Activision Blizzard entlässt fast 800 Mitarbeiter trotz Top-Jahr

Bei Activision Blizzard kam es jetzt zu den Entlassungen, über die man seit Monaten spekulierte. Trotz Top-Zahlen müssen fast 800 Mitarbeiter gehen. Man habe sein Potential 2018 nicht erreicht, heißt es aus der Chef-Etage.

So viele Mitarbeiter wurden entlassen: Wie Activision Blizzard bekanntgibt, hat man 8% des Mitarbeiter-Stabs entlassen. Das entspricht etwa 770 Mitarbeitern.

Warum werden Leute entlassen? Laut CEO Bobby Kotick habe Activision Blizzard 2018 zwar die „besten Resultate in der Geschichte der Firma erzielt“, aber nicht das volle Potential erreicht, also die eigenen finanziellen Erwartungen nicht erfüllt.

Um dieses Potential zu erreichen, plant man eine Umstellung. Man will 2019 „20% mehr“ in die Entwicklung der Kernfranchises investieren. In Marken wie:

  • Call of Duty
  • Candy Crush
  • Overwatch
  • Warcraft
  • Hearthstone
  • Diablo

Um hier mehr Geld investieren zu können, werde Activision-Blizzard nun andere Bereiche „de-priorisieren.“ So will man in der Lage sein, „das volle Potential zu erreichen, das die Industrie im Moment bietet.“

Activision Blizzard hat ein Rekordjahr, aber entlässt fast 800 Mitarbeiter.

In welchen Bereichen werden Leute entlassen? Die US-Seite Kotaku hat erfahren, dass es vor allem Mitarbeiter im Publishing-Stab von Activision, Blizzard und King trifft. Außerdem sollen Mitarbeiter im Studio von High Moon entlassen werden. Die haben vorher an Destiny mitgearbeitet.

Laut Kotaku habe der Chef von Blizzard, J. Allen Brack, den Mitarbeitern geschrieben: In den letzten Jahren wären Nicht-Entwicklungs-Teams gewachsen. Aber dieses gewachsene Niveau entspreche nicht dem, was Blizzard aktuell an Releases rausbringt, daher müsse man Stellen abbauen.

Kotaku berichtet ferner, bei Blizzard habe es vor allem die Bereiche „Publishing“ und „eSport“ getroffen. Angeblich hätten Mitarbeiter geweint und einander auf dem Parkplatz umarmt, als sie heute zur Arbeit gekommen waren. Die Mitarbeiter ahnten zwar, dass es zu Entlassungen kommen würde, wussten aber nicht, ob es sie trifft.

So viel Geld hat Activision Blizzard im 4. Quartal 2018 verdient:

  • Der Umsatz betrug im 4. Quartal 2018 2.38 Milliarden Dollar
  • Im Gesamtjahr 2018 hat die Firma 7.5 Milliarden US-Dollar verdient, (2017 waren es 7.02 Milliarden US-Dollar)
Insider sagt: Blizzard spart jetzt überall, außer an der Spieleentwicklung

Das steckt dahinter: Die Nachricht der Entlassung kündigte sich schon länger an. Activision Blizzard schlägt offenbar einen Sparkurs ein und baut in den Bereichen ab, die nicht direkt mit der Entwicklung der Spiele zusammenhängen.

In den letzten Monaten hat man den eSport von Heroes of the Storm eingestellt.

Zudem gibt man die Rechte an Destiny ab.

Schon im Vorfeld war bekannt geworden, dass heute Entlassungen bei Activision Blizzard kommen würden – aber man wusste nicht, dass es so viele werden:

Activision Blizzard will Dienstag angeblich hunderte Mitarbeiter entlassen
Quelle(n): kotaku, variety
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Andy Peter

Da der Beitrag durchaus mit einem kleinen Augenzwinkern zu lesen ist erlaube ich mir auch ne kleine Pauschalisierung als Stilmittel.
Natürlich gibt es Spieler die auf Grund dessen Publisher XY konsequent boykottieren oder wenigsten Hypegame ABC auslassen, gar keine Frage. Ebenso gibt es Spieler die sich der Thematik/Problematik sachlich annehmen und damit auseinandersetzen und dann gibt es halt aber auch die Blökschafe die auf jeden Hashtag einsteigen und sich kein Stück mit etwaigen Hintergründen auseinandersetzen, Hauptsache Clickbait.
Der Kommentar sollte ja auch ein wenig zur Diskussion “provozieren“

ParaDox

Ich hätte mit 200 gerechnet nur knapp 800 ist wirklich eine ganz andere Hausnummer.
Unverschuldete Arbeitslosigkeit ist immer tragisch, da meistens der Zweifel bleibt ob man auch genügend getan hat oder mehr hätte tun müssen.

Bei der Entwicklung in der Industrie in den letzten Jahren frage ich mich auch inwieweit auch die Konsumenten zum derzeitigen Zustand aktiv bzw. passiv beigetragen haben.
Entlassungsproduktivät als Mittel einzusetzen um 1 ev. 1.5 Jahre ohne neuen Release und dem dazugehörigen Umsatzplus, die Aktionäre zufrieden zu stellen, finde ich nicht in Ordnung.
Ich kann die Industrie schon ein wenig verstehen wenn viele Spieler kein Produkt mehr längerfristig unterstützen wollen. Wer lieber teure Vorbestellerpakete kauft nur um das Spiel nach ca. 3 Monaten auf die virtuelle Mülltonne zu werfen, der gibt der Industrie auch das Signal dazu das Nachhaltigkeit nicht erwünscht ist.

Mal schauen wie es weitergeht und ob sich dies auch nachhaltig auf das Kaufverhalten und Meinungen über B/A bei einigen auswirkt oder ob man als EA Kritiker, seitdem die auf der Anthem Welle schwimmen, vorwirft „Hatespeech“ zu betreiben (was hier in einem Kommentar auch vorkam).

