Hasst mich ruhig, aber: Dungeon-Finder sind das Beste, was MMORPGs passieren konnte

Hasst mich ruhig, aber: Dungeon-Finder sind das Beste, was MMORPGs passieren konnte

Dungeon-Finder in MMORPGs werden kontrovers gesehen. Vielen erleichtern sie das Leben, doch einige Spieler sehen in ihnen den Untergang der sozialen Interaktion. MeinMMO-Redakteur Alexander Leitsch hat sich in den letzten Wochen oft verzweifelt Dungeon-Finder gewünscht und sieht auch die Änderung in WoW Classic kontrovers.

Dungeon-Finder gehören für mich zu einem der besten Features in modernen MMORPGs. Mit dieser Meinung stehe ich sicherlich nicht alleine da, aber es wird auch viele Gamer geben, die gerade die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen – wie man bei der Diskussion um WOTLK Classic gesehen hat.

Dungeon-Finder sind kontrovers, denn sie machen es herrlich einfach, in ein Dungeon zu gehen, ohne sich intensiv mit der Gruppe auseinandersetzen zu müssen. Ich muss weder den Gearscore, noch die Namen meiner Mitspieler kennen und habe trotzdem ein Multiplayer-Erlebnis.

Doch genau darin sehen viele ein Problem. MMORPGs sind unpersönlicher geworden, Mitspieler oft nur Beiwerk. Die tollen Freundschaften, die man in seiner Jugend oder Studienzeit geschlossen hat, werden seltener.

Daran sind jedoch nicht die Dungeon-Finder schuld. Ich habe in WoW Burning Crusade Classic und zuletzt vor allem in New World schmerzlich erlebt, wie kompliziert die Gruppensuche für ein Dungeon werden und wie das einen in der Gilde isolieren kann. Soziale Strukturen kann ich mir besser aufbauen.

Wer spricht hier? Alexander Leitsch ist der MMORPG-Experte auf MeinMMO. Er spielt am liebsten Guild Wars 2, New World und ESO, hat aber auch etliche Stunden in Black Desert, WoW Classic oder Indie-Spielen wie Broken Ranks verbracht. Erst ist denn MMORPGs so verfallen, dass er keine Singleplayer-Games mehr zocken kann.

Tank und Heiler wechseln die Gruppen, doch wir kommen einfach nicht vorwärts

In New World sind die Dungeons derzeit zu einem der lukrativsten und beliebtesten Spielinhalte geworden. Man bekommt dort gutes Gear, levelt schnell seine Kompetenz nach oben und verbringt nicht zu viel Zeit darin, dann viele die Dungeons inzwischen auswendig kennen. Durch die Mutationen aus dem Januar-Patch gibt es außerdem eine ordentliche Herausforderung für PvE-Fans.

Doch die Gruppensuche gestaltet sich in New World mehr als chaotisch, denn alle suchen im gleichen Rekrutierungs-Chat. Das ist nicht nur unübersichtlich, sondern kann zudem zu verrückten Situationen führen, wie ich gestern selbst erleben durfte:

  • Wir waren eine Gruppe aus vier Spielern – drei DDs und ein Tank – und suchten einen Heiler für den neuen Dungeon Herz der Stürme. Das dauerte schon so 10 Minuten.
  • Eine andere Gruppe suchte ebenfalls einen Mitspieler für Herz der Stürme – einen Tank.
  • Plötzlich verließ unser Tank die Gruppe und trat der anderen bei. Gleichzeitig jedoch wechselte der Heiler der anderen Gruppe zu uns. Beide Gruppen konnten also immer noch nicht losziehen.
  • Schlussendlich wechselte der Heiler in seine alte Gruppe zurück und wir brauchten nun sowohl einen Heiler als auch einen Tank. Nervig.

Zugegebenermaßen war das eine seltene Kuriosität, doch das ewige suchen und spammen im Chat bringt keine echte Tiefe und auch keine neuen sozialen Verbindungen. Ich habe mit keinem der anderen DDs während der Wartezeit zusammengespielt oder gechattet. Wir haben nun mal einfach gewartet – wie in einem Dungeon-Finder auch.

Alles, was ihr zum Endgame von New World wissen müsst – in 2 Minuten

Soziale Strukturen kommen aus Herausforderungen, nicht aus stumpfen Farm-Content

Aber Alex, du hättest ja auch Kontakte in der Wartezeit knüpfen und so vielleicht neue Stammspieler gewinnen können, die du für kommende Dungeon-Runs anfragst. Ja, das ist richtig. Das kann man machen. Doch für so stumpfen Farm-Content wie die normalen Dungeons brauche ich in der Regel keine feste Gruppe.

Ich kann die normalen Dungeons problemlos mit Randoms laufen, egal ob aus dem Chat oder einem Dungeon-Finder.

Echte soziale Verbindungen ergeben sich bei mir aber erst durch Herausforderungen.

  • Mutierte Dungeons in New World etwa laufe ich lieber mit einer Gilden-Gruppe. Die Mitspieler kenne ich und sie kennen mich. Hier wird nicht sofort ein Dungeon verlassen, nur weil es zu einem Wipe kommt.
  • Ich habe durch zwei Kriege um Territorien in New World mehr Spieler kennengelernt, als in den letzten 50 Dungeon-Runs zusammen. Denn für die Kriege mussten wir zusammenarbeiten und uns austauschen.
  • Wenn ich in ESO einen Trial laufe oder in Guild Wars 2 einen Raid, dann mache ich das am liebsten mit Menschen, die ich kenne, mit denen ich im Voice-Chat sitze.

