Destiny 2 mit enttäuschenden Zahlen – Das will Activision tun

Der Online-Shooter Destiny 2 verkauft sich trotz der Forsaken-Erweiterung offenbar schlechter, als Activision es gerne sehen würde. Der Publisher hat bereits einen Plan, wie Destiny 2 wieder mehr Einnahmen erzielen soll.

Erwartungen nicht erfüllt: Wie Activision nun im jüngsten Earnings Call mitteilte, haben die Verkäufe von Destiny 2: Forsaken nicht die Erwartungen des Publishers erfüllen können. So hieß es wörtlich: „Einige unserer anderen Franchises wie Destiny performen nicht so gut, wie wir es gerne hätten.“ Konkrete Zahlen wurden jedoch nicht genannt.

Der Activision COO Cody Johnson führte weiter aus: „Wir konnten noch nicht beobachten, dass die große Masse der Spieler sich wieder verstärkt Destiny 2 zuwendet. Das hat dazu geführt, dass die Erwartungen bis jetzt nicht erfüllt wurden.

Einige Spieler sind immer noch im „Abwarten und Beobachten“-Modus. Die, die jetzt dabei sind, stecken bereits tief drin. Wer nicht dabei ist, für den sehen wir die Zeit gekommen, um sie zurückzuholen.“

Activision ist mit den Verkäufen von Destiny 2 unglücklich

Starker September hat nicht geholfen: Dabei hat der Release der Forsaken-Erweiterung dem Online-Shooter im September 2018 einen starken Boost bei den digitalen Einnahmen verschafft. Destiny 2 Forsaken barone uldren Title

Die schwache Performance von Destiny 2 deutete sich bereits an: Schon im Rahmen eines Investors Call von Activision im Frühjahr 2018 deutete sich an, dass Destiny 2 damit zu kämpfen hat, die Spieler zu überzeugen und sich gut zu verkaufen.

In einer Aktionärs-Mitteilung hieß es noch, dass Destiny 2 im Jahr 2017 ein voller Erfolg auf den Konsolen war und auch einen guten PC-Start hinlegte. Doch im folgenden Finanzreport für das erste Quartal 2018 wurde Destiny 2 beim Vergleich der Performance weitere Activision-Titel nur mit einer Randnotiz abgestraft, wobei sogar Candy Crush dort prominent gelistet war.

Auch die Tatsache, dass Destiny 2 im Herbst bereits als kostenloser PS-Plus-Titel für die PS4 erhältlich war und aktuell auf dem PC verschenkt wird, werteten viele als einen Indikator für schwache Zahlen.

Nun bestätigte der Publisher Activision den Negativ-Trend.

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So will Activision die Destiny-Verkäufe ankurbeln

Das ist der Plan von Activision: Einen Teil der Fragen hat Activision bereits selbst beantwortet. Als Reaktion auf die schwachen Verkäufe hat der Publisher seinen Investoren nun folgendes versprochen:

  • Destiny 2 soll schneller mit neuem Content versorgt werden
  • Es sollen neue Formen der Monetarisierung eingeführt werden

Damit sollen die Verkäufe wieder angekurbelt werden.

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Was bedeutet das für die Spieler? 

Änderungen an den Mikrotransaktionen? Nach langer Kritik am Everversum, dem Ingame-Shop von Destiny 2, sind die Mikrotransaktionen im Spiel aktuell in einem Zustand, der von den meisten Fans als fair empfunden wird. Nur selten gibt es Items, die man ausschließlich mit Echtgeld kaufen kann. Die meistens Sachen kann man sich mit etwas Zeit und Mühe ingame erspielen.

Da Activision nun neue Formen der Monetarisierung angekündigt hat, stellt sich die Frage, wie diese aussehen werden. Naheliegend sind weitere oder neue Formen von Mikrotransaktionen. Hier bleibt den Fans wohl nichts anderes übrig, als zu warten. Denn konkrete Infos seitens Bungie oder Activision gab es dazu noch nicht.

Ob das kürzlich eingeführte Everversum-Feature Temporal-Welle, mit dem die Spieler kosmetische Gegenstände aus vergangenen Seasons direkt kaufen können, bereits eines dieser neuen Modelle verkörpert, ist ebenfalls nicht bekannt.

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Wird sich Destiny 2 nochmals ändern? Zudem stellt sich die Frage, ob Bungie es tatsächlich allen Spielern – also Hardcore-Fans und den Casuals – gleichermaßen recht machen kann und wie das Spiel in Zukunft ausgerichtet sein wird. Denn Destiny 2 war zum Launch eher auf die breite Masse von Spielern ausgerichtet. Das war offenbar die falsche Strategie.

Forsaken hat so gut wie alle Kernprobleme des Grundspiels beseitigt und es nun somit wieder attraktiver für die Core-Player gestaltet. Doch offenbar reichte auch diese Neuausrichtung nicht aus, um genügend Einheiten zu verkaufen und Activision in Form von steigenden Zahlen zufriedenzustellen.

Wird sich das Spiel dadurch noch einmal verändern? Und wenn ja, wie?

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Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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