Die Gesichter der WM 2019 erklären, warum sie jetzt kein Fortnite mehr spielen

Epic Games veranstaltete 2019 eine große Weltmeisterschaft zu Fortnite. Als Caster und Moderatoren verpflichtete man die damaligen Twitch-Stars Jack „CouRage“ Dunlop und Ben „DrLupo“ Lupo. Beide haben sich 2020 von Fortnite abgewandt und erklären nun, wieso sie das Spiel verlassen, das sie groß gemacht hat.

Das waren die Gesichter der Fortnite-WM: Es gibt zwar viele populäre Twitch-Streamer, die mit Fortnite groß geworden sind, doch waren 2019 praktisch alle zu schlecht, um sich für die Fortnite-WM zu qualifizieren. Denn nur 100 Solisten und 50 Duos konnten sich in der harten Vorrunde durchsetzen und ein Ticket für die WM buchen.

Es qualifizierten sich weder Ninja, noch Myth, noch Dakotaz, nicht mal NICKMERCs schaffte es, von Entertainern wie TimTheTatman oder Dr Disrespect ganz zu schweigen.

Nur der Twitch-Star Turner „Tfue“ Tenney konnte sich für die WM qualifizieren, spielte dort aber keine Rolle.

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Der junge Bugha gewann die WM, während die älteren Twitch-Streamer von zu Hause zuschauen mussten.

Die Stars der WM waren junge, relativ unbekannte Spieler wie Kyle „Bugha“ Giersdorf, der Fortnite-Weltmeister.

Um aber etwas vom Glanze Twitchs zur WM zu bringen, hatte Epic zwei etablierte Twitch-Streamer als Caster und Hosts verpflichtete: CouRage und DrLupo.

Sie erklärten den Zuschauern, was da im Spiel so los war und präsentierten das Turnier auf der Bühne.

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Jack „Courage“ Dunlop: Für ihn ist Fortnite durch das neue Matchmaking zu hart geworden.

Fortnite: Zu hart und zu lange dasselbe

Darum spielen sie kein Fortnite mehr: In einem Interview mit Matthew „Nadeshoot“ Haag erklären beide, warum sie aktuell kein Fortnite mehr spielen. Beide sind aktuell in Valorant und CoD: Warzone unterwegs.

Courage sagt: Er würde verrückt werden, wenn er Fortnite heute noch so spielen würde wie damals. Er könne keine zwei Minuten lange Bau-Battles mehr gegen Spieler bestreiten, wenn es skillbasiertes Matchmaking gibt und am Ende nichts rausspringt.

Schon im März hatte CouRage kritisiert, Fortnite sei ihm mit dem neuen Matchmaking zu hart, jedes Spiel fühle sich wie ein olympischer Wettkampf an.

Skill-based Matchmaking bringt Spieler ähnlicher Spielstärke zusammen. Für gute Spieler ist so „jedes Match schwierig“, sie gewinnen seltener als bei Connection-based Matchmaking. Schwache Spieler haben aber eine Chance, Erfolgserlebnisse zu erzielen.
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DrLupo ist bei Fans für seinen trockenen Humor beliebt und weil er auf dem Boden geblieben ist.

DrLupo sagt: Es sei schwer, jeden Tag dasselbe Ding für immer zu spielen. Call of Duty komme wenigstens jedes Jahr neu raus. Außerdem sei die Zuschauerschaft mittlerweile von Fortnite übersättigt. Leute im Chat forderten plötzlich, er solle Escape from Tarkov spielen.

Beide sagen, dass sie Fortnite noch mögen und sich vorstellen können, das Spiel wieder zu spielen, aber nicht mehr so wie früher.

Beide würden gerne weiter als Caster und Hosts für Fortnite arbeiten. Dafür müsste Fortnite aber erstmal sagen, was sie im E-Sport planen. CouRage kritisiert den Mangel an Kommunikation und Vision von Epic für Fortnite.

Das Video zeigt die Szene – Mobile-Nutzer spulen auf 7:30 Minuten vor:

„Epic zerstört Fortnite für Content-Creators“

Das sind die Probleme für Streamer gerade: Der bekannte Twitch-Streamer, Ali „SypherPK“ Hassan, hat erklärt, warum Fortnite gerade so viele populäre Streamer verliert.

Er nennt 3 Gründe:

  • das skillbasierte Matchmaking macht jedes Spiel anstrengend und zerstört die Möglichkeit, mit anderen Streamern zusammenzuspielen
  • Stream-Sniper erwischen jetzt den Streamer leichter, den sie jagen wollen, denn durch das Matchmaking entsteht ein kleinerer Pool an Spielern als früher
  • Änderungen an Fortnite sorgten dafür, dass zu Beginn eines Matches schon viele sterben und man nach 10 Minuten kaum noch auf Gegner treffe – das liegt an der neuen Map mit Season 2: „The Agency“ ist nun ein Hotspot, bei dem viele zu Beginn eines Fortnite-Matches landen und sterben

All das habe Fortnite für „Content Creators“ zerstört. Es gebe nicht mehr die lockeren Runden von befreundeten Streamern, weil die nur in Frust ausarten, von „angestrengt spielenden Stream-Snipern“ gejagt zu werden.

Nicht nur die Twitch-Streamer kritisieren Fortnite aktuell, zu Ostern trendete sogar der Hashtag #RipFortnite auf Twitter für einige Stunden.