Meine beste Erfahrung in einem MMORPG überhaupt hatte ich mit meiner PvP-Stammgruppe in Guild Wars 1. Wir haben uns dreimal die Woche zum Training getroffen, um regelmäßig die Halle der Helden zu holen. Die Spieler von damals und die Momente vergesse ich nicht, weil sie mit Randoms so nie möglich gewesen wären.

Guild Wars Halle der Helden
Ein Sieg in der Halle der Helden war immer etwas Besonderes – und hat meine Stammgruppe eng zusammengeschweißt.

Kurios finde ich, dass WoW in WOTLK Classic auf einen Dungeon-Finder verzichten wird. Das könnte zu dem gleichen Problem führen, das ich in Burning Crusade Classic hatte. Ich habe keinen Anschluss gefunden.

Einige Freunde von mir sind gleich zum Start weg gelevelt, während ich erstmal ESO Blackwood gespielt habe. Sie waren dann bereit für die Raids, mir fehlte jedoch das Level und das Gear dazu.

Klar haben sie mir im Nachhinein geholfen, doch die First Kills der Gilde holten sie ohne mich. Mit einem Dungeon-Finder hätte ich leichter allein aufholen, während die Gilde an dem ein oder anderen Boss gewipt ist. Doch ich suchte ewig nach Mitspielern, musste mich langsam aufbauen.

In meiner Gilde war nach den ersten Kills jedoch schnell die Luft raus. Illidan habe ich nie getötet – falls mich jemand mal mitnehmen möchte!

Dungeon-Finder haben MMORPGs nicht ruiniert, doch es muss etwas darüber hinaus geben

Für mich sind Dungeons generell nur ein Mittel zum Zweck, um mich in ESO oder WoW auszurüsten und dann später mit meiner Gilde zusammen in die echten Abenteuer – oftmals Raids oder PvP – loszuziehen. Das sehen anscheinend auch die Entwickler von New World ein und bringen im Sommer einen Dungeon-Finder.

Dungeon-Finder haben die soziale Interaktion nicht getötet, sondern helfen durch einfachen Content und Grind. Doch danach braucht es etwas, das über den regulären Farm-Content hinaus geht. Etwas, das mit Randoms nicht so leicht zu schaffen ist, was mich quasi in eine Gilde oder Stammgruppe zwingt.

Gibt es das nicht, dann verliert auch die soziale Interaktion an Wert.

Das sind aktuell die 7 beliebtesten MMORPGs 2022

Zugleich darf die Gilde oder Stammgruppe aber nicht alles sein. Denn wenn ich sie für jeden Spielinhalt brauche, vergeht mir der Spaß daran, auch mal allein loszuziehen. Und jeder Spieler hat irgendwann eine Phase, wo man statt des Voice-Chats einfach mal eine gute Netflix-Serie oder einen Podcast nebenher laufen lassen möchte.

Wie seht ihr den Dungeon-Finder? Braucht jedes moderne MMORPG dieses Tool? Oder reichen euch auch einfache LFG-Tools, wo ihr eure Gruppe listen könnt, wie es etwa in Guild Wars 2 der Fall ist?

Wer wissen möchte, wie gut die verschiedenen MMORPGs derzeit dastehen, findet hier meine persönliche Tier List:

Wo stehen die 50 größten MMORPGs derzeit? Die Tier List 2022

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Oh Long Johnson

Spiele werden inzwischen anders gespielt und konsumiert als vor 15 Jahren, das ist einfach so. Es ist inzwischen mehr Mainstream zu zocken als früher hinzukommen die voicechats die es immer einfacher machen außerhalb des Spiels zu kommunizieren.
Dungeon finder waren für viele vielleicht einfach nur der offensichtlichste Grund, aber in Wirklichkeit ist es der demografische Wandel + andere externe Ursachen wie eben voicechats usw.
Zu deinem Problem mit dem raiden in der Gilde muss ich leider sagen, dass du dich natürlich nicht zweiteilen kannst. Entweder du spielst das eine oder das andere Spiel und das bei tbc die Luft irgendwann raus ist war auch kein Geheimnis.
Dass der Dungeon finder in wotlk classic weggelassen wird finde ich persönlich gut, den finder gibt es in retail und classic hat eine andere Zielgruppe, vielleicht bist du einfach kein Teil dieser Zielgruppe

Warmoth

Ich verstehe diese Diskussion nicht und die Entscheidung von Blizzard auch nicht zu Wrath.
Ein Dungeonfinder macht ein Spiel nicht unsozialer. Wenn ich ohne Dungeonfinder den Chat manuell nach LFM/LFG durchsuchen muss und dann der Invite kommt ändert das überhaupt nichts. Es ist einfach nur nervig und zeitraubend.
Mehr Kommunikation ergibt sich dadurch kein Stück.

Aldalindo

Stimme dir absolut zu. Man muss dieses Tool richtig nutzen ohne wird es (gerade im angesprochen Wow Classic) doch sehr zäh , durch Dungeon im Lvl-Bereich zu kommen und fördert die (meine Meinung) noch mehr Sozialsysteme zersetzende Boostkultur. Habe damals ja auch WOW Classic etwas später ausprobiert und über die 20iger Dungeons bin ich nie hinaus gekommen, weil der ach so idealisierte SUCHENACHGRUPPE Channel vollgespamt war mit Boost und Stunden zuzubringen, um eine Gruppe zu finden können sich ja vielleicht all die Leute erlauben, die mit WOW in Rentenalter gerutscht sind😜…ne danke dann schon lieber Dungeonfinder…und komisch funzt ja bei FFXIV supi …..