Lawrence Tetz

Und genau deswegen werden die Spiel von Blizzard immer schlechter, weil nicht mehr mit Herz und Liebe die Spiele entwickelt werden, sondern weil eine Milliarden mehr immer geht und verlangt wird. Ekelhaft.

Patrick Seitz

Die Leute die Zahlen sind Teil des Problems…

RagingSasuke

Hauptsache der Umsatz stimmt und die Tiere ganz oben haben die Taschen voll. Prima, einfach mal die unteren der nahrubgskette in eine existenz Angst versetzen damit Chef 23 jetzt jeden Monat seine Reifen am Bugatti wechseln kann.
Ich liebe grossunternehmen;)

Bienenvogel

Kann man nur hoffen dass die Leute alle irgendwo anders unter kommen.

Sunface

Ach ich denke wenn man Blizzard in der Vita stehen hat wird man irgendwo unterkommen.

old dog

Dreck fällt immer nach unten!!! Solang solche Aktionen von der Gesellschaft geduldet und gefördert werden wird sich nie was ändern. Andererseits finde ich es witzig wie sich die Leute gegenseitig an die Kehle gehen. Burn Baby, burn

TestP

Hi,

ist zwar traurig aber verständlich. Da empfehle ich mal die Parkinsonschen Gesetze über Bürokratiewachstum zum Lesen und Schmunzeln. Das trifft jede Firma irgendwann, dass Stellen geschaffen werden nur um mit Bürokratie fertig zu werden. Und die neuen Stellen erschaffen neue Bürokratie, die man mit noch mehr neuen Einstellungen zu bekämpfen versucht. Irgendwannmal kommt halt der härtere Cut oder die Firma geht den Bach runter. Dass Allen Brack die Stellen erwähnt, die nichts mit Spieleentwicklung zu tun haben deutet drauf hin, dass sich seine Vorgänger Arbeit mit neuem Personal vom Hals geschafft hatten.

Von daher, mal schauen was dabei herum kommt.

MfG

Patrick Seitz

Klang für mich aber auch genau so.
Als hätte man in der Vergangenheit unnötige Jobs geschaffen von denen man sich nun wieder trennt….

Ändert nichts dran, dass es ne Sauerei ist und eine Scheißbotschaft, dass gleichzeitig neue Personal mit Gehältern nicht von dieser Welt angeworben werden….

Davon hätte man das Personal für die nächsten 30 Jahre durchfüttern können und dennoch wären Millionen übrig geblieben….

Lygras Hypocrit

Und das vor dem Hintergrund eines Rekordjahrs und der Tatsache dass der neue Activision CFO einen signing bonus von 15 Millionen $ bekommen hat, also nur dafür dass er seinen Scheiss Arbeitsvertrag unterschrieben hat. Das ist so ekelhaft, so viel kann ich gar nicht essen wie ich kotzen möchte.

Sina Tyler

so ist es!

Gotteshand

Aus alter Zeit überbezahlte Stellen streichen.
Richtig so und ja das macht jede Firma irgendwann.

Gottesbeitrag

Ein „Advocatus Diaboli“ Troll – niedlich, aber leider absolut nicht selten XD

terratex 90

dann müsste man aber in den obersten etagen anfangen, dort sitzen in der regel die überbezahltesten wo man am besten einsparen kann.

DrTie

Da fragt man sich wer nun mit wem Schluss gemacht hat. Bungie mit Activision oder Activision mit Bungie….

beami

Leider eine gängige Praxis. Grössere Entlassungen haben immer eine positive Auswirkung auf den Börsenwert. Die Anleger freuts. Die Gearschten sind die Kunden und die Angestellten aber die sind aus Sicht der GL nur Milchkühe resp. ein notwendiges Übel

Tyr Vintersol

Wie Volker Pispers mal sagte: Auf dem Grabstein des Kapitalismus wird einmal stehen: Zuviel war nicht genug.

Cortyn

Egal wie aufgeheizt eine Diskussion sein mag – Beleidigungen lassen wir hier nicht zu.

Syboli

Völlig normale Firmenpolitik scheint aber einige hart zu triggern, Realität trifft Gamer kritisch ^^

Frenzy

Dieser Activision hate ist super lächerlich ….

Leute in Bereichen die nicht performen werden halt entlassen….
Nennt doch mal Argumente warum Destiny Entwickler bleiben sollten oder warum der eSport wichtig für Activsion ist?

Joker#22737

Man stirbt als Held, oder lebt solange bis man selbst der Böse wird. – The Dark Knight

NaUnd

Kapitalismus, nur so funktioniert es, und jeder der zockt ist ein kleines Rädchen davon.
Aber dann heucheln, oh die armen Mitarbeiter^^
Was daran schlimm, sucht man sich nen anderen Job – wer was drauf hat, hat da keine Probleme. Diese heuchlerei kotzt mich richtig an – zig Kinder müßen in Minen in Afrika schuften damit ihr Eure Konsolen/Smartphones/E-Autos habt, aber bei den paar Hanseln wird rumgeheult.

Tebo

Auch die Hanseln haben Kinder, die was auf den Teller möchten. Und ein „kleines“ Unrecht auf der Welt, mit einem größeren Unrecht zu vergleichen und damit abzutun hilft keinem weiter.

Bringt uns auch nichts, wenn wir in Deutschland sagen, Bauarbeiter müssen keine Helme mehr tragen. Schliesslich sterben bei uns nur 20 Mitarbeiter jährlich auf der Baustelle aber in China sinds 80.000!
Dann sucht man sich eben ein paar neue Hansel?

