Darum setzt Activision Blizzard verstärkt auf Mobile-Games

Dass der Publisher Activision Blizzard verstärkt auf Mobile-Games setzen will, ist bereits bekannt. Aber was steckt dahinter und was erhofft man sich davon? Eine neue Studie hat nun mehrere handfeste Gründe erörtert.

Seit dem 3. Quartalsbericht 2018 ist bekannt, dass Activision Blizzard verstärkt auf Mobile-Games setzen wird. Vor allem Blizzard soll zu all seinen Franchises Mobile-Titel herausbringen.

Den Anfang macht hier wohl das auf der Blizzcon angekündigte Diablo Immortal. Die Nachricht von den Mobile-Games aus dem Hause Blizzard kam bei der Zielgruppe der Blizzard-Fans nicht gut an, die sich vor allem aus eingefleischten PC-Zockern zusammensetzt.

Blizzard Draenei Red cry

Ist die Idee, jetzt in die Mobile-Offensive zu gehen, ein großer Fehlschlag oder gibt es gute Gründe für den neuen Mobile-Fokus?

Großer Report von Newzoo zeigt Vorteile von Mobile-Gaming

Was hat es mit dem Report auf sich? Um die Vorteile und Möglichkeiten von Mobile-Gaming zu analysieren, gab Activision Blizzard eine Studie bei der Agentur Newzoo in Auftrag. Diese Firma ist laut eigenen Angaben ein führender Anbieter von Analysen zu Games und eSports.

Wer wurde befragt? Vom 10. bis zum 24. Dezember 2018 wurden 12.327 Leute aus den US, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland befragt. Das Alter der Befragten lag zwischen 18 und 68 Jahren.

Die besten Mobile MMO

Themen der Umfrage waren unter anderem die Nutzung von Mobile-Apps, Gebrauch von Mobile-Games und sonstige Kaufverhalten.

Um was ging es bei der Studie? Vor der Studie wurden 4 Kernfakten angegeben:

  • Gaming ist die drittbeliebteste Kategorie von Mobile-Apps, bei Leuten zwischen 18 und 20 sogar die zweitbeliebteste.
  • Bei Gaming sind die Geschlechterunterschiede besonders groß. Bestimmte Geschlechter einer bestimmten Altersgruppe tendieren mehr zu besonderen Genres.
  • Gamer tendieren dazu, mehr Einfluss auf das Kaufverhalten ihres sozialen Umfelds zu haben. So sollen sie bis zu 23 Prozent eher dazu führen, ihr Umfeld zu bestimmten Ausgaben zu verleiten.
  • Mobile-Gamer sind viel eher bereit, auf Werbung einzugehen und bestimmte Marken zu bevorzugen, die ihnen positiv via Werbung im Gedächtnis geblieben sind.

Diese Punkte werden dann in den folgenden Seiten des Berichts detailliert erörtert. Am Ende kommt die Studie zu einigen interessanten Erkenntnissen.

Was sind die Ergebnisse der Studie? So sind ein Großteil der Mobile-Gamer Millennials, also Leute im Alter zwischen 21 und 35. Die Hälfte davon soll männlich sein. Interessant ist auch, dass gut 41 Prozent aller Mobile-Gamer mindestens ein Kind haben. Außerdem sollen ganze 67 Prozent der Mobile-Gamer von Zeit zu Zeit dem Kaufrausch erliegen.

Mobile Gaming

Daraus ergeben sich laut Newzoo einige spannende Möglichkeiten:

  • Mobile-Gaming sei eine der am meisten genutzten Anwendungen auf Mobilgeräten, erreiche eine wichtige Zielgruppe der um die 30-Jährigen und sei für Frauen wie Männer gleichermaßen interessant.
  • Durch die große Vielfalt an Vorlieben innerhalb der Gamer könne man mit verschiedenen, auf diese Bedürfnisse zugeschnittenen Games eine große Menge an Kunden gewonnen werden.
  • Da Mobile-Gamer sowohl leichter durch Werbung beeinflussbar als Nicht-Gamer und dazu noch einflussreich in ihrem sozialen Umfeld sein sollen, wäre Mobile-Gaming ein gutes Marketing-Instrument.