Solo

Ich für meinen Teil denke ohne Dungeonfinder zu einer Instanz zu laufen mit einer Gruppe im Kampfgebiet hat schon eine gewisse nostalgische Romantik. Viele die wow z.B. zur Anfangszeit gespielt hatten fanden es super da es einen kick gebracht hat und irgendwo des Rollenspiel Flair erhöht hat. Heutzutage wo alles auf Progress und Schnelllebigkeit ausgelegt ist gibt es sowas eher seltener da es schon Mal eine Stunde gebraucht hat um zum scharlachroten Kloster zu gehen. Was aber viele vergessen: Die Menschen, die dass noch erleben durften, sind mittlerweile älter haben eventuell auch Kinder und somit nicht mehr die Zeit um ewige Laufwege auf sich zu nehmen. In meinem Fall begrüße ich auch die Dungeonfinder mittlerweile. Sehne mich aber auch oft nach der Zeit, wo das RPG in MMORPG noch mehr wert hatte.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Solo
Rappel

Irgendwie kommen mir alle etwas verblendet vor. Damals, vor gut fast 20 Jahre als WoW mmorpgs massentauglich gemacht hat, gab es nix anderes als Gruppensuche über den Chat. Man hatte also nicht den Vergleich mit einem Dungeonfinder in Classic oder BC.

Das war auch die Zeit, in welcher Online Multiplayer, Singleplayer und LANs abgelöst hat.
Breitband wurde langsam verfügbar und machte das ganze möglich. Das war es wesentlich einfacher neue Kontakte zu knüpfen, weil alles neu und Leute noch nicht total vom Internet und Handys verzogen waren. Idioten gab es danach auch schon, aber trotzdem war der Umfang gerade in der Anfangsphase um einiges besser.

Ich sehe keinen Grund für farm/grind Content umständlich suchen zu müssen. Das kostet nur unnötig Nerven und Zeit, welche für eine sehr kostbar ist. Die wollen gern nur mal schnell 1-2 Dungeon machen in 1-2 Stunden die Sie zum Spielen haben.

Für alles andere suchen sie die meisten Leute, die mehr Anspruchsvolles machen wollen, dedizierte Gruppen.

Lost Ark bietet beides zb. Da benutze ich den random finder wenn es nur um den täglichen Guardian geht, weil man hier einfach keine Stammgruppe braucht. Für die Abyssal 4-8 Dungeon benutze ich dann den Gruppenfinder, wo ich gezielt nach der Aktivität suchen kann und mir dann, wenn Gruppen existieren, eine Auswahl dieser Angezeigt wird.
Mit Überschriften wenn man gezielt Dinge sucht wie bestimmte Klassen oder bestimmte Items die alle mitbringen sollen etc.

Todesklinge

Es geht auch darum das genau aus solchen Erleichterungen die Inhalte mehr in die Länge gezogen werden. Weil die Entwickler wissen das nun alles schneller geht, also wird die Chance auf Beute reduziert. Entsprechend der Zeit die man sich beim Suchen spart, wird nun die Häufigkeit die man den Dungeon besuchen muss, erhöht.

Genau das ist das Problem dabei, man glaubt man spart Zeit, jedoch wenn man dafür öfter rein muss, bleibt beides bei 0, oder wird noch schlimmer.

T.M.P.

Seh ich genauso.
Sowas wird immer in der Gesamtheit ausbalanciert.

Drahn

Das Problem ist nicht der DF. Es ist eine Komfortfunktion, die es im Grunde in jedem Game braucht. Niemand läuft gerne bis zum Eingang eines Dungeons um dort dann seine Gruppe zusammen zu kratzen. Genauso wie Schnellreise-Funktionen. Ja, am Anfang ist es noch cool wenn man zu Fuß (oder Pferd) von Stadt zu Stadt läuft. Aber nach dem 10. mal nervt es nur noch.

Ich denke das Problem ist schlichtweg menschlicher Natur. Die meisten Randoms wollen sich gar nicht bemühen sondern einfach durchgezogen werden, während sie nebenbei Netflix schauen. Daher hat der DF so einen schlechten Ruf, da man sich nicht mehr seine Mitspieler raussuchen kann, sondern einfach mit irgendwelchen Leuten zusammengewürfelt wird.

Ich habe nach wie vor die Theorie, dass die mangelnde Qualität seiner Mitspieler hauptsächlich daher kommt, dass der Content (beginnend mit der Level-Phase) grundsätzlich viel zu leicht ist. Frei nach dem Motto: „Warum sich anstrengen, wenn es vorher auch so ging?“

Und dieses Phänomen hat nicht nur WoW. Man findet es überall. In FFXIV, in Tera, sogar in Lost Ark!

T.M.P.

Es ist ja nicht nur der Dungeonfinder, sondern auch das was da mit dran hängt.
Bei WoW hatte sich schon eine Menge verändert.

Damals hat man sich eine Gruppe auf seinem Server gesucht und ist dann zum Dungeon gereist. Oft kannte man sich schon, oder zumindest die Gilde und hat dabei noch n bissl gequatscht. Vielleicht hat man sich noch kurz mit ner anderen Gruppe vor dem Eingang geprügelt und dann die Instanz durchgezogen.