Erzkanzler

Suuuuper Argumentationskette, weil es also viel schlimmeres Elend gibt, rechtfertige das unethisches Handeln?

Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem das „Willkommenspaket“ für Dennis Durkin den neuen Finanzchef. Neben einem Grundgehalt von 900.000 US-Dollar darf er sich offenbar zudem über einen Antrittsbonus von 3,75 Millionen US-Dollar sowie Belegschaftsaktien im Wert von 11,3 Millionen US-Dollar freuen.

Es ist gelinde gesagt, wenig moralisch dann mehrere Hundert Mitarbeiter zu entlassen, weil es wirtschaftlich so eng ist oder?

Das die Daseinsberechtigung eines Unternehmens primär die Lebensunterhaltssicherung seiner Mitarbeiter darstellt, scheint ein Konzept, dass in Zeiten des volkswirtschaftlich relativ sinnlosen Kapitalvermögens wohl schnell vergessen.

DerFrek

Interessant an solchen Aussagen finde ich ja immer, dass die Leute, die sie treffen, alle gesicherte Jobs haben und sich „keine Gedanken um ihr Leben“ machen müssen. Oder Studenten im 18 Semester sind, die von Mama und Papa finanziert werden. Oder weil Ihnen langweilig ist.

Wüsste dann echt mal gern, ob die eigene Reaktion auf eine Kündigung dann auch ist: „Tja, wer bin ich mich aufzuregen, schließlich geht es anderswo Leuten schlechter“.

Da hängen vielleicht auch Existenzen dran. Das sind Schicksale von denen sich Menschen unter Umständen nie mehr erholen.

Patrick Seitz

Der Unterschied des ganz einfach klar gemacht keiner von uns arbeitet in irgendwelchen Minen in Afrika aber wir alle arbeiten in genau solchen Jobs Wiese teilweise jetzt bei Blizzard gestrichen werden. Man ist sich einfach selbst immer am nächsten…

Julian Von Matterhorn

Schade um die Menschen, aber Blizzard/Activision darf gerne (im übertragenen Sinne) brennen.

Julian Von Matterhorn

Candycrush… 😀

Paul Rolle

Schade um Community Manager Ythisens 🙁

Michael

Also wenn ich manche Kommentare hier lese zeigt es mir das sie entweder den Artikel nicht lesen oder einfach nicht verstehen…
Es wurden zb Leute entlassen die an destiny gearbeitet haben. Ja wieso soll man die behalten? Wenn das Spiel nicht mehr im Haus ist, müssen die Mitarbeiter auch gehen, ist für mich sehr logisch.
Der eSport Bereich ist betroffen… Ja Blizzards eSport ist nicht relevant und wird nicht genutzt, entweder hat hier die Abteilung oder die Community nicht so gewollt wie erhofft, jedenfalls kann die Abteilung dann ebenfalls geschmälert werden.

Also für mich liegt das nicht an
„Den reichen Säcken die den Hals nicht voll kriegen“ sondern an mangelnder Arbeit aufgrund von Wegfall des Produktes und mangelnder Erfolg der Produkte im eSport Bereich

Und bevor ich nun höre, ich wüsste nicht wovon ich rede bzw ich hätte keine Ahnung wie das als Mitarbeiter ist:
In der Firma, in der ich meine Ausbildung machte und in der ich arbeite, wurden innerhalb von 5 Jahren gut 25000 Mitarbeiter weltweit entlassen… Hat da ein Hahn sich drum geschert? Ne, weil das auch nur ne Branche ist, wo „alle den Hals nicht voll kriegen“ (btw ich muss auch sparen wenn die Waschmaschine kaputt geht und fahre keinen Bentley)

ItzOlii

„Die US-Seite Kotaku hat erfahren, dass es vor allem Mitarbeiter im Publishing-Stab von Activision, Blizzard und King trifft. Außerdem sollen Mitarbeiter im Studio von High Moon entlassen werden. Die haben vorher an Destiny mitgearbeitet.„

Der von dir genannte Grund, mit dem Wegfall von D2, rechtfertigt (wenn überhaupt) nur einen Teil der entlassenen Mitarbeiter.

Und nur weil diese Praktik von vielen Unternehmen in der kapitalistischen Marktwirtschaft praktiziert wird, wie bei deinem Unternehmen wo du arbeitest, bedeuetet das noch lange nicht dass solch ein Vorgehen legitim ist.
Die PK stellen mit in der Regel +-60% des Aufwandes den grössten Kostenpunkt dar, daher ist klar, dass da am ehesten gespart wird. Bei solch einem Geschäftsergebniss ist jedoch die Kritik an den Geschäftsgebaren von Activision, einmal mehr, mehr als berechtigt. Hier dreht es sich schlussendlich um eine Aktion die einzig dazu dient langfristig die Rendite zu halten wenn nicht gar zu steigern. „Oder wie vom Herren genannt das vollumfängliche Potenzial zuerreichen.“

Und nun bitte keine Aussagen wie das Prinzip eines Unternehmens ist Geld zu erwirtschaften. Ja das ist es, jedoch besteht auch eine Verantwortung gegenüber der gesellschaftlichen Verpflichtungen wie Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten und ob man sein Unternehmen wie schon oft erklärt profitirientiert führt oder einmal mehr die profitgeilheit durchblicken lässt.
Just my two cents;-)

Nephalis

Ich kann dem nur Beipflichten. Wenn die Zahlen bei Statista stimmen, haben Sie (Activision/Blizzard) einen Reingewinn von 1.162 Milliarden US-Dollar in den ersten DREI Quartalen erwirtschaftet. Da ist das Weihnachtsgeschäft nicht mal mit drinnen und ALLE Ausgaben und Steuern sind abgezogen. Siehe hier

Das ist für alle die Argumentieren, dass die Firma Geld verdienen muss. Das können die schon ganz gut, auch ohne Kündigungen.

