Damit Diablo 4 auf der BlizzCon war, musste Blizzard angeblich hart durchgreifen

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Blizzard berichtet von den harten Einschnitten bei Heroes of the Storm im Dezember 2018. Die wurden offenbar auch notwendig, damit Diablo 4 noch zur BlizzCon 2019 gezeigt werden konnte. Blizzard musste auf das Fiasko bei Diablo Immortal reagieren.

Woher stammen die Informationen? Die große koreanische Gaming-Seite Inven schreibt, sie habe mit ehemaligen Mitarbeitern von Blizzard gesprochen, die anonym bleiben möchten.

Die Ex-Mitarbeiter sagen: Das Ende des eSports von „Heroes of the Storm“ hängt direkt mit Diablo 4 und der BlizzCon 2018 zusammen.

heroes-of-the-storm-varian-wrynn-screenshot

Blizzard hatte im Dezember 2018 den eSports von „Heroes of the Storm“ praktisch abgesagt und das Entwickler-Team des MOBAs deutlich verkleinert.

Diese Ansage kam damals überraschend und traf viele eSportler bei Heroes of the Storm aus dem Nichts. Deren Karriere war plötzlich beendet – ohne große Vorwarnung.

Wie wir jetzt erfahren: Auch die Mitarbeiter von Blizzard hatten keine Ahnung, was da auf sie zukam.

BlizzCon 2019 musste liefern

Was hat Diablo 4 damit zu tun? Die ehemaligen Mitarbeiter sagen, der Druck wuchs nach der BlizzCon 2018.

Die Reaktion darauf, dass dort kein Diablo 4 sondern nur das Mobile-Game „Diablo Immortal“ vorgestellt wurde, sorgte für wachsenden Druck bei Blizzard, auf der BlizzCon 2019 mehr zu liefern. Also mussten Ressourcen umverteilt werden – und es traf dann Heroes of the Storm.

Diablo Immortal Screen 3
Diablo Immortal wurde bei der Ankündigung auf der BlizzCon 2018 kritisiert.

Im HotS-Team arbeiteten viele der besten „Live-Entwickler“ von Blizzard aber an einem Titel, dem Blizzard nicht so viel Potential zutraute wie einem neuem Diablo-Spiel.

Ein ehemaliger Entwickler sagt:

„Zu der Zeit hatten wir eine Menge Projekte in Entstehung, die viel Hilfe brauchten. Vor allem Diablo 4 brauchte sehr, sehr, sehr viel Hilfe, um es zu dem zu machen, was jetzt jeder bei der BlizzCon sah.

Sie mussten Diablo 4 auf dieser BlizzCon zeigen, oder? Das war der Plan und sie mussten sicherstellen, dass es klappt.

Um ehrlich zu sein: das meiste Talent aus dem Team von Heroes kam dann zum Team von Diablo 4. Manche gingen zu WoW, weil das auch lebt, atmet und eine Menge Support braucht.“

Ein ehemaliger Entwickler von Blizzard spricht zu Inven
Diablo 4 Helden Titel

Was war da bei Heroes of the Storm los? Laut den ehemaligen Entwicklern war Heroes of the Storm schon längere Zeit in einem schwierigen Zustand:

  • Das MOBA brauchte ständig Updates, deshalb war das Team immer überfordert und überarbeitet
  • Während andere Teams nur alle 3 Monate einen Patch bringen, im Büro sitzen und spielen – war das Team bei Heroes of the Storm konstant unter Druck
  • Von den Entlassungen und dem Ende des eSports hätten die Mitarbeiter zur selben Zeit wie die Öffentlichkeit erfahren: Nur wenige waren eingeweiht. Die meisten rechneten damit, dass es auch 2019 noch eSports in HotS geben würde
  • Weil das Team unter ständigem Stress war, seien manche sogar froh gewesen, aus dem Team rauszugehen – die Entwicklung war in der Form nicht „aufrecht zu erhalten“
  • Vor dem Dezember 2018 sei das Team von „Heroes of the Storm“ eines der größten, vielleicht sogar das größte Team auf dem Campus von Blizzard gewesen – und es hätten einige der „talentiertesten Live-Entwickler Blizzards“ dort gearbeitet
  • Manche Entwickler seien in Teams von Spielen gesteckt worden, die sie vorher noch nicht mal gespielt hätten

Die Entwicklung von Heroes of the Storm ging nach den Einschnitten 2018 dennoch weiter, wenn auch langsamer. Der neuste große Held für Heroes of the Storm wird Deathwing.

Ursprüngliche Entwickler von Diablo sagen: Blizzard hat sich total geändert
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Sunface
Sunface
22 Tage zuvor

Bin ich ganz ehrlich. Mir ist lieber das sie D4 gut machen. HotS ist mir egal. Aber ist klar das es nicht jedem so geht. Also von meiner Seite aus haben sie alles richtig gemacht.

