Twitch-Streamer Marcel „MontanaBlack“ Eris (33) und YouTuber Simon ,,Unge” Wiefels (31) haben zusammen den Podcast “Chatgeflüster” auf die Beine gestellt, der nach seiner ersten Ausstrahlung zwar viel Erfolg hat, aber auch auf Kritik stößt: Fans der beiden Streamer werfen ihnen vor, es gehe nur um Geld. Doch was ist dran an den Vorwürfen seitens der Community?
Was ist das für ein Podcast? Chatgeflüster heißt der neueste Podcast der beiden Influencer-Giganten MontanaBlack und Simon Unge. In diesem widmen sie sich ganz unterschiedlichen Themen und versuchen, über diese zu diskutieren. Der Knackpunkt ist: Monte und Unge sind grundverschieden, mögen sich aber. Das soll für humorvollen Zündstoff sorgen.
In Folge 1 haben MontanaBlack und Unge über das Leben als Influencer und YouTuber gesprochen. Hier behandeln sie die Erfolgschancen und den Alltag. Im Fokus steht jedoch das Thema Auswandern, das Monte schon länger beschäftigt.
Jetzt gibt es die ersten Reaktionen auf die erste Episode von Chatgeflüster und die haben es in sich. Unter anderem werfen Zuhörer den Streamern vor, dass dort so viel zufällig platzierte Werbung enthalten ist, dass sie sofort abgeschaltet haben.
Andere glauben, der Podcast werde nicht lange leben, da er keinen Mehrwert oder zumindest roten Faden besäße. Das schreiben enttäuschte Fans unter MontanaBlacks aktuellem Video auf dem Kanal ,,RichtigerKevin”, auf dem Streamausschnitte hochgeladen werden.
Alles was ich höre: “Das ist Business, Diggah.”
Samuel S. via YouTube
Nur Lanz und Precht stehen vor Monte und Unge
War der Podcast denn erfolgreich? Ja, war er. Bei den ITunes-Podcast-Charts vom Mittwoch, dem 22.9. steht “Chatgeflüster” auf Platz 2 (via rnd).
Nur der Talk von Talkshow-Moderator Markus Lanz mit Richard David Precht: “LANZ & PRECHT” war noch erfolgreicher. Auch der Podcast muss sich übrigens einige Kritik anhören.
In den Podcast-Charts von Spotify steigt “Chatgeflüster” sogar auf Eins ein.

MontanaBlack reagiert in Realtalk-Video auf die Kritik der Zuhörer
In seinem Video betont MontanaBlack, dass er sich die Kritik der Zuhörer zu Herzen genommen habe. Er bittet aber um Verständnis, da es sich bei dem Piloten immerhin um die erste Folge handle.
Dass sein Podcast zu viel Werbung haben soll, findet Monte aber nicht. Falsch platziert sei sie, das gibt er zu und verspricht, das bei der nächsten Folge besser zu handhaben.
Malta-Eskapade ruiniert angeblich lukrativen Deal – Daher gibt’s nun viel Werbung
Darum gibt es so viel Werbung: MontanaBlack sagt, Unge und er bauen vermeintlich so viel Werbung ein, damit sie etwas Profit aus dem zeitintensiven Podcast ziehen können. Es würden zudem viele Menschen hinter den Kulissen in der Produktion arbeiten. Ein Exklusivdeal mit Spotify war laut MontanaBlack im Gespräch. Das US-Unternehmen sagte aber aufgrund der Vorkommnisse auf Malta ab.
Zuschauer halten das für eine Ausflucht und behaupten, ein Podcast in dem Stil, wie er von Monte und Unge gehostet wird, sei weniger Arbeit, als sie die Zuhörer glauben lassen wollen:
Podcasts sind also eine aufwendige Produktion? Die Jungs von PietSmiet setzen sich jede Woche live auf Twitch für 90min zusammen und labern, Papaplatte und Reeze machen das teilweise spontan mit zwei Mikros, die sie in der Hand halten und no front, das ist tausendmal spannender und lustiger als “ein Podcast, hinter dem ein riesiges Team steht”, warum auch immer man für sowas ein riesiges Team braucht.
JustDrake via YouTube
In seinem Video erwähnt Monte, dass sie kein ausgearbeitetes Script haben, sondern locker über ein vorher bestimmtes Thema sprechen möchten. Zudem sei das alles ein “One-Take”, also an einem Stück aufgenommen, wozu sie aber zwei Versuche brauchten.
Im Vergleich mit anderen: Ist die Werbung wirklich zu viel?
Für alle, die den Podcast nicht gehört haben: Während der einstündigen Show wird dreimal Werbung geschaltet. Zu viel ist das vielleicht nicht, doch gerade die Platzierung macht viele Zuhörer stutzig. Sehr ungelenk schaltet die mitten im Satz; die Stimmen der Streamer werden ausgeblendet.
Dann läuft ein dreiminütiger Werbeclip zu einer Zeitschriften-App, den Unge und MontanaBlack gemeinsam eingesprochen haben. Blende ab: zurück zum Podcast.
So soll sich der Podcast ändern: Wie bereits erwähnt, versprechen die Streamer hier Besserung. MontanaBlack ist außerdem ehrlich und sagt: ,,Wir sind immer noch Geschäftsmänner und das ist unser Business.”
Unge hat bereits angekündigt, dass man die Werbung nach der Pilot-Folge deutlich reduzieren wird. Es soll nur noch 2 Minuten Werbung pro Podcast kommen.
So viel Werbung läuft woanders: Auf YouTube gehört Werbung zum Alltag. Hier müssen sich Abonnenten gewisser YouTuber an drei, fünf oder mehr Werbespots pro Video gewöhnen.
Auch im Bereich Podcast ist Werbung nicht unüblich. Vergleichbare Podcasts schalten in gleicher Zeit ein bis zweimal Werbung. Immer unter der Voraussetzung, dass es keinen Deal mit der Plattform gibt, auf der der Podcast ausgestrahlt wird.
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