Eine andere Sache ist es, das Stellen gestrichen werden, die schlicht nicht mehr benötigt werden, wie die Destiny-Entwickler oder Leute aus der E-Sport-Abteilung.

Nichts-Desto-Trotz ist diese Firma bei mir seeeeehr stark im Ansehen gesunken, seit ich erfahren habe, dass die die Entwickler bewusst auch noch unterirdisch schlecht bezahlen. Blizzard war eigentlich immer mein Liebling, aber irgendwie kann ich das nicht mehr behaupten…

Insane

Da hast du aber auch ziemlich viel weg gelassen. Also erstmal ist ein Netto Gewinn nicht direkt nach Steuern, sondern nach Kosten und ist Teil der Berechnungsgrundlage für die Steuer. Und genau ein Quartal davor waren es -584 Millionen $.

Zudem ist eine Abwärtstrend zu erkennen, der möglicherweise Saisonal ist – aber jetzt auch nicht wirklich auf die schnelle zu identifizieren ist.

Ungeachtet dessen, dass eine reine Gewinnsumme fast keine Aussagekraft hat, wenn man weder die eingesetzten Mittel kennt um diesen Gewinn zu erwirtschaften noch einen Vergleich zur Branche und Mitbewerbern zieht.

Und wie gesagt. Die Vergangenheit ist nur bedingt für Entscheidungen in der Zukunft zu gebrauchen.

Daher ist es mir etwas unklar, wie du zu deinen Behauptungen kommst.

Michael

Die Art und Weise wie die Mitarbeiter behandelt werden ist bei diesem Unternehmen sowieso unter aller Sau. (Bsp bei einem CoD Teil wurde nur die Hälfte bezahlt der Rest nach Erfolg des Spiels – wäre es schlecht geworden? Pech…)
Ich hab nie behauptet „ein Unternehmen muss Geld verdienen, bla bla“ natürlich hat ein Unternehmen massig an Verantwortung, am Unternehmen, an den Mitarbeitern, Umwelt, Staat etc

Wie Insane sagte, wir kennen die Zukunftspläne nicht, wir wissen nicht was prognostiziert wurde, wir wissen nicht ob das Unternehmen nun in den nächsten 5 Jahren vllt nichts veröffentlichen möchte. Wir wissen auch nicht in wie weit AB hier versucht hat die Mitarbeiter anderweitig unterzubringen… Womöglich gab es einfach keine Arbeit mehr für diese Mitarbeiter im Unternehmen… Und dann? Soll man ne Abteilung schaffen für diese 770 MA? In der die Papierflieger basteln? Aber genauso viel verdienen wie die anderen?
Sie mussten womöglich entlassen werden, weil es nicht anders ging… Wir wissen es nicht.

Außerdem hat AB jetzt mal wieder Gewinn gemacht, sie haben zuvor oft genug massig an Verlust eingefahren.
Und in einem Sinne muss ein Unternehmen natürlich Gewinn einfahren:
Es müssen aktuelle Mitarbeiter bezahlt werden (und die ganzen anderen Kosten)
Es muss ein Polster geschaffen werden. Wenn ein Unternehmen in einem Quartal teilweise 500mio Verlust machen kann, sollte das Polster schon enorm sein, ein, zwei vllt drei Jahre Polster aller Kosten auf der hohen Kante für extrem schlechte Jahre, was in dieser Branche nicht selten ist

Insane

Ich finde das immer schwer zu sagen. Also grundsätzlich ist es natürlich nie schön wenn viele Mitarbeiter entlassen werden. Nicht für die Mitarbeiter, nicht für die Familien und wenn du mal jemanden entlassen hast, weißt du, dass es auch nicht schön ist für den der entlässt.

Auf der anderen Seite haben vergangene Unternehmensergebnisse auch nichts mit strategischen betrieblichen Entscheidungen zu tun. Ich kann als Selbstständiger letztes Jahr jede Menge Geld verdient haben und trotzdem den Gürtel enger schnallen, weil ich jetzt schon weiß, dass ich nächstes Jahr weniger Arbeiten werde und somit auch weniger Geld verdiene.

Das eine ist die Rückschau und das andere eine Entscheidung für die Zukunft und beides muss nicht zwangsläufig miteinander zusammenhängen. Ganz im Gegenteil. Ereignisse aus der Vergangenheit lassen nur bedingt Rückschlüsse auf die Zukunft zu.

Wenn sie sich auf Kernmarken kaprizieren wollen und ihren Ausstoß an zu publischenden Spielen reduzieren, was machst du dann mit der Bande die du schon da hast? Einige können bestimmt versetzt werden – aber nicht alle. Das setzt natürlich voraus, dass die Erklärung für Externe auch die internen Gründe widerspiegeln. Das ist ja nun nicht immer der Fall. Aber wir haben im Moment keinen anderen Anhaltspunkt.

Und Verantwortung zeigen bedeutet auch schwere Entscheidungen treffen, die keiner treffen möchte. Und Verantwortung bedeutet auch eine langfristige Zukunft sichern. Klar, man kann jetzt auch sagen – komm wir schaffen das, Augen zu und durch. Und in 5 Jahren entlässt du dann eventuell die gesamte Belegschaft.

Das gehört auch zum Business. Unpopuläre, harte Entscheidungen fällen. Mein Vater sagte mal zu mir: Die Aufgabe eines Chef ist nicht beliebt zu sein. Die Aufgabe eines Chef ist es den Laden am laufen zu halten.

Und das kann nicht jeder. Man muss auch damit leben können gehasst zu werden, für das was man macht.

