Wenige Tage nach dem Start von „Return of the Ancients“ kämpfen die Entwickler von Path of Exile 2 mit einem großen Problem, das durch einen kleinen Hotfix ausgelöst wurde.
Was war das für ein Versagen? Path of Exile 2 kämpfte am Abend des 3. Juni 2026 mit unerwarteten Server-Problemen. Der Grund dafür sei ein kleiner Hotfix gewesen, wie das Team von Grinding Gear Games nachfolgend berichtete.
Der Hotfix habe dazu geführt, dass unzählige Spieler unerwartet von den Online-Diensten getrennt wurden oder unter einer drastisch verschlechterten Serverleistung litten. Insgesamt habe es rund 70 Minuten gedauert, bis Spieler wieder ungestört spielen konnten.
Das sagen die Entwickler zu dem Vorfall: In einem Statement auf der Website von Path of Exile schreiben die Entwickler, dass das interne Technik-Team bereits kurz nach dem Aufspielen des Hotfixes eine erhöhte Absturzrate festgestellt habe und sich anschließend dazu entschied, den Patch via Rollback zurückzuziehen, um die Spieler und die Serverstabilität zu schützen. Das sei jedoch nach hinten losgegangen.
Das Studio erklärt, dass der Rollback katastrophal gescheitert sei, denn der fehlerhafte Hotfix habe massenhaft Absturzabbilder (Crash Dumps) erzeugt. Diese Dateien dienen normalerweise der Fehleranalyse, sollen nun jedoch sämtlichen Speicherplatz der Server gefüllt haben. Zudem sollen die Schreibvorgänge der Dateien die Serverleistung in den Keller gedrückt haben, wodurch selbst das Zurücksetzen des Updates extrem verlangsamt worden sei.
Die Entwickler geben in dem Statement offen zu, dass die schiere Datenmenge die Systeme völlig überfordert habe: „Wir haben noch nie zuvor ein derartiges Versagen erlebt und waren darauf völlig unvorbereitet“, heißt es in dem Bericht.
So kam es zu den Problemen: Wie die anschließenden Untersuchungen der Entwickler zeigten, soll eine fehlende Datendatei im Zusammenhang mit dem Passive Skilltree im Hotfix die Probleme ausgelöst haben. Das habe bewirkt, dass jeder Spieler, der ein Radius-Juwel besaß, das den Bereich des Skilltrees abdeckte, dem neue Knoten hinzugefügt wurden, den Server zum Absturz brachte.
Aus dem „nie dagewesenen Versagen“ wollen die Entwickler nun einige Lehren ziehen. Zum einen sollen Crash Dumps künftig nicht mehr die Festplatten der Server vollständig füllen können. Außerdem wolle man bei zukünftigen Hotfixes sicherstellen, einen gegebenenfalls notwendigen Rollback schneller durchführen zu können.
Ein anderer Kampf, den Grinding Gear Games führt, ist das Balancing des Vaal-Tempels. Auch in der aktuellen Season „Return of the Ancients“ musste das Entwicklerteam wieder mit Nerfs reagieren, weil Spieler Wege finden, den Tempel so aufzubauen, dass er viel zu viel Loot bringt. Mehr dazu hier: Path of Exile 2 dreht Spielern jetzt den Loot-Hahn zu, gibt zu, dass sie es übertrieben haben
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