Ein Spieler erhebt Vorwürfe gegen Call of Duty: Modern Warfare, dass die Grafik mit dem Update 1.13 im Januar deutlich schlechter wurde. Er liefert massig Beweisfotos und einen Grund: das Battle Royale Warzone.
Was ist hier das Problem? Der große Multiplayer-Shooter Call of Duty: Modern Warfare muss sich nun Vorwürfen stellen, dass durch die Implementierung des Battle Royals Warzone einige Teile des Spiels einen deutlichen Verlust der Grafik-Qualität erlitten haben.
Es geht dabei um bestimmte Bereiche der „Battle Royale“-Map Verdansk, die es im Koop-Modus SpecOps und im Bodenkrieg-Modus des Multiplayers (Ground War) gibt. In diesen Arealen wurde die Grafik wohl deutlich runtergeschraubt.
Ein aufgebrachter Spieler hat nun viele Beweisfotos online gestellt mit der Forderung, dass die „Bezahl-Spieler“ von Modern Warfare nicht unter der Einführung eines „Free-to-Play“-Spiels leiden sollten.
Spieler sagt: CoD MW hat durch Warzone schlechtere Grafik
Wie sehen die Beweise aus? „Just-Bioinformatics“ erstellte auf reddit einen Thread und trug alle Infos zusammen, die er bei seinen Recherchen finden konnte (via reddit).
Bei seiner Beweisführung stehen zwar die „Ground War“-Maps im Vordergrund (ausgenommen Aniyah Palace), jedoch soll es die Probleme auf allen Plattformen geben. Hier einige Beispiel-Bilder:
Was gab es für Grafik-Downgrades? Zu den Bildern zählte „Just-Bioinformatics“ die Qualitäts-Verluste auf:
- Reduzierung des volumetrischen Lichtes (z.B. Sonnenstrahlen)
- Schlechtere Qualität der Objekt-Reflexionen
- Objekte ploppen erst auf, wenn man nah dran ist
- Insgesamt weniger Objekte auf den Maps
- Grafik-Texturen der Böden, Mauern und Objekten auf allen Bodenkrieg-Maps deutlich reduziert
- Geringere Schatten-Qualität
- Kürzere Distanzen, in denen Schatten ordentlich angezeigt werden
- Spieler-Schatten rendern innerhalb von Häusern manchmal nur in 30 FPS
- Manche Render-Distanzen der Spieler gingen stark runter (besonders bei Schatten oder Laub muss man jetzt sehr nah ran, damit die Details korrekt angezeigt werden)
- Durch die geringeren Distanzen kommt es nun oft zu „Objekt-Pop-Ins“, da die Objekte erst angezeigt werden, wann man nah genug dran ist
- Weit entfernte Häuser werden nun sehr verschwommen dargestellt
- Reduzierung der Umgebungsverdeckung (Technik um z.B. Schatten unabhängig der Lichtquelle zu erschaffen, um Bilder realistischer wirken zu lassen)
Warum kam es zu den Downgrades? „Just-Bioinformatics“ meint, das diese „Optimierungen“ notwendig waren, um das Spiel auf den Release des großen 150-Spieler-Modus Warzone vorzubereiten. Er zeigt sogar Verständnis dafür, sieht aber überhaupt nicht ein, warum Spieler eines Kauf-Titels unter der Veröffentlichung eines „Free-to-Play“-Spiels leiden sollen.
Meinungen zum Downgrade gehen auseinander – Verfasser wird kritisiert
Was sagen die Spieler dazu? Die mehr als 150 Kommentare (13. Mai, 13:30 Uhr) gehen in teils völlig unterschiedliche Richtungen. Einige sagen, dass sie damit kein Problem haben und andere fordern, dass die Entwickler dieses Problem schnellstmöglich angehen oder zumindest eine Erklärung abgeben.
- IsaacLightning: „Ehrlich gesagt, ist das keine große Sache. Der Bodenkrieg lief eh nicht ganz so gut. Deshalb bin ich froh, dass er durch die Optimierungen besser läuft.“
- _baseball: „Die „Ground War“-Texturen sehen richtig bescheiden aus. […] An manchen Spots sehen die Texturen aus wie bei Golden Eye 007, bevor sie richtig geladen sind“
Viele der Kommentatoren gehen jedoch weniger auf das Thema ein und bemängeln eher den toxischen Ton des Verfassers. In seiner umfangreichen Ausführung wirft „Just-Bioinformatics“ den Entwicklern von Infinity Ward illegales Verhalten vor. Die wilden Anschuldigungen lassen so einige an der Motivation des Verfassers zweifeln:
- dabMasterYoda: „Gut formatiert und organisiert ist die eine Sache. Doch der Inhalt dieses Posts kommt mir vor wie von jemandem, der nur rumheult und irgendwie zeigen möchte, dass das illegal ist.“
Gibts irgendwann die alte Grafik zurück? Bisher gibt es zu möglichen Veränderungen an den allgemeinen Grafikeinstellungen keine Stellungnahme der Entwickler. Sollte das Problem größer werden, weil sich viele Spieler dadurch tatsächlich gestört fühlen, ist allerdings eine Reaktion zu erwarten.
Ähnlich lief’s mit dem Cheater-Problem in Call of Duty: Modern Warfare. Immer mehr Spieler hatten mittlerweile eine Begegnung mit fiesen Aim-Botern oder God-Mode-Hackern in der Warzone und Infinity Ward weitete nun die Sicherheits-Maßnahmen aus. Mittlerweile gibt es sogar eine notwendige 2-Faktor-Authentifizierung auf dem PC.
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