Aber wie du schon sagst.. man hat auch Verantwortung gegenüber den Entlassenen. Daher gibt es oft so genannte Sozialpläne. Dort wird festgelegt, dass neue Arbeiter eher vor alten Hasen gehen, junge Arbeiter eher vor Alten, die schwer einen Job finden. Singels eher vor Familienversorgern. Gegebenenfalls auch mit Abfindung und es kommt auch vor, dass der zuständige Leiter versucht für seine Bande einen neuen Platz in einem anderen Unternehmen zu finden.

Entlassungen schmerzen allen. Es ist ein bisschen so, als würde man sich einen Finger abschneiden. Es mag auch Menschen geben, die das völlig kalt lässt. Oder die es völlig kalt lässt, nach dem sie es 100 Mal gemacht haben. Aber solchen Personen bin ich sehr selten begegnet.

Daher finde ich, die Leute, die schreiben: das passiert alles nur um den Gewinn noch weiter zu maximieren, machen es sich wirklich einfach. Und geben dem ganze Problem eine einfache und populäre Antwort, die der Situation nicht gerecht wird.

Kartoffelsack

Ob es legitim ist oder nicht kann man pauschal denk ich nicht einfach so sagen. Klar ist das kein gutes Verhalten, kann z.T. aber auch notwendig sein. Gerade die Publishingbereiche sind meistens viel zu überfüllt und dienen meines Wissens nur dem Verkauf des Produkts. Das hilft aber herzlich wenig, wenn das Produkt aufgrund mangelnder Mitarbeiter etc. nicht läuft, dann wird es evtl. noch verkauft, der Ruf fällt aber und früher oder später ist es vorbei. Ob das hier gemacht wird, kann keiner sagen, den Schritt halte ich aber nicht für dumm. Wenn die Leute nicht gebraucht werden, würdest du als Chef auch nicht einfach sagen: ja gut, sind ja Menschen, ich ziehe jetzt einfach 800 Mitarbeiter auf gut Glück durch und bezahle sie für Leistungen, die wir nicht brauchen. Man wird es nie allen Menschen recht machen können und das ist derzeit eben die harte Realität des Kapitalismus.
Klar hat der Kapitalismus seine schlechten Seiten, aber anscheinend funktioniert es (für uns) noch einigermaßen gut. Wenn du ne bessere Idee hast, wären dir bestimmt viele Menschen dankbar, aber sich nur zu beschweren wird leider nichts ändern.

Marek

Verantwortung gegenüber der gesellschaftlichen Verpflichtungen wie Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten

Es mag Unternehmen(sführungen) geben, die das so sehen und
das sogar – aus Imagegründen – umzusetzen versuchen. Letztendlich bleibt es jedoch bei

Prinzip eines Unternehmens ist Geld zu erwirtschaften

In dieser Diskussion bewegen wir uns ohnehin in eingeschränkten Bahnen. Die sogenannte „soziale“ Marktwirtschaft kann nicht das Nonplusultra sein; in meinen Augen ist das ganze System asozial. Leider ist es das System, was gut funktioniert, weil es dem Menschen am ähnlichsten ist.

Obwohl ich es kritisch sehe, spiele ich da mit, denn ein voller Bauch geht nicht auf die Straße.

ItzOlii

Ja da hast du vollkommen Recht.

TheDivine

Es wurden auch einige längjährige Communitymanager von Wow entlassen.
Mitunter der aktivste und engagierteste von allen „Ythisens“.

Verständlich will eine Firma einsparen wo es geht, aber das macht man nicht bei einem wichtigen Bindeglied zur Community.

Michael

Blizzard und Kontakt zur Community…
Für die heißt Community der der am lautesten schreit, ihre eigenen MAs sind da eher Mittel zum Zweck, aber das ist seit über einem Jahrzehnt so…
Außerdem, würde ich nicht die Hand für ins Feuer legen, dass die ein oder andere Entlassung nicht auch mit nem Batzen Abfindung einher ging

Lotofmimimi

US Unternehmen aggieren anders als wir es gewohnt sind. Es ist Gang und Gebe das Leute gegangen werden oder selbst, gar ganze Abteilungen, abwandern. Das ist ein ganz normales Spiel. In der Managmentebene sind zudem die Bezüge viel höher, den sie decken das Risko so für den Mitarbeiter ab. Also weniger Sicherheit mehr Geld.

TheDivine

Aha, wiso werden dann gute Wow CM’s wie Yhtsens entlassen ?
Einer der wenigen der wirklich kontakt zu den Spielern hatte.

Das sie einsparen wollen ist eine Sache, aber einen der aktivsten, wenn nicht der aktivste, CM zu entlassen ist einfach dumm.
Der Blizzard Apfel fault doch einfach nur noch von innen heraus.

