Activision Blizzard will Dienstag angeblich hunderte Mitarbeiter entlassen

Ein Bericht der Wirtschaftsseite Bloomberg kündigt eine Massenentlassung bei Activision Blizzard an. Schon am Dienstag sollen hunderte Mitarbeiter bei der Firma hinter WoW, Call of Duty, Overwatch und (noch) Destiny 2 gehen müssen.

Das soll die Ankündigung sein: Angeblich plant Activision Blizzard am Dienstag die Entlassungen bekanntzugeben. Die Anzahl der Entlassungen könnte „in die Hunderte“ reichen, heißt es von Bloomberg.

Activision Blizzard reagiere damit auf die schlechten Verkaufszahlen und will neuen Wind in die Sache bringen. Offenbar erhofft sich Activision von den Entlassungen einen Aufschwung an der Börse.

Woher kommt der Bericht? Die US-Wirtschaftsseite Bloomberg berichtet von den geplanten Massenentlassungen. Man bezieht sich auf „eine Person, die nicht genannt werden möchte, weil die Änderungen noch nicht offiziell bekannt seien.“

Overwatch winston wat title

Activision will stärkere Zentralisierung, höhere Profite

Was ist die Idee hinter den Entlassungen? Laut Bloomberg sind die Entlassungen Teil einer „Restrukturierung“ der Firma. Angeblich will Activision Blizzard sich zentralisieren und die Profite erhöhen.

Das ist die Situation von Activision Blizzard: Die Firma wirkt wie ein schwankender Riese. Ende 2017 beschäftigte sie fast 10.000 Menschen.

In den letzten Jahren lief es aber nicht so stark. Im November 2018 gab man zu, dass Schlüssel-Titel nicht mehr so stark laufen wie einst:

Alleine der Verlust von Destiny 2 könnte Umsatzeinbußen von 400 Millionen US-Dollar jährlich bedeuten, weiß Bloomberg. Analysten glauben, laut der Wirtschaftsseite, dass die Verkaufszahlen bei Activision Blizzard 2019 um 2% sinken werden.

destiny-2-pvp-titel

Das ist zuletzt passiert: Dazu kommen einige Personal-Wechsel in der Firma:

Schwere Zeiten für Videospiel-Riesen

Das ist die übergreifende Marktlage: Bloomberg gibt zu bedenken, dass es aktuell nicht nur Activision Blizzard an der Börse beutelt, sondern auch Electronic Arts und Take-Two solche rauen Zeiten durchmachen, weil ihre Verkaufsaussichten für 2019 als nicht so rosig gelten.

Red Dead Online Pferd

Die Videospiele-Industrie sei ein Business, das von „Hits“ lebt, heißt es bei Bloomberg.

Offenbar sehen die Analysten für 2019 keine Hits für die Firmen voraus oder jedenfalls nicht so große Hits wie in den letzten Jahren. Ohne ein „neues“ Red Dead Redemption 2 wird 2019 für Take-Two eben schwächer als 2018, so die Logik der Märkte.

Auch bei Activision Blizzard scheinen die Börsen-Analysten aktuell keine Umsatzbringer in der Pipeline zu sehen.

Auf der BlizzCon 2018 war das Mobile-Spiel „Diablo Immortal“ etwa die größte Neuvorstellung. Die Präsentation wurde von vielen sehr negativ aufgenommen und kommentiert.

Diablo Immortal Screen 3

Einer der zu Grunde liegenden Probleme für das Schwächeln der etablierten Videospiel-Riesen könnte etwa der enorme Erfolg von Fortnite sein.

Es kursieren seit Monaten Gerüchte, Activision plane eine „Zentralisierung.“ So soll etwa die Eigenständigkeit Blizzards eingeschränkt werden, heißt es:

Activision wird Blizzard verschlingen, behauptet ein Insider
Autor(in)
Deine Meinung?
Level Up (7) Kommentieren (67)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.