Mit Dungeonfinder, Cross-Server und Teleportfunktion läuft das halt anders.

  • Anonymität durch Cross-Server, der persönliche Ruf ist egal
  • DDs die sich ohne passendes Gear als Tank oder Heal anmelden
  • geringerer Aufwand und damit geringere Hemmschwelle bei Kleinigkeiten zu leaven
  • keinerlei Openworld
  • keine klassenspezifische Gruppenzusammenstellung
  • extreme Zeitoptimierung, man portet in den Dungeon und hat kaum Zeit für ein „Hi“ weil der Ritalingedopte DD schon die ersten Mobs pullt

Vielleicht ist es ja die rosarote Nostalgiebrille, Gruppen zu suchen war manchmal auch echt nervig, aber ich finde es war einfach „MMORPGiger“ ^^

Und gerade bei New World, wo ich teuer für den Dungeoneintritt zahlen müsste, würd ich mir die Gruppe lieber selbst zusammenstellen.

Maledicus

Du hast das gut zusammengefasst, es kommt noch ein Punkt hinzu den Alexander in seinem Artikel von der anderen Seite benannt hat, er schreibt das Dungeon-Finder für Farm-Content supi sind, da bin ich bei ihm. Aber in früheren MMORPGs wie Everquest(1), DAoC und auch in WoW waren die Dungeons schwere Inhalte und kein „da bin ich in 10min durch“ Content. Da hat man Abende verbracht mit ner GildenGruppe bis man durch war, hat auch Randoms mitgenommen und neue Leute kennengelernt.

Kurz – so wie die Spiele heute gestrickt sind ist ein Dungeonfinder gut damals waren die Games anders gestrickt und vor allem schwerer als heute, schon beim Leveln war man auf Gruppensuche.

In Everquest im Jahre 2000 war mein erstes MMORPG, aber ich wusste bereits mit Stufe 8 meines ersten Charakters was pullen bedeutet, wie man Gruppen von Gegnern aufteilt, mit CC lahmlegt, was tanken ist usw. weil das Spiel es erforderte .. einfach mit ner Spielergruppe in eine Gruppe Mobs rennen und sie überrennen wäre ein sofortiger Wipe gewesen. Everquest war auch das „schwerste“ von allen MMORPGs, sowas prägt für das restliche MMORPG-Leben. Heutztage bei ner Gruppe im Dungeonfinder erklärt einem doch keiner mehr wie das Gruppenspiel funktioniert, da wird erwartet, das man schon alles weiss .. eben weil gerade fortgeschrittene Spieler schnell schnell durch wollen, is halt nur Farm-Content, mal eben durch.

Gruß.

T.M.P.

Ja, da hast du recht.
Das ist das woran ich bei „klassenspezifische Gruppenzusammenstellung“ dachte, kann da aber nur für WoW sprechen =).
Gerade das ein passender CC dabei sein musste war ja quasi Standard.

Waren wohl andere Zeiten. Damals musste man sogar noch ein Questlog lesen können, heute musst du nur noch einem Marker folgen. Man könnte sagen es wäre Bequemlichkeit, aber ich fürchte der Durchschnittsspieler wird einfach immer dümmer ^^

Knusby

Du willst jetzt aber keinem erklären, dass alte Dungeons in WoW schwerer waren als heute?
Damals gabs kaum relevante Mechaniken bei den Mobs, das einzige was die konnten war hart drauf hauen. Die Leute waren einfach andere, es ging nicht darum schnell und effizient zu sein.

Tachelesreder

Ich hab in wow von classic bis wotlk letzter patch immer Leute fuer inis gesucht.

Ich habe bevorzugt tank und heilfaehige Klassen, im jeweiligen level Bereich, der ini in die ich gehen wollte, angewispert.

Ich habe den dungeomfinder gefeiert hochnzehntausend!!!

Dadurch hatte ich alle Klassen von wotlk bis Mop auf maxlevel, natürlich bevorzugt Tank und heiler (wegen. Kürzere Wartezeit) und raidfaehig gegeared.

Auch mit Chat hat man vorher max gefragt ob alle ini kennen und ab und an etwas Mehr konservation.

Ich habe früher auch role play gemacht irgendwann zu wotlk cata oder Mop dann weniger bis kaum gar nicht.

Draenor war fuer Mich ein sehr bescheidenes ad on, wegen. Kein Fliegen fuer gold, sondern fuer Erfolge wie pathfinder, wo Ich ja nicht der quester sondern eh seit classic eher der ini leveler war. uldazu kam das ab draenor inis weniger ep gaben und Schwerer als die inis der vorherigen ad ons waren. Dann gefiel mir auch dieses ganze zeitgedoens in dem ad on so gar nicht.

Da hatte ich nur den todesritter auf max gelevelt und levelgear zu Anfang auf 640 gebracht und dann Pause gemacht.

Legion konnte mich trotz neuer klasse dann nicht mehr begeistern und ich habe bei Level 102 oder 105 aufgehört, weil es mich nicht mehr begeistern konnte, nicht die Gebiete, klasse und Abwechslung hätte ich auch nicht Mehr, weil ja nur dk und dh als neue Klasse Fuer Neues ad on fix start klar waren.

Das mal als Kleine Vorgeschichte.

Ich mag dungeonfinder und von mir aus auch selektiv steuerbar und nutzbar a la dungeomfinder nur fuer heumatserver, alle deutschen Server, nur rpserver, pvpservet, oder auch Russen, Franz, englisch etc. Auswählbar.