Andy Peter

*der folgende Beitrag kann durchaus Spuren von Sarkasmus enthalten*

Bei allem Mitgefühl für die Betroffenen aber Gamer sind schon ein wankelmütig Volk. Heut wird auf das böse ActiBlizz geschimpft und ihnen Tod und Teufel gewünscht für die Entlassungen und Verschlankung von (vermutlich) aufgeblasenen Abteilungen. Wäre es eure Firma würdet ihr auch nicht auf eigene Kosten und nur aus Menschenliebe hunderte Mitarbeiter durchfüttern, wir sprechen halt nicht von der Fürsorge sondern gewinnorientierten Ubternehmen die wir, als Kunde, zu dem gemacht haben was sie heute sind. Beispiel Candy Crush: find ich auch zum kotzen aber wenn es von der Kundschaft nicht gekauft worden wäre würde man es nicht so pushen, also sind im Endeffekt doch wir als Kunde schuld wenn sich Firmen in eine solche Ecke entwickeln.
Des weiteren finde ich es ein wenig heuchlerisch wie jetzt über ActiBlizz geschimpft wird, aber spätestens wenn der erste Diablo 4 Teaser über den Screen flackert ist bei uns wieder alles vergeben und vergessen und wir stehen mit einem glänzen in den Augen da wie ein Kind vorm Spielwarenladenschaufenster, da nehm ich mich selbst gar nicht aus.
Ich erinnere nur mal an Rockstars und die Crunchtime-Affäre. Was wurde da geschimpft und auch von der Fachpresse gewettert, dann kommt der neue RDR2 Trailer und der Spielrelease und alle überschlagen sich vor Lob für das Meisterwerk an dem, erinnert man sich an div. Einträge von Forenwutbürgern, ja quasi Blut der armen Entwickler klebt. Aber all dass ist vergessen sobald der nächste Hochglanztrailer läuft oder Hypespiel XY erscheint ind auch die Fachpresse versäumt die Chance Druck auszuüben, den bösen Konzern mit medialem Bann zu strafen….was evt wirklich wehtut wenn die Promo und Publicity fehlt… und haut fleissig weiter News raus und verteilt Traumwertungen als wäre nie was gewesen…. wir Gamer sind halt ein gar merkwürdig und wankelmütig Volk

Loken

Schade das nun soviele Entlassen werden. Das ist schon ne Hausnummer…

Ist ja toll da sie die gesparten Kosten in die Entwicklung stecken möchten, aber gibt es von denen auch mal etwas komplett neues? Diese Liste macht mich jetzt nicht wirklich an.

Smaxx

Tun sie eben offenbar nicht. Es gibt für Aktionäre 8 % mehr Dividende…

Theojin

Wenn man in der Gaming Branche arbeitet, dann sollte man durchaus aber auch so fair sein und zugeben, daß man seinen Job auch ruckzuck mal verlieren kann. Flaute bei den Spielen, und damit den Umsätzen, und schon wird der Rotstift angesetzt, und der eigene Job geht im schlimmsten Fall über den Jordan.
Unabhängig, ob man Programmierer, Bürokraft oder der Laufbursche für Donuts, Bagels und Kaffee ist.
So ein Job in dieser Branche unterliegt immer einem Ablaufdatum. Wer sowas nicht mag, muß sich eben umorientieren, was Firma und eventuell auch die Branche selber betrifft.

Ob man das jetzt macht, um einfach nur Kosten zu sparen und den Aktionären bessere Zahlen präsentieren zu können, oder ob man sich einfach nur gesund schrumpfen will, ist ja egal. Das Resultat bleibt dasselbe, und Großkonzerne wie Activision/Blizzard sind halt reine Wirtschaftsunternehmen, wo nur Zahlen Macht haben. Kapitalismus eben.

doc

Activision Blizzard entlässt fast 800 Mitarbeiter trotz Top-Jahr

Im Gesamtjahr 2018 hat die Firma 7.5 Milliarden US-Dollar verdient, (2017 waren es 7.02 Milliarden US-Dollar)

„gesund schrumpfen“

Umstrukturieren, ok. Das was hier passiert ist aber nichts anderes als Bilanzen verschönern und Gewinnauschüttung maximieren!
Ich kann dir aber beipflichten mit:

Kapitalismus eben.

Lilith

Ich finde da sollte es gesetzte gegen sowas geben. Haben super Umsatz und hauen dennoch 800 Leute ca raus weil man einfach nicht genug bekommt. Sorry 0 Verständnis für sowas

Patrick Seitz

In meinen Augen hätten da einfach Abteilungen mehr Personal als Arbeit…. so was kommt vor und lässt sich nicht endlos aushalten….

Keine Aufträge keine Arbeit keine Grundlage das Personal zu behalten….

Dank Kredit werden auch viele Leute in der Autoindustrie in den Zwangsurlaub geschickt. Nicht weil die Firma Pleite ist sondern es nichts zu tun gibt….

Smaxx

Gibt es auch, nur eben nicht in den USA. In Deutschland beispielsweise gibt es für so eine fristlose Kündigung ganz klare und strikte Regeln.

vanillapaul

Dann wär sie in Deutschland halt mit einer Frist versehen. Die Stelle wäre trotzdem weg.

vanillapaul

Umsatz ist nicht der Gewinn. Man kann 10 Milliarden Umsatz machen und trotzdem jedes Jahr Schulden anhäufen. Weil man z. B. Mitarbeiter durchfüttert die nicht profitabel sind.

doc

Haben sie denn so hohe Verluste gehabt?

vanillapaul

Auf den Börsenwert gesehen ja. Was bei denen auf dem Konto los ist weiß ich grad nicht. Sind ja immernoch zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

Insane

Na ja, in der Regel ist keine Abteilung profitabel, die nicht Sales ist und müssen eben quer subventioniert werden. Wenn ich allerdings keineArbeit für die habe…

vanillapaul

Da hast du recht. Ein Hausmeister oder Putzfrau erwirtschaftet keinen Gewinn, sind allerdings unersetzlich.

Insane

Ok, was würdest du mit Leuten in einer Publischer Abteilung machen, wenn du keine Spiele hast, die gepublisht werden können? ^^

Rick G.

Umschulen? das ist aufgabe des vorgesetzten neue Arbeit für diese leute zu finden. Wenn plötzlich so viele Leute ohne Aufgabe da stehen, sollte man schleunigst das Management auswechseln. Aber in der Regel dürfen die sich ja jeden Fehler erlauben, die Konsequenz trifft oft nur die einfachen Angestellten. Diese Pfeifen fühlen sich für gar nichts mehr Verantwortlich, wenn du sie aber fragst, warum sie so viel mehr verdienen, kommt als Antwort, wegen der Verantwortung die sie tragen. Welche genau – den ganzen Tag in Meetings sitzen? Und kann ich das als Kunde kaufen? Ich glaube nicht. Das Geld was die von mir kriegen ist für das Produkt (die Arbeit aller!).