Wie reagieren die Spieler? Die Vorteile liegen also klar auf der Hand und aus wirtschaftlicher Sicht ist Mobile-Gaming eine gute Sache. Doch viele Fans von Blizzard sind skeptisch und fürchten, dass ihre liebgewonnenen Franchises wie Diablo, StarCraft oder Overwatch jetzt zu seelenlosen Mobile-Spielchen verwurstet werden, die nur auf den schnellen Euro via Pay2Win-Cash-Shop aus sind.

Diablo-Immortal
Diablo Immortal

Dem muss aber nicht so sein. Klar gibt es viele Online-Games, die hemmungslos Pay2Win und Abzocke sind, doch es gibt auch immer mehr gute und hochwertige Mobile-Games, die Spaß machen und nicht mehr Gebrauch vom Cash-Shop machen, als es reguläre Desktop-Titel wie Overwatch und Co. schon tun.

Es wird wohl vom Erfolg oder Misserfolg von Diablo Immortal abhängig sein, ob die Blizzard-Fans am Ende versöhnt werden oder ob Activision Blizzard sich in Zukunft weiter schwertun wird, Mobile-Gaming als großes Zukunftskonzept zu verkaufen.

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Quelle(n): MMORPG, Newzoo Report
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Willi Winnen
Willi Winnen
1 Jahr zuvor

Jetzt kommt so ein Ü40 Ding: Spiele schon gern mal auf der Couch oder im Wartezimmer Clash Royale oder seit ein paar Wochen Last Day on Earth..ABER selbst mit Brille sehe ich so wenig das es einfach nach einer Weile zu anstrengend wird. Also Blue Stacks am PC installiert und das Ding am Monitor gespielt. Vielleicht helfen ja Falthandys smile

Toby-
Toby-
1 Jahr zuvor

tl;dr: Anspruchslosere Kunden = hoher Profit bei geringen Kosten.

Man muss auch mal festhalten das MMO Spieler eine sehr schwierige Kundengruppe ist. Sehr kritisch und dazu noch gut vernetzt, urgh. Aus Unternehmenssicht total ätzend.

Pran Ger
Pran Ger
1 Jahr zuvor

Da lobe ich mir doch Nintendo. Die sehen ihre Mobile Spiele eher als Werbung für ihre Konsole und deren Marken.

Luriup
Luriup
1 Jahr zuvor

Klar für ne Runde Strategie oder einen MMO Manager reicht ein Smartphone.
Letztens so ein Monster Hunter Mobile getestet,Ranger of Oblivion,
das sah schon sehr gut aus
aber die Steuerung.Ahhhh
Minibildschirm+Wurstfinger=Horror.

Wenn sie ihre Marken da platzieren wollen,von mir aus.
Das mobile Aion hat mich keine 15min gehalten,
dann flog es wieder runter.
Hatte auch wenig mit dem PC Aion gemeinsam.

TimTaylor
TimTaylor
1 Jahr zuvor

Ach komm die haben doch nur die Southpark Folge gesehen ????, nichts liefern und Money Money Money Money ????.

Mehr nicht ????

schaican
schaican
1 Jahr zuvor

hm
12k Leute aus 4 Länder? fehlt da net noch ne 0 um ausagekräftig zu sein
also Händy games höchstens nur wenn ich in nem wartezimmer sitze
halo für was hab ich nen PC? warum sollte ich dann zuhause auf dem Händy zocken …

chrizQ
chrizQ
1 Jahr zuvor

Das kann ich so unterschreiben.

TheoTheFreak
TheoTheFreak
1 Jahr zuvor

Bester Zeitvertreib an langweiligen Arbeitstagen xD

schaican
schaican
1 Jahr zuvor

hm habe wohl den falschen job xD

zShaazy
zShaazy
1 Jahr zuvor

Vor allem Händy* nennt man Handy..!!

schaican
schaican
1 Jahr zuvor

habe es net so mit denglish ( 65er jahrgang ) aber ich vermute jeder wußte was gemeint war

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Glaub das Geld für die Studie hätten sie sich sparen können, seh da nichts neues.
Die Studie macht imo noch weniger Sinn wenn das Spiel eh schon fertigentwickelt war.