Tebo
Tebo
22 Tage zuvor

Das hört sich ein bisschen so an, als gebe Blizzard der Community die Schuld, für deren eigene Fehlentscheidung nur Immortal vorzustellen. Nur weil deshalb einige Spieler auf den Tisch gehauen haben, sollen Spiele bzw Inhalte gestrichen werden?

Hört sich für mich eher nach Ausrede an und die Schuld von sich auf andere zu schieben.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
22 Tage zuvor

Blizzard ist mit den Aussagen ja nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Sie haben die Reduzierung von HotS nicht mit Diablo in Verbindung gebracht. Das tun jetzt ehemalige Mitarbeiter. Ich denke man kann jetzt sagen: Die BlizzCon 2018 hat bei Blizzard was verändert – genau das haben sich ja auch viele Leute gewünscht. Shitstorms sollen ja was bewirken – und dieser Shitstorm hat was bei Blizzard bewirkt. Es ist aber auch klar: Die Leute wünschen sich „Macht mehr für die Spiele, die wir mögen“ und Blizzard wird dann nicht einfach „1000 neue Leute einstellen“, sondern die werden halt gucken: „Wo können… Weiterlesen »

westscho ich
westscho ich
22 Tage zuvor

wäre hots vor LoL gekommen, dann würde LoL keiner auch nur mit dem A… angucken.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
22 Tage zuvor

Das ist tatsächlich ein interessantes Gedanken-Experiment.

Ich hab, bevor LoL hier groß wurde, ein MOBA gespielt: Avalon Heroes. Wenn die einige Sachen nur etwas besser gemacht hätten, dann wäre das Spiel vielleicht explodiert. Die hatten auch einige sehr gute Helden und Ideen.

Miku
Miku
21 Tage zuvor

Ich habe auch damals lol beta und AH gespielt. Lol habe ich damals schnell fallen lassen, AH war um vieles besser. PVE,Szenarios,Plaza,Arena. Allein der Aspekt von 5(3nutzbar ingame)wählbaren normalen skills. Aber die Koreaner und Alaplaya haben das Schiff versenkt. QQ

Zurück zum Aspekt, glaub weniger das es hots damals geschafft hätte. Siehe AH Beispiel.

Domenik Heimes
Domenik Heimes
21 Tage zuvor

Das glaube ich nicht wirklich. Riot wurde mit LoL so groß weil sie sich was getraut haben. Sie haben ohne Talent und können etwas entworfen das schrecklich aussah. Aber mit diesem Spiel und ihrem Konzept haben sie sich Leute gesucht die es schön gemacht haben und sind dann damit nach Korea wo sie unerwartet einen Riesigen erfolg feierten. Danach haben sie sich nicht auf dem Erfolg ausgeruht sondern gleich das erste Tuniert gestaltet. Sie haben alles riskiert, mehrmals. Als beim 1 oder 2 Tunier alles schief ging haben sie das zu gegeben und sich nicht einfach nur Entschuldigung gesagt…. sie… Weiterlesen »

Hamurator
Hamurator
22 Tage zuvor

Klingt mir als sei HotS das komplexeste Spiel gewesen, das je entwickelt wurde. Dabei hätte ich gedacht, dass MOBAs relativ einfach zu warten und weiterzuentwickeln sind, wenn das Spiel einmal läuft.

Ne, ehrlich, wie kann das Entwicklungsteam für ein MOBA größer sein als für ein MMO?

Joel
Joel
22 Tage zuvor

Und warum muss ein Dungeoncrawler ein MMO werden. Normale Multiplayer hät gereicht.

Hamurator
Hamurator
21 Tage zuvor

Mit dem MMO meinte ich World of Warcraft, dass irgendwie kaum mit dem Entwickeln hinterher kommt und man vielleicht Boden gut machen könnte, wenn regelmäßiger neue Inhalte kommen würde.

Ben Hauenstein
Ben Hauenstein
22 Tage zuvor

Ich bin der Meinung dass Hots zwar ein netter Versuch war, aber eben einfach nicht funktioniert hat.
Ich habe es vor der bösen Ankündigung etwas probiert und was soll ich sagen.. lange Wartezeiten, unglaublich toxisch gegen Einsteiger und leider auch Großteils eher simple Mechaniken im Vergleich zu LoL/Dota2.
Diablo 4 und WoW Classic/Shadowlands sehen dafür wieder vielversprechend aus.