Lässt die Spieler sich selbst entscheiden mit wem wer spielen will und wie lang oder kurz er deswegen wartet.

Ich verstehe das Problem nicht, warum Spieler nicht eigenverantwortlich selbst entscheiden koennen sollen wie sie ein Spiel spielen und genießen wollen!

Es geht darum, dass man fuer ein Abo selbst. Entscheiden sollte, wie man es spielen will.

Wenn man mir die Freiheit nicht gibt, warum soll ich den das Spiel spielen?

Aus dem. Gleichen Grund werde ich wotlk mit der Entscheidung ohne dungeomfinder keines Blickes wuerigen und ggf nach piratenserbwr suchen, die das mit drin haben.

Ich habe fast 3 ganze ad ons ohne dungeon finder gespielt, also mehre Jahre (5-8?) und Weiss, wie Zeitintensiv das ist, mit Anreise, alle bzw 1 bis 2 zum portstein zu bewegen, Spieler im level Bereich anzufragen, ob sie Bock auf die inis haben.

Ich war somit schon sehr extrovertiert und habe sehr viel Energie, passion und Leidenschaft damals reingesteckt.

Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust mehr dies immer so extrem bis zum exzess zu tun nur weil ich in einen Spiel spass haben moechte.

Die inis mit anderen laufen hat mir als gemeinschaftserkebnis halt immer am meisten spass gemacht, weil es zb nicht so langwierig oder schwer wie zb raid war.

Pvp hat. Mich in wow zb nur am Rande interessiert.

Fuer mich war wow immer mehr ein pve Spiel.

Vielleicht fand der ein oder andere diese etwas längere ausführung hilfreich oder interessant.

Habt spass am Spiel, so lange ihr könnt.

Kuba

Gebe dem Autor absolut recht.
Ab dann, meine es war bei WotLK wurde WoW für mich persönlich komfortabler.

ImInHornyJail

Denifitiv ja

Nico

Die soziale Aktion leidet dadrunter, weil man selbst nicht mit den Leuten redet, Man muss sich nicht wundern wenn man mit der Einstellung reingeht. Wenn die nichts sagen, dann sag ich auch nichts“.

Dazu wurde der Dungoen Schwierigkeitsgrad seit man Dungoenfinder implementiert hat mit der Zeit sehr Niedrig. Das Spielverständnis wird Spielern mit Dungoenfindern 0 beigebracht.

Wenn man dann so Leute wie Don77 unten ließt erklärt das leider die masse der Spieler in mmorpgs. Die haben halt garkein interesse mehr ein mmorpg als mmorpg zu Spielen.
Ich habe aus den alten nicht dungoenfinder Zeiten, Menschen kennen gelernt die kenn ich nach 20 Jahren noch und viele sind richtige Freunde geworden. Sowas hab ich z.b. in den letzten 12 Jahren nurnoch bei Wildstar erlebt, und das wars dann auch.

justus

was hindert dich denn daran mit den leuten aus dem lfg tool zu reden? wenn sie dir nicht antworten, hätten sie das auch nicht gemacht, wenn man sie nach einer stunde suchen über den chat gefunden hat.

wie einige schon geschrieben haben, ist ein mmo ohne lfg tool heutzutage einfach extrem unangenehm. vor allem auf leeren servern. selbst auf einem der größten deutschen classic servern hat man über eine stunde nach leuten für dungeons gesucht, um dann die gruppe zu disbanden, weil kein 5. gefunden wurde. aber hauptsache man hatte soziale aktion, als man sich im gruppenchat beschwert hat.

voxaN

„selbst auf einem der größten deutschen classic servern hat man über eine stunde nach leuten für dungeons gesucht, um dann die gruppe zu disbanden, weil kein 5. gefunden wurde.“

und das ist schlimm? Dann hat es nunmal nicht geklappt und man sucht später oder am nächsten Tag nochmal. MMO Spieler sind heute so verwöhnt, das ist unfassbar.

justus

was hat das mit verwöhnt sein zu tun? macht es das spiel etwa besser, wenn man nach einer stunde gruppensuche aufgeben muss?

für dich ist es wohl auch normal ne stunde auf einen bus zu warten, um dann heimzugehen weil der nicht kommt. darüber ärgert man sich wohl auch nicht?

voxaN

Es gibt dem Spiel Ecken und Kanten. Durch die aufwändigere Suche gewinnen die Dungeons an Wert. Im Falle von WoW sind Dungeons heute Fast Food und keine Abenteuer mehr.
Da frag ich mich, ob es den Spielern hauptsächlich um den Loot, statt um die gemeinsame Unternehmung geht.
Ich präferiere die Abenteuer. Wer dafür keine Zeit hat, hat Pech gehabt oder muss sich ein Spiel suchen, was solches bietet (zB Retail)

Im Falle von Retail habe ich natürlich Pech gehabt.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von voxaN
justus

ecken und kanten gibt es auch ohne diese zeitverschwendung genug. jo super abenteuer wenn man nie den dungeon betreten kann weil man keine gruppe voll bekommt.

die suche über den chat gibt dem spiel 0 mehrwert. vor allem wenn man ewig sucht ohne danach auch das tolle abenteuer antreten zu können.

Max Mustermann

Ich präferiere Loot, schnell und knackig.
Soziale Interaktion kann ich mir beim Speed Dating holen, oder auf einer Bahnhofstreppe.

