Die Geschichte der Nachtelfen von World of Warcraft wird in Dragonflight weitererzählt. Es ist Zeit, für neue Opfer – und die dürften nicht allen schmecken.
Viele Details der Story der kommenden Erweiterung Dragonflight liegen noch im Ungewissen. Doch die Dataminer sind bereits fleißig dabei, die Spieldaten von World of Warcraft nach Hinweisen und Details zu durchsuchen. Jetzt wurde ein große Stück zur Nachtelfen-Story enthüllt und behandelt einige wichtige Charaktere, wie Tyrande, Malfurion und Ysera. Die müssen nämlich eine folgenschwere Entscheidung treffen …
Spoilerwarnung: Der Artikel behandelt wichtige Details der Story von Dragonflight. Wenn ihr keine Spoiler lesen wollt, solltet ihr hier nicht weiterlesen.
Was ist der Stand bei den Nachtelfen? Mit dem Ende von Shadowlands haben die Nachtelfen von der Winterkönigin einen neuen Samen bekommen, der (vermutlich) für einen neuen Weltenbaum genutzt wird. Gleichzeitig ist Tyrandes Jagd nach Sylvanas beendet, der grüne Drache Ysera existiert als erwachter Wildgeist im Ardenwald und Malfurion ist noch auf Azeroth unterwegs.
Ein Opfer für die grünen Drachen: Im Verlauf von Dragonflight kommt es zu einer folgenschweren Entscheidung der Nachtelfen. Denn offenbar braucht der grüne Drachenschwarm Hilfe und ist auf die Rückkehr von Ysera angewiesen – doch die hängt in den Schattenlanden fest. Schon in Patch 9.2.5 hieß es, dass Ysera vielleicht eines Tages nach Azeroth zurückkehren kann, doch das werde „einen großen Preis“ fordern. Jetzt ist dieser Preis bekannt:
Malfurion Sturmgrimm.
Damit Ysera wieder nach Azeroth zurückkehren kann, muss Malfurion ihre Stelle im Ardenwald einnehmen. Das zumindest geht aus einem Dialog hervor, der vermutlich zu einer Ingame-Cutscene gehört.
Den entsprechenden Dialog der beiden haben wir hier für euch übersetzt:
Tyrande: Ysera, dein Schwarm braucht dich.
Wir brauchen dich.
Was auch immer der Preis für deine Rückkehr nach Azeroth ist, nenne ihn.Malfurion: Tyrande …
Tyrande: Sag es uns!
Malfurion: Ich bin es.
Ich bin es, der zurückbleiben muss.Tyrande: Was?
Malfurion: Ysera weiß das – aber sie würde mich niemals darum bitten.
Tyrande: Nein.
Wir werden einen anderen Weg finden.Malfurion: Als sie ihr Leben für mich in Val’sharah gab, war ihre Zeit noch nicht gekommen.
Und jetzt … muss das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.Tyrande: Dann … dann werde ich ebenso bleiben.
Shandris und die anderen können …Malfurion: Tyrande …
Sollte alles eintreten, auf das wir hoffen, dann werden die Kaldorei dich brauchen.Tyrande: Ich bin so müde, Malfurion.
Verlange das nicht von mir.
Nach allem, was wir ertragen musste …Malfurion: Meine Liebe.
Du warst schon immer die Stärke unsere Volkes.
Sie werden dir für immer folgen und du wirst niemals alleine sein.Tyrande: Bis wir uns wiedersehen …
Ich werde von der Nacht träumen, in der wir endlich ruhen können … gemeinsam.
Warum passiert das? Malfurion ist, ähnlich wie Tyrande als Nachtkriegerin, eines der mächtigsten Wesen auf Azeroth. Auch wenn das vor allem in den Geschichten (etwa zum „Krieg der Dornen“ und Büchern) gezeigt wurde, ist der Erzdruide Malfurion so mächtig, dass die Horde als Ganzes ihn fürchtet.
Gleichzeitig gibt es aber auch leicht Gründe zu finden, warum Malfurion für diesen „Tausch“ infrage kommt. Zum einen stimmt es, dass Ysera nur vom Alptraum verdorben wurde, weil Malfurion in blindem Zorn in Val’sharah losgestürmt ist. Gleichzeitig ist Ysera aber auch lange ein Mentor von Malfurion gewesen, immerhin haben sie viele Jahre zusammen im smaragdgrünen Traum verbracht.
Wichtig ist auch, dass aus dem Dialog nicht eindeutig hervorgeht, ob Malfurion tatsächlich stirbt oder lebt. Es wäre gut möglich, dass er als Sterblicher im Ardenwald bleibt und in seiner Position als Erzdruide an der Seite der Winterkönigin dafür sorgt, dass der Wald regeneriert. Immerhin ist ein großer Teil des Ardenwalds durch die Anima-Dürre abgestorben und muss neu kultiviert werden.
Zu guter Letzt könnte diese Entscheidung auch schlicht erzählerische Gründe haben. Wenn man ein paar aktuelle, sehr mächtige Charaktere etwas beiseite schiebt, dann erschafft das mehr Spielraum für neue Charaktere, die stärker in den Vordergrund treten können – so wie etwa Shandris in den letzten Erweiterungen.
Bedenkt bei all dem allerdings, dass es sich dabei lediglich um Datamining aus der Alpha handelt. Zum einen könnte sich vieles noch bis zum Release ändern und zum anderen fehlt wichtiger Kontext, etwa aus vorangegangenen Questreihen, der erklärt, wie es zu dieser Entscheidung und diesem Opfer kommt. Es fällt leicht, etwas zu kritisieren, wenn man nur das Ergebnis, aber nicht den Weg dorthin kennt.
Davon ausgehend, dass diese Story-Entscheidung final ist – was haltet ihr davon? Ein guter Weg, um Malfurion etwas beiseite zu schieben?
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