Wer gerne lange Romane liest, der fand im gestrigen Destiny 2 „This Week at Bungie“-Blog seine Erfüllung. Bungie fasste dort, auf der Suche nach der perfekten Spielbalance, in fast 9000 Wörtern die kommenden Anpassungen für Exotics, Waffen und Fähigkeiten zusammen. MeinMMO hat sich für euch durch die Informationen gewühlt und fasst die wichtigsten Anpassungen zusammen.
Zunächst einmal die gute Nachricht vorweg: Das Gjallarhorn ist einem direkten Nerf entgangen und Bungie hat sich auch den legendären und exotischen Glefen angenommen.
Darüber hinaus enthält der neueste Blog von Bungie trotzdem noch eine Menge Änderungen für Destiny 2, die einiges für die Spieler verändern werden. Darunter nicht nur die Art wie ihr zukünftig in der Luft fighten werdet, sondern auch eine Reihe von Nerfs und Buffs für verschiedenste Waffenarchetypen und bestimmten Exotics.
Wir haben hierbei die wichtigsten Änderungen kurz für euch zusammengefasst. Für alle Spieler, die es lieben noch weiter ins Detail zu gehen empfehlen wir den Original-TWaB von Bungie.
So will Bungie die exotischen Glefen retten
Bis jetzt fristeten vor allem die exotischen Glefen ein einsames Dasein in den Hüter-Tresoren, denn sie waren einfach nicht stark genug und haben die Fans der Waffengattung massiv enttäuscht. Bungie hat nun jedoch einen Rettungsversuch gestartet und sie aufpoliert. Alle drei exotischen Gleven haben einige Buffs auf die Fähigkeiten erhalten.
- Die Titanen-Glefe „Klinge der Handlung“ erhält jetzt ein Leere-Überschild, während ihr euch in der Bubble befindet und auch der exotische Helm des 14. Heiligen wird jetzt mit dieser Bubble funktionieren.
- Die Warlock-Glefe „Klinge der Absicht“ feuert nun häufiger und schnellere Nobelgeschosse.
- Und die Jäger-Glefe „Klinge der Übereinkunft“ verdreifacht den Schaden der Bogenwelle und wird sich statt 4x nun 8x mit Feinden in der Nähe verketten.
Auch die legendäre Glefe wird etwas poliert: Ein Glefe-Nahkampf ist auch weiterhin ein einfacher Nahkampfangriff, kein Waffenangriff, verbraucht keine Munition verursacht aber Kinetikschaden.
Darüber hinaus hat Bungie die Projektilgeschwindigkeit der Glefe erhöht, den Energieverlust verringert und auch noch den Nahkampfschaden gegen PvE-Gegner um 25 % erhöht (außer auf Bosse und Fahrzeuge).
Damit werden die Glefen als eine Waffe mit hartem Nahkampfschaden in Destiny 2 positioniert und sie bieten euch ab Season 17 einen nahezu vollständigen Schutz (97,5 % im PvE), wenn ihr das Schild der Glefe zieht.
Der Luftkampf wird detailliert überarbeitet
Der nächste große Abschnitt im längsten TWaB aller Zeiten befasst sich konkret mit dem Kampf in der Luft. In Zukunft gelten für den Luftkampf eigene Regeln, denn Bungie macht die Präzision in der Luft zu einer separaten Statistik für Waffen und bezeichnet das als „Airborne Effectiveness“. Es wird ein versteckter Wert sein, ähnlich der Zielhilfe und der Rückstoßrichtung.
- „Airborne Effectiveness“ wird sich ab Season 17 auf die Effektivität einer Waffe auswirken, die in der Luft abgefeuert wird.
- Dieser Wert beeinflusst gleich mehrere Aspekte des Schießens in der Luft, wie beispielsweise mehr Streuung einer Schrotflinte bei einem niedrigem Airborne Effectiveness-Wert.
Wenn ihr zudem gerne als Jäger mit euren St0mp-EE5 wie ein Flummi durch die Luft hüpft, um eure Gegner mit absoluter Lufthoheit zu besiegen, dann jetzt bitte stark sein. Bei den Änderungen für den Luftkampf hat Bungie nämlich auch einen krassen Nerf an dieses so beliebte Exotic verteilt.
- Wenn ihr ab der Season 17 die exotischen Füße St0mp-EE5 spielt, wird die „Airborne Effectiveness“ jeder eurer Waffen um -50 reduziert.
Auf Twitter äußerte sich Bungies Community-Manager auch noch genauer zu diesem Nerf und teilte mit:
Vergesst nicht, dass Stompees die Sprintgeschwindigkeit und die Rutschdistanz erhöhen. Verstehen Sie den Konflikt hier – springe ich und verliere die Zielhilfe? Wir hoffen, dass die Spieler dies als Mobilitätstool nutzen, um sich auf der Karte fortzubewegen, und nicht als Teil jedes einzelnen PvP-Engagements, um Luftkämpfe zu erzwingen.
teilte Bungies Community-Manager dmg04 via Twitter mit
Die wichtigtens Nerfs- und Buffs für Waffen
Auch bei den Waffen haben wir einiges zu besprechen. Neben ein paar eingestaubten Exotics, denen Bungie ihre alte Attraktivität mit einem Buff zurückgibt, haben wir auch einige Nerfs zu verarbeiten.