Irina Moritz

Das hat nichts mit verwöhnt sein zu tun, sondern schlicht mit der Zeit. In FFXI hast du teilweise stundenlang gewartet, bis eine Gruppe zum Leveln zusammen war. Vor 15 Jahren war es für mich auch völlig ok. Ich kam um 14 Uhr von der Schule, hab mich für Gruppensuche aufgestellt und währenddessen Hausaufgaben gemacht. Das ist heute einfach nicht mehr möglich.

Zeit ist eine streng begrenzte Ressource. Es gibt eine riesige Menge an Optionen, mit denen man seine freie Zeit im Jahr 2022 verbringen kann. Alle Arten von Entertainment kämpfen um die Zeit ihrer Kunden. Spieler, die in einem MMORPG mehr Zeit damit verbringen, rumzustehen und auf Gruppe zu warten, als tatsächlich zu spielen, werden sich ganz einfach ein anderes Spiel suchen.

Maledicus

Liebe Irina,

es waren auch vor 15 Jahren schon viele der MMORPG Spieler in dem Alter und der Lebenssituation wie du heute. Es is ein Trugschluß zu glauben die Masse der Spieler von zb. WoW waren alles nur Schüler die viel Zeit hatten und heute eben nicht mehr, selbstredend gab es die auch. Erstens rücken immer Spieler nach die jung sind, und die älteren gab es immer schon.
Zu der Zeit als ich mit MMORPGs angefangen habe waren die meisten Spieler erwachsene Leute mit Beruf usw. da hatten Schüler kaum Geld für ein Abo.

Mit dem zweiten Absatz bin ich bei dir, ich würde sagen unsere Gesellschaft hat sich verändert, die Spieler haben sich verändert, die Spiele haben sich verändert.

Gruß.

Andy

Also ich bin eher selten der gleichen Meinung wie der Autor,manche Artikel finde ich ausserdem von ihm naja….
Aber dieses mal bin ich 100% der gleichen Meinung.Ich kann mich im dungeon finder alnmelden und dann trotzdem noch andere Sachen im spiel erledigen und muss nicht in einem HUB Stundenlang als DPS warten bis mich jemand mitnimmt u.a um nur ein Vorteil aufzuzählen,der übrigens auch erwähnt wurde.
Wenn ich jetzt FF als Beispiel nehme da gibt es zusätzlich noch den Gruppenfinder für alle möglichen Aktivitäten.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Andy
Andy

Sir jawohl Sir. 🤪
Ich gebe es eben zu, bin kein alt zu grosser Fan von deinen Artikeln und trotzdem lese ich viele.Ausser GW Artikel nicht.Habe aber auch kein Problem damit mal zuzugeben dass auch Artikel von dir gut sind.
Aber wie du sagst ist eben mal so typisch menschlich. So lange immer der Respekt bleibt.
Wenn ich welche schreiben würde, würden sie dir ja auch nicht alle gefallen.

Sven

Habe noch nie verstanden in wie weit da „die soziale Interaktion“ leidet, wenn es nen Dungeonfinder gibt. Wenn ich im Chat 100 mal „lfg Dungeon XY“ schreibe und nach nem Invite, (wenn denn irgendwann einer kommt), die Gruppe mit „hi“ begrüße und mit „bb“ verabschiede…da leiden während der Suche eher Nerven und Motivation
Für New World is ja mittlerweile nen Dungeonfinder angekündigt. Schaue gerne nochmal rein sobald er drin is.

Alex

Dungeon Finder an sich sind nicht das Problem, eher die Leute die diese Anonymität ausnutzen um sich wie die Axt im Wald zu benehmen.
Hatte gute Erfahrung mit so einem Tool aber auch sehr schlechte, eines ist aber sicher ich persönlich bevorzuge mir vor dem Dungeon Run die Leute selbst auszusuchen, weil man oft schon an der ersten Kommunikation merkt ob der Gegenüber ein kompletter unsozialer Typ ist oder nicht.
Ich sehe aber auch die Vorteile eines Tools, gerade weil ich immer 12h Arbeite bin ich froh wenn ich mich nach der Arbeit bloß in eine Warteschlange setzen muss und nebenbei schnell was zu essen zu machen um die 2-3h Freizeit auch effektiv zu nutzen. 😅
Es ist bequem und sicher auch sinnvoll, ich mag aber diese Grundhaltung nicht das ein Spiel nicht ohne das auskommen würde und ein MMO soetwas haben -muss- ansonsten wäre es ja schlecht.
Das finde ich ultra egoistisch und schon übel dreist.

Mithrandir

Meiner Ansicht nach ist es aber eine Fehlwahrnehmung, dass die Leute sich ohne diese Tools nicht wie die Axt im Walde benehmen würden. Ich kann mich noch gut an Classic erinnern. Da wurde auch nicht geduldig den Leuten alles erklärt, weil man so sozial war. Wenn jemand, den man in einen Endgame-Dungeon mitgenommen hatte nicht wusste, wie der HAse läuft, wurde der das eine mal „durchgeschliffen“ und war danach auf Ignore.

Diese ganze: „Ohne DungeoN Finder arbeiten die Leute mehr zusammen“-Sache ist meiner Ansicht nach verklärte Romantik.