Roundshaw
Roundshaw
1 Jahr zuvor

Ich hab immer mal wieder probiert auf Handy oder Tablet zu Zocken, aber immer mit dem selben Ergebnis, dass es mich einfach nicht lang genug fesselt oder motiviert! Ich finde auch das die Games die es momentan gibt einfach meist nur zum kurzen Zeitvertreib taugen und längst nicht mit Titel von PC oder Konsole mithalten kann.

Kareno
Kareno
1 Jahr zuvor

Zeig mir bitte Mal einer ein einziges fp2 Handyspiel, mit PvP Funktion, in dem es kein p2w gibt.

Dieses existiert nämlich nicht. Jedes dieser spiele ist p2w in höchster form ohne jegliche ausnahme.

calmon70
calmon70
1 Jahr zuvor

Naja, mit IQ ist so jedes Spiel F2P spielbar, Beispiel: Hearthstone.

Ohne IQ wird es schwer, ja.

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Vainglory. Mobile Moba.

Craine
Craine
1 Jahr zuvor

online schach

Gorden858
Gorden858
1 Jahr zuvor

Weder wissen wir, ob DI F2P wird noch ob es PVP enthält.

Dave
Dave
1 Jahr zuvor

Um was ging die Studie? > Um was ging es bei der Studie?

Tim Seidel
Tim Seidel
1 Jahr zuvor

12k Leute aus 3 Ländern die Studie ist ja mal represäntativ AF gleich mal falthandy für 2k Euro bestellen

chips
chips
1 Jahr zuvor

Nicht, dass ich ein Freund von Mobiles Games wäre. Aber Statistik ist nicht deine Stärke oder? 12k sind relativ viele Befragte.

Guest
Guest
1 Jahr zuvor

auf jeden Fall. Es gibt medizinische Studien für neue Tabletten, bei denen nur eine handvoll Leute dran teilnehmen und das Ding wird dann einfach auf den Markt geschmissen. Also 12k ist schon nicht wenig.

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Repräsentativität gibt es im engeren Sinne nicht. Um diese Herzustellen müsste ich vor der Erhebung sicherstellen, dass die Verteilung der relevanten Parameter im Bezug auf die Gesamtheit gewährleistet wäre. Ich kenne die relevanten Parameter allerdings nicht vor der Erhebung, sondern erst danach.

Daher wird in de Regel auch eher auf Zufallsstichproben zurückgegriffen.

Wichtiger als die Größe der Stichproben ist die Qualität der Datensätze. Also wie wurden sie erhoben. Damit es zum Beispiel nicht schon in der Fragestellung zu „Verunreinigungen“ oder Halo-Effekten kommt.

12.000 Datensätze ist schon nicht wenig.

Plague1992
Plague1992
1 Jahr zuvor

Man muss nicht gerade den Erfolg von Immortal abwarten. Mit Skylanders ist bereits die erste große IP exklusiv für Mobile erschienen und zumindest auf Itunes ist es grade so in den Top 20 für kostenlose Spiele. Durchaus gut, okay … Aber nichts wegweisendes oder so =o

Alexander Ostmann
Alexander Ostmann
1 Jahr zuvor

Ich denke mal, dass von Blizzard in dieser Richtung kaum Schrott zu erwarten ist.
Wäre Heartstone eigentlich nicht das geeignetere Spiel für sowas?

Gastschreiber
Gastschreiber
1 Jahr zuvor

Jetzt darfst 3x raten welches Game es schon seid gefühlt 100 Jahren von Blizzard für Smartphones gibt.

SethEastwood
SethEastwood
1 Jahr zuvor

seit*

Original Gast Chris
Original Gast Chris
1 Jahr zuvor

*Klugscheisser

Plague1992
Plague1992
1 Jahr zuvor

*Klugscheißer

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

scheiß Kluger

Bodicore
Bodicore
1 Jahr zuvor

Klugelschreiber

self1sch
self1sch
1 Jahr zuvor

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Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

Korinthenkacker

Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

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Muhkuh
Muhkuh
1 Jahr zuvor

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Alexander Ostmann
Alexander Ostmann
1 Jahr zuvor

Ich nutze keine Smartphones. Von daher habe ich da wenig Ahnung.
Aber wenn es das schon gibt, passt schon.

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