Aber na klar, wenn dieses Jahr keine großen Spiele rauskommen, man aber jedes Jahr Wachstum möchte, dann bleibt ja nichts weiter übrig als Leute feuern. Alles für die Aktie! – das sind die Leute die sofort abspringen wenn die Firma auf Talfahrt ist. Ein riesen Unterschied zu den Mitarbeitern – das sind die, die in einer Krise versuchen alles wieder ins Lot zu bringen, evtl. mit Überstunden – unbezahlt.
Wenn man mit 800 Leuten, die scheinbar völlig nutzlos in der Firma rumhingen, ein Rekordumsatz einfährt, dann könnte man denen doch auch ne Aufgabe geben, das Produkt verkaufen und einen neuen Rekord einfahren?
hach…habe selbst Kollegen wegen so einem Mist verloren. Plötzlich waren wir zu wenig,die Arbeit nicht mehr stemmbar und die selbstkündigungen flattern nur so ins Haus. Good Job!

Insane

Oo

Ich verweise mal auf meinen etwas längeren Text weiter oben. Ich bin vieles, aber mit Sicherheit nicht die Agentur für Arbeit. Und vor allem kannst du nicht hunderte von Mitarbeiter einfach so umschulen zu was auch immer. Vor allem nicht, wenn ich mich verkleinere.

doc

Umschulungen sind aber eigentlich das übliche Vorgehen, hat nichts mit Agentur für Arbeit zu tun. 🙂
Mitarbeiter kennen halt im Normalfall die Umgebung, Vorgänge und die Systeme einer Firma. Da liegt schon ein Vorteil.

…außer man will sie einfach nur loswerden!

Insane

Ich hab dazu schon alles in dem langen Text oben geschrieben. Ist ja schön wenn die Leute ihre Wunschvorstellungen verfolgen. Aber ein bisschen Realismus wäre schon nett.

doc

…und du bestimmst was realistisch ist? 🙂

Keine Ahnung welchen deiner Wall-of-Texte du meinst, wahrscheinlich den mit der Vater-erzählt-was-Chef-macht story?
Das liest sich halt alles so extrem pauschal herunter ohne großen Bezug auf das passierte.

Natürlich kennen weder du, noch ich oder irgendwer die tatsächlichen Gründe dieser Entscheidungen.
Mag sein das ein grober sinnvoller Umstoß der Firmenstruktur im Gange ist, aber man kann als Leser über die Entwicklung der letzen Monate/Jahre schon einiges beobachten. Auch eben wer alles gegangen ist. Z.B. all die Artikel über die (wichtigen) Blizzard-Mitarbeiter und was mit den Franchises so passiert ist und in Zukunft angekündigt wurde.

Ich mache mir da eben keine großen Hoffnungen, dass EA oder Activision groß auf Wünsche oder Spielervorlieben eingehen wollen, sie werden einzig auf die Dividenden der Aktionäre achten.
Schon damals bei der Blizzard/Activision Fusionierung wurden solche Dinge vorausgesagt, geschah nur langsamer als Vermutet! 🙂

Es kommen auch immer Leute, wie du bspw, daher die sagen: „das müssen die so…“ oder ähnliches. Zum Glück gibt es aber auch soviele Gegenbeispiele! 🙂
Ubisoft hat sich bspw stark gewandelt, meines Erachtens nach.
Vielen Hits sieht man an, dass diese Philosophie selten zum Erfolg führt, eher sollte Inovation gefördert werden. Das wirst du bei Activision nicht finden. Ich finde auch nicht, um auf deinen Text nochmal einzugehen, dass ich es mir mit solch einer Erklärung einfacher mache!

Insane

Finde ich schon. Du hast dir deinen Übeltäter ausgesucht und der ist es jetzt halt. Du kennst weder die internen Abläufe noch sonst irgend etwas.

Ich habe extra so formuliert, dass beides Möglich ist. Denn ich bin nicht dabei, ich kanns nicht wissen. Ich kenne aber die Sichtweise, wenn man auf der anderen Seite des Zaunes steht. Und die bot ich dir an.

Ich finde, eher deine Darstellung ist pauschal ohne Bezug zum Geschehen. 800 Leute zum Teil aus einer Publishing Abteilung werden entlassen, weil man das Unternehmen neu ausrichtet. Und du schriebst etwas von Umschulung. Das setzt erstmal voraus, dass es in anderen Abteilungen Platz gibt, das der Betroffene geeignet ist und man ihn umschulen kann und das er es auch will.

Ein 45 jähriger Marketing-Agent will vielleicht nicht umgeschult werden. Und zu was? Und 800? Der Texter ist vermutlich Texter geworden, weil er genau das kann. Der Layouter wird garantiert kein Texter, der UX Designer auch nicht. Und ein Projektmanager mit Studium und X Jahren Berufserfahrungen, der irgend wann mal Senior wird, will garantiert auch nicht etwas anders werden.

Dann hast du vermutlich noch eine ganze Horde an Mehrkanal-Agenten. Also ich kenne nur die, mit denen ich zu tun hatte. Ich hätte nicht gewusst was ich sonst mit denen Anfangen sollte, als dass sie im Service gearbeitet hätten. Manche Leute sind auch limitiert und andere wollen auch im Job keine Herausforderung.

Es ist immer gut, wenn Leute gefördert werden wollen und können und diese behalten werden. Im Text steht aber nicht, dass das nicht gemacht wurde. Das ist alles wilde Spekulation und Behauptungen.

Das klingt ja alles ganz nett aber so läuft das eben nicht. Darum gibt es Alternativen, so wie ich sie genannt habe. Zum Beispiel Sozialpläne.