Alex

Ein wenig von Beiden, es kommt halt immer auf die Persönlichen Erfahrungen an.
Da ich selbst meistens eben die Gruppe bilde, bin ich auch der der entscheidet ob ich jemanden mit nehme der nichts weis und es dem erkläre oder nicht, meistens gehe ich übrigens deutlich lieber mit neulingen mit als mit erfahrenen Spielern, die sind oft gerade sehr froh wenn man nicht durch hetzt.
Ich hatte in WoW Classic mal eine total Chaotische Gruppe in den Blackrock deeps und war der einzige der sich da auskannte, die anderen waren nur wegen quests drinn, hat mega lange gedauert aber hatte super lustige Unterhaltungen mit den leutchen.
Diese Wahl wird mir halt mit Dungeon finder genommen. Da wird der der nichts weis eben zwangsläufig mitgeschleift, selbst in Retail erlebt als ich dem noch mal eine Chance geben wollte nachdem ich mit Classic fertig war.
Ich, ganz neu, nach langer zeit wieder im Spiel möchte einfach nur die Dungeons auch mal anschauen während ich sie spiele, gott was wurde ich gehatet, obwohl das nicht mal wirklich zeit gekostet hat.
Zu denken nur weil es keinen Dungeon finder mehr gibt sind alle leute plötzlich Sozial und lieb mit einander, das ist tatsache absolute Romantik, natürlich nicht, das hat New World auch wunderbar bewiesen und auch in Classic hatte ich Toxische Erfahrungen, ohne Frage.

Ich denke aber das die leute die diese Version des Gruppen bildens bevorzugen auch eben oft diese sind die Gruppen erstellen und dafür leute Suchen und weniger die die ohne finder nur „lfg xyz, big ding dong DPS!!“ spammen oder garnicht aktiv sondern auch da nur passiv sind, also höchstens jemanden anschreiben wenn gerade einer sucht.
Daher ergibt sich natürlich schon von vornherrein durchs eigene Spielverhalten eine Vorliebe, das ist ja ganz klar und auch ok so. Ich verstehe ja wie gesagt und mag auch hin und wieder die Vorteile eines solchen Tools. Ich versteh nur sehr gut leute die es „altmodisch“ lieber haben.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Alex
N0ma

Allerdings muss man unterscheiden in Auto LFG und manuelles LFG Tool, sonst redet man aneinander vorbei weil der eine das meint und der andere das. Gegen LFG spricht nichts, weils die soziale Interaktion nicht untergräbt sondern nur das Handling verbessert. Chat scannen ist einfach nur nervig, ohne irgendeinen Vorteil.

Don77

Jo find ich auch, würde niemals mehr ein MMO spielen ohne automatische Dungeon oder Raidsuche, einfach 0 Bock vorher extra Leute suchen zu müssen und das sich vielleicht ewig hinzieht, obwohl ich Mal eben nur schnell ein Dungeon spielen will

Luripu

Gruppensuche ohne DF bringt nicht zwangläufig mehr soziale Kontakte.
In FFXI ging es ab level 10 nur in einer Gruppe weiter,
solo leveln war nicht,ausser man war Beastmaster.
Sprich ich war jeden Tag in einer anderen Levelgruppe,
mit neuen Spielern.

Gutes Beispiel ist TERA wo es zum Release keinen DF gab,
aber ein paar Wochen danach.
Ohne DF traf man sich vor dem Dungeon,verbrannte Talismane im Feuer und wartete,
mit DF meldete man sich an und questete weiter.
Soziale Interaktion war bei beiden gleich hoch.

Irina Moritz

Da habe ich aber andere Erfahrungen gemacht in FFXI. Gerade, wenn man jeden Tag gelevelt hat, hat man immer dieselben Leute getroffen. Wenn eine Gruppe gut funktioniert hat, wurde man am nächsten Tag direkt angeflüstert und wieder eingeladen. Ich habe eigentlich fast nur schöne Erinnerungen an das PF-System von XI, auch wenn es super-frustrierend sein konnte.

Es würde in unserer Zeit aber auch nicht mehr funktionieren. Der Weg bis Level 75 hat in ToaU ja locker ein halbes Jahr gedauert, das würde sich niemand mehr antun.

Luripu

Wann hast Du mit FFXI begonnen?
Ich bin auf Ragnarok gelandet kurz nach dem US Release.

Die Japaner wollten nicht mit uns „NA“ Spieler=Noobs zusammen spielen,
da sie ja schon ein Jahr länger spielen konnten auf der PS2.

Blieben die US Spieler die natürlich aktiv waren,
wenn bei uns Schlafenzeit ist.
Ich konnte nicht jeden Tag bis 04:00 spielen
auch wenn ich noch jung war.^^
So ergab sich nie eine Stammgruppe.

Luneras

Fühle ich. Danke für diesen Beitrag, lieber Alex.

Todesklinge

Das Problem mit dem Dungeonfinder ist nur das Resultat aus vieleb weiteren Problemen die dazu führen.
Inmer mehr Online Spiele gestalten ihr Spiel so das man dieses zu 90% alleine spielen kann. Da so jeder seine Zeit nutzen kann, macht auch sinn.

Leider wird genau dadurch das Zusammenspiel fast komplett abgeschafft. Ein Beispiel ist Black Desert Online. Der ganze Inhalt des Spiels bezieht sich rein darauf das man über 90% des Inhaltes alleine macht. Die übrigen 10% sind PvP und Gildenmissionen, wobei man dieses auch fast wieder alleine macht (sammele XYZ, oder töte XYZ Monster).