- Maschinengewehre
- Bungie ist auch weiterhin unzufrieden mit Maschinengewehren. Deswegen bekommen sie nun einen 40 % Buff gegen PvE-Gegner und 20 % gegen Bosse.
- Dieser Buff gilt jedoch nicht für exotische Maschinengewehre wie „Xenophage“ oder „Große Ouvertüre“. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass damit zumindest „Rechtmäßiger Erbe“ und „Donnerlord“ einen grundlegenden Buff erhalten haben sollten.
- Beim Exotic Xenophage hat Bungie trotzdem ein Einsehen und stellt ihren alten Zustand wieder her. Das Maschinengewehr wird auf seine alte Drehzahl und seinen alten Schaden zurückgesetzt.
- Raketenwerfer
- Alle adaptiven und aggressiven Raketenwerfer bekommen zunächst einen Buff von +10 % aber auch und Nerf auf Präzisions-Tracking von -10 %.
- Das Gjallarhorn hingegen bleibt, wie es ist und entgeht damit einem direkten Nerf.
- Das Exotic „Augen von Morgen“ soll in Zukunft seinem Ruf als starke Raid-Waffe mehr entsprechen und wird daher einen 30 % Schadensbuff gegen Bosse und Champions erhalten.
- Automatikgewehre, Impulsgewehre, Maschinenpistolen
- Automatikgewehre erhalten einen besserer Schadensabfall und bekommen damit einen Reichweiten-Buff.
- Impulsgewehre werden leicht erhöhten Schaden machen. Für mehr Kills mit weniger benötigten kritischen Treffern.
- Das exotische Impulsgewehr „Gravitonlanze“ wird verbessert. Sein Katalysator gewährt jetzt die Vorpal-Waffe und Rückholaktion-Vorteile anstelle des bisherigen höheren Zielhilfewerts.
- Maschinenpistolen werden umfassend verändert. Sie erhalten weitreichende Zoom-Anpassungen. Darunter auch ein Nerf für die Maschinenpistole „Multimatch CCX“, der die Vorherschafft als „das beste SMG im Schmelztiegel“ beenden soll. Dafür bekommt die exotische Maschinenpistole „Huckleberry“ etwas mehr Reichweite.
- Schrotflinten & Fusionsgewehre
- Vor allem Slug und Pellet-Schrotflinten sind weiterhin zu dominant im PvP, trotz der erst kürzlichen Änderungen. Sie bekommen deswegen eine Kürzung ihrer Reichweite sollten aber trotzdem noch effektiv genug für akzeptable, kurze Distanzen sein.
- Der Schadensabfall der exotischen Schrotflinte „Lord der Wölfe“ wurde zu Anfang und am Ende um 25 % reduziert.
- One-Hit-Kills aus 20m+ mit Fusionsgewehren sollen zukünftig sehr ungewöhnlich sein. Hierzu wurden Änderungen in Kombination aus Schadensabfall und Rückstoßänderungen gemacht.
- Scharfschützengewehre
- Sniper bekommt einen 10 % Buff auf das Verstauen, Bereitmachen und Zielen durchs Visier. Dies bedeutet, alle Scharfschützen sind schneller. Wer gerne snipert muss aber zukünftig auf Munition verzichten, denn Scharfschützengewehre haben im PvP weniger Zugriff auf Munition als Schrotflinten und Fusionsgewehre, weil sie ihre Munition beim Töten nicht sofort nachfüllen können. Es herrscht Munitionsknappheit.
- Bögen, Granatwerfer, Spurgewehre und Co.
- Die „Arbalest“ ist nun doch zu stark, weil sie sowohl Anti-Barriere-Waffen also auch Schildbrecher und Bosskiller ist. Ihr Schaden wird deswegen gegen Champions um 25 % reduziert. Anti-Barriere-Schilde kann sie damit aber weiterhin mit nur einem Schuss brechen.
- Der derzeit beliebteste Exo-Bogen „Le Monarque“ verursacht jetzt 50 % mehr Gift-Tick-Schaden im PvE dafür jedoch 25 % weniger im PvP.
- Der Schaden des exotischen und einzigen schweren Bogens „Leviathan Hauch“ wird um 50 % verbessert. Durch die hinzugefügte Verzögerung kann sein Pfeil dann auch Unaufhaltsame Champions betäuben.
- Der Exo-Granatwerfer „Löwengebrüll“ erhält einen erweiterten Explosionsradius und auch sein Schaden wird verbessert.
- Das linear Fusionsgewehr „Lorentzantrieb“ wird gegen Spieler abgeschwächt. Ein Körpertreffer wird daher bald 20 % weniger Schaden machen.