Zerberus
Zerberus
23 Tage zuvor

Dafür das ja angeblich soviele talentierte und erfahrene Mitarbeiter in einem großem Team an Hots gearbeitet haben…war es dann doch solide aber glanzlose Arbeit die da abgeliefert wurde :S

Nookiezilla
Nookiezilla
23 Tage zuvor

Mein Gedanke.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
23 Tage zuvor

Auch wenn es das beste Spiel der Welt gewesen wäre … es hat doch einfach keiner auf ein MOBA gewartet, als das rauskam. Ich glaube da hatte Blizzard auch wirklich die Grenzen erreicht: Diese Formel, die schon 2-mal wahnsinnig erfolgreich umgesetzt wurde, noch zu verbessern, wo LoL und DOTA 2 schon Jahre Vorsprung hatte, das ging dann nicht. Das ist dasselbe Phänomen, das WoW so stark macht: Das Spiel wurde über Jahre verbessert und erweitert, so dass es einen riesigen Vorsprung vor Konkurrenten hat. So ist LoL doch. Allein die Infrastruktur, die sie und Dota 2 aufgebaut haben … ich… Weiterlesen »

Rush Channel
Rush Channel
23 Tage zuvor

ich finde es schade, mir hat hots spass gemacht, wenn da nur ein paar kern mechaniken anders gewesen wären.

alfredo
alfredo
22 Tage zuvor

obwohl ich die rts klicksteuerung hasse fand hots besser als den rest.

Alexej Vornoskov
Alexej Vornoskov
22 Tage zuvor

Also diese Logik kann ich nicht nachvollziehen. Besonders der Beispiel mit WoW ist Unsinn – es hat sich nicht verbessert und erweitert – es hat mit jeder neuer Erweiterung das alte System rausgeschmissen und durch neues ersetzt, dass sich dann als unausgereift herausgestellt hat und somit noch x Mal nachgebessert müsste bis die nächste Erweiterung kam und alles von vorne beginnen dürfte. Gleichzeitig wurden die alten Erweiterungen absolut sinnlos und vergessen, denn beim Leveln hat man höchstens jeweils 2 Zonen davon gesehen bis man zu hohe Stufe erreicht hat und halt in die nächste Erweiterung gehen müsste. Dabei waren Features… Weiterlesen »

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
22 Tage zuvor

Ich versteh nicht, was diese Aussage mit meiner zu tun hat.

Ich sage: Blizzard hätte zwischen 2010 und 2016 mehr Energie in WoW stecken müssen, um das Genre „MMORPG“ voranzubringen – statt z.b. „Heroes of the Storm“ zu entwickeln.

Was hast diese Aussage mit deiner zu tun? Bei deiner Sache geht es ja eher darum, wie man alten Content in einem MMORPG relevant hält.

Alexej Vornoskov
Alexej Vornoskov
22 Tage zuvor

Absatz 3 von deinen Post?????

Elmon88
Elmon88
22 Tage zuvor

Was man bei wow etc. nicht vergessen darf, das damals wow die mmorpgs für die breite Masse damals attraktive gemacht haben. Überall in den Medien wurde nur über wow berichtet. Dadurch hatte wow auch so eine große Beliebtheit. Jeder hat es gespielt und man hat sich auf dem Schulhof darüber ausgetauscht und dann weiter gespielt mach der Schule. Man kann es von der Reichweite wie heute fortnite vergleichen. Zudem war vieles damals einfach Design technisch auf stumpfen Grind ausgelegt. Man sieht es ja bei Classic wie viele Leute man eigentlich nur braucht für molten Core. Damals sah das ganz anders… Weiterlesen »

IchhassePvP
IchhassePvP
22 Tage zuvor

Dass die Konkurrenzsituation für HotS schon während seiner Entwicklung und auch zu seinem Release enorm hoch war durch 2 sehr erfolgreiche MOBA’s auf dem Markt ist völlig korrekt. Nur wann begann denn die Entwicklung von Cataclysm in WoW? Sie sagen ja immer mal wieder dass sie teils zeitgleich an mehreren Erweiterungen gearbeitet haben und auch noch arbeiten.WotLK dürfte also schon in Teilen lange vor seinem Release entwickelt worden sein, also möglicherweise sogar noch während Classic oder sogar noch während der Beta. Und WotLK war auch die letzte Erweiterung die einerseits erheblichen Content brachte allein schon zum Release hatte man z.B.… Weiterlesen »

Joel
Joel
22 Tage zuvor

Ich fand Hots relativ gut. Es war simpel und extrem einsteigerfreundlich. Wenn ich Hots gespielt habe (war nicht alzu oft) war ich nie so frustriert wie es bei LoL kontinuierlich der Fall war.
Ich hab mit Lol vor ein paar Jahren aufgehört weil mir nicht gefallen hat wie sich das Spiel entwickelt hat vom Balancing und der Spielgeschwindigkeit.
Hots hat vieles von Anfang an anders gemacht. Das wichtigste ist die viel kleinere Karte sodass ein Tod nicht alzukrass bestrafft wird.
Im endeffekt war mir Hots etwas zu Simpel. Habe die Buildvielfalt eines LoL vermisst.

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