Nachtrag: bitte nimm das nicht persönlich. Es soll kein Angriff gegen dich sein oder ähnliches. Ich kenne dich ja garnichts. Es geht rein ums Thema.

xollee

das ich candy crash und diablo in einem zug lesen muss ist schon tragödie genug… wer hätte sowas damals in diablo2 zeiten gedacht?… es gibt ja selten dinge die einen in der spielebranche zum heulen bringen… aber hierbei habe ich wirklich tränen in den Augen.
was die kündigungen angeht… es ist eine AG… die aktionäre wollen zahlen sehen… wenn es nix zu tun gibt muss man leute rauswerfen. ist ja nicht so als ob blizzard schon seit 4 jahren ein diablo4 entwickeln könnte mit 1000 mitarbeitern oder mehr. würde sich auch garnicht millionenfach verkaufen am pc und auf den konsolen. man heuert lieber eine fremdfirma an die im eigenen namen ein mobilespiel entwickelt O_o. die droge muss erst erfunden werden um das zu erklären.

Psycheater

Und wer ist Schuld? Genau; Bungie mit Destiny 2 ????????‍♂️

Nyo

Und wieder ein Sieg für den Kapitalismus. Nur weil irgendwelche reichen Säcke den Hals nicht voll kriegen.

Patrick Seitz

Oder vlt die Nutzer deren Ansprüche an gute Spiele immer mehr zurück geht?
Peinlich zu lesen dass Candy Crush mehr in den Fokus der Entwicklung rücken soll….

Da braucht es hat kein Personal mehr mit Herzblut sondern ersetzbare Roboterprogrammierer….

boy

Wieso peinlich? Grade Candy Crush ist im mobilen Sektor doch mega gut angekommen, wieso sollten die dann dann nicht den Fokus darauf setzen?

Rick G.

peinlich weil blizzard für großartige spiele steht wie overwatch, diablo oder wow. Sachen mit Liebe zum Detail. Wir wollen hochklassige Spiele, Story, den WOW-Effekt.

Candy Crush macht Spaß, ja, ungefähr 20 min, weil ich dann 5€ für 5 Leben zahlen muss. Das Spiel bring Geld ein, ok , aber für das Blizzardgefühl, was wir Fanboys haben :D, sind definitiv andere Spiele verantwortlich und wir fürchten um die Zukunft dieser Qualität – man nehme nur das aktuelle WoW Addon.

Patrick Seitz

Danke für deinen Beitrag. Man muss einfach aus Sicht den Konsumenten denken und auch seine eigenen Ansprüche klar hinterfragen.

Klar wenn Leute für solchen Müll so extrem viel Geld zahlen, dass es wirtschaftlich in den Fokus rückt…. aber gerade in der Kunst in Spielen sollte man nicht jedem Trend nachjagen sondern etwas mehr Begeisterung für die eigenen Produkte haben…..

Das ist als hätte Audi plötzlich gesagt Fidgetspinner für 1000€ ist das neue großartige Produkt im Fokus und Autos braucht eh kein Mensch….

Patrick Seitz

Es gibt einfach Spiele die so extrem viel bieten…. und dann beschäftigen sich die Menschen mit so nen Käse….. ich gebe zu, ich hab Candycrush lange nicht mehr angerührt aber viel an Komplexität kommt es nicht mal annähernd an Schach ran, Gameplay ist megaschlicht und da die Steine scheinbar auch im selben Level pro Neustart neu generiert werden braucht man nichtmal können sondern muss es einfach nur oft genug versucht haben um zu gewinnen.

Es ist etwas was 5 hobbyprogrammierer im Grunde auch hätten zusammenschustern können….

Wenn ich mir glorreiche RP-Größen wie MassEffect und DragonAge ansehe und wie diese an die Wand gefahren wurden und so eine Kacke das neue Big Thing ist, finde ich das schon mehr als traurig :/

Varoz

So sieht es aus und es wird leider nicht besser werden.

Frenzy

`dann geh doch in ein Land mit Kommunismus wenn Kapital. so scheiße ist ^^

Nyo

Und in wie fern würde das etwas ändern? Die Mitarbeiter werden ja trotzdem entlassen, egal wo ich lebe.

Frenzy

wenn du Activision nicht magst kauft du keine Produkte von ihnen
Wenn das genügend Leute machen gehen sie unter

Gleiche Logik jetzt hier auch ^^

Patrick Seitz

Deine „Logik“ ist verrückt! Da ärgert sich jemand über Massenentlassungen und du machst den Vorschlag die Firma komplett zu boykottieren was noch viel mehr Massenentlassungen zur Folge hätte ….

Frenzy

Es geht um Kapitalismus und nicht um die Entlassungen Patrick haha

Patrick Seitz

Du liest auch nur was du lesen möchtest…. Nyo hat längst konkretisiert was ihn stört. Die Entlassungen außerdem hat der Artikel von mein-MMO nix mit Kapitalismus oder sonstigen zu tun…. wenn schon dann beim Thema bleiben!

TestP

Joa, der Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela ist ja so viel besser. 🙂

MfG

günter hamme

Man schaue sich den ceo an und es ist alles gesagt

Craine

die oberen bei activision blizzard haben also zu wenig millionen bekommen darum muss man auf sparkurs gehen und die kleinen leute feuern.

good job

Frenzy

wenn du mehr Personal als Arbeit hast solltest du Leute beurlauben / entlassen – ja

Mikuloli

Die entlassenen sollen sich zusammentun und ein neues Studio gründen. Und diesmal einfach nicht ihre Seelen an so einen geldgeilen Großkonzern verkaufen.

Kiraius

Bringt nur nicht viel wenn es keine Programmierer getroffen hat 😉

Mikuloli

Achso xD

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