- Das exotische Scoutgewehr „Himmelsbrenner-Eid“ wird fast komplett umgekrempelt. Es bekommt eine Anpasung der Projektilgeschwindigkeit, dem Hüftfeuer und Projektile verfolgen keine Ziele mehr. Dafür verbrennt die Hüftfeuer-Detonation dann auch Ziele. Der Katalysator gewährt jetzt statt Reichweite Bonus-Nachladegeschwindigkeit. Zudem bekommt das Exotic die höchste „Airborne Effectiveness“ aller Waffen im Spiel (35).
- Die Laderate des Trials-Schwerts „Solas Narbe“ wurde von 20 auf 50 erhöht.
- Die exotischen Spurgewehr wurden angepasst.
- „Kaltherz“ spawnt jetzt ionische Spuren, die Fähigkeiten aufladen.
- „Prometheus-Linse“ bekommt eine effektivere Verbrennung
- Und der Schaden von „Wellenspalter“ wird die alte mittlere Stufe erhöht. Eine Sphäre der Macht gibt dann 10 Sekunden maximale Power, die sich von 5 und 10 auf 20 stapeln lässt. Unterdrückt Ziele, wenn ihr bei maximaler Macht eine weitere Kugel aufhebt.
Die wichtigsten Anpassungen an Waffen-Perks und Fähigkeiten
- „Erster Schuss“ wird als Reichweiten-Buff nicht mehr so gut bei Schrotflinten funktionieren und hat auch keinen Schadensabfall-Wert mehr.
- „Desperado“ Feuerrate wurde verringert, damit sie auf mehr Waffen angewendet werden kann. Im PvE gibt es zudem keine Schadensstrafe mehr.
- „Luftangriff“ wird euch zukünftig +60 auf Handhabung in der Luft verleihen.
- „Mulligan“ gewährt euch in 35 % der Fälle Munition bei Fehlschüssen, von 20 %.
- „Adagio“ wird bei Schrotflinten von 30 % auf 20 % reduziert.
- „Icarus Griff“ wird euch +15 „Airborne Effectiveness“ verleihen. Die verbesserte Variante des Perksgewährt +15 „Airborne Effectiveness“ und nochmal +5 auf Handhabung.
Das erwartet euch kommende Woche in Update 4.0.1.1
Während ein Großteil dieser Anpassungen erst mit späteren Updates und Patches für Season 17 und 18 ins Spiel kommt hat Bungie für nächsten Dienstag, den 26. April, in Hotfix 4.0.1.1 bereits folgende Änderungen bestätigt:
- Der Basis-Cooldown der Axion-Blitz Granate wird von 91 Sekunden auf 152 Sekunden erhöht.
- Die Titan-Barrikade mit dem Aspekt „Bollwerk“ wird im Cooldown von 53 Sekunden auf 82 Sekunden erhöht. Titanen können damit weniger oft ihr Überschild nutzen.
- „Offensives Bollwerk“ bietet 60 % weniger Bonus-Granaten-Energieregeneration im PvP.
- „Flüstern der Ketten“ gewährt 15 % zusätzlichen Schadenswiderstand gegen Spieler in der Nähe eines Stasis-Kristalls (vorher 25 % – unverändert im PvE).
Erwartet auch Änderungen am Jäger-Exotic „Erneuerungsgriff“:
- Wenn ausgerüstet, erhöht der exotische Jäger-Armschutz „Erneuerungsgriff“ die Grundabklingzeit der Frühlichtfeld-Granate von 62 auf 152 Sekunden.
- Der Malus für ausgehenden Schaden auf Spieler in der Frühlichtfeld-Granate wurde von 50 % auf 20 % reduziert.
- Schaden unverändert gegen PvE-Ziele.
Warum nimmt Bungie immer wieder Änderungen vor? Einige Spieler sehen die häufigen und oftmals umfangreichen Anpassungen an der Sandbox als nerviges Übel. Nach sieben Jahren sollte ein Entwickler sein Spiel doch eigentlich im Griff haben.
Destiny 2 ist jedoch ein Shooter mit einer der kompliziertesten Sandbox, in der Waffen, Fähigkeiten und Vorteile miteinander agieren können. Es gibt also eine Vielzahl an Elementen, die miteinander in Einklang sein müssen und die auch voneinander abhängen. Damit sich das Erlebnis für die Spieler immer stimmig anfühlt ist es nötig ein gewisses Gleichgewicht herzustellen und dies zu beobachten.
Bungie nutzt hierfür eine ausgereifte Überwachung eurer Spielweise, um schnell erkennen zu können was euer Spielerlebnis gerade ruiniert und gewährte hierzu im TWaB auch einen Blick auf die internen Statistik-Diagramme.
Was sagt ihr zu den umfangreichen Anpassungen von Bungie? Seit ihr damit zufrieden und findet diese mehr als notwendig oder gibt es Änderungen, die ihr überhaupt nicht gut findet oder nachvollziehen könnt. Gerne nehmen wir an eurer Diskussion dazu in den Kommentaren teil.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

