Das gleiche betrifft World of Warcraft.
Die ganzen Guides die es gibt, zerstören die soziale Interaktion miteinander. Auch der Dungeonfinder, die Wirtschaft eines Spiels usw..

Dadurch das der Content immer künstlich länger in die Länge gezogen wird (geringe Dropchanchen, hoher Materialbedarf usw.) wird das ständige Wiederholen von Inhalten zur reinen Geduldsprobe. Daraus resultiert dann eine künstlich erschaffene Beschleunigung (diverse Events, Dungeonfinder usw.). Und das wiederum will man häufig und eben schneller hinter sich bringen.

Also nicht der Dungeonfinder ist das Problem, sondern das alles immer länger dauert bzw. schneller gehen soll. So gesehen ist das Paradox. Das macht das ganze immer mehr unpersönlicher, wodurch eine stetig größere Entfremdung in der Community entsteht.

Man möchte auf der einen Seite das man etwas besonderes erleben soll, auf der Gegenseite muss das aber so schnell wie möglich gemacht werden. Man will ja fix max Level und Ausrüstung haben. Das nun das ganze immer wertloser wird, da es nichts mehr besonderes ist, sorgt für das fehlende Gefühl der Wertschätzung!

Genau das sind die Gründe warum diese Komfortfunktionen zu diesen Problemen führen. Man überspringt dadurch regelrecht das, was das Spiel ausmachen soll.
Genau so wie der Levelbooster. Anstatt das Spiel zu spielen, will man alles sofort haben, ohne das Spiel zu spielen. Die Fragd lautet, warum spielt man das Spiel wenn man es eigentlich nicht spielen will (wenn man dafür zahlt es nicht zu spielen).

Geroniax

Unterschreibe ich so. Habe schon oft mit den Leuten gechattet mit, denen das Tool mich zusammen geworfen hat. Oft haben wir dann mehrere Dungeons gemeinsam gemacht, selbst wenn ein „noob“ dabei war. Das Tool macht die Community nicht unsozial, aber unsoziale Menschen (nicht zu verwechseln mit asozial) bleiben nunmal so wie sie sind. Wer also lieber für sich ist und einfach nur die Atmosphäre des Spiels aufnemen möchte, auch wenn dies ein MMO ist und kein SP-Game, soll das doch tun können. Soziale Spieler können ja immernoch sich zu Gilden zusammen schließen.

Ich fand wotlk früher echt Klasse. Ich weis das der Dungeonfinder später gekommen ist, was nicht schlimm war, denn ich war in einer aktiven Gilde. Jetzt sieht es anders aus. Habe kaum bis nie Classic gespielt, kenne da niemanden. Mit BC brauche ich nicht mehr anzufangen und wenn ich nicht zum Release wotlk spiele, ist der drops auch gelutscht. Werde daher classic komplett sein lassen wenn es kein LFG tool gibt, denn meine Zeit ist mir mehr Wert als 30 Minuten Chat spammen.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Geroniax
Stephan

Jeden Content den man mit ner automatischen Suche zuverlässig abschließen kann ist langweiliger timesink Content und bietet nicht die Herausforderung die ich möchte.

Es fühlt sich einfach besser an, wenn man per Chat oder Liste eine Gruppe sucht für bockschweren Inhalt, diese dann checkt ob du ihren Erwartungen gerecht wirst, diese dann sogar übertriffst und sie dich am nächsten Tag anflüstern ob du wieder aushelfen kannst. Das ist einfach der Fame bzw die Bestätigung nach der sich viele in Mmorpgs sehnen.

justus

spricht doch nichts dagegen, dass wie in retail beide welten vertreten sind. automatische suche für einfache inhalte wie (n)hcdungeons und manuelle suche für „schweren“ content wie mythic(+) dungeons

lIIIllIIlllIIlII

Ich finde, ob ein Dungeonfinder gut funktioniert, hängt stark davon ab, wie die Leute drauf sind, die ihn bedienen.

MathError

Ich sehe hier das Problem, wenn das Spiel weiter voranschreitet. Wir haben es schon in TBC Classic gesehen. Irgendwann findest du nicht viele Heiler mehr, geschweige Tanks für Dungeons. Man verbringt oft im Durchschnitt 30 Minuten beim Warten auf einen Tank, der sich am Ende doch nicht findet. Die Leute nutzen meist das Addon „LFG Bulletin Board“ da es schneller und effektiver funzt, als das interne „Such-Tool“.

Und „soziale Bindungen“ sehe ich da auch nicht, wenn ich Ewigkeiten nach einem Tank suchen muss. Am Anfang des Addons läuft das sicher alles auch ohne das „Dungeonfindertool“, aber irgendwann wird wieder die endlos Suche beginnen.

Es ist halt nicht das TBC bzw Wotlk von damals, wo die Leute (übertrieben) 24h/24h auf 7Tage/7Tage online sind und die Population das 2-3 fache hatte, als was man aktuell hat. Damals hätte man sicher auch ohne Tool auskommen können, wobei es dort auch schon Phasen mit Tool des Wartens gab. Ich befürchte, hier wird es ohne dieses Tool noch schlimmer ausfallen.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von MathError
Canelloni

Nein, der werte Herr hat völlig recht:

Dungeon Finder respektiert meine Freizeit und dass finde ich klasse.

Allerdings wäre es cool gewesen, wenn diese Tools jeweils erst nach dem 1.Abschluss des entsprechenden Dungeon freigeschaltet sind.

So würde man immer wieder noch Gruppen von Spielern am Eingang finden.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Canelloni
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