. Und recht hatte sie, denn sie übernahm tapfer jede Nachtschicht, während ich im Gästezimmer schlafen konnte. Daher bestand sie zu Recht darauf, die wertvollen Schlafphasen unseres Sohnes ebenfalls zu nutzen, um sich selbst zu erholen.
Und da sie dringend Schlaf nachholen musste, hatte ich derweil die Aufsicht über den Schlaf des Kleinen. Der scheint nämlich eine Karriere als Physiker anzustreben. Er tendierte daher dazu, nach dem Aufwachen erstmal die Schwerkraft zu testen. Mit sich selbst als Versuchsobjekt und dem Bettchen als Startpunkt! Spoiler Alert: Er ist nie rausgefallen, wir konnten es stets verhindern.
Was hat es mit dem Baby-Monitor auf sich? Zum Glück habe ich mir für die Baby-Wache einen praktischen Baby-Monitor zugelegt. Damit kann ich den Kleinen überall im Haus sehen und hören, solange ich den kleinen Bildschirm im Blick habe. Damit konnte ich meine Frau überzeugen, dass ich spielen kann und trotzdem das Baby sicher ist.
Das klappte sogar recht gut. Zumindest bei Spielen, die nicht extrem viel Aufmerksamkeit benötigen, wie The Elder Scrolls Online, immer noch ein perfektes Spiel für Eltern.
Shooter und Babys ergeben Extra-Challenges
Das Dilemma mit dem Baby-Monitor und Doom: Blöd wurde das alles erst, als ich via Stadia Shooter spielen wollte. Schon bei Borderlands 3 war es schwer, sich auf den Baby-Monitor und das Spiel zu konzentrieren. Aber wenigstens gab es in Borderlands öfter ruhige Passagen, wo nicht viel geballert wurde. Doch es kam noch schlimmer.
Denn schließlich kam ein Game heraus, das ich unbedingt zocken wollte und das durch die Baby-Aufsicht echt noch kniffliger wurde, als es eh schon war: Doom Eternal! Ich liebe Doom und das rasante, offensive Gameplay. Zusammen mit den krassen Effekten und dem geilen Soundtrack gehört es klar zu meinen Favoriten.
So wird Doom noch schwerer: Doch genau die Stärken von Doom Eternal sind bei meinem Babymonitor-Modell ein echtes Hindernis. Denn es ist echt ein Mords-Stress, das hyper-rasante Gameplay von Doom zu genießen und gleichzeitig ein Auge auf dem Baby-Bildschirm zu haben.
Und auch die Kopfhörer hängen nur halb auf dem Ohr, weil man so sonst überhört, wenn das Baby aufwacht und laut nach seinen Eltern ruft. Der harte Schwierigkeitsgrad von Doom steht dieser Herausforderung kaum nach.

Paradoxerweise sah ich diese Limitierungen aber bald als extra Challenge. Denn der Adrenalinlevel steigt noch mehr, wenn man ständig auf zwei völlig verschiedene Dinge achten muss: Ein friedlich schlafendes Baby auf der einen Seite und ein auf mich zu rennender, blutrünstiger Hell-Knight auf der anderen!
Darum weiß ich meine Freizeit nun noch mehr zu schätzen: Außerdem hat mich die ganze Situation mit dem Baby-Monitor eines gelehrt: Freizeit ist kostbar und sollte in vollen Zügen genossen werden, wenn es die Gelegenheit dazu gibt. Daher ist ein erfolgreich durchgezocktes Level in Doom gerade für mich noch befriedigender, als wenn ich es vor meiner Zeit als Vater halt einfach so mal an einem beliebigen Abend gespielt hätte.
Daher genieße ich gerade meine extra-harten Game-Sessions mit dem Babymonitor. Das Erfolgserlebnis ist einfach herrlich.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!


