Quelle(n): dexerto (DrLupo/CouRage), Dexerto (SypherPK)
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Paps

Ich finde das Jammern der Streamer nicht ok. Für die nicht so guten Spieler ist es auch kein Spass, sich ständig abmurksen zu lassen. Seit dem Matchmaking kann ich auch mal gewinnen, manchmal verliere ich im Duell nur knapp, aber dann lerne ich auch daraus. Wenn ich von einem Überflieger plattgemacht werde, der über mich kommt wie ein Wirbelsturm, dann habe ich da gar nichts von. Da ich z.B. nicht so gut im Bauen bin muss ich taktisch spielen, um eine Chance auf einen Sieg zu haben. Und ja dazu gehört auch, im richtigen Moment unsichtbar zu sein und einen Gegner zu überrumpeln. Seit dem Matchmaking kann ich auch mal offensiver spielen, weil ich weiss, dass ich im Duell eine bessere Chance habe den Sieg im Zweikampf davon zu tragen. Mir persönlich ist ein Sieg wichtiger als viele Kills in einem Match. Schließlich gewinnt immer noch der, der als letzter noch lebt und nicht der, der die meisten Kills hat und ich finde das auch gut so.

QWLU

Also ich verstehe die Streamer auch.. Ja es ist evt gemein aber das war das Prinzip von Battle Royal das man in ein Komplet Radomlobby kommt und nun mal der beste gewinnt. Das kann heißen das ich mal der beste auf der Map bin oder evt bin ich ja sogar mal der schlechteste. Ich habe bis zum matchmaiking nur Fortnite gespielt und da kamen pro Woche einiges Stunden hinzu. Ab und zu hat man geschwitzt und konnte aus den runden mehr rausholen und gewann die eine oder andere. Ab und zu wen man 12h gearbeitet hatte Spielte man lockerer und weniger konzentriert und wen man dann grosses glück hatte gewann man auch da eine Runde. Und dann kam das Matchmaiking und jede runde wurde für mich als wäre ich gerade im Cashcup und es ginge um 50k $ einfach mal locker mit Freunden paar runden zocken Fehlanzeige.. Es ging sogar so weit das manche Freunde nicht mehr gerne mit mir gezockt haben weil sie dann in meine Schwizerlobby kamen. Klar aus Freundschaft haben sie sich quasi geopfert aber auch mir hat das dann kein Spaß gemacht. Schlussendlich hab ich dann mal eine Pause gemacht und was ist jetzt mein Problem? durch die Pause wurde ich dennoch vom Fotnite matchmaiking nicht zurück gestuft und werde gleich wieder ihn die selbe Lobby geworfen. Aber das ich nach dieser zeit etwas eingerostet wurde was das ganze bauen und editieren angeht erschwert mir es nur noch mehr wieder Fuß zu fassen. Geschweige der reiz des Spiels wieder zu finden.

Mustafa Koc

Also ich finde, man sollte Streamer in diesem Punkt gar nicht ernst nehmen oder fragen… Sie wollen in ihren Streams glänzen und es dabei so einfach wie möglich haben. Wenn aber so ein ProGamer durch eine Lobby wütet und 20-30 Kills hat, liegt der Spaß nur auf seiner Seite (und seiner Zuschauer).

Biestbars

Ich kann sie alle (Profis) verstehen. Jedes Spiel ist jetzt ein Olympiakampf, für mich auch. Obwohl ich bin ein schwacher Spieler. Meine K/D lifetime =1,3; Season10 = 1,6; jetzt Season12 = 1,0. Habe mir das SBMM am meisten gewünscht, aber jetzt, wünsche es zurück. So schlecht wie das jetzige SBMM das Skill berechnet, braucht man sich nicht wundern wenn die Einnahmen von 150 Millionen monatlich auf 55 schrumpfen. Es wird wie in Arena berechnet. Egal wie schlecht du im Kampf bist, wenn du bis zum Ende von Spiel mit verstecken/tarnen schaffst, stuft das SBMM System dich automatisch höher und höher. Das Aim wird gar nicht berechnet, die Editiergeschwindigkeit (nicht Baugeschwindigkeit) wird gar nicht berechnet. Und so eine SBMM System soll es schwacheren Spielern das Spielen erleichtern!? Da frage ich mich, was sind schwache Spieler überhaupt? Mein Arbeitskollege spielt ca. seit 1en Monat. Am Anfang hatte er hauptsächlich Bots im Spiel, nur am Ende waren es dann Spieler. Jetzt aber, kann er (so wie ich auch) gar nichts mehr. Er sagt, er hat jetzt immer mehrere Bob Baumeister und Aimprofis in der Lobby mit. Und er spielt bei weitem nicht so „gut“ wie ich. Das SBMM ist einfach der Arenamodus nur ohne HP steal pro kill.

Mustafa Koc

Ich weiß nicht, was du mit „bis zum Ende schaffen“ meinst… gewinnen? Falls ja, so kann ich das nicht bestätigen. Ich hab den Winrate von 8% … KD 0,7 und die Spiele sind ok. Keine Baumeister oder sehr wenig. Ich glaube auch eher dass die Bauskills eine Rolle spielen bei der SBMM. Ich halte mich mit bauen sehr zurück und die meisten Gegner seltsamerweise auch